Sie können gar nicht modern sein. Modern ist übrigens nicht zwingend positiv, auch wenn man es gerne als solches ausgibt.
Das Unterstützer meist fanatisch sind ist Unfug.
Das Abfärben braucht meist Jahrhunderte, insofern gibt es für Deine Lebensspanne auch keinen Grund, optimistisch zu sein. Gefärbt wird übrigens in beide Richtungen, das mag man mögen oder nicht.
Religionen ändern sich immer. Kriege, Flüchtlinge, Völkerwanderungen mischen die Karten neu. Die Einflüsse wird Dir ein entsprechender Wissenschaftler anhand der Bibel und des Korans zeigen können. Anpassung findet heute über die Auslegung statt, was Teil des Studiums ist.
Theoretisch kann eine Religion modern sein. Sie könnte es sogar bleiben, aber dafür müsste Unsicherheit in dieser Religion akzeptiert sein. "Göttliche Inspiration" macht jede Religion bald alt, sofern ein Außenstehender davon ausgeht, dass es halt keine göttliche Wahrheit ist.
Modern ist nicht zwingend positiv, aber Fortschritt existiert, und daher ist es wenigstens wahrscheinlich positiv. Zumindest gibt es einen Fortschritt in Bezug auf Wissen und menschliche Fertigkeiten und dass daraus kein moralischer Fortschritt folgt ist für mich nicht wahrscheinlich, und nach meiner Beobachtung auch unzutreffend.
Ich denke, dass viele Religiöse fanatisch genug sind. Die die es nicht sind, sind auch meistens weniger involviert (weniger gläubig). Zumindest sind Religiöse fanatischer als Leute, die nicht religiös sind.
Natürlich geht es in beide Richtungen. Die Sache ist, dass wir (und ich damit auch) darüber mitbestimmen, und gute Gründe haben. Es ist jedenfalls nicht meine Ansicht, dass hier etwas auf uns abfärben sollte, schon gar nicht komplett...
Es ändert sich immer was, aber wir sind in der Gegenwart die, die darüber bestimmen und zumindest noch unser eigenes Schicksal in der Hand haben. Auf eine Islamisierung, weil naive Ideologen das zugelassen haben, habe ich keine Lust.
