DruideMerlin
Sehr aktives Mitglied
Hat auch niemand behauptet dass es das vor dem Christentum nicht gab. Tacitus nutzte übrigens das Bild der "tüchtigen, keuschen Germanin" oft als indirekte Kritik an der römischen Gesellschaft.
Ein kleiner Ausschnitt aus dem Buch Germania von Tacitus:
Kapitel 18
… man hat bei ihnen von der Ehe eine strenge Auffassung,
und es gibt keine Seite ihres sittlichen Lebens, die man mehr
rühmen könnte.
Denn sie sind fast fast von allen fremden Völkern mit einer
einzigen Frau zufrieden...
Kapitel 19
… so leben die Frauen in wohlbehüteter Keuschheit,
ohne durch die Verlockungen von Schauspielern oder
Reizungen von Gelagen verdorben zu werden...
vereinzelt kommt es zu einem Ehebruch; die Strafe
dafür wird augenblicklich vollzogen...
Für die Preisgabe der Frauenehre gibt es keine Verzeihung:
eine Ehebrecherin findet keinen Mann wieder, und wenn
sie noch so schön, so jung oder reich wäre.
Denn niemand belächelt dort Laster, und verführen
und sich verführen lassen gilt nicht als Geist der Zeit...
Merlin
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