Lehrkörper zerrt 14-jährige Förderschülerin vor Gericht...

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ja, das ist klar dass für behinderte Kinder andere Voraussetzung zur Freizeitgestaltung gelten.
Aber @PsiSnake hat ja argumentiert, dass ihm als Einzelgänger eine "soziale Integration" verweigert wurde, weil er keine Videospiele hatte und er mit diesen Spielen weniger zum Außenseiter geworden wäre.

Ich habe aufgezeigt, dass ich ebenso sehr introviert war und das Draußenspielen mit anderen Kindern mir sehr geholfen hat.

Ich glaube, dass Videospiele grad für sehr schüchterne Kinder nicht unbedingt das Mittel der Wahl sind, da sie diese Kinder noch mehr isolieren und zum Abdriften in eine Traumwelt anregen.

Ich sage nicht, dass Mädchen und Frauen es leichter haben in unserer Gesellschaft. Für introvertierte Mädchen ist es aber einfacher Freundinnen zu finden. Bei Jungen wird das viel weniger akzeptiert. Außerdem ist der Konkurrenzgedanke größer (wenigstens bei solchen Spielen draußen). Wenn man da nicht mutig und sportlich ist, darf man entweder gar nicht mitspielen oder wird gleich im Spiel gemobbt.

Ein Videospiel bietet da eben bessere Chancen. Und Introvertierte und Autisten sind meistens auch recht gut darin, weil sie sich gut fokussieren können. Außerdem spielen eben die Jungs, die so sind wie man selbst sowieso auch. Das schafft dann die nötige Verbindung, Gemeinsamkeiten um eine Freundschaft möglich zu machen. Viele Spiele sind auch Multiplayer-Spiele und auf Team-Work ausgelegt.

Ich gebe dir durchaus recht, dass es gut ist draußen zu spielen.
Aber wenn ich Vater wäre, würde es viel einfacher sein, meinen theoretischen introvertierten Sohn und dessen Freunde zum Sport zu bewegen, sofern Freunde überhaupt existieren. Die wären dann vermutlich auch alle nicht so sportlich, und es blamiert sich dadurch keiner zu extrem.

Es gibt natürlich die Gefahr, dass sich jemand in einem Spiel isoliert, dass er komplett alleine oder nur online spielt, statt Freunde einzuladen und mit denen zu spielen (oder was anderes zu machen). Aber das ist nicht unbedingt ein Problem von Video-Spielen insgesamt. Spiele die man zusammen spielen kann sind da wohl vorteilhaft.
 
Sowas muss mit einer Strafarbeit geregelt werden, sofern diese Beleidigung innerhalb der Schule getätigt wird.
In Facebook auf den Profilen seiner Schüler herumzustöbern sehe ich als Schnüffelei.

Wie auch immer, wie wenig Größe und Mitgefühl muss man eigentlich haben, dass man gegen eine 14-jährige Förderschülerin ganz große Geschütze auspackt.
1. Ist ein FB Eintrag keine Beleidigung die innerhalb der Schulmauern stattfindet und kann somit auch nicht mit schulischen Maßnahmen geregelt werden und
2. Hat der Mann nicht in den FB Profilen seiner Schüler "rumgestöbert", sondern wurde (lt. Artikel) von einer dritten Person auf diesen Eintrag aufmerksam gemacht.

Ich verstehe nicht wieso sich ein Mensch - egal ob Lehrer oder sonstwas - von einem 14jährigen Assigör denunzieren lassen soll.

Ein paar Sozialstunden für diesen Fratz empfinde ich jetzt nicht gerade als "ganz großes Geschütz".

Ich möchte nicht wissen was dieser Mann sich in seinen Berufsjahren von seiner Klientel schon alles hat anhören müssen und finde den Weg den er gegangen ist vollkommen richtig.

R.
 

Nun ja, beleidigender als dieser Ausdruck war ihre Aussage auch nicht...:rolleyes:
Hypokrisie wieder...

Ansonsten, nein, wenn mich eine 14-jährige "behindert" nennt (nicht einmal wirklich öffentlich), von mir aus auch auf ihrem Facebook-Profil, dann ignoriere ich das einfach. Vor allem dann, wenn ich das auf normalem Wege gar nicht hätte erfahren dürfen. Sofern ich mich für berechtigt halte ihr Profil anzuschauen (als Lehrer sollte ich sicher nicht Beiträge für Freunde und Freunde von Freunden kennen) würde ich sie vermutlich fragen was das eigentlich soll, sofern mich ihre Ansicht zu mir interessiert (warum auch immer, kenne normal keine 14-jährigen Personen). Das könnte dann dazu führen, dass es gelöscht wird, dass man den Kontakt abbricht oder was auch immer (jedenfalls kein Gerichtsprozess).

Würde da genauso wenig Theater machen wie hier im Forum, und ich mag keine Leute die alles eskalieren.
Als Lehrer muss man natürlich seine Autorität sicher stellen. Dafür gibt es allerdings schulische Sanktionen. Was diesen Fall betrifft müsste ich dafür aber Gerüchten nachgehen und auf privaten Schülerprofilen stöbern (ja, er musste sich sogar in das Netz der Schüler einklinken, es war sonst nicht zu sehen). Und das sollte ich nicht machen.

Wenn es jetzt eine Aussage gewesen wäre, die meine Reputation beschädigen kann... Aber diese kindischen Sprüche da?

Gebe dir nur darin recht, dass es vielleicht sein kann, dass sein Beruf ihm da den Sinn für angemessene Reaktionen gekostet hat.
 
harmlosen Spruch eines Mädchens

Einspruch, Euer Ehren.

Ich finde jenen "Spruch" entschieden NICHT harmlos.

Und dann diese abscheuliche Beleidigung mit einem heimlich aufgenommen Foto auf Facebook zu posten - öffentlich sichtbar für jeden?

Das ist wie mittelalterlicher Pranger.

Hast du schon mal was von Persönlichkeitsrechten gehört?
 
finde den Weg den er gegangen ist vollkommen richtig

Ich finde seinen Weg auch vollkommen richtig - und auch mutig! (y)

Er hat ein Zeichen gesetzt, dass eben doch NICHT alles geht.

Jene Schülerin sollte dankbar sein für diese für sie wohl überraschende Info, dass man anscheinend doch nicht auf Facebook seine Mitmenschen auf diese Weise öffentlich beleidigen kann.
 
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Einspruch, Euer Ehren.

Ich finde jenen "Spruch" entschieden NICHT harmlos.

Und dann diese abscheuliche Beleidigung mit einem heimlich aufgenommen Foto auf Facebook zu posten - öffentlich sichtbar für jeden?

Das ist wie mittelalterlicher Pranger.

Hast du schon mal was von Persönlichkeitsrechten gehört?

War wie gesagt nicht wirklich öffentlich sichtbar.

Und harmlos genug, erst recht wenn das eine 14-jährige Förderschülerin macht.
SYS Beleidigung gegen mich war genauso schlimm, interessiert mich aber auch nicht bzw. nur um das hier zu vergleichen.

Es ist normal, dass sich Schüler über Lehrer ärgern, wenn sie sich in ihrem privaten Bereich wähnen. Heute ist das halt auch in Netzwerken im Internet. Früher hätte sie das halt nur ihren Freundinnen am Telefon erzählt. Wie ich schon sagte sollte ich da nicht stöbern, inklusive Gerüchten nachgehen, indem ich mich in ein Schülernetzwerk innerhalb von Facebook einklinke.

Man sollte sich anders mit anderen auseinandersetzen, bzw. hier Jugendliche erziehen können, als mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Sonst lässt Erdogan grüßen. Wobei es sich bei diesem Gedicht von Böhmermann tatsächlich um massive öffentliche Beleidigungen gehandelt hat und kein "Der Lehrer ist doof" in anderen Worten.
 
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