Lehrkörper zerrt 14-jährige Förderschülerin vor Gericht...

Es ist normal, dass sich Schüler über Lehrer ärgern, wenn sie sich in ihrem privaten Bereich wähnen. Heute ist das halt auch in Netzwerken im Internet. Früher hätte sie das halt nur ihren Freundinnen am Telefon erzählt.



Genau. Das darf sie am Telefon zu ihrer Freundin sagen. Aber sie hat es öffentlich im Imternet gemacht.
 
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Ist aber leider so dass da viele verhaltensgestörte Assokids in der Förderschule landen.

Eine Bekannte hat ein lernbehindertes Kind, verursacht möglicherweise durch Sauerstoffminderversorgung während der schweren Geburt. Das ist eine ganz normale Familie, der Sohn halt lernbehindert aber gut erzogen und höflich.

Was die mir von der Förderschule und den Mitschülern dort so erzählt lässt einem die Haare zu Berge stehen. Das Klischee von den Assokids stimmt leider wirklich. Dorthin kommen zwar auch Kinder, die ganz einfach eine Lernbehinderung haben und in einer normalen Klasse nicht mitkommen würden, aber noch häufiger landen da zum Leidwesen der "nur lernbehinderten" da Kinder die einfach aufgrund der Asso-Verhältnisse zuhause massive Verhaltensauffälligkeiten haben.

Die Förderschule ist nicht für Kinder gedacht, die aufgrund von "Asso-Verhältnissen" zu Hause Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Sie müssen nur solche Kinder aufnehmen, weil normale Schulen sie dahin abschieben, da sie nicht mit ihnen zurechtkommen. @Hagall hat es weiter unten gut erklärt.

Meine Cousine war auch auf einer Förderschule, zu einer Zeit, als eine Förderschule noch nicht der Parkplatz für "Assokinder" war. Sie ist weder geistig noch körperlich behindert, noch legt sie ein unsoziales Verhalten an den Tag. Sie hatte ganz einfach eine Lernschwäche, wäre vielleicht auch in einer Hauptschule zurecht gekommen, wenn man sich dort ihrem Lerntempo hätte anpassen können. Ihre vier Brüder gingen auf normale Schulen. Ihr Sohn ist jetzt Dachdeckermeister und die Tochter hat Psychologie studiert.

Das Mädchen dieses Threads kann so eine Lernschwäche und ein intaktes Elternhaus haben. Es muss nicht automatisch ein Assokid sein, wovon @Ruhepol ganz automatisch ausgeht.
 
Das Mädchen dieses Threads kann so eine Lernschwäche und ein intaktes Elternhaus haben. Es muss nicht automatisch ein Assokid sein, wovon @Ruhepol ganz automatisch ausgeht.


Sehe ich auch so. Im Internet Leute aus dem sozialen Umfeld verunflimpfen, mobben etc ist ja nicht etwas, das speziell nur verhaltensgestörte Unterschichtskinder tun.
 
Das wird von mir auch nicht abgestritten, dass man da als Eltern darüber verärgert sein muss.

Andererseits ist es eine für die soziale Integration gefährliche Sache, wenn Eltern etwas verbieten (oder nicht möglich machen), was bei Kindern und/oder Jugendlichen Standard ist. Ich habe da sehr schlechte Erfahrungen mit gemacht als Kind. Es ist fatal zur Isolation der Kinder beizutragen. Man sollte mir glauben, dass das gleiche oder sogar schlimmere Konsequenzen hat (bin dafür ein gutes Beispiel), als unzureichende Noten in der Schule (habe nämlich Abitur). Natürlich bin ich auch von meiner Natur her Einzelgänger, aber das macht es gerade noch schlimmer, wenn zusätzlich dafür gesorgt wird, dass man "speziell" ist.

Willkommen im Club.

@flimm hat da auch recht, dass man nicht alles mit "früher" vergleichen kann. Als ich klein war (in meiner Grundschulzeit und etwas später auch noch nicht wirklich) gab es kein Internet. Konnte man also nicht einmal verbieten. Hatte aber keine Videospiele, und das wäre für ein kleines, damals unsportliches (Sport war auch nicht gerade beliebt) und schüchternes Kind wie mich eine Chance gewesen, mich damals zu integrieren, die aber vertan wurde.

Da waren wir wohl in etwa eine Generation. Durfte ich auch nicht.
Und Sport habe ich zwar getrieben, aber war ebenfalls das beliebte Opfer- weil man es mit mir machen konnte.


Dabei mache ich jetzt Sport (Fitness) und hatte (etwas weniger nun) viel Spaß an Computerspielen.
Das wären auch damals 2 mögliche Hobbies gewesen, die mich in meiner Kindheit weniger zum Außenseiter gemacht hätten. Beides wurde aber lange mehr oder weniger verhindert, und dadurch wurde diese Chance vertan.

Was soll ich sagen? Es war ein harter Weg, ich fand die straffe Handhabe mit mir sicherlich nicht immer lustig, aber meine Mutter sieht noch heute ihre Erziehung als richtig an. Dass ich psychisch ua auch deswegen ziemlich hinüber bin, nehmen wir da nebenbei mit, weil man diese Dinge nicht als Ursache sieht.

PS: Ich war kein Einzelgänger, daher war es die größte Strafe für mich, Stubenarrest zu bekommen.
 
wir kennen die vorgeschichte nicht, wer weiss, was davor schon alles vorgefallen war/ist.
ich kann mir nicht vorstellen, dass ein lehrer ein schühler wegen sowas gleich vor gericht zerrt...

als schüler darf man nicht alles machen, das ist schon klar, aber als lehrer darf man auch nicht zuviel äh... "macht" schenken, das ist in beide
fällen fatal.
ich als schüler würde ich mir nie etwas von lehrer sagen lassen, aber ich muss zugeben, dass ich nie etwas tue, was nicht in ordnung ist...
ich hab genausoviel recht wie der lehrer... wenn er bockig zu mir ist, dann bekommt die rechnung, und da ich faul bin... tu ich nie was nerviges...

das sollte kein signal für andere lehrer sein, ich würde kein kind zu einer schule schicken wollen, wo sie lernen, das sie zu gehorchen haben... nja ein freigeist
sollen sie auch nicht werden! :D
jetzt weiss ich wieder warum ich kein kind will... :p schweine teuer und zeit raubend... :unsure:
 
Freigeist schön und gut- bin ich auch. So leben kannst du, wenn du allein auf dich gestellt bist, ansonsten gibt es noch immer einen Konsens, im Rahmen dessen man sich bewegen sollte, erwartet man von einem Gegenüber ein Entgegenkommen.
 
Wieso ist es eigentlich ein "vor Gericht ZERREN", wenn man jemand aus gutem Grund verklagt?
 
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ich würde kein kind zu einer schule schicken wollen, wo sie lernen, das sie zu gehorchen haben...

Ich glaube, darum geht es in diesem Falle nicht. :)

Eher darum, dass jene Schülerin lernen sollte, dass man andere Menschen nicht in aller Öffentlichkeit beleidigen kann.

Und das Wort "behindert" sollte schon mal gar nicht in beleidigender Absicht gebraucht werden.
 
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