Das wird von mir auch nicht abgestritten, dass man da als Eltern darüber verärgert sein muss.
Andererseits ist es eine für die soziale Integration gefährliche Sache, wenn Eltern etwas verbieten (oder nicht möglich machen), was bei Kindern und/oder Jugendlichen Standard ist. Ich habe da sehr schlechte Erfahrungen mit gemacht als Kind. Es ist fatal zur Isolation der Kinder beizutragen. Man sollte mir glauben, dass das gleiche oder sogar schlimmere Konsequenzen hat (bin dafür ein gutes Beispiel), als unzureichende Noten in der Schule (habe nämlich Abitur). Natürlich bin ich auch von meiner Natur her Einzelgänger, aber das macht es gerade noch schlimmer, wenn zusätzlich dafür gesorgt wird, dass man "speziell" ist.
Willkommen im Club.
@flimm hat da auch recht, dass man nicht alles mit "früher" vergleichen kann. Als ich klein war (in meiner Grundschulzeit und etwas später auch noch nicht wirklich) gab es kein Internet. Konnte man also nicht einmal verbieten. Hatte aber keine Videospiele, und das wäre für ein kleines, damals unsportliches (Sport war auch nicht gerade beliebt) und schüchternes Kind wie mich eine Chance gewesen, mich damals zu integrieren, die aber vertan wurde.
Da waren wir wohl in etwa eine Generation. Durfte ich auch nicht.
Und Sport habe ich zwar getrieben, aber war ebenfalls das beliebte Opfer- weil man es mit mir machen konnte.
Dabei mache ich jetzt Sport (Fitness) und hatte (etwas weniger nun) viel Spaß an Computerspielen.
Das wären auch damals 2 mögliche Hobbies gewesen, die mich in meiner Kindheit weniger zum Außenseiter gemacht hätten. Beides wurde aber lange mehr oder weniger verhindert, und dadurch wurde diese Chance vertan.