Also alleine kann ja schon nicht mal so schlecht sein ....
Mich würde nur noch interessieren, wie du auf das kommst, woher du dieses Wissen hast?
Und wieso muss man an Jesus Christus glauben - was passiert, wenn jemand an Zeus glaubt - weil es z.b. von Jesus noch nie was gehört hat ???
Das find ich alles ein bissl engstirnig ....

Mandy
Also, ihr habt jetzt jedenfalls von Jesus gehört!
Bei der Frage sind mehrere biblische Bezüge zu beachten:
Vor Gott ist jeder Mensch ein Sünder, wie man es auch dreht und wendet (Römer 3,23). Auch hier könnte man meinen, das sei ungerecht denn was soll die Schuld von Babys z. B. sein? Aber der Mensch ist nicht nur Sünder, weil er Sünde tut, sondern auch, weil er Sünder IST. Seit dem Sündenfall ist die menschliche Natur grundsätzlich verdorben. Kein Mensch ist davon verschont. Die Trennung, die seit 1. Mose 3 zwischen Gott und Mensch besteht, ist grundsätzlich und betrifft jeden Menschen.
Die logische Folge dieser Trennung ist der Tod, die endgültige Trennung von Gott (Römer 6,23). Diese hat auch Folgen, die über den irdischen Tod hinaus reichen.
Jesus wurde gesandt, um diese logische Folge aufzubrechen. Er nahm die Schuld aller Menschen auf sich und machte die Gemeinschaft mit Gott wieder möglich. Jeder, der ihm vertraut und sich an ihn hängt, kann gerettet werden (Johannes 3,16).
Wie schon erwähnt: Die Bibel spricht davon, dass es keinen Weg an Jesus vorbei gibt. Niemand kann gerettet werden, außer durch Jesus (Johannes 14,6; Apostelgeschichte 4,12)
Außerdem macht die Bibel klar, dass nicht alle Menschen gerettet werden (z. B. 1.Thessalonicher 1,9).
Gott will aber, dass alle Menschen gerettet werden (1.Timotheus 2,4). Er wird als ein Gott beschrieben, der nicht schnell zornig wird (Psalm 145,8f.). Sein ganzes Wesen wird als Liebe beschrieben (1.Johannes 4,8). Seine Gnade ist nicht auf eine kurze Zeit beschränkt und auch nicht nur auf einige wenige Leute. Gott ist außerordentlich gnädig und barmherzig (Matthäus 9,13).
Gott ist gerecht (1.Mose 18,25; Jesaja 30,18). Es gibt also keinen Zweifel daran, dass er beim Jüngsten Gericht fair urteilen wird. Genauso klar ist aber auch, dass er Schuld nicht einfach übersehen kann sonst wäre er nicht mehr gerecht.
In der ewigen Gemeinschaft mit Gott werden einmal Angehörige aller Völker, Nationen und Stämme dabei sein (Offenbarung 7,9; Offenbarung 5,9) und das nicht zu knapp. Denn Johannes sieht eine unzählbar große Anzahl dieser Menschen aus allen Regionen der Erde! Auch Matthäus 24,31 bestätigt das.
All diese Bezüge müssen wir im Hinterkopf haben, wenn wir über die Frage weiter nachdenken.
Wie Gott sich offenbart hat
Die Frage berührt eine Sache besonders: die Offenbarung Gottes. Denn letztlich stellt sich die Frage, warum sich Gott nur einem bestimmten Volk zu einer bestimmten Zeit und durch bestimmte Personen offenbart hat. Warum hat er sich nicht allen Menschen zu erkennen gegeben, so dass alle die gleich Chance haben, gerettet zu werden?
Paulus geht auf diese Frage ein und führt aus, dass sich Gottes Offenbarung nicht auf Jesus Christus engführen lässt. Letztlich hat jeder Mensch die Möglichkeit, Gott in gewissem Maß zu erkennen:
Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, so dass sie keine Entschuldigung haben.
Römer 1,19-20
Für Paulus ist klar: Niemand kann sagen, er hätte nichts gewusst. Das Universum und die Schöpfung der Erde sprechen so deutlich für einen Schöpfer - und immerhin hat der Mensch ziemlich lang gebraucht, eine halbwegs ordentliche Erklärung für eine Entstehung des Ganzen ohne Gott zu finden.
Diese natürliche Offenbarung ist jedem Menschen zugänglich. Natürlich ist sie sehr begrenzt. Ein schöner Sonnenuntergang erklärt niemandem, dass er gerettet werden müsste und wie das geschehen könnte. So beeindruckend die Natur auch sein mag auf einen persönlichen Retter kann man nicht schließen. Trotzdem kann man erahnen, dass es einen Schöpfer hinter dem ganzen geben muss eben Gott. Das bestätigen auch Psalm 19,2-7 und Apostelgeschichte 14,17.
Dazu kommt das menschliche Gewissen. Auch wenn es nicht unfehlbar ist und beeinflusst werden kann, hat jeder Mensch von Gott einen Sinn für eine moralische Ordnung bekommen. Jeder Mensch kann dementsprechend handeln und sich für gut und böse, für richtig und falsch entscheiden (Römer 2,14-15). Und Paulus betont, dass selbst diejenigen z. T. so handeln wie es Gottes Wille ist, die noch nie etwas von Gottes Anforderungen gehört haben. Natürlich kann jeder Mensch auch trotz natürlicher Offenbarung und Gewissen einen falschen Weg einschlagen, was zum großen Teil an der kulturellen Prägung liegt. Die persönliche Verantwortung wird dadurch aber nicht völlig aufgehoben.
Außerdem hat Gott vielen Menschen gezeigt, wie er ist und das, bevor es die Bibel in ihrer heutigen Form gab. Angehöriger verschiedener Völker waren dabei. Melchisedek hatte z. B. ein großes Wissen von Gott (1.Mose 14). Bileam bekam Offenbarungen von Gott, auch wenn er nicht allen gehorchte (4.Mose 22). Der babylonische König Nebukadnezar war in Kontakt mit Gott (Daniel 4) und Hiob präsentiert uns eine ausgeprägte, tiefgehende Theologie. Abrahams Verwandte wussten von Gott (1.Mose 24) und Abel, Henoch und Noah werden als Helden des Glaubens bezeichnet (Hebräer 11).
All das bedeutet, dass Gott sich auf verschiedenste Weisen offenbart hat. Menschen wissen von ihm und von der möglichen Beziehung zu ihm auch vor Jesus. Diese Beobachtungen zeigen, dass Gottes Offenbarung nicht so eng ist, wie sie auf den ersten Blick erscheint. Und man kann zumindest vermuten, dass das auch heute so ist. Einige Berichte von Missionaren scheinen das zu bestätigen, die z. B. beschreiben, dass Muslime von Jesus träumen oder ein Bergstamm in Nordthailand über das Kommen eines Missionars schon längst von Gott informiert worden war.
Gott hat sich also fortschreitend geoffenbart. Die klarste Offenbarung geschah in Jesus Christus. Dennoch zeigt der Blick in die gesamte Bibel, dass die Möglichkeiten Gottes nicht auf diese klarste Offenbarung beschränkt zu sein scheinen.
achja noch eins an eva07:
Bist Du aus der Kirche ausgetreten, heißt es auch, dass Dir die Hölle sicher ist.
das ist an den Haaren herbeigezogener Unfug, In der Schrift steht das nicht, lies selbst nach! Das wird dir zB von manchen Vertretern der katholischen Kirche eingeredet.
lg
Schreib!