Kleiderordnung an Schulen

Ich kann gar nicht verstehen, wie sehr hier die Tatsache, dass Kinder wegen Kleidung verhöhnt und ausgelacht werden, einfach vom Tisch gewischt wird. Nur wenn die Kleidung für das eigene Kind problematisch sein kann, dann ist es natürlich ein Problem, welches nicht nur ernst zu nehmen ist, sondern über das sich jeder selbstverständlich hätte Gedanken machen müssen. Kleiderprobleme anderer Kinder sind nicht nur egal, sondern die gibts einfach gar nicht.
Ich bin in meiner Schulzeit wegen meiner Kleidung verspottet worden - was sich änderte, als die neue Klassenlehrerin energisch einschritt. Es war auch gar keine Kostenfrage. Ich wollte tragen was mir gefällt und mich keinem Modediktat der Mitschüler unterwerfen. Ebenso wenig hätte ich mich nach einer Schulvorschrift in Einheitskleidung hüllen wollen. Zum Schutz vor Mobbing hätte das auch nichts genützt. Ich ging nämlich auch nicht zu dem angesagten Friseur, las in den Pausen keine Jugendzeitschriften und hatte auch nicht die stylische Armbanduhr, die als vermeintliches must-have galt.
 
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ja offenbar HABT ihr doch ein Problem damit. 🤷‍♀️

die Freiheit des Einzelnen endet da, wo Andere belästigt werden.

ist doch nix Neues.

Warum fühlt er sich denn belästigt?
Ist doch dann sein Problem, dass er sich belästigt fühlt und nicht das des anderen.

Wer trägt hier die Verantwortung für das Gefühl der Belästigung?
Der der die Verantwortung dafür trägt, trägt auch die Antwort darauf in sich selbst.
 
Warum fühlt er sich denn belästigt?
Ist doch dann sein Problem, dass er sich belästigt fühlt und nicht das des anderen.

Wer trägt hier die Verantwortung für das Gefühl der Belästigung?
Der der die Verantwortung dafür trägt, trägt auch die Antwort darauf in sich selbst.

Wenn du nicht weißt, was eine Belästigung ist, dann wirst du das wohl noch lernen müssen.
 
Die Menschen, die sich als Schüler oder als Lehrer auf dem Schulgelände bewegen,
bilden für diese Zeit dort eine (Zwangs-) Gemeinschaft, und in einer Gemeinschaft
gelten Regeln, die ein gutes Zusammenleben ermöglichen. Kleines Einmaleins also.
 
Solange diese pubertierenden Jugendlichen die entsprechenden Vorbilder haben, die ihnen dies vorleben... ist dies so.

Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, welche Vorbilder heute pubertierende Jugendliche haben.
Ich kann mich auch nicht mehr erinnernm welche meine waren. Kim Wilde? Susan Sarandon? Ich hab Yvonne Elliman vergöttert.


Kommt drauf an, wie man ihnen solche Weisheiten rüberbringt. Braucht es dazu stets eine Keule?

Niemand braucht ihnen diese Weisheiten irgendwie rüberbringen. Da kommen die ganz von alleine drauf. Aber halt meist erst später.

Ich erlebe es gerade selbst (was generell das Miteinander untereinander der Kinder betrifft) an der Schule, an der ich jetzt tätig bin... es geht auch anders. Und das ist so schön, dies zu erleben und selbst zu leben.

Liegt ganz bestimmt an deiner tollen Befähigung für diesen Job. Das hatten wir ja schon ...


Doch es ist eine Herausforderung hier Kinder, Lehrer, Betreuer und auch die Eltern in ein Boot zu bekommen. Einen Austausch der menschlichen Gleichwertigkeit auf Augenhöhe und an einem Strang ziehend, damit sich jeder dieser Gruppen auch wahrgenommen fühlt und sieht.

Klingt theoretisch ja ganz wunderbar.
Das Leben ist ja so schön in Bullerbü ...


Viele Denken, es müsse sich etwas im Außen ändern... so hier jetzt mittels einer Kleiderordnung.
Andere Kleidung und schon ist das Problem gelöst.

Niemand hat gesagt, dass damit alle Probleme beseitigt werden. Aber sprich mal mit Kindern, die betroffen sind ...




Mit Verboten ist bei Kindern und Jugendlichen wenig Land zu gewinnen. Viele werden es so auch von sich selbst kennen... aus der eigenen Jugend. Das was verboten war und wurde, trug um so mehr seinen Reiz in sich, es gerade dann zu tun.

Wie können in diesem Fall hier Kinder und Jugendlich dahingehend motiviert werden, eine andere Haltung zu entsprechenden Themen einzunehmen ohne sich fremdbestimmt und als Objekt der Forderungen und Maßnahmen anderer zu sehen?

Eine Kleiderordnung oder eine Schuluniform sind keine Verbote, sondern sind eher Gebote.

Mir persönlich ist es auch völlig wurscht, was die Kinder in der Schule tragen. Ich bin davon nicht mehr betroffen. Aber ich denke einfach, dass es keine schlechte Idee ist. Warum hab ich schon hier schon geschrieben.

Ich bin auch nicht dafür, Kinder für eine andere Haltung zu motivieren, so wie du hier nachfragst. Das ist ein Aufdrücken deiner Meinung - einfach nur von hinten rum. Die sind ja nicht ganz blöd.
Man kann Kindern die eigene Meinung sagen und die können sie annehmen oder nicht. Und man kann ihnen gewisse Regeln geben - schließlich sind Kinder keine kleinen Erwachsenen und brauchen schon noch Halt und Orientierung - vermutlich mehr als sie zugeben und mehr als wir denken.
 
Ich bin in meiner Schulzeit wegen meiner Kleidung verspottet worden - was sich änderte, als die neue Klassenlehrerin energisch einschritt. Es war auch gar keine Kostenfrage. Ich wollte tragen was mir gefällt und mich keinem Modediktat der Mitschüler unterwerfen. Ebenso wenig hätte ich mich nach einer Schulvorschrift in Einheitskleidung hüllen wollen. Zum Schutz vor Mobbing hätte das auch nichts genützt. Ich ging nämlich auch nicht zu dem angesagten Friseur, las in den Pausen keine Jugendzeitschriften und hatte auch nicht die stylische Armbanduhr, die als vermeintliches must-have galt.

Weil du das getragen hast, was du wolltest. Ich rede aber von Kindern, die nicht tragen dürfen was sie möchten. Manchmal gefällt ja sogar die Jeans mit den drei Nähten, die gerade angesagt ist. Während man die Stoffhose einfach nur hässlich und fürchterlich altmodisch findet, die man anziehen muss, weil entweder kein Geld für die Jeans da ist oder weil Mutter die Stoffhose so schön findet. Und dann wird das Kind noch ausgelacht für eine Kleidung, die es selbst nicht tragen möchte.

Ich hatte in meiner Klasse ein Mädchen, das nur Kleidung anhatte, welches die Mutter selbst nähte. Das war zum einen eine Kostenfrage, zum anderen aber auch weil die Mutter der Tochter dann die Kleidung nähen konnte, die ihr gefiel. Wohlgemerkt die Kleidung, die der Mutter gefiel, nicht der Tochter. Und weil Mutter Dirndl so schön fand, kam das arme Mädchen halt mit Dirndl in die Schule. Und sie hätte so gerne eine Jeans gehabt. Eine Kleiderordnung wie im ersten Beitrag hätte dem Mädchen natürlich auch nicht geholfen, weil die Dirndls wirklich immer adrett heile und sauber waren. Das Mädchen litt also nicht wegen der Kleidervorgabe der Schule, sondern wegen der Kleidervorgabe der Mutter.

Dann gab es natürlich auch noch Familien, die sich eine Levisjeans (war damals gerade angesagt) schlicht nicht leisten konnten.

Es wird immer nur vom Kleiderzwang der Schule geredet. Der Kleiderzwang vom Elternhaus (durchsetzen des Elterngeschmacks, Finanzen) wird völlig außer Acht gelassen.
 
Es wird immer nur vom Kleiderzwang der Schule geredet. Der Kleiderzwang vom Elternhaus (durchsetzen des Elterngeschmacks, Finanzen) wird völlig außer Acht gelassen.
Finde ich gar nicht. Allerdings, obwohl ich jetzt schon über zwanzig Jahre in meinem Beruf arbeite, war das Durchsetzen des Elterngeschmacks noch nie ein Problem. Natürlich meuterten mal Kinder, weil sie einen gewünschten Glitzerpulli oder einem coolen Motiv nicht bekommen haben.

Aber selbst Kinder die ihre Kleidung aus Spenden beziehen, müssen nicht in "schrägen" Sachen herumlaufen.

Und was die Finanzen angeht, würde ich nicht einsehen, warum Kinder denn keine teure Jeans tragen dürfen, wenn die Eltern sie bezahlen. Es gibt auch Kinder, die verbringen die Sommerferien auf den Malediven, während andere mit Glück einen bezuschussten Ausflug in den Freizeitpark machen können.

Ältere Schüler machen oft den elternfinanzierten Mofaführerschein, während andere Zeitungen austragen, um ein Minimum an Taschengeld zu haben.

Und später würde auch kaum jemand verlangen, dass alle Leute Bus fahren, weil so mancher Bürger nicht das Geld für einen Golf hat. Oder das alle Golf fahren, weil manch einer nicht genug für einen Porsche verdient...
 
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Es geht doch aber um Kinder und ihre Gefühle und wenn sie gedemütigt oder gemobbt werden, sollte man doch schauen wie man dem möglicherweise beikommen kann.
Lassen wir doch mal die Kirche im Dorf, ein Kind hat die Ehrlichkeit auf der Zunge und spricht es aus, was ihm missfällt oder nicht.
Bist du das Kind zu dem gesagt wird , ihhh siehst du heute schrecklich aus, kann das sich schämen, und kann sich vielleicht auch nicht wehren, oft nur ein Satz den Kinder beschäftigen.

Das wäre die Kleidergeschichte,
dann gibt es ja noch die Hänseleien wegen Aussehen (ohren, Nase, Haare usw) und nicht vergessen die immer noch austrennenden Worte von Menschen mit Mitagrationshintergrund, alles geschieht heute , in jeder Art von Schule.
Und natürlich die Rangaussortierung.
 
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