Ich frage mich woran es liegt, dass hier viele keine Kleidung von anderen Menschen anziehen möchten?
Mir fallen folgende Gründe ein:
Ekel, Abgetrennt Sein, Status.
Irgendwie empfinde ich die Gründe als Schade - Warum geht man davon aus, dass der Mensch, der die Kleidung vorher getragen hat, "schlecht" ist? Und man dieses "Schlechtheit" auch durch Waschen nicht weg bekommt?
Man könnte sich ja theoretisch auch vorstellen, dass ein ganz wunderbarer, schöner und warmherziger Mensch das Kleidungsstück getragen hat - warum dieser Argwohn, Neigung zum Negativen?
Warum fühlt man sich so abgeschnitten/getrennt von seinen Mitmenschen, dass man nicht den gleichen (gewaschenen) Stoff tragen mag?
Auch ein neues Kleidungsstück wurde ja (vielleicht noch) von Menschen hergestellt, die es berührt haben, im Geschäft hatten vielleicht schon einige Menschen dieses Kleidungsstück zur Probe an, ist das dann genauso "schlimm", wie wenn jemand es zb 2 Wochen anhatte?
Beim Status kann ich es noch besser nachvollziehen, ist wohl auch ein Generations/Kulturding. Man hat es nicht nötig gebrauchte Sachen zu kaufen, weil man sich durch neue Sachen einen anderen/höheren Status geben kann.
Gebraucht ist für die Armen, die sich das Teure=Gute nicht leisten können.
Wir leben "glücklicherweise" in einer absoluten Überfluss- und Wohlstandsgesellschaft.
Manche Ressourcen sind endlich und je bewusster und nachhaltiger wir damit umgehen umso besser.
Das kann mMn auch das neue fair und nachhaltig produzierte TShirt sein, das man trägt, bis es mehr Loch als Stoff ist