Jake???

B

BaBi

Guest
Hallo Jake..

Habe heute mit einem Freund von mir gesprochen, der hat mir gesagt ich soll mich an dich wenden zwecks familienaufstellung.. so recht hab ich das nicht gecheckt was das ist, aber dennoch möcht ich doch mit dir in kontakt treten wenn es nur irgendwie möglich ist.....

Die Gründe für dieses Gespräch sind ganz einfach.. ich leider unter Angstzustände jemanden aus meiner Familie zu verlieren, da ich schon 3 Menschen innerhalb von 3 Jahren verloren habe..(meine oma meinen Mann und meinen onkel und alle hab ich dermassen lieb gehabt, sodass ich das nicht so ganz verarbeiten und verstehn kann) es sind Menschen die ich über alles geliebt habe... Seit mein Bruder am Samstag den Unfall hatte mit dem Motorrad ist es unaushaltbar geworden.... Ich schlafe nichts mehr, wenn dann nurmehr unruhig mit Alpträumen habe tagsüber Panikattacken wo mein Gedanke auf einmal davon handelt, daß mein Bruder stirbt ( er hat eigentlich nichts allzuschlimmes vom Unfall davongetragen) ... Weiß auch nicht wie ich das beschreiben soll, doch am liebsten würd ich in meinen Bruder momentan reinsteigen um das krass auszudrücken um ihn behalten zu können... Bin 25 Jahre alt und ja schätz mich selber als "nervöses Wrack" ein ... eigentlich ist diese Angst schon seit dem Tod von meinem Mann vor ein bißchen über 2 jahren da... aber seit dem Unfall meines Bruders ist es rausgekommen und das in krasser nichtaushaltbarer Form....

wenn du mir helfen kannst oder mir tipps geben kannst bitte melde dich wäre dir unendlich dankbar

gruß niki
 
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hallo niki!

zunächst mal... ich freue mich über dein vertrauen, aber es gibt auch noch etliche andere hier im forum, die zum familienstellen etwas zu sagen haben.

um informationen über das familienstellen an sich zu bekommen, lade ich dich ein, die ausführlichen informationen auf den internet-seiten des virtuellen hellinger-instituts oder bei matthias von kibéd/insa sparrer zu lesen ... es gibt auch noch etliche andere im www.

dass bei all dem, was du schilderst, eine familienaufstellung hilfreich sein kann, halte ich für gut möglich. vor allem dann, wenn es um das bearbeiten von ängsten geht. es liegt einem ja schnell ein ganzer schwall von worten, binsenweisheiten und glaubenssätzen auf der zunge, wenn es um die dichte begegnung mit dem tod geht, aber in den allermeisten fällen hilft das nur dem, der diese worte benutzt, dabei, sich vom anderen und von seiner eigenen betroffenheit zu distanzieren. in der aufstellung hingegen geht es um worte am allerwenigsten, sondern primär darum, sich in wesentliche beziehungsstränge der netzwerke, die unser leben ausmachen, eingebunden zu fühlen und dort aufzudröseln und neugeordnet zu vernetzen, wo sich sperriges oder belastendes angesammelt hat.

angesichts des schweren, das du erlebt hast, kann ich in einem diskussionsforum wenig sagen. ein sehr guter freund von mir - seit 30 jahren als therapeut in der krisenintervention tätig - hat vor wenigen wochen seinen sohn durch selbstmord verloren ... und da könnte ich nun sagen: verlieren kannst du nur das, was du besitzt, und einen anderen menschen, auch das eigene kind, besitzen wir nie ... und es hilft dem betroffenen überhaupt nicht. trauer braucht zeit. es steht auch nirgendwo geschrieben, dass wir den tod unserer lieben leicht zu nehmen haben... das ist so ein verquerer glaubenssatz unserer zeit, dass wir nur die richtigen tricks anzuwenden hätten, und dann ließe sich alles machen, dann könnten wir auch die trauer an- und ausknipsen wie das licht im badezimmer. aber in wirklichkeit zeigt es sich immer wieder, dass es finster bleibt trotz all der schalter und knöpfe, und dass wir angst haben in der finsternis.

nach der trauer, irgendwann, wenn sie durchlitten ist, erfolgt die gute lösung. dann können wir es annehmen, dass wir das leben geschenkt bekommen haben und wieder hergeben. dass wir niemand festhalten können. dass jeder von uns seinen weg geht, der eine schneller, der andere länger. und dass es auch ein ausdruck von achtung und respekt gegenüber den vor uns gegangenen ist, dass wir sie ziehen lassen, dass wir sie nicht zu halten versuchen, damit es uns besser ginge.

wenn du eine aufstellung machst, wird sich zeigen, wo die ansatzpunkte liegen, um deine ängste zu lösen. empfehlen tu ich dir auf jeden fall, erst mal in deiner umgebung mögliche aufsteller ausfindig zu machen (auf den genannten websites sind auch welche aufgeführt) und dich mit ihnen in verbindung zu setzen. wenn du dir als noch nicht selbst aufstellende teilnehmerin ein bild machst, wie das abläuft und welche tiefen bewegungen dabei in gang gesetzt werden, wirst du mit größerem vertrauen entscheiden können, ob das ein weg für dich ist, den du gehen möchtest. und wann du ihn gehen möchtest.

ganz konkrete schritte: ich kann mir vorstellen, dass es helfen kann, die gräber deines mannes, deines onkels, deines opas zu besuchen und dich dort vor ihrem schicksal zu verneigen. stell ein paar blumen hin und sage ihnen, dass du ihren weg achtest, auch den zum tod und darüber hinaus. und dass du noch ein weilchen bliebst und deinen eigenen weg gehst, einen guten, lebhaften, vitalen weg. wir ehren die toten dadurch, dass wir in fülle leben.

und es ist auch die sache deines bruders, sein hasardspiel mit dem motorrad zu betreiben, dafür mach du dich nicht verantwortlich. vielleicht ist es sein umgang mit dem leben und dem tod, und wie du siehst: es ist nicht viel passiert. es liegt nicht in unserer hand, wann wir sterben (ich glaube, es liegt nicht einmal beim suizid in unserer hand...). aus deinem posting lese ich heraus, dass du leben möchtest. ein gutes leben ist kein verrat an den toten, und der tod ist kein verrat an den lebenden. beides gehört zusammen.

wenn du fragen hast... nur zu :-)

alles liebe, jake
 
:kiss3: :kiss3: wie immer wieder eine "seeehr" gute Antwort. Eine Freundin -HP ihres Zeichens, die eigentlich eine "studierte Psychologin" ist - arbeitet auch mit einer Variante des Familien-Stellens, aber immer auch mit dem "Hintergrund" einer Therapie,- meist Cranio Sacrale, oder Homöopathie, um die "geschlagenen Wunden" heilen zu lassen.
Vielleicht findest du, liebe BaBi auch sooo jemanden, oder begiebst dich zeitweise auch noch in "therapeutische Hände", die deine "Verluste" begeifbar machen - (für dich begreifbar, um deren Weggang besser verstehen zu können)
Was du her schreibst, kann ich nachempfinden und ich "fürchte" fast, dass du bei jedem "kleinen" Anlass erneut in Panik gerätst, das ein geliebter Mensch aus deiner Familie sterben könnte. Gegen diese "Panik" musst du vorgehen, denn sie könnte zu ernsthaften Schwierigkeiten für dich führen.

In deinem Fall denke ich zum Beispiel an eine "Bachblüten-Therapie", allen voran die "Rescue-Blüten" Rock-Rose und Star of Bethlehem. Aber auch in diesemm Bereich wirst du mit Sicherheit "fündig" werden.
Ich wünsche Dir alles Gute der Welt auf deinem Weg, und das du dein "Schicksal" verarbeiten kannst.

Alles LIEBE
ALIA
..und PS. verrgebe, das ich mich trotz des Wunsches Jake´s Hilfe in Anspruch zu nehmen, hier zu Wort melde.
 
danke jake für deine antwort..aber ich dank auch dir alia es sollte nicht heißen das ich nur von jake hilfe haben will nur ich kenn da niemanden und ich war gestern nacht das erste mal hier...

natürlich will ich leben... keine frage ... obwohl ich manchmal das bedürfnis hab alles hinzuschmeißen .. komm oft in die situation wo i nimma weiter weiß wo i einfach w.o. geben will.... nein bin nicht suizidgefährdet lächl...

es is nur so das das gefühl von panik in mir mich ehrlich gesagt selber schon so dermassen belastet das ich kein vernünftiges normales leben mehr führen kann ... meine gedanken und mein kopf ist zur zeit immer bei meinem bruder und die andere zeit eben bei der vergangenheit .. ich kämpfe darum und möcht auch sagen ich hab schon sehr viel geschafft denn vor einem jahr noch hätte ich nie um hilfe gebeten ... ich will auch keine psychologische hilfe im grunde da ich mir denk.. habs bis hierhin geschafft ich schaffs auch weiterhin.....
möchte auch kein mitleid ... im gegenteil.... mich nerven leute die mir sagen wie arm ich doch nicht bin .... da werd ich sogar manches mal agressiv .. es gibt menschen die viel durchmachen bzw viel mehr als ich... mein mann zB wie er das zum schluss gemeistert hat .. alle achtung ich schätze ihn da sehr... denn ich würds wahrscheinlich nicht so hinbekommen ..... mein bruder tja... er spielt gern mit dem schicksal kommt ma vor und genau das macht mir angst....

ich hab mal vom arzt was gegen depressionen bekommen ich nimm niemehr sowas in der art ich bin 2 stunden weggetreten gewesen hab sogar gechattet und wusste nichts mehr davon als ich zu mir kam lag ich am boden und kannte mich natürlich nicht aus.. deshalb halt ich von solchen antidepressiva nichts mehr habs auch nur einmal genommen und da weil ich überhaupt nicht schlafen konnte also ich war damals schon eine woche durchgehend im wachzustand und mein körper und mein kopf spielte da nicht mehr mit .. wurde ständig ohnmächtig und autofahren wurde zur großen gefahr da ich die reaktion nicht mehr hatte ( zu schwach)

hmm jake du hast geschrieben das ich mich verantwortlich fühle gegenüber dem verhalten meines bruders... ja das mag sein da ich nicht durch seine wand dringen kann um ihn das begreiflich zu machen das ich ihn liebe und brauche... und er deshalb besser auf sich acht gibt....

ehrlich gesagt fühl ich mich in vielen sachen verantwortlich manchmal obwohl ich mir immer sage ich hab keine schuld das zB rene gestorben ist ( mein mann ) aber dennoch ist es in mir drin und kommt manchmal raus....

im grunde genommen bin ich sogar schon so weit das ich mir wieder ein geregeltes leben wünsche vor einem jahr war das für mich zum belächeln wenn das zu mir jemand sagte.... ich wünsche mir auch wieder einen partner und hab es auch vor kurzem probiert... doch so schnell konnte ich nicht schaun ... war ich weg.. flucht in meine wohnung wo ich allein bin wo mich keiner sieht wenn ich mal schlecht drauf bin wo mich auch keiner mitleidsvoll ansieht und ja momentan sogar wo mich keiner in den arm nimmt... leider gottes ist der wunsch da aber es geht halt nicht brauch anscheinend noch zeit....

ich glaube auch das rene gehn musste wäre es nicht der krebs gewesen so wär es vielleicht ein autounfall oder er wäre vom dach gestürzt ( er war dachdecker von beruf) soweit hab ich mich damit abgefunden doch es ist halt schwer wenn man gewohnt ist den menschen um sich zu haben sich so dermassen glücklich zu fühlen ... es auf einmal allein zu schaffen

naja hmm ich werde mir auf alle fälle mal diese seiten von dir jake ansehen danke für deine antwort jedenfalls nur i weiß momentan nit wirkli was i will soll i hilfe annehmen oder nicht ... im ärgsten tief weiß ich .. ich brauch sie aber sobald es mir besser geht sag i mir wieda .. siehste hast es eh allein geschafft

wünsch euch einen schönen abend noch

gruß niki
 
BaBi schrieb:
ich kämpfe darum und möcht auch sagen ich hab schon sehr viel geschafft denn vor einem jahr noch hätte ich nie um hilfe gebeten ... ich will auch keine psychologische hilfe im grunde da ich mir denk.. habs bis hierhin geschafft ich schaffs auch weiterhin.....
möchte auch kein mitleid ... im gegenteil.... mich nerven leute die mir sagen wie arm ich doch nicht bin ....
gruß niki

Selbsthilfe ist eine "Gute Art" sich vor (Co-)Abhängigkeiten zu schützen. Psychologisch muss es auch nicht sein, finde ich.
Wie schon gesagt: Ich habe seehr gute Erfolge mit Bachblüten gemacht. "Rescue" sind Nothilfe-Tropfen, die man bei "akuten" und plötzlich aufgetretenen Problemen nimmt. Eine Pipette in einer Flasche Volvic/Vittel/Evian oder ähnlichen (1,5l) verschütteln und über den Tag verteilt trinken und das über einen Zeitraum von 3-7 Tagen (je nach Schwere des Problems) können bereits (kleine)"Wunder" bewirken.
Der "Schock" lässt bereits nach 1-2 Tagen nach, man kommt (innerlich) zur Ruhe und "klares" Denken wird auch wieder möglich. Von "hier" aus sieht man bereits besser, was nun kommen/folgen soll. - Du scheist solch einen "akuten" Status zu aben, wo du erst mal nur "Schwierigkeiten" erkennst.
Dann bekommen dir die BB bestimmt seeehr gut.
Natürlich sollst du nichts nehmen, was du nicht kennst und so habe ich für dich "Google" aufgerufen mit dem "Stichwort": Bachblüten.
Gleich der Erste Beitrag war ein seeehr guter. Es ist:
www.bach-bluetentherapie.de

Auf dieser Site findest du alles Wissenswertes über die Blüten, die du in jeder Apotheke freiverkäuflich beziehen kanst. Manchmal muss man nur 1 Tag warten, bis sie bestellt und geliefert worden sind.
Dann,- wenn sich der Erst-Schmerz verzogen hat, und duu soweit "klar" bist, würde ich mir die Syptome, Ursachen und Wirkungen von Rock-Rose, Star of Bethlehem, Oak, und Chiccory genauer ansehen. Vielleicht sind dies "Deine" Blüten. - Meist werden vier x vier Tropfen in einer Alkohol-Wasser-Lösung gemischt, von denen du dann 4x4 Tropfen am Tag nehmen musst.- Möglicherweise stehen die "Gaben" aber auch auf der angegebenen Site.

So,- nun will ich zum Ende kommen.
alles LIEBE
ALIA
 
hi alia....

danke für die tips natürlich schau ich mich da um

und du hast recht mein schock ist scho so gut wie weg natürlich hab ich noch angst keine frage, doch heute hatte ich wirklich einen guten tag mein bruder .. hatte eine schwere operation und ja er hat sie überstanden ... megastrahhl.... es ist einfach schön wenn man sieht das er lebt... es ist schön wenn er mir zulächlt.. und es ist schön wenn er mi drückt und mir a bussi auf die wange drückt lächl... schwärm ...
ich werde jedoch nicht alles wegschieben sollte wohl ein kleiner wink sein das das immer wieder passieren könnte mit meiner panik deshalb werd ich mich da mal umsehn wegen der bachblüten.... hoffentlich kann ich die auch nehmen beim autofahren bin nämlich momentan sehr viel unterwegs da ich jeden tag ins krankenhaus fahre....

so nun werd ich liegen gehn war ziemlich ereignisreich der tag und ja es is a druck von mir gfallen... i hoff das ich heut mal durchschlafe ohne probleme und i hoff das i überhaupt schlaf aber i denk es wird... i bin nämlich total müde....

bussi an alia und jake danke für die hilfe bisher... werd mi erkundigen über familienaufstellung und auch über die bachblütentherapie....

baba niki
 
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beeinträchtigen das Fahrverhalten nicht,- denn die "geringen" Mengen Alkohol auf 1,5 Litern ist so, wie ein Tropfen auf eine Badewanne voll

Alles LIEBE
ALIA
 
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