Informationszeitalter

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Ich schreib im Esoterikforum mit. Aufgrund der hohen Dichte vieler verschiedener Geister entsteht ein extremes Übermaß an Informationen, die ich nicht verarbeiten kann.

Das ist ein guter Vergleich mit dem was mir im Alltag geschieht, und lässt mich auf meine erarbeiteten Fähigkeiten zurückgreifen um in meiner Mitte zu bleiben. In den alten, spirituell erworbenen Fähigkeiten. :blume:
Das ist natürlich der "spirituelle" Umgang damit und klingt auch Gesund. Aber, meidest du also das Internet zur Informationsbeschaffung?
 
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Ich denke bei solchen fragen immer an antike schriftsteller oder revolverblätter: daß man geschichten ausschmückt und zurechtrückt gabs doch schon immer, ich glaube menschen haben irgendwo eine ader mit solchen dingen umzugehen. Ich hoffe nur daß uns die freiheit wie sie jetzt ist noch eine zeit lang erhaltenbleibt.
Ich denke auch dass es sehr um Interessen geht wenn man bereit dazu ist, Sachverhalte absichtlich falsch darzustellen um Irritation zu erzeugen. Diese Ader aber kennt man, wenn jemand eine Anekdote erzählt und statt in 80 Tagen ist jemand in 10min um die Welt gereist. Dinge übertrieben und aufwertend darstellen um sie noch interessanter zu machen.

Das allerdings sehe ich nicht so sehr als das Problem, das passiert bei Infotainment auch, und tut nicht so sonderlich weh, wie vollkommene Verwirrung zu stiften.
 
Ich kann viele Informationen nicht beurteilen. Verschwörunstheorien können (zumidnest teilweise) ebenso richtig sein, wie die offziell verbreiteten (ebenfalls teilweise).
Ich frage mich, bevor ich eine Information annehme: was macht es mit mir, wenn ausgerechnet diese akzeptiere? Verhilft sie mir dazu, der Mensch zu werden, der ich sein möchte oder hindert sie mich daran?
Von welcher Seite aus bin ich bereit, diese Information zu sehen (verschiedene Blickwiinkel verändern ja auch, was von der Information ich sehen kann)?
Und welche der Informationen würde in diesem Moment der Welt, den Menschen nützen (im Sinn von stärken vs. schwächen)......
Danach wähle ich aus.
Da steckt schon ein sehr spirituelles Konzept dahinter. Es macht etwas mit dir, das finde ich gut. Hilft es aber Klarheit über die Information an sich zu gewinnen?
 
Da steckt schon ein sehr spirituelles Konzept dahinter. Es macht etwas mit dir, das finde ich gut. Hilft es aber Klarheit über die Information an sich zu gewinnen?
Nein. Das versuche ich auch gar nicht mehr.
Schau:
ist Corona nun bedrohlicher als andere Grippeviren? Da gibt es verschiedenste Theorien zu.
Aber: es wird von der Politik so behandelt, als wäre es bedrohlicher als andere Grippeviren. Und damit - wird es bedrohlicher. Wir sehen es: entweder ist es bedrohlicher (schädigt Wirtschaft und Menschenleben), oder wir haben dieses Faktum geschafften - und auch dann schädigt es Wirtschaft und Menschenleben.
Wir schaffen immer Fakten - aufgrund der Interpretetion und Auswahl der vorhandenen Informationen.

Ich wähle aus - sehe durch meine Brille, sehe eine Information "gefärbt" (bin ja keine Wissenschaftlerin, und vielleicht gibt es das Phänomen auch da). Ich kann gar nicht objektiv sehen, das geht nicht.
Also nehme ich die zweitbeste Möglichkeit, die mir gegeben ist: welche Information in Kombination mit welcher inneren Einstellung mach mit mir - was?

Information + eigene innere Einstellung =X
X= frei wählbar, Information nicht unbedingt, innere Einstellung oft nur begrenzt.

(ich hatte in Mathe immer 5 - und jetzt erstelle ich eine Formel :ROFLMAO:)
 
Nein. Das versuche ich auch gar nicht mehr.
Schau:
ist Corona nun bedrohlicher als andere Grippeviren? Da gibt es verschiedenste Theorien zu.
Aber: es wird von der Politik so behandelt, als wäre es bedrohlicher als andere Grippeviren. Und damit - wird es bedrohlicher. Wir sehen es: entweder ist es bedrohlicher (schädigt Wirtschaft und Menschenleben), oder wir haben dieses Faktum geschafften - und auch dann schädigt es Wirtschaft und Menschenleben.

Dieses allgegenwärtige Thema wollte ich eigentlich meiden, doch finde ich, dass die Maßnahmen leicht zu verstehen sind.

Wir schaffen immer Fakten - aufgrund der Interpretetion und Auswahl der vorhandenen Informationen.

Ich wähle aus - sehe durch meine Brille, sehe eine Information "gefärbt" (bin ja keine Wissenschaftlerin, und vielleicht gibt es das Phänomen auch da). Ich kann gar nicht objektiv sehen, das geht nicht.
Also nehme ich die zweitbeste Möglichkeit, die mir gegeben ist: welche Information in Kombination mit welcher inneren Einstellung mach mit mir - was?
Diese Brille vollkommen abzunehmen, funktioniert vielleicht nie, aber wenn ich mich selbst etwas kennengelernt habe und weiß wie meine Brille ist, kann ich die doch sehr gut einen "Störfaktor" in einer "Objektiven" Betrachtung ausschließen. Natürlich gibt es Objektive Betrachtung, solange alle nachweisbar das gleiche Ergebnis einer Beobachten erhalten. Schwerkraft zum Beispiel. ;-P
Ist jetzt kindisch, aber es gibt die Objektive Betrachtung und diese hält sich auch an eine Norm des betrachtens.

Information + eigene innere Einstellung =X
X= frei wählbar, Information nicht unbedingt, innere Einstellung oft nur begrenzt.

(ich hatte in Mathe immer 5 - und jetzt erstelle ich eine Formel :ROFLMAO:)

Ich würde die eigene innere Einstellung gar nicht "als die Information verfälschend ansehen" ab einem gewissen Grad der Selbsterkenntnis. Wenn Verstand/Vernunft(philosophisch) die Gegebenheiten gut erfassen, ist doch die innere Einstellung besonders wichtig um sie als individuelles Lebewesen für sich zu Beurteilen.

Ja, deine Formel ist etwas Gewöhnungsbedürftig, denn eigentlich sagt sie

Information + eigene innere Einstellung = frei wählbar allerdings nicht unbedingt und oft nur begrenzt. :-D

Sehr kompliziert diese Esomatik. :_P
 
Je nachdem was dich interessiert natürlich. Forschst du zum Beispiel weiter, wenn du auf widersprüchliche Infos triffst, zu einem Interessengebiet oder lässt du es vorerst auf sich beruhen?
In letzter Zeit nimmt mein Interesse immer mehr ab. Ich interessiere mich hauptsächlich für das, womit ich konkret etwas anfangen kann. Da forsche ich natürlich weiter nach. Der Rest ist wie Regen, ich achte darauf, dass ich meine Vernunft rasch wieder trockne, damit sie sich nicht erkältet. ^^
Ok, im Bezug auf andere Zeitalter kann man da wohl nur auf die Geschichte schauen, wenn man nicht selbst den Umschwung miterlebt hat. Informationen spielten schon immer, in allen Zeitaltern eine Rolle, aber ich meine die aktuelle Entwicklung durch die Informationstechnik; Telefon, Computer, Smartphone, Algorithmen, KI usw...
Dann werde ich gleich mal meine widersprüchlichste Ansicht enthüllen: Persönlich bin ich der Meinung, KI sollte in naher Zukunft die Regierungen ersetzen und die Staatsgeschäfte übernehmen, weil sie eine völlig emotional leere Instanz ist. Es war früher schon wichtig, dass Häuptlinge eines Stammes emotional gefestigt waren. Diese Überpopulation und damit einhergehende Oberflächlichkeit jetzt lässt wenig Raum für gesonderte Kriterien.
Gut finde ich die vielfältigen Möglichkeiten zur Kommunikation über das Internet, verbesserungswürdig die technische Umsetzung.
Schattenseiten sehe ich viele, aber danach hattest du nicht gefragt.

"Sehen" und "Haben" von Information an quasi jedem Ort, zu jeder Zeit. Das ist ja was die Technik möglich macht.
Privat oder Geschäftlich in gewissem Maß sehr Wertvoll. Dies hat aber auch eine Schattenseiten, von Medienabhängigkeit über virtuelle Identität und Veränderung des Verhaltens wie bsp. auf Facebook die Selbstinszenierung.
Es ist halt ein fließender Wandel. Dinge wie die Selbstinszenierung ändern sich nicht, die Möglichkeiten sind nur andere.
Ich sehe auch darin einen möglichen Vorteil, dass so einige Dinge so selbstverständlich werden könnten, dass der Fokus wieder auf Wichtigeres verlagert wird.
Wenn etwa Informationen in solcher Hülle und Fülle für jeden verfügbar sind, kann der allseits praktizierte Irrglaube, Wissen sei gleichzusetzen mit Informationsvielfalt, endlich gelüftet werden.

Bei all den Vor- und Nachteilen, die wir im Grunde betrachten wie Gutes und Böses, sehe ich immer noch das Grundprinzip menschlicher Interaktion unverändert:
Das Böse agiert, das Gute regiert.

Was wohl guttun würde in diesem Zeitalter, wäre ein wachsendes Maß an Gelassenheit.
 
..........
Dann werde ich gleich mal meine widersprüchlichste Ansicht enthüllen: Persönlich bin ich der Meinung, KI sollte in naher Zukunft die Regierungen ersetzen und die Staatsgeschäfte übernehmen, weil sie eine völlig emotional leere Instanz ist. Es war früher schon wichtig, dass Häuptlinge eines Stammes emotional gefestigt waren. Diese Überpopulation und damit einhergehende Oberflächlichkeit jetzt lässt wenig Raum für gesonderte Kriterien.
Gut finde ich die vielfältigen Möglichkeiten zur Kommunikation über das Internet, verbesserungswürdig die technische Umsetzung.
Schattenseiten sehe ich viele, aber danach hattest du nicht gefragt..........
Und wer soll die Programme für diese KI entwickeln und die KI programmieren? Schon heute wird KI mehr von Männern als von Frauen programmiert, was langfristig Auswirkungen haben wird (keine Ahnung welche......ich nehme das einfach mal an) .....
Nicht die KI wird regieren - sondern wer sie programmiert.....
 
Und wer soll die Programme für diese KI entwickeln und die KI programmieren? Schon heute wird KI mehr von Männern als von Frauen programmiert, was langfristig Auswirkungen haben wird (keine Ahnung welche......ich nehme das einfach mal an) .....
Nicht die KI wird regieren - sondern wer sie programmiert.....
Ich kenne das Argument.

Wir müssten die Sicht loslassen, dass Regierungen über uns stünden. Es sind Staatsorgane, die dem Volk zu dienen haben. Bei aller Liebe zur Demokratie kann ich nur darauf hinweisen, wie unpraktisch sich innerparteiliche Zwänge auf unsere Politik ausgewirkt haben.
Eine solche KI müsste offen bleiben für eine fließende Weiterentwicklung. Programmierte Befehle (abzüglich der Codes natürlich) müssten in Echtzeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. So gibt es politisch auch keine störende Privatsphäre mehr zu beachten.
Das Problem würde eher sein, dass dann was anderes veröffentlicht werden kann, als wirklich programmiert wird. Hier wäre eine zusätzliche Kontrollinstanz erforderlich.
Eine solche KI müsste stets unter bedingungsloser öffentlicher Kontrolle bleiben. Ein weltweit geöffnetes Internet könnte eine gute Ressource sein. Aber im Osten sind sie schlicht noch zu irre für sowas. Da mache ich mir keine Illusionen.
 
Ich kenne das Argument.

Wir müssten die Sicht loslassen, dass Regierungen über uns stünden. Es sind Staatsorgane, die dem Volk zu dienen haben. Bei aller Liebe zur Demokratie kann ich nur darauf hinweisen, wie unpraktisch sich innerparteiliche Zwänge auf unsere Politik ausgewirkt haben.
Eine solche KI müsste offen bleiben für eine fließende Weiterentwicklung. Programmierte Befehle (abzüglich der Codes natürlich) müssten in Echtzeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. So gibt es politisch auch keine störende Privatsphäre mehr zu beachten.
Das Problem würde eher sein, dass dann was anderes veröffentlicht werden kann, als wirklich programmiert wird. Hier wäre eine zusätzliche Kontrollinstanz erforderlich.
Eine solche KI müsste stets unter bedingungsloser öffentlicher Kontrolle bleiben. Ein weltweit geöffnetes Internet könnte eine gute Ressource sein. Aber im Osten sind sie schlicht noch zu irre für sowas. Da mache ich mir keine Illusionen.
(y)
 
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In letzter Zeit nimmt mein Interesse immer mehr ab. Ich interessiere mich hauptsächlich für das, womit ich konkret etwas anfangen kann. Da forsche ich natürlich weiter nach. Der Rest ist wie Regen, ich achte darauf, dass ich meine Vernunft rasch wieder trockne, damit sie sich nicht erkältet. ^^


Bei mir ist es mal mehr und mal weniger, ein Thema das mich interessiert. Das kann ich dann aber auch über Jahre mal mehr, mal weniger beobachten. Ab einem gewissen Punkt reinige ich meinen Geist aber von den ganzen Weltproblemen, denn es nützt mir nichts die Dinge mit Missmut zu betrachten.

Dann werde ich gleich mal meine widersprüchlichste Ansicht enthüllen: Persönlich bin ich der Meinung, KI sollte in naher Zukunft die Regierungen ersetzen und die Staatsgeschäfte übernehmen, weil sie eine völlig emotional leere Instanz ist. Es war früher schon wichtig, dass Häuptlinge eines Stammes emotional gefestigt waren. Diese Überpopulation und damit einhergehende Oberflächlichkeit jetzt lässt wenig Raum für gesonderte Kriterien.
Wenn ich dich richtig verstehe, willst du eine emotionslose Regierung, da sie jetzt emotional instabil auf dich wirkt?
Ich halte eine Politik ohne ethische Werte, wie es die KI sehr wahrscheinlich sein würde für eine Gefahr.

Politik spielt sich immer um Interessen gewisser Gruppen ab. Von so vielen, dass es unüberschaubar wird. Es ist enorm Komplex. Auch wenn ich die Demokratie nicht für perfekt halte, halte ich sie doch für das beste momentane System. Ich habe viele Abgeordnete des Deutschen Bundestages kennengelernt, mal mehr, mal weniger sympathisch, aber Tauschen wollte ich mit denen nicht. Ich habe auch parteiliche Gespräche mithören können und wie sehr auf die Formulierungen geachtet werden muss, damit die Presse es durch eine falsche Wortwal nicht in Fetzen zerreißt. Wie soll man eine emotionslose Maschine kritisieren, die wahrscheinlich ethisches Verhalten nur einprogrammiert verstehen könnte aber eben keine Lebenserfahrung hat?

KI zu Rate ziehen halte ich für gut, denn mit Quantencomputern werden sehr viele Szenarien gleichzeitig durchgespielt werden können, wozu der Mensch wohl Monate brauchen würde. Aber die Verantwortung vollkommen abzugeben, fände ich nicht gut.

Es ist halt ein fließender Wandel. Dinge wie die Selbstinszenierung ändern sich nicht, die Möglichkeiten sind nur andere.
Ich sehe auch darin einen möglichen Vorteil, dass so einige Dinge so selbstverständlich werden könnten, dass der Fokus wieder auf Wichtigeres verlagert wird.
Wenn etwa Informationen in solcher Hülle und Fülle für jeden verfügbar sind, kann der allseits praktizierte Irrglaube, Wissen sei gleichzusetzen mit Informationsvielfalt, endlich gelüftet werden.



Ich habe nichts gegen die Selbstinszenierung ala Twitter oder Instagram. Mich persönlich nervt es nur, zum Beispiel im Urlaub, wenn ich Fotos machen soll um es anderen zu zeigen, statt den Moment in vollem zu genießen, darin aufzugehen ohne Ablenkung an Medien. Wo ist man denn mit seinen Gedanken usw. wenn man jedes schöne Erlebnis gleich mit dem Teilen verbindet? Das ist etwas das mir nicht gefällt und das ein Verhalten verändert, dadurch das es andere auch tun.

Bei all den Vor- und Nachteilen, die wir im Grunde betrachten wie Gutes und Böses, sehe ich immer noch das Grundprinzip menschlicher Interaktion unverändert:
Das Böse agiert, das Gute regiert.
Was wohl guttun würde in diesem Zeitalter, wäre ein wachsendes Maß an Gelassenheit.
Definitiv, Gelassenheit zu erreichen ist sehr wertvoll.

Naja, seit ich Sokrates und Nietzsche gelesen habe, sehe ich das Böse und das Gute als sehr Komplex, von jeweiligen Bedingungen Abhängig und in politischem Sinne, je nach Interessen gerechtfertigt, allerdings nicht ganzheitlich betrachtet.

In der Anwendung gefallen mir die buddhistische Ableitungen, das eine gute Tat, jemand Anderem gut tut, und eine Böse tat jemand anderem schadet. Aber selbst das ist enorm komplex und mit stetiger Übung und Veränderung der eigenen Interessen sehr ambivalent.

Ich denke eine so große Gruppe von Menschen zu regieren ist nicht möglich damit jeder die Kompromisse verstehen kann, in einem globalen Wettbewerb.
Besser wären viele kleine Gruppen oder Stämme, aber das hat ja damals schon nicht funktioniert.

"Man muss den Frieden im brennenden Haus finden." Darauf läuft es wohl hinaus.
 
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