Hungerwahn

*lach* Warum haben dann fast alle, die aus beruflichen Gründen oder aus Spaß an der Freud viel outdoor machen, im Vergleich zum Normalo-Stubenhocker regelrecht Bärenkräfte?


Die Frage ist doch, wie alt jemand wird, nicht wie stark er ist.


So ein Klappergestell, für das eine 5 kg Hantel ein unüberwindbares Gewicht ist, kann gerne einen IQ von 150 haben, überleben würd's trotzdem nicht.


Mit Intelligenz schon.


Wie sagten schon die ollen Römer? Mens sana in corpore sana. Recht hatten sie.


Tut mir leid, aber das ist ein Ammenmärchen.

Diese bis vor wenigen Jahrzehnten als Inschrift in vielen gymnasialen Turnhallen hängenden Worte gehören wohl zu den am meisten missverstandenen klassischen Zitaten. Sie sind nämlich aus dem Zusammenhang gerissen und stellen sogar nur die zweite Hälfte eines vollständigen Satzes dar. Der römische Dichter Juvenal (ca. 60 - 140 n. Chr.) schrieb: "Orandum est ut sit mens sana in corpore sano." ("Es wäre wünschenswert, dass in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist wohnen möge.") Juvenal war ein Satiriker, der gesellschaftliche Vorgänge seiner Zeit spitzzüngig aufs Korn nahm. Ähnlich wie heute gab es auch in der damaligen römischen Gesellschaft eine Art von Fitness- und Bodybuilding-Wahn. Juvenal wollte mit seinem Bonmot ausdrücken, dass bei vielen der durchtrainierten Muskelmänner die geistigen Fähigkeiten nicht mit den körperlichen Kräften Schritt halten können... Und so meinte er praktisch das Gegenteil von dem, was die zusammenhanglose Verkürzung des Satzes nahelegt. Der preußisch-zackige Turnlehrer, der mit der Trillerpfeife in der Hand und dem Spruch "Mens sana in corpore sano" auf den Lippen seine Pennäler zu sportlichen Höchstleistungen antrieb, war sich also nicht bewusst, dass Juvenal mit seinem Aphorismus gerade Leute wie ihn auf die Schippe nehmen wollte.

Quelle: Walter Krämer / Götz Trenkler: Lexikon der populären Irrtümer, Frankfurt 1996

http://www.was-sagt-man-dazu.de/amm...Koerper-ist-die-Voraussetzung-fuer-einen.html
 
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Ich kann mich ueber sowas nicht aufregen. Jeder macht, wie er will, wenn was ist, wird man zum Arzt bzw. ins Krankenhaus gehievt oder geht irgendwann selbst hin! ... Ich kann mich nur aufregen ueber was wie, wenn man nicht in Ruhe gelassen wird und auch keiner was macht, weil keinen Durchblick usw.
 
Mit Intelligenz schon.
Vergiß es einfach.
Diese Magersüchtigen würden dort oben kaum ein paar Tage überleben. Ich bin durch echte Wildnis gelaufen, wochenlang, mit 35 kg Gepäck, und weiß, wieviel Kraft das kostet. Nur Intelligenz reicht nicht. Und das war nur ein gewollter Trip, der einfach Spaß machte, trotz tagelangem Regen, Weidengestrüpp und endlosen, kippeligen Blockfeldern. In einer echten Überlebenssituation sieht es noch mal anders aus. Dann ist endgültig schluß mit lustig und solche Typen wären z.B. für eine Gruppe eine echte Gefahr.
Allerdings ist das recht hypothetisch, weil Magersüchtige eben auch Stubenhocker sind.


Das mit den Römern war mir neu, ich kannte nur den gängigen Spruch, sehr beliebt bei Sportlehrern... :D
 
Das war bei meiner Großmutter anders. Sie war das, was man damals (und sicher auch zukünftig) einen "armen Rentner" nannte. Da war kein Geld für Tortenstücke, tägliches Fleisch und viel Butter. Und trotzdem war sie ne kleine Kugel, so hoch wie breit, und der liebenswerteste Mensch den es je in meiner Familie gab.

R.
Das glaube ich dir gerne, dass sie lieb war. Nur Armut schützt nicht vor Übergewicht und wenn du mich fragst sind viele Frauen aus der Nachkriegszeit auch essgestört. Die Angst vor Hunger, veraltete Essgewohnheiten, die nun nimm doch noch ein Stück Denke.

Von alleine wird niemand dick, das hast du neulich noch selbst geschrieben. Und es ist auch nicht schlimm dick zu sein. Nur muss jeder Mensch damit für sich klar kommen.
 
Die Angst vor Hunger, veraltete Essgewohnheiten, die nun nimm doch noch ein Stück Denke.
Spielte eine große Rolle. Ich erinnere mich vage an meinen Großvater, der in einer Poststelle arbeitete, also ein Bürojob ohne Bewegung. Was der sich auf den Teller schaufelte, davon würde ich heute 3 Tage essen, mal abgesehen von der "Qualität": Berge von Kartoffeln, Fett-triefende Hämmchen, das reichliche Fett aus der Pfanne wurde grundsätzlich übers Essen gekippt, überhaupt: Fett, Fett, Fett und nochmal Fett, als hätte es was magisches.... Urrrks!
Entsprechend wog er auch: Bei ~einsfünfundsechsig deutlich über 90 Kilogramm, faktisch eine laufende Kugel. Dazu noch die Bierchen und Schnäpschen... Ist nicht sehr alt geworden... Es war halt die Kriegsgeneration, die Kohldampf geschoben hatte und dann nach dem Motto lebte: Das können wir uns endlich wieder leisten... Nur, allzuviel ist ungesund...
 
Und weil ihr die alle nicht in Ruhe (SEIN) lasst oder laesst, bekommen diese Menschen einen Wahn, ticken aus und sind dann Taeter, weil der Rest der Menschheit auch nix weiss oder sieht usw. :D
 
Das ist mMn ein Vorurteil. Magersucht und Sportwahn gehen oft Hand in Hand.
Das mag im Anfangsstadium noch der Fall sein und ist da auch, wenn ich das richtig verstanden habe, eins von etlichen Warnsignalen. Im fortgeschrittenen Stadium wage ich das zu bezweifeln. Woher soll denn die Leistungsfähigkeit für Sport herkommen? :dontknow: Schau Dir diese "Rippengespinste" doch mal an! Die würden schon eine normale Wanderung mit mir nicht durchstehen, sondern mit Kreislaufversagen zusammenbrechen. Als ich noch aktiver Sportler war, war das Gegenteil der Fall: Ich hab net gegessen, ich hab gefressen, um die nötigen Energien aufbringen zu können. Da gingen zu 'ner Mahlzeit auf mal zwei riesige Schnitzel drauf.
Will sagen: Ab einem bestimmten Punkt sind m.M.n. Magersüchtige in einer Spirale, die nur noch nach unten führt, auch ohne Sport, der dann gar nicht mehr möglich ist, weil auch die Muskeln atrophieren (die subkutane Fettschicht glänzt da schon lange durch Abwesenheit).
 
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Das mag im Anfangsstadium noch der Fall sein und ist da auch, wenn ich das richtig verstanden habe, eins von etlichen Warnsignalen. Im fortgeschrittenen Stadium wage ich das zu bezweifeln. Woher soll denn die Leistungsfähigkeit für Sport herkommen? :dontknow: Schau Dir diese "Rippengespinste" doch mal an! Die würden schon eine normale Wanderung mit mir nicht durchstehen, sondern mit Kreislaufversagen zusammenbrechen. Als ich noch aktiver Sportler war, war das Gegenteil der Fall: Ich hab net gegessen, ich hab gefressen, um die nötigen Energien aufbringen zu können. Da gingen zu 'ner Mahlzeit auf mal zwei riesige Schnitzel drauf.
Will sagen: Ab einem bestimmten Punkt sind m.M.n. Magersüchtige in einer Spirale, die nur noch nach unten führt, auch ohne Sport, der dann gar nicht mehr möglich ist, weil auch die Muskeln atrophieren (die subkutane Fettschicht glänzt da schon lange durch Abwesenheit).
Magersucht ist eine Krankheit.
 
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