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Holztiger
Guest
Wer sich in der Nicht-Verwirklichung des Hasses übt, wird auf Dauer weniger Scheiße bauen. Als diese die einen Grund haben, etwas zu planen.
Planung erfordert dann aber wieder ein gewissen Kalkül, da gehts dann schon ab in die Abteilung Kriegsmagie.
Die näheren Umstände müssen immer bekannt sein, um ein wertfreies Urteil bilden zu können. Es gibt keine Pauschallösung zum richtigen Umgang, wobei natürlich der eigene praktikable Zugang als sinnvoll erwiesen gelten mag. Manche Wesen wissen um ihren Hass bescheid, andere nicht.
In der buddhistischen Literatur kennt man eine Art von Hass, die einen knapp vor der Erleuchtung übermannen kann und sämtliche Mühe auf Lebenszeit überschattet.
Hass ist eines der starken Gefühle, die schwer und nur bis zu einem gewissen Grad kontrollierbar sind, so auch Liebe. Einmal entflammt, spricht man ja gerne von der "Liebeskrankheit".
Was den Hass anbelangt, gibt es in der deutschen Sprache keinen vergleichbaren Ausdruck als Pendant und wo in der Sprache die Bewusstheit fehlt, da fehlt diese meist auch anderswo.
Filetiert man zb. einen Schadenszauber, so findet man in seinem Inneren so gut wie immer einen emotionalen Kern der Wut, welcher Leid auf einen Dritten möglichst explosiv übertragen soll.
Viel schlimmer aber noch ist der Zauber des Selbsthasses, mit dem sich einige höchst erfolgreich belegen.
"Ich bin nichts wert und erst wenn ich dies und jenes erreiche, dann darf ich glücklich sein"
Die Selbstverfluchung ist wohl die schlimmste Art der Hassmagie, weil sie immer funktioniert xD
Und wenn Menschen ihrem Glück selbst im Wege stehen, gibt es verschiedene Lösungsansätze...einer davon wäre, alle anderen dafür verantwortlich zu machen, daß es einem schlecht geht, wodurch sich solch einer wiederum im Recht sieht, sich sein Glück magisch zu erkämpfen - ein Teufelskreis^^
Wenn es dir rundum so richtig gut geht...Magie? Wozu? Brauchts die dann noch...wohl eher nicht
Magie ist der Untergriff des Wirkens, wenn sämtliche andere versuchten Mittel bereits gescheitert sind - wenn du so willst, die Notlösung, Plan B.
Was soll man nun von jemandem halten, der ständig und reglemäßig zaubert?
Voller Mitgefühl meine ich, das sind die unfähigsten und ärmsten Wesen des Universums.
So mancher Magier, der sich überhoben hat, ist zu Stein oder Eis erstarrt, hat als Wächter der Erde gedient.
Wer Stein und ewigem Eis (welches dennoch vergänglich ist) zuhören kann, ist klar im Vorteil.
Die Musik des Universums ist wunderbar und Hass ist auch ein Teil davon - warum diesen Teil also ausgrenzen...er gehört zum Leben dazu und "dahinter" wartet etwas wunderbares, magisches, aber auch angsterfüllendes, das man sich selbst vielleicht nicht gönnen mag, weil man sich dafür zu klein fühlt.
Dabei hat jeder die Größe es sehen zu dürfen, wobei die Wächter des Schreckens, man kennt sie auch aus dem Märchen als wachende Sphinxen etc. im Wege stehen...an dieser Stelle zu zaubern...nun, da wären wir wieder bei jenen, die sich einst überhoben haben (und es wieder tun werden)...der karmische Kreislauf der Getriebenen^^