Die Chiron-Wunde gilt ja als die (der Mythologie Chirons entsprechend), die nicht heilt, über die man aber große Fähigkeiten ansammeln kann- auf dem Wege des Versuches, sie immer wieder zu heilen- um dann anderen zu helfen, mit demselben Thema zur Heilung zu finden.
Ich neige dazu zu sagen, dass das im Prinzip stimmt, ABER dass das Beste im Sinne von Heilsamste im Umgang mit ihr ist, sie irgendwann SEIN zu lassen im Sinne von Annehmen, aber die Konzentration von dieser Wunde wegzunehmen, das ist der Punkt. Nicht auf das Problem starren.
Alle Chiron- Auswirkungen sind umso stärker, je mehr Planeten an ihn gebunden sind, um umso schwerer ist es, diesen "Problem"-Fokus wegzunehmen, einerseits.
Wie fast immer in der astrologischen Literatur, ist es bei Chiron auch so, dass sie hauptsächlich dramatisch und problemorientiert ist. Wo kam es her kann wichtig sein, aber dabei bleibt die Beschreibung oft stehen und dann sitzt man da, nach dem Motto "oGottoGott...!"
Statt dessen könnte man mal anfangen, zu betonen, was positiv wäre, z.B. was weiß ich, wenn ich Chiron in 2 habe, ist (materielle) Sicherheit und Selbstwert ein wichtiger Faktor für mich, man kann ja auch abhängig von Zeichenstellung und Aspekten her gucken, wie was wo.
Man sollte beginnen damit, den Bereich, in dem er steht, zu nähren und ihn nicht endlos zu problematisieren.
Es ist wahrscheinlich, wenn seine Spannungs-Aspekte stark sind usw, dass man ensprechend ein gewisses Trauma hat, und ansonsten, irgendwo steht er bei jedem, und nicht jeder hat ein Problem mit ihm.
Das gilt natürlich für alle schwierigen Aspekte im Radix, aber Chiron ist immer so.... komplett lost, scheint mir.
Und das kann nicht sein, da gibt es ebenfalls einen Weg.