Gestrandeter Wal in der Ostsee

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nicht wirklich oder ?
"Zu den jahrhundertealten Traditionen nach dem Tod eines Papstes gehört die Einbalsamierung seines Leichnams, um diesen für mehrere Tage ausstellen zu können und ihn für die Nachwelt zu erhalten. Ursprünglich wurden dem Körper zu diesem Zweck die inneren Organe entnommen und das Blut durch eine konservierende Flüssigkeit ersetzt.
Aber diesmal folgte Papst-Leibarzt Riccardo Galeazzi-Lisi nicht der bewährten Methode, sondern wandte ein neues Verfahren an, für das der Körper nicht geöffnet werden musste. Die Konservierung sollte mit Hilfe von Kräutern und ätherischen Ölen erreicht werden, die über mehrere Stunden einwirken mussten. So kam es, dass der Leichnam in Castel Gandolfo zeitweise in Klarsichtfolie gehüllt aufgebahrt wurde, damit die Wirkstoffe besser einzogen.

Zudem erwies sich die neue Einbalsamierungsmethode als kompletter Fehlschlag. Wegen des entsetzlichen Verwesungsgeruches fielen Wachen am aufgebahrten Leichnam reihenweise in Ohnmacht und mussten in immer kürzeren Abständen ausgetauscht werden. Während der Überführung waren aus dem päpstlichen Leichenwagen mehrfach Geräusche zu hören - Verwesungsgas war mit lautem Knallen aus dem Körper ausgetreten."

Quelle
 
Jetzt mal ehrlich....
Anfangs wurde gehofft es ist nicht der Buckelwal aus der Ostsee. Man hat das Internet bis in die letzten Winkel durchforstet nach Vergleichbilder und Meinungen von den seltsamsten Gestalten.

Ja. Und ich habe mit gehofft und auch Bilder analysiert (so weit es enge Zeit zugelassen hat)... mit leider falschem Ergebnis.

In all den Wochen wurde sehr viel gemutmaßt, und das auch anhand von äußerst fragwürdigen Daten. Mal hieß es, Timmy wäre nach der Freilassung schon 100 km nach Norden geschwommen (was gut gewesen wäre), dann wieder, dass es noch keine Positionsdaten gäbe.

Das Problem hier waren nicht zu wenig Informationen, sondern zu viele, die ungefiltert und unsortiert für jeden Gusto was bereit hatten. Egal, was gesagt wurde, mit irgendeiner Info konnte (mutmaßlich) widersprochen werden.

Was wäre gewesen, wenn es jetzt ein anderes Tier gewesen wäre?

Dann würde jetzt wahrscheinlich weiterhin die Diskussion darüber laufen, ob Timmy noch lebt. Meeresbiologen, die das für unwahrscheinlich halten, würden beschimpft werden. Es würden weiterhin widersprüchliche Meldungen über Pings, Positionsdaten und Sendertyp durchsickern, ohne dass irgendetwas verifiziert werden würde.

Es ist so oder so ein toter Wal! Nur ist der eine aus der Ostsee ja ganz offensichtlich wichtiger als andere Zivilisationsopfer. Warum eigentlich?

Vermutlich, weil es nicht nur um den Wal geht, sondern auch um die Narrative, die sich darum, die private Initiative und Rettungsaktion etc., ranken. Solche David-gegen-Goliath-Geschichten - Aktivisten gegen Politik/Experten etc. - erregenund binden Aufmerksamkeit. Und sie sind besonders dann sexy, wenn die "Davids" da auch Recht haben - sowas fasziniert mich dann auch, und erfüllt mich mit z.B. Bewunderung.

Nach dem was alles gefordert wird, müsste theoretisch jeder tote Wal untersucht werden. Und das wird in Dänemark nicht gemacht, zum Glück.

Rein wissenschaftlich betrachtet könnte das durchaus interessant sein - wobei man da immer fragen muss: Rechtfertigt der Nutzen den Aufwand. Beijedem Forschungsantrag muss ja minutiös aufgelistet sein, welche Fragen man erhofft, damit beantworten zu können, und ob das nicth vielleicht auch billiger ginge. Wie immer eine Kosten-Nutzen-Abwägung.
 
 
Vermutlich, weil es nicht nur um den Wal geht, sondern auch um die Narrative, die sich darum, die private Initiative und Rettungsaktion etc., ranken. Solche David-gegen-Goliath-Geschichten - Aktivisten gegen Politik/Experten etc. - erregenund binden Aufmerksamkeit. Und sie sind besonders dann sexy, wenn die "Davids" da auch Recht haben - sowas fasziniert mich dann auch, und erfüllt mich mit z.B. Bewunderung
In diesem einem Fall aber eher nicht .
Empathie allein, ist kein Ersatz für Expertise (Auch kein YouTube Kanal). Und am allerwenigsten in der Wildtierbiologie. Am Ende hat dieses Spektakel mehr Tierleid erzeugt, als es verhindern sollte.
 
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