Gestrandeter Wal in der Ostsee

EDIT:
Und wie gesagt, Timmy drehte sich am 17. April - halb auf der Sandbank, halb im Wasser liegend - um 360 Grad ...
Wenn er also gewollt hätte, hätte er einem Menschen durchaus einen Stoß verpassen können.

Wie viel Kraft hat ihn diese Aktion gekostet?

Was nutzen Buckelwale sonst in der Natur als Waffe?

Soweit ich weiß, verteidigen sich Buckel- und Pottwale gerne mit Hilfe ihrer Schwanzflosse. Dass sie Feinde absichtlich erdrückt hätten, wüsste ich nicht.

Auf Leute, die sich auf Wale spezialisiert haben, würde ich sagen.

Ja! Unbedingt! Aber auch da muss man aushalten, dass die möglicherweise nicht einstimmig das selbe sagen. Da muss man aushalten, dass Überlegungen und Abwägungen mitunter Zeit kosten können.

Und Autoren, die Romane über Delfine geschrieben haben, oder Influencer, die in ihren Bemühungen sich selbst und das Auge des Wales gleichzeitig aufs Bild zu bekommen, ein Rettungsversuch in den Sand setzen, sollten schleunigst aus ihren selbstdeklarierten Posten entfernt werden.

Und so haben wir möglicherweise (bzw. ich vermute sehr wahrscheinlich) Timmy mehr gequält, als dass wir ihm geholfen hätten.
... oder auch nicht ...

Hast Du eine Vermutung?

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Wenn es um das Argument geht, dass Wale in ihrer Eigenschaft als Wildtiere komplett nur gestresst sind von Menschen, wenn diese ihnen helfen wollen, könnte man sämtliche Wildtierauffangstationen schließen weltweit. (...)

Nein. Das Argument muss man im Kopf behalten, um abwägen zu können, ob der Nutzen für das Tier überwiegt, oder ob der Stress und die damit einhergehenden Probbleme und Risiken, die man dem Tier damit bereitet, überwiegen.
 
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Apropos ...
wenn wir gerade bei Interaktionen zw. Buckelwalen und Menschen sind ...


Auszug:
Das wird eben immer leicht ins Reich der Träumer und Esoteriker verwiesen, und die Wissenschaft (und ihre Fans! ) gefällt sich m.E. darin auch besonders, das war auch hier wieder zu beobachten. Ich möchte wetten, dass Dr. Tönnies´ oben erwähnte Beobachtungen bzgl. Timmys Verhalten von Meeresbiologen am Bildschirm als , "naja, typisch Haustierärztin" bestenfalls belächelt wurde, schlechtestenfalls mit reiner Verachtung quittiert wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja! Unbedingt! Aber auch da muss man aushalten, dass die möglicherweise nicht einstimmig das selbe sagen. Da muss man aushalten, dass Überlegungen und Abwägungen mitunter Zeit kosten können.
Ich habe nichts dagegen, solange es Leute sind, die sich auf Wale und Walrettung spezialisiert haben und sich vor Ort vom Gesundheitszustand eines Wales ein Bild machen.

Hast Du eine Vermutung?
Ich denke, dass er froh ist, die Ostsee verlassen zu haben - auch wenn ihn die Interaktionen mit uns Menschen gestresst haben.
 
Ich habe nichts dagegen, solange es Leute sind, die sich auf Wale und Walrettung spezialisiert haben und sich vor Ort vom Gesundheitszustand eines Wales ein Bild machen.


Ich denke, dass er froh ist, die Ostsee verlassen zu haben - auch wenn ihn die Interaktionen mit uns Menschen gestresst haben.
Frau Toennies berichtet, wie er den Blick- Kontakt gesucht hat, hoch guckte, wo sie oben stehen und er sich gerne kraulen und kratzen lassen hat, er es offenbar genossen hat. Unterschätzt die Tiere nicht, sie wissen oft besser, wie es um die Menschen steht, als diese selbst.
 
Frau Toennies berichtet, wie er den Blick- Kontakt gesucht hat, hoch guckte, wo sie oben stehen und er sich gerne kraulen und kratzen lassen hat, er es offenbar genossen hat. Unterschätzt die Tiere nicht, sie wissen oft besser, wie es um die Menschen steht, als diese selbst.
Ich denke aber, er konnte auf der Fahrt in der Barge viel eher entspannen.
Die "Fortuna B" tuckerte vorneweg in 200 Metern Entfernung, ab und an die "Robin Hood" neben dran und gefahren wurde bei durchschnittlicher Buckelwalgeschwindigkeit.

Auf dem Strand in Poel gab es dagegen sehr viel mehr Action ... immer wieder Boote und der eine olle Jetski-Fahrer ... sorry ...
dann Leute, die demonstrierten, riefen und die Absperrungen umgingen, ständige Besuche u.a. von Behördenleuten und Politikern ... es war tagsüber schon viel los. Ach ja ... die Bagger hab ich natürlich noch vergessen ...
Und wir Menschen sind nun mal bei solchen Ereignissen einfach oft auch extrem laut ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke aber, er konnte auf der Fahrt in der Barge viel eher entspannen.
Die "Fortuna B" tuckerte vorneweg in 200 Metern Entfernung, ab und an die "Robin Hood" neben dran und gefahren wurde bei durchschnittlicher Buckelwahlgeschwindigkeiit.

Auf dem Strand in Poel gab es dagegen sehr viel mehr Action ... immer wieder Bote und der eine olle Jetski-Fahrer ... sorry ...
dann Leute, die demonstrierten, riefen und die Absperrungen umgingen ... ständige Besuche von Behördenleuten und Politikern ... es war tagsüber schon viel los.
Und wir Menschen sind nun mal bei solchen Ereignissen einfach oft auch extrem laut ...
Wohl wahr, geht mir auch auf den Sack, jeden Tag unterwegs. Aber das ist fast ein anderes Thema, Menschen und ihr Gequassel, ihr dämliches lautes Telefonieren, ihre Handy Hypnose und, und, und .... Das ist für gut hörende Menschen schon kaum zu ertragen, was mögen erst Tiere dazu sagen?

Ich befrage nachher mal Professor Krähwalde und Carlos dazu. 😎😁👊😍😍
 
Wie mittlerweile mehrfach zitiert wurde, schrieb @Felicia1 :
Zitat: "Meeresbiologen kennen sich aber mit Meeressäugern aus - die meisten Tierärzte nicht."

Das ist eine m.M.n. unnötige Abqualifizierung von Tierärzten, denn Tierärzte haben in ihrer Ausbildung "Tiermedizin" gelernt. Meeresbiologen haben "die Erforschung vom Biotop Meer" gelernt. Also Fragen wie: Auf welchen Routen schwimmen die Wale? Was fressen sie? Wie wirkt das in den Lebensraum Hinzukommen oder Wegfallen einer bestimmten Art von Meeresbewohnern sich aus? Welche Folgen hat Plastikmüll für den Lebensraum Meer und seine Bewohner?

@Felicia1 hat nur erklärt, dass Tierärzte selten Buckelwale behandeln können, und dass Meeresbiologen oftmals mehr Wissen über Buckelwale haben als die meisten Tierärzte.

Meeresbiologen werden über das VERHALTEN von Buckelwalen Bescheid wissen, jedoch ist nicht zu erwarten, daß Meeresbiologen wie ein Tierarzt wissen, wie ein Tier, in diesem Falle ein Wal, medizinisch zu behandeln wäre. Wie gesagt:

Zitat von Yogurette: Es gibt Meeresbiologen, das sind aber keine Tierärzte.
Unter den Tierärzten gibt es Tierärzte für Meerestiere, die nennen sich Aquatische Veterinärmediziner.
Sie arbeiten zumeist in Aquarien oder in der Aquakultur (Fischzucht).
Weltweit werden allerdings (v.a. wegen ihrer Größe) keine Buckelwale in Aquarien/Zoos gehalten. - Zitatende

Dort steht ganz klar und deutlich, daß Meeresbiologen KEINE ÄRZTE sind. Wer aber behandelt Tiere? Ärzte.

Womit Du schlussendlich haargenau BESTÄTIGT hast, was @Felicia1 zuerst geschrieben hat: nämlich, dass viele Tierärzte nicht in der Lage dazu bzw. unerfahren darin sind, Buckelwale zu behandeln.

Nein, ich habe nicht @Felicia1 bestätigt, die ihrerseits geschrieben hatte, daß Meeresbiologen DIE Walkundigen wären, Tierärzte jedoch hätten generell praktisch null Dunst von Walen - was SO nicht stimmt, selbst wenn die BEHANDLUNG eines Wals auch Tierärzte überfordern kann bzw wird, eben weil diese Tiere riesig und extrem schwer sind und nicht "mal eben zu betäuben oder gar sicher einzuschläfern". Daß und woran Wale bei Strandung leiden, ist Tierärzten wie geschrieben aber ganz sicher klar.

Einen Buckelwal medizinisch zu behandeln / ihn einzuschläfern ist selbstverständlich eine schwierige Aufgabe, für die realistisch betrachtet überhaupt niemand die berufliche Ausbildung hat. Tierärzte jedoch sind von der Tätigkeit her näher dran als Meeresbiologen, auch wenn Meeresbiologen schon öfter Wale haben rumschwimmen sehen und Tierärzte nicht, weil SIE sonst Landtiere behandeln oder als Aquatische Veterinärmediziner mit deutlich kleineren Meerestieren zu tun haben.

Natürlich komme auch ich zu folgendem Schluß:
Zitat: Darum liegt/lag nahe, nach jemand Ausschau zu halten, der -in welcher Form auch immer und mit welchem Studium oder Beruf auch immer- praktische Erfahrungen mit Buckelwalen bzw wenigstens mit annähernd so großen Walen hat. - Zitatende

Dieser ähnelt der Aussage von @Felicia1, enthält allerdings nicht ihr (wie ich finde) Kleinreden von Tierärzten.
Steht eine ungewöhnliche besonders schwierige Aufgabe an, kann man m.M.n. Grabenkämpfe nicht brauchen.
 
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Jenna Wallace ist aber eine auf Meeressäuger spezialisierte Tierärztin, die den Wal selbst untersucht hat, und sie versicherte mehrfach, dass er eine sehr gute Chance hat, zu überleben. Sie weiß auch, wie man gestrandete Wale behandelt.
Ebenso positiv sah es der südamerikanische Meeresbiologe Pedro Baranda, der sich ebenfalls mit Walrettungen auskennt.

Was wollt Ihr denn jetzt immer noch?

Und verdammt nochmal ... was will man dann mit der Einschätzung von Meeresbiologen, die weder den Wal persönlich untersucht haben, noch je an einer Walrettung beteiligt waren?

Von Jenna Wallace hatte ich (hier) zwar schon gelesen, an sie aber gar nicht mehr gedacht.
Super Ergänzung bzw Erinnerung von dir!
 
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