Gestrandeter Wal in der Ostsee

Zitat" Man darf nicht vergessen, dass es sich bei Walen um Wildtiere handelt und dass die Anwesenheit von Menschen für sie daher ein zusätzlicher Stressfaktor ist, kein Trost. Das sehen wir jedes Mal, wenn wir zu einem gestrandeten Meeressäuger ausrücken – wenn Einsatzkräfte sich nähern, sind wir darauf geschult, dies auf eine bestimmte Art und Weise zu tun, um Stress möglichst zu reduzieren. Doch selbst wenn dies korrekt durchgeführt wird, zeigen alle gestrandeten Meeressäuger Anzeichen von Angst, wenn man sich ihnen nähert – bei Robben zeigt sich das durch Gähnen und das Schlagen mit den Vorderflossen, bei Delfinen durch eine erhöhte Atemfrequenz und manchmal das Aufschlagen des Körpers oder schnelle Schwanzschläge. Wale erleben ähnlichen Stress, auch wenn es oft nicht so offensichtlich ist − dazu können eine erhöhte Herzfrequenz, Atemfrequenz und andere physiologische Stresssymptome gehören. Wir raten immer dazu, so viel Abstand wie möglich zu halten, und würden nicht empfehlen, dass Menschen zur Gesellschaft oder zum Trost bleiben – auch wenn dies gut gemeint ist, kann es den Wal zusätzlich belasten."

Ja, natürlich ist das immer erstmal so, die Frage ist aber, sind hochentwickelte Säugetiere wie Wale nicht auch lernfähig.
Dieser Wal hatte die Erfahrung gemacht, dass Menschen ihn von seinem Netz befreit hatten z.B.
Ich hatte schon verlinkt vor zig Seite, dass es seriöse Berichte gibt darüber, dass Wale ganz offenbar verstanden hatten, wenn man ihnen half.
Den Stress wird er trotzdem gehabt haben, aber vllt nicht mehr so stark. Diane Fossey und Gane Goodall haben mit Wildtieren gearbeitet und nicht nur sie. Das war natürlich ganz anders, die Annäherungsphase viel länger usw.- trotzdem.
Wer von diesen Meeresbiologen, die normalerweise nur beobachten und forschen, nähert sich kontunierlich immer wieder demselben Tier, was Hilfe benötigt? Und sieht, was dannn passiert?
Macht doch keiner. Sie kommen doch über den absoluten Stresspunkt gar nicht hinaus bei den Tieren, weil sie jedesmal denken, oh, jetzt aber schnell wieder entfernen.
Was auch im Prinzip natürlich richtig ist, aber hier war es das vllt eben nicht.

Es gibt genauso seriöse Berichte darüber, dass sterbende Wale sich offenbar doch beruhigen und trösten liessen, das hatte ich auch schon verlinkt. Das ist umstritten also, wie man so sagt..
Auch verletzte und gestrandete Robben in Auffangstationen lassen zu, aufgepäppelt zu werden und sterben nicht jedes Mal vor lauter Stress und Angst, das weiß man doch auch als Meeresbiologe.?
Fachidioten.
 
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Sie sagte ja auch:
... auch wenn dies gut gemeint ist, kann es den Wal zusätzlich belasten."
Sie hat nicht gemeint, dass es immer so sein muss.
Sie plädiert ja nur dafür, dass wir uns klar machen müssen, dass Wildtiere eher zu Ängsten neigen.
Und viele Wale haben auch eher schlechte als gute Erfahrungen mit unserer Spezies gemacht ...
Beispiel: An den Küsten vor Japan setzen Buckelwale ihren Gesang in Anwesenheit von Schiffen aus, verhalten sich ruhig! (Quelle)

Und es gibt halt leider Menschen, die besitzen keinerlei Distanzgefühl, nehmen einfach keine Rücksicht.
Diese Massen an Menschen vor Ort, diesen Waltourismus, finde ich z.B. auch furchtbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier noch ein interessantes Interview vom 22. April 2026 mit der WDC Strandungs-Expertin Lauren Brandkamp:


Auszug zum Umgang mit gestrandeten Walen:


Was "unseren" deutschen Buckelwal in der Ostsee betrifft, so könne Brandkamp aber nichts Konkretes sagen, denn es lägen ihr keine Bilder vom Wal vor, um den Gesundheitszustand zu beurteilen.
Sie erklärt in dem Interview:

Ich finde das Interview gut, und zwar insofern, dass sie gleich darauf verweist nichts Konkretes sagen zu können. Sie erwähnt lediglich, wie ihre Organisation damit umgegangen wäre.. keine Belehrungen und Besserwissereien
 
Sie sagte ja auch:

Sie hat nicht gemeint, dass es immer so sein muss.
Sie plädiert ja nur dafür, dass wir uns klar machen müssen, dass Wildtiere eher zu Ängsten neigen.
Und viele Wale haben auch eher schlechte als gute Erfahrungen mit unserer Spezies gemacht.

Und es gibt halt leider Menschen, die besitzen keinerlei Distanzgefühl.
Diese Massen an Menschen vor Ort, diesen Waltourismus, finde ich z.B. auch furchtbar.
Ja, naja....gut, trotzdem ist es dasselbe Horn, in was sie alle tröten seit Wochen.
Ich hatte auch nicht davon gesprochen, dauernd an Wale ranzugehen und meinte auch nicht Waltourismus.
Sondern kranke Tiere, das hatte ich ja auch geschrieben.

Diese Ratschläge unterstellen allesamt, dass verletzte hochentwickelte, wilde Säugetiere so derart und furchtbar
gestresst werden, wenn man ihnen helfen will, dass man ihnen am besten gar nicht hilft.
Und allein nur, ich wiederhole mich, Robbenauffangstationen und auch sonstige Auffangstationen für verletzte Wildtiere
beweisen, dass das nicht stimmt. Die sind zunächst gestresst ja, aber sie sind offenbar häufig lernfähig, und sterben nicht vor Schreck, wenn man sie aufpäppelt.
Nach Buschfeuern in Australien sammelt man auch Koalas ein, päppelt sie wieder und entlässt sie in die Freiheit.
Da sagt man auch nicht, "bloß nicht rangehen, die sterben vor Schreck alle!".
Obwohl die auch oft noch nie einen Menschen gesehen haben.
 
Ja, naja....gut, trotzdem ist es dasselbe Horn, in was sie alle tröten seit Wochen.
Sie hat definitiv Erfahrungswerte.

Bei Diane Fossey und Jane Goodall war es ja so, dass sie sich über viele Monate lang den Gruppen näherten.
Und es dauerte seine Zeit, bis sich die Menschenaffen an sie gewöhnten.
Ein gestrandeter Wal steckt in einer absoluten Ausnahmesituation.
Er ist verletztlich bzw. verletzt, dadurch ausgeliefert, und hat daher erst mal Angst.
 
Sie hat definitiv Erfahrungswerte.

Bei Diane Fossey und Jane Goodall war es ja so, dass sie ich über viele Monate lang den Gruppen näherten.
Und es dauerte seine Zeit, bis sich die Menschenaffen an sie gewöhnten.
Ein gestrandeter Wal steckt in einer absoluten Ausnahmesituation.
Er ist verletztlich, dadurch ausgeliefert, und hat daher erst mal Angst.
Kommt jetzt doch wieder der Verbeiss-Modus um die Ecke?
:D

Ich hatte inzwischen mehrere andere Beispiele genannt und alles säuberlich differenziert, s. Post#1481 und 1486.
 
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