Genmais in deinem Land?

Ich bin ...

  • FÜR eine Zulassung von Genmais.

    Stimmen: 3 5,4%
  • GEGEN eine Zulassung von Genmais.

    Stimmen: 52 92,9%
  • diesem Thema gegenüber gleichgültig.

    Stimmen: 1 1,8%

  • Umfrageteilnehmer
    56
"I want to be the minority
I don't need your authority
Down with the moral majority
'Cause I want to be the minority"

^^
 
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Hallo akwaaba


Zitat:Ich sag mal ganz provokativ: Ein Kraftwerk einer anderen Art ist substantiell nichts anderes als ein Kraftwerk.
Ich mach halt einen anderen Bauplan und nehm URAN statt Kohle.
Dadurch entsteht noch lange kein Risiko.


Das kannst du zwar gerne provokativ sagen, aber wenn man den Unterschied zwischen einem Kohlekraftwerk und einem Atomkraftwerk auf die Biologie
überträgt wären wir in etwa bei dem Unterschied zwischen einer Lebensform
auf Kohlenstoffbasis und andererseits einer auf Siliziumbasis (letzteres ist nur eine hypothetische Lebensform auf einem anderen Planeten.)
Der wirkliche Vergleich wäre: Ein Austausch eines bestimmten Teils des Kraftwerks zur Optimierung der Leistung.

Zitat:Es ist doch heute jedem bekannt, dass die neu hinzugefügten Gene an wilde Verwandte
oder Kulturpflanzen benachbarter Felder weitergegeben werden,
wie das Beispiel Mexico zeigt.


Sicherlich. Solange diese Pflanzen wegen Verwandtschaft miteinander hybridisieren können, durch geschlechtliche Fortpflanzung. Allerdings erhalten diese Pflanzen dann keine spektakulären neuen Fähigkeiten, sondern können genau dasselbe wie die Genpflanze. Natürlich ist das ein Eingriff in die Natur,
aber die Alternativen sind der Einsatz von möglicherweise nicht abbaubaren Giftstoffen, Abholzung großer Flächen, Kriege wegen Hunger. Macht euch keine Illusion, dass bei dem weltweiten Hungerproblem
biologischer Anbau weltweit angewandt werden kann. Das ist reiner Luxus.
Und durch den Einsatz von Biosprit zum Beispiel trägt man zur Abholzung
des Urwalds bei. Hier eine Seite von Greenpeace! dazu:http://marktcheck.greenpeace.at/5000.html

Zitat:Es entstehen artenarme Monokulturen mit kleinem Genpool,
die wesentlich anfälliger für Schädlinge sind und daher MEHR (+/-30%)
Pestizide benötigen, wobei gleichzeitig der Ertrag gegenüber herkömmlichen Kulturen um 5 bis 10% sinkt !!!
Mittlerweile beschäftigen sich die Labors mit dem "Versagen" gentechnisch veränderter Pflanzen ....


So blöd wie es klingt. Wenn einige dieser Pflanzen versagen (miserable evolutionäre Fitness) stellen sie für die Biosphäre keine Gefahr dar. Monokulturen sind aber ein Problem, was nicht in erster Linie mit Gentechnik zusammenhängt (durch Hochleistungszucht passiert genau dasselbe). In zweiter Linie vielleicht schon,
falls die transgenen Pflanzen nur von ein paar wenigen Pflanzen abstammen.
Es kostet natürlich mehr, einen größeren transgenen Pool aufzubauen.

Zitat:Ob das nun Eukaryoten oder Prokaryoten sind, ist dem Gen-Jekyl wurscht.


Doch, es spielt eine Rolle. Eukaryoten übertragen ihre Gene nicht auf nichtverwandte Arten, wie es Prokaryoten(z.B: Bakterien) tun.

Zitat: Das letzte, was wir brauchen, sind gentechnisch veränderte Pflanzen
zur Gewinnung von Nahrungsmitteln, denn es bringt keine "Mehrernte",
im Gegenteil, Existenzen werden vernichtet, niedrigere Erträge gewonnen und
die letztendliche Gefahr ist noch lange nicht geklärt,
das sie existiert aber schon.


Im Gegenteil: Das ist auf Dauer die einzige Möglichkeit die Ernährungsproblematik zu lösen. Je mehr es verstanden wird, umso bessere
Pflanzen wird man erzeugen können, die den Ensatz von Giften minimieren,
und mehr Ertrag bringen. Man sollte das ganze aber nicht den Großkonzernen
überlassen.Ein weiterer Fehler ist es für eine Region ungeeignete transgene
Pflanzen einzuführen. Stattdessen sollte man die regionalen Pflanzen gentechnisch in der gewünschten Weise verändern.
Eine Resistenz gegen einen bestimmten Pilz zum Beispiel ist ein Vorteil gegenüber der nichtveränderten gleichen Kultursorte. Was anderes zu behaupten ist unsinnig. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass wiederum der
Pilz sich anpasst. Aber das macht er auch wenn man ihn mit Fungiziden
bekämpft, ihm ein pilzfressendes Tier auf die Pelle rücken lässt usw.

LG PsiSnake.
 
bin grundsätzlich für Gen-freie nahrungsmittel
raus mit den drecks genen aus meinem essen
:D
 
Hallo Mr. Snake...
Psisnake schrieb:
Das kannst du zwar gerne provokativ sagen, aber ....
Nix aber...
Es war provokativ, nicht 100% analog und sollte nur zeigen, dass man mit Dingen hantiert, deren Gefahren weitestgehend wie ein Spiel auf einem Pulverfaß anmuten oder einfach unbekannt sind.
Die wissenschaftliche Erkenntnis, "das ist ja nur eine Kernspaltung", da passiert dies und das, sagt nichts über die Gefahren einer Anwendung aus.
Ebensowenig, wie die Aussage "es ist nur ein Stückchen Codierung eines Bauplans, der ausgetauscht wird".

Zitat:Es ist doch heute jedem bekannt, dass die neu hinzugefügten Gene an wilde Verwandte oder Kulturpflanzen benachbarter Felder weitergegeben werden, wie das Beispiel Mexico zeigt.

Psisnake schrieb:
Sicherlich. Solange diese Pflanzen wegen Verwandtschaft miteinander hybridisieren können, durch geschlechtliche Fortpflanzung. Allerdings erhalten diese Pflanzen dann keine spektakulären neuen Fähigkeiten, sondern können genau dasselbe wie die Genpflanze. Natürlich ist das ein Eingriff in die Natur,
Sie können nicht das Gleiche, sie sind ja verändert worden...
Und es ist ein unkontrollierbarer Eingriff in die Natur.
Psisnake schrieb:
aber die Alternativen sind der Einsatz von möglicherweise nicht abbaubaren Giftstoffen, Abholzung großer Flächen, Kriege wegen Hunger. Macht euch keine Illusion, dass bei dem weltweiten Hungerproblem biologischer Anbau weltweit angewandt werden kann. Das ist reiner Luxus. Und durch den Einsatz von Biosprit zum Beispiel trägt man zur Abholzung des Urwalds bei. Hier eine Seite von Greenpeace! dazu:http://marktcheck.greenpeace.at/5000.html
Völliger Unsinn.

Die Produktion gentechnisch veränderter Pflanzen hat bisher nur mehr Gifteinsatz erfordert.
Abholzung großer Flächen hat nichts mit Einsatz von Gentechnik zu tun. Wie bereits gesagt, trotz großer Versprechungen sind bisher die Erträge des Gen-Ackerbaus mittel und langfristig niedriger als beim konventionellen Anbau.
Kriege wegen Hunger hat es immer wieder gegeben. Das hat auch nichts mit Gentechnik zu tun. Würde der Mensch seinen Fleischkonsum deutlich reduzieren oder besser noch, darauf verzichten, gäbe es kein "Hungerproblem". Ein "Nebenschauplatz" wäre in diesem Zusammenhang, dass ewiges Wachstum auf einer begrenzten Fläche (Planet Erde) einfach nicht möglich ist.
Biologischer Anbau weltweit zur Lösung der Nahrungsmittelversorgung ist wohl noch eine Illusion, aber auch das hat nichts mit Gentechnik zu tun.
Biosprit ist zwar in meinen Augen der dümmste Weg, der begangen wurde, hat aber auch nichts mit Gentechnik zu tun, es sei denn die kämen auf die Idee genetisch veränderte Ölpalmen anzubauen...

Mir scheint, Du hast da wahllos einige Themen zusammengewürfelt, die aber allesamt aber nicht zu den Alternativen der Gentechnik zählen, da OT.

Zitat:Es entstehen artenarme Monokulturen mit kleinem Genpool,
die wesentlich anfälliger für Schädlinge sind und daher MEHR (+/-30%)
Pestizide benötigen, wobei gleichzeitig der Ertrag gegenüber herkömmlichen Kulturen um 5 bis 10% sinkt !!!
Mittlerweile beschäftigen sich die Labors mit dem "Versagen" gentechnisch veränderter Pflanzen ....


Psisnake schrieb:
So blöd wie es klingt. Wenn einige dieser Pflanzen versagen (miserable evolutionäre Fitness) stellen sie für die Biosphäre keine Gefahr dar.
Ja, klingt blöd. Das Versagen z.B. der Monsanto-Baumwolle in Indien hat zur Vernichtung der Existenz etlicher Baumwollbauern geführt, ohne Hoffnung auf Besserung. Viele von denen saufen das mitgelieferte Pestizid, um ihrem Leben ein Ende zu bereiten. Die interessiert es einen Scheiß, ob irgend ein Wissenschaftler behauptet, die Biosphere sei nicht in Gefahr, was außerdem noch zu beweisen wäre.
Psisnake schrieb:
Monokulturen sind aber ein Problem, was nicht in erster Linie mit Gentechnik zusammenhängt (durch Hochleistungszucht passiert genau dasselbe).
Ja...
Psisnake schrieb:
In zweiter Linie vielleicht schon, falls die transgenen Pflanzen nur von ein paar wenigen Pflanzen abstammen.
Es kostet natürlich mehr, einen größeren transgenen Pool aufzubauen.
Genau das ist ja der Fall.
Und in das Konzept der Gewinnmaximierung, passt die Anlage eines größeren Genpools nicht. Das ist Monsanto egal.

Zitat:Ob das nun Eukaryoten oder Prokaryoten sind, ist dem Gen-Jekyl wurscht.
Psisnake schrieb:
Doch, es spielt eine Rolle. Eukaryoten übertragen ihre Gene nicht auf nichtverwandte Arten, wie es Prokaryoten(z.B: Bakterien) tun.
Aber eben auf Artverwandte, was alleine schon nicht wünschenswert ist.

Zitat: Das letzte, was wir brauchen, sind gentechnisch veränderte Pflanzen
zur Gewinnung von Nahrungsmitteln, denn es bringt keine "Mehrernte",
im Gegenteil, Existenzen werden vernichtet, niedrigere Erträge gewonnen und
die letztendliche Gefahr ist noch lange nicht geklärt,
das sie existiert aber schon.


Psisnake schrieb:
Im Gegenteil: Das ist auf Dauer die einzige Möglichkeit die Ernährungsproblematik zu lösen.
Das ist mMn der Kardinal-Denkfehler.
Solange alles auf Wachstum ausgerichtet ist, kann das Ernährungsproblem nicht gelöst werden. Irgendwann ist der Planet voll...
Psisnake schrieb:
Je mehr es verstanden wird, umso bessere Pflanzen wird man erzeugen können, die den Ensatz von Giften minimieren, und mehr Ertrag bringen. Man sollte das ganze aber nicht den Großkonzernen überlassen.
Wunschdenken Wissenschaftsverblendeter.
Wenn es überhaupt mal richtig verstanden wird, dann ist soviel Zeit vergangen, dass die Menschheit als Versuchskaninchen schon längst dezimiert ist. Aber vielleicht ist das ja die Lösung...
Welcher "Nichtgroßkonzern soll denn in der Lage sein, derart teure Forschung zu betreiben, das wäre ja noch schöner, dann wäre "Trail and Error" Gang und gäbe und die gemachten Fehler würden sich potenzieren.
Psisnake schrieb:
Ein weiterer Fehler ist es für eine Region ungeeignete transgene Pflanzen einzuführen. Stattdessen sollte man die regionalen Pflanzen gentechnisch in der gewünschten Weise verändern. Eine Resistenz gegen einen bestimmten Pilz zum Beispiel ist ein Vorteil gegenüber der nichtveränderten gleichen Kultursorte. Was anderes zu behaupten ist unsinnig. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass wiederum der Pilz sich anpasst. Aber das macht er auch wenn man ihn mit Fungiziden bekämpft, ihm ein pilzfressendes Tier auf die Pelle rücken lässt usw.
Solange Gentechnik nicht richtig verstanden wird, ist jede "Pfuscherei" gefährlich und muß unterlassen werden.
Es ist wie bei der sogenannten "alternativen Energie", anstatt in diese zu investieren (was sich mittlerweile ein wenig ändert) wird auf gefährliche und zu teure Technik (z.B. Kernkraft) gesetzt.
Anstatt alternative Konzepte zur Gentechnik auszubauen und weiterzuentwickeln, spielen mächtige Konzerne Schöpfer und fallen unweigerlich auf die Nase...

LGA
 
Das ist unglaublich. Das ist ja wie wenn die EU Österreich dazu zwingen will,
ihre eigene Demokratie aus der Verfassung zu streichen. Ist das rechtlich
überhaupt zulässig was die da machen?

Schon blöd für die EU, dass es tatsächlich noch Länder wie Irland und
Österreich gibt, die sich erlauben eine eigene Meinung zu vertreten und nicht
nur dem grossen Schaf in Brüssel nachblöcken. :rolleyes:

Ich bin grad echt getroffen über diese Methoden, das hätte ich nicht gedacht.
 
Ich merke schon, ich habe hier wenig Unterstützung mit diesem Thema.
Es ist darum erst recht wichtig Gegenargumente zu liefern. Ich weiß schon, dass die Gentechnik unter Umständen problematisch sein kann. Allerdings gilt das nur sehr begrenzt für die grüne Gentechnik. Aber selbst bei der humanen
Gentechnik bin ich nicht generell dagegen.

Zitat:Es war provokativ, nicht 100% analog und sollte nur zeigen, dass man mit Dingen hantiert, deren Gefahren weitestgehend wie ein Spiel auf einem Pulverfaß anmuten oder einfach unbekannt sind.
Die wissenschaftliche Erkenntnis, "das ist ja nur eine Kernspaltung", da passiert dies und das, sagt nichts über die Gefahren einer Anwendung aus.
Ebensowenig, wie die Aussage "es ist nur ein Stückchen Codierung eines Bauplans, der ausgetauscht wird".


Nicht 100% analog ist eine Untertreibung. Es war fast gar nicht analog.
Außerdem ist sehr wohl bekannt, dass Kernspaltung gefährlich ist, dass das radioaktive Material viele Tausende von Jahren weiter strahlt, und dadurch
Mutationen im Erbgut von Lebewesen auftreten, was u.a. zur Bildung von Tumoren führt.
Wenn ein Gen hingegen für eine höhere Produktion von Vitamin A zuständig
ist, dann wird es genau das und nur das tun. Es könnte mutieren, aber das
können die arteigenen Gene auch. Die Gentechnik arbeitet mit dem was in der Natur vorkommt, und es kann alles biologisch abgebaut werden.

Zitat:Sie können nicht das Gleiche, sie sind ja verändert worden...
Und es ist ein unkontrollierbarer Eingriff in die Natur.


Sie können das gleiche wie in ihrer Ursprungsart. Dort haben sie auch nicht für
Chaos gesorgt. Außerdem weiß man ja, was sie tun, und daher ist es ein
kontrollierter Eingriff. Natürlich könnte ich theoretisch ein Gen in eine Pflanze einbauen, was für Menschen gefährliches Gift codiert. Aber dafür muss ich
auch genau jenes transfektieren. Soll ich das Rad abschaffen, weil viele
Kriegsfahrzeuge Räder haben?!

Zitat: Die Produktion gentechnisch veränderter Pflanzen hat bisher nur mehr Gifteinsatz erfordert.


Das ist eine sehr undifferenzierte Behauptung. Wenn ich eine für eine Gegend
ungeeignete Pflanze gentechnisch verändere, so dass sie zum Beispiel resistent gegen eine bestimmte bakterielle Erkrankung ist, hat sie ansonsten immer noch alle Nachteile der unveränderten Art, weshalb es wirklich so sein kann, dass sie eine schlechtere Fitness hat, als die regional typische Art.
Letztere Art sollte daher gentechnisch so verändert werden. Das ist aber (gewollte) Dummheit, und kein Problem, was mit dem Einsatz von Gentechnik zu tun hat.

Zitat:Abholzung großer Flächen hat nichts mit Einsatz von Gentechnik zu tun.

Wenn ich auf kleinerer Fläche einen größeren Ertrag bekomme, muss ich nichts abholzen. Es ging mir aber darum zu zeigen, dass Bioprodukte Luxus
sind, die sich ein Land mit Hungerproblemen nicht leisten kann, und dass zum
Beispiel Biosprit zur Abholzung von Regenwald führt. Das hat zwar nichts mit
Gentechnik zu tun, aber soll zeigen, dass der Begriff "Bio" eine Mogelpackung sein kann.

Zitat:Kriege wegen Hunger hat es immer wieder gegeben. Das hat auch nichts mit Gentechnik zu tun. Würde der Mensch seinen Fleischkonsum deutlich reduzieren oder besser noch, darauf verzichten, gäbe es kein "Hungerproblem". Ein "Nebenschauplatz" wäre in diesem Zusammenhang, dass ewiges Wachstum auf einer begrenzten Fläche (Planet Erde) einfach nicht möglich ist.


So wie Züchtung von Kulturpflanzen die Erträge langfristig enorm verbessert hat, wird dies die Gentechnik auch tun, weil es grundsätzlich dasselbe ist, bloß muss ich nicht warten bis zufällig eine Mutation auftritt, sondern kann eine Quasi-Mutation in die Pflanze einbringen.
Mit dem Fleischkonsum hast du übrigens absolut recht. Nur 10% der verfütterten Biomasse stehen dem Menschen dann als fleischliche Nahrung zur Verfügung. Man muss dennoch weiter an anderen Lösungen arbeiten.
Ewiges Wachstum ist nicht möglich, aber da ist noch sehr viel herauszuholen,
indem ich u.a. für höhere Erträge sorge, und damit die Hungerproblematik
eindämme.

Zitat:Biologischer Anbau weltweit zur Lösung der Nahrungsmittelversorgung ist wohl noch eine Illusion, aber auch das hat nichts mit Gentechnik zu tun.


Der Witz ist: Die vielleicht einzige Möglichkeit für biologischen Anbau (im Sinne
von: Keine oder weniger Herbizide, Fungizide, Insektizide) ist es Pflanzen gentechnisch zu erschaffen, die sich ohne Hilfe gegen Fressfeinde, "Unkräuter" und Krankheitserreger halten können, weil sie Resistenzen haben, widerstandsfähiger sind usw.
Ansonsten würde ich doch mal schauen, wie der Ertragsvergleich zwischen
Bio-Anbau und Hochleistungsanbau ist. Hätten wir genug zu essen in der Welt,
würde ich biologischen Anbau sofort unterstützen, aber so ist es nun mal nicht.

Zitat:Mir scheint, Du hast da wahllos einige Themen zusammengewürfelt, die aber allesamt aber nicht zu den Alternativen der Gentechnik zählen, da OT.


Die einzige Alternative ist wirklich den Fleischkonsum zu minimieren.
Das wäre auch anzustreben. Aber ich will ja gar keine Alternativen, und ich sehe auch sonst keine.

Zitat:Ja, klingt blöd. Das Versagen z.B. der Monsanto-Baumwolle in Indien hat zur Vernichtung der Existenz etlicher Baumwollbauern geführt, ohne Hoffnung auf Besserung. Viele von denen saufen das mitgelieferte Pestizid, um ihrem Leben ein Ende zu bereiten. Die interessiert es einen Scheiß, ob irgend ein Wissenschaftler behauptet, die Biosphere sei nicht in Gefahr, was außerdem noch zu beweisen wäre.


Ich habe mir mal paar Artikel durchgelesen, und da wird als Negativpunkt
die Abhängigkeit vom Monsanto-Konzern genannt. Ich habe extra einen
neutralen (sogar eher negativen) Artikel gewählt:»Die technischen Vorteile der Bt-Pflanzen sind schwer zu bestreiten« sagen Wissenschaftler aus den USA, siehe hier:
http://www.zeit.de/2008/02/Mali
Die gentechnisch veränderte Pflanze ist also erfolgreich.
Dass dies der Konzern unter Umständen ausnutzt ist ein Problem des Kapitalismus, nicht der Gentechnik.

Zitat:Genau das ist ja der Fall.
Und in das Konzept der Gewinnmaximierung, passt die Anlage eines größeren Genpools nicht. Das ist Monsanto egal.


Ich wiederhole mich: Dass dies der Konzern unter Umständen ausnutzt ist ein Problem des Kapitalismus, nicht der Gentechnik.

Zitat:Aber eben auf Artverwandte, was alleine schon nicht wünschenswert ist.


Wenn die artverwandte Pflanze auch resistent gegen einen bestimmten Keim wird, ist dadurch aber kein wirkliches Problem entstanden. Ok, wenn ich
eine Pflanze mit einem Gen ausstatte, was eine höhere Herbizid-Toleranz
verursacht, dann kann ich die artverwandten Pflanzen, die unter Umständen
durch Hybridisierung auch herbizidtolerant geworden sind, schwerer bekämpfen.

Zitat: Das ist mMn der Kardinal-Denkfehler.
Solange alles auf Wachstum ausgerichtet ist, kann das Ernährungsproblem nicht gelöst werden. Irgendwann ist der Planet voll...


Natürlich sollte man dafür sorgen, dass Kondome benutzt werden usw., aber
ich kann die Leute ja nicht zwangssterilisieren, und Gentechnik erlaubt noch eine größere Weltbevölkerung, auch wenn irgendwo natürlich dann auch wieder eine Grenze ist.

Zitat:Wunschdenken Wissenschaftsverblendeter.


Die Wissenschaft hat unser Leben seit Beginn der Steinzeit drastisch verbessert,u.a. Krankheiten ausgemerzt, Arbeit erleichtert usw. Natürlich
kann man Wissenschaft als Waffe einsetzen. Du benutzt schon allein einen
Computer zum intellektuellen Austausch, inklusive der vielen anderen
Vorteile, die du durch die Wissenschaft hast.

Zitat:Wenn es überhaupt mal richtig verstanden wird, dann ist soviel Zeit vergangen, dass die Menschheit als Versuchskaninchen schon längst dezimiert ist. Aber vielleicht ist das ja die Lösung...


Ich habe nicht von der Veränderung des menschlichen Genoms gesprochen,
wobei ich Erbkrankheiten auch gentechnisch heilen würde. Ist auch die einzige
Möglichkeit diese Krankheiten (DNA-Code-Fehler) zu bekämpfen.

Zitat:Welcher "Nichtgroßkonzern soll denn in der Lage sein, derart teure Forschung zu betreiben, das wäre ja noch schöner, dann wäre "Trail and Error" Gang und gäbe und die gemachten Fehler würden sich potenzieren

Der Staat zum Beispiel, inklusive größerer Kontrolle der Konzerne.

Zitat:Solange Gentechnik nicht richtig verstanden wird, ist jede "Pfuscherei" gefährlich und muß unterlassen werden.


Ich kann nur verstehen, indem ich etwas anwende. Und sehr vieles ist verstanden. Ich kannte mich damit auch mal etwas besser aus als jetzt,
habe mich ein paar Jahre nicht mehr viel damit beschäftigt. Und "Hazardeure" sind die Wissenschaftler auch nicht.

Zitat:Es ist wie bei der sogenannten "alternativen Energie", anstatt in diese zu investieren (was sich mittlerweile ein wenig ändert) wird auf gefährliche und zu teure Technik (z.B. Kernkraft) gesetzt.


Alternative Energien sind zum großen Teil sehr fortschrittliche Technologien,
und eben nicht revisionistisch und altmodisch.
Ich drehe es um: Anstatt in Gentechnik mehr zu investieren wird auf die chemische Keule und zu teuren, wenig einbringenden Biolandbau gesetzt:rolleyes:

Zitat:Anstatt alternative Konzepte zur Gentechnik auszubauen und weiterzuentwickeln, spielen mächtige Konzerne Schöpfer und fallen unweigerlich auf die Nase...


Sie haben Erfolg. Wir müssen dafür sorgen, dass ihr Erfolg nicht nur bei ihnen
ankommt. Das ist das Problem.

LG PsiSnake
 
Nachtrag: Zum Beispiel könnte man, statt der vertraglichen Abhängigkeit
von einem Konzern jedes Jahr dort neues Saatgut kaufen zu müssen,
eine gewisse Gewinnbeteiligung des Konzerns einführen, wenn jemand eine
genetisch veränderte Pflanze anbaut. Dieser Gewinn für den Konzern oder das Biolabor sollte es weiter lohnend machen, in Gentechnik zu investieren, aber keine sklavische Abhängigkeit erzeugen.
 
Nachtrag: Zum Beispiel könnte man, statt der vertraglichen Abhängigkeit
von einem Konzern jedes Jahr dort neues Saatgut kaufen zu müssen,
eine gewisse Gewinnbeteiligung des Konzerns einführen, wenn jemand eine
genetisch veränderte Pflanze anbaut.
Ja klar, wir sollen den Konzern noch mehr bezahlen, damit er diesen Genmist produziertn und vertreibt.
Dieser Gewinn für den Konzern oder das Biolabor sollte es weiter lohnend machen, in Gentechnik zu investieren, aber keine sklavische Abhängigkeit erzeugen.
Das funktioniert nicht.

Warum willst Du auf Teufel komm raus Gentechnik schmackhaft machen ?
 
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gentechnik an sich is ja eine spitzen sache.
eröffnet viele möglichkeiten und scheint mir sehr vielversprechend.

allerdings muss man sich überlegen wo's nötig is.
gentechnik aus rein wirtschaftlichen gründen sollte grundsätzlich verboten werden.
nur wo zeiht man da wieder eindeutige grenzen ... gar nicht so leicht.
 
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