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Gedichte die euer Leben inspirieren

Dieses Thema im Forum "Bücher" wurde erstellt von Lady Galadriel, 2. März 2015.

  1. judasishkeriot

    judasishkeriot Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. Mai 2015
    Beiträge:
    3.998
    Ort:
    Oberbayern
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    Ich sag dir

    am besten ist es

    zu Schweigen,

    als Sätze zu produzieren

    wo eine Kränkung

    in die andere fällt,

    die dein Ich wegwerfen

    und dich tausendmal

    kreuzigen.

    Und du verdammst

    jedes Wort,

    das den Widerspruch

    nach sich zieht.

    Und du sollst

    deine Gefühle

    noch mit Kränzen

    umwinden

    und mit Honig

    beträufeln,

    obwohl dir der Tot

    näher ist als dein Dasein.

    Das Recht, ein Urteil

    zu fällen,

    hast du nicht!

    So sagst du

    kein Sterbenswort

    und schweigst.

    L.S.
     
  2. judasishkeriot

    judasishkeriot Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. Mai 2015
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    Ort:
    Oberbayern
    GEDANKENVOGEL-LIED


    Enaji o J tumba Reset-il a baragey Sa tem responde Sol tu detum Sam ambto site Cunabus ta Nimbo.

    Fra maronde taba Usa filnoberi Java sumbarabi Lito tu sumba. Gravi tumari Silvo un domartum Ilna sevento marro II no banjeti. Tu a Me atum.

    Die Vögel vor meinem Fenster Sind deine Gedanken, mir gesandt. Eben flügge, kommen sie geflogen. Ich füttere ihnen Brotkrumen, Damit sie nicht hungrig werden. Sie hocken im Baumgeäst Mit offnem Schnabel und singen:

    Wir kommen aus dem Nest Des Gestern und Morgen. Gott segne unsere Reise. Wir kommen geflogen Aus der inneren in die äußere Welt deines Wissens. Weit steht der Käfig offen. Der Gesang beginnt und füllt alle Wipfel.


    108

    Sal fra tambo

    Til sa framago

    Ta to tum.

    Ilna illita. Reumbra

    Framago. Tiombreago

    Te mon de.

    Allita.

    Tomage.

    Ilno tomage.

    Ra bing tomage zee.

    hin deova

    Lin framadeo

    Te olage. Framage

    Tu amba.

    Jo solaris nefti Enaande

    E O responde heri. Fromage. Tu um tomorro De a linagu frimba Tal toss severage ne Ne ray o marro Ti a bra.

    So jari ne remarro Severandi newmarro Fra to tiara. Umbarge Desta. Nea desta. Nea tumbo. Tel to neambo Desta mora.

    Wunderbar und leuchtend, Winzig wie Baumglocken Tanzen wir auf den Zweigen. Tag und Nacht und immer. Lausche uns. Füttere uns. Wir sind deine Gedanken, Die sich aufschwingen Aus dem Nest des Geburtskäfigs In den Sommer und in den Winter. Wir sitzen auf den Zweigen Der Minuten und Sekunden.

    Unser Lied ist dein Herzschlag, Unsere Bewegung dein Puls. Du schickst uns aus, Vollkommen und strahlend, Jeder lebendig und anders, Dein Königreich zu bevölkern. Wir singen vor deinem Fenster Und reihen uns auf auf den Dächern.

    Jeder für sich und wissend, Spähen wir durch die Zweige, Überschauen das innere Land der Verzauberung, Die bewölkte und zeitlose Welt unserer Geburt.

    Wir fliegen von unseren Plätzen Immer wieder zurück zum ersten Nest, Verschwinden im Innern Des Käfigs deines Kopfes. Dann fliegen wir wieder hinaus Und singen an deinem Fenster, Während du uns Brotkrumen fütterst, Aus deiner Hand.

    Jane Roberts- Die Sprache wurde von ihr als Medium wahrgenommen. Wahrgenommen?
     
  3. Adagio

    Adagio Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juni 2016
    Beiträge:
    4.522
    Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
    Es ist der Vater mit seinem Kind;
    er hat den Knaben wohl in dem Arm,
    er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

    Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? -
    Siehst Vater, du den Erlkönig nicht?
    Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif? -
    Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

    "Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
    Gar schöne Spiele spiel' ich mit dir;
    manch bunte Blumen sind an dem Strand,
    meine Mutter hat manch gülden Gewand."

    Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
    was Erlenkönig mir leise verspricht? -
    Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind:
    In dürren Blättern säuselt der Wind.

    "Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
    Meine Töchter sollen dich warten schön;
    meine Töchter führen den nächtlichen Reihn,
    und wiegen und tanzen und singen dich ein."

    Mein Vater, mein Vater und siehst du nicht dort
    Erlkönigs Töchter am düstern Ort? -
    Mein Sohn, mein Sohn, ich seh' es genau:
    Es scheinen die alten Weiden so grau.

    "Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
    und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt."
    Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an!
    Erlkönig hat mir ein Leids getan! -

    Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
    er hält in Armen das ächzende Kind,
    erreicht den Hof mit Mühe und Not;
    in seinen Armen das Kind war tot.

    J.W.v.Goethe
     
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  4. Adagio

    Adagio Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juni 2016
    Beiträge:
    4.522
    Füllest wieder Busch und Tal
    Still mit Nebelglanz,
    Lösest endlich auch einmal
    Meine Seele ganz;

    Breitest über mein Gefild
    Lindernd deinen Blick,
    Wie des Freundes Auge mild
    Über mein Geschick.

    Jeden Nachklang fühlt mein Herz
    Froh- und trüber Zeit,
    Wandle zwischen Freud' und Schmerz
    In der Einsamkeit.

    Fließe, fließe, lieber Fluß!
    Nimmer werd' ich froh;
    So verrauschte Scherz und Kuß
    Und die Treue so.

    Ich besaß es doch einmal,
    was so köstlich ist!
    Daß man doch zu seiner Qual
    Nimmer es vergißt!

    Rausche, Fluß, das Tal entlang,
    Ohne Rast und Ruh,
    Rausche, flüstre meinem Sang
    Melodien zu!

    Wenn du in der Winternacht
    Wütend überschwillst
    Oder um die Frühlingspracht
    Junger Knospen quillst.

    Selig, wer sich vor der Welt
    Ohne Haß verschließt,
    Einen Freund am Busen hält
    Und mit dem genießt,

    Was, von Menschen nicht gewußt
    Oder nicht bedacht,
    Durch das Labyrinth der Brust
    Wandelt in der Nacht.

    Johann Wolfgang von Goethe
     
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  5. Filomena

    Filomena Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. April 2008
    Beiträge:
    4.497
    Im Nebel
    Seltsam, im Nebel zu wandern!
    Einsam ist jeder Busch und Stein,
    Kein Baum sieht den anderen,
    Jeder ist allein.

    Voll von Freunden war mir die Welt,
    Als noch mein Leben licht war;
    Nun, da der Nebel fällt,
    Ist keiner mehr sichtbar.

    Wahrlich, keiner ist weise,
    Der nicht das Dunkel kennt,
    Das unentrinnbar und leise
    Von allem ihn trennt.

    Seltsam, im Nebel zu wandern!
    Leben ist Einsamsein.
    Kein Mensch kennt den andern,
    Jeder ist allein.

    Hermann Hesse
     
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  6. Filomena

    Filomena Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. April 2008
    Beiträge:
    4.497
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    Wer nie sein Brot mit Tränen aß...

    Derselbe



    Wer nie sein Brot mit Tränen aß,

    Wer nie die kummervollen Nächte

    Auf seinem Bette weinend saß,

    Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte!



    Ihr führt in's Leben uns hinein,

    Ihr laßt den Armen schuldig werden,

    Dann überlaßt ihr ihn der Pein:

    Denn alle Schuld rächt sich auf Erden.

    Johann Wolfgang von Goethe
     
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  7. Filomena

    Filomena Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. April 2008
    Beiträge:
    4.497
    Die Rose
    (The Rose)
    [​IMG]

    Liebe ist wie wildes Wasser
    Das sich durch Felsen zwängt
    Liebe ist so wie ein Messer
    Das Dir im Herzen brennt
    Sie ist süß, und sie ist bitter
    Ein Sturm, Wind und ein Hauch
    Für mich ist sie eine Rose
    Für Dich ein Dornenstrauch
    Wer nie weint und niemals trauert
    Der weiß auch nichts vom Glück
    Wer nur sucht, was ewig dauert
    Versäumt den Augenblick
    Wer nie nimmt, kann auch nicht geben
    Und wer sein Leben lang
    Immer Angst hat vor dem Sterben
    Fängt nie zu Leben an

    Wenn Du denkst, Du bist verlassen
    Und kein Weg führt aus der Nacht
    Fängst Du an, die Welt zu hassen
    Die nur and're glücklich macht
    Doch vergiss nicht, an dem Zweig dort
    Der im Schnee beinah' erfror
    Blüht im Frühjahr eine Rose
    So schön wie nie zuvor

    (A. McBroom / Bearb.: Michael Kunze)
     
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  8. Filomena

    Filomena Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. April 2008
    Beiträge:
    4.497
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    Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
    Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
    Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
    Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
    Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
    Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
    Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
    In andre, neue Bindungen zu geben.
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
    An keinem wie an einer Heimat hängen,
    Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
    Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
    Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
    Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
    Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
    Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
    Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

    Hermann Hesse
     
    ~WaterBrother~ gefällt das.
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