KingOfLions
Sehr aktives Mitglied
Wenn ich Philosophen ansprach, dann bezog ich micht auf neuere welche (ab ca. 1960), die zusammen mit den Psychologen und Hirnforschern (aus unterschiedlichen Bereichen) neue Theorien begründeten, die verblüffend sind im Vergleich dazu, was es vorher gab.
Da aber entsprechende bildgebenede Verfahren noch jünger sind war das alles ein recht langer Prozess ... .
Ok, da sollten wir uns mal darauf einigen, über welche Zeit wir reden, sonst wird das ein heilloses Chaos.
Mir war vor allem wichtig, einmal die gemeinsamen Wurzeln darzustellen. Und die sind ja weltgeschichtlich noch nicht so lang her. Damals hatte ja gerade die Kirche einen sehr grossen Anteil daran (Stichwort: Hexenprozesse), dass die eine Richtung im wahrsten Sinne "verteufelt" wurde. Und die andere - für die Kirche weniger gefährliche - in den "wissenschaftlichen" Stand erhoben wurde. Und daran kranken wir heute noch immer, weil sich kein "seriöser" Wissenschaftler verkühlen würde, irgendeiner "esoterischen" Theorie auch nur nachzugehen.
Dadurch müssen halt leider auch so manche Räder neu erfunden werden ... Hauptsache die "anderen" waren's nicht. Würde man sich hier gegenseitig einmal zuhören - ich wage mir gar nicht auszumalen, was da alles möglich wäre. Wobei hier durch die weitere Verbreitung der Esoterik sowieso auch so manches Konzept Eingang finden wird.
In den letzten paar Jahren ging es dann fast rasend schnell (ich komm kaum noch hinterher, wußte bis vor kurzem nicht, daß man Angst - chemisch nachweisbar - "riechen" kann, daß das Gehirn ohne Umwege direkt und willentlich steuerbar ist - mit verblüffenden, nachweisbaren und wiederholbaren Resultaten, daß Nocebos einen ganz gesunden Menschen wirklich töten können uvm.).
Die Entwicklung ist wirklich sehr schnell. Allerdings sind unsere technischen Möglichkeiten noch viel zu begrenzt. Z.B. können wir bei der Gehirnaktivität derzeit ja nur gröbere Gehirnregionen identifizieren, aber keine Einzelverbindungen im Rahmen eines Gedankens. Aber keine "aussersinnlichen" (sprich: unbewussten) Wahrnehmungen, keine Remanenzaktivitäten (Traumauslöser?).
Habe selber mal im Bereich künstliche Intelligenz geforscht, also kein so unbekanntes Gebiet für mich.
Aber Du sprichst hier genau einen Punkt an. Angst zu riechen ist aus der Tierwelt schon lange als empirisches Erleben bekannt (also "esoterisch"). Ebenso esoterisch: den Menschen wieder dorthin zu bringen, das auch wieder wahrnehmen zu können.
Schön, dass es mittlerweile auch Wissenschaftler "beweisen" können. Einerseits ist das Ergebnis redundant, da bereits Teil des Volkswissens, andererseits ist es zwar ein nettes Spielchen mit Neurotransmittern, aber warum und wie diese Angst entsteht, geschweige denn wie wir sie verhindern könnten, wissen wir noch immer nicht. Wir kennen also noch nicht die Wirkungsweise des Gesamtsystems ....
Also ... vielleicht warten da noch viele Überraschungen - aus beiden Welten - auf uns?
Aber ohne diesbezügl. historische Grundkenntnisse (auch zu den Kräuterweiblein, den Einflüssen der Kirche, der Erfindung des Penicillins, die Annahmen Freuds, des Behaviorismus ... - das waren jetzt große Sprünge, aber detaillierter findest Du es im Link) kann man die Entwicklung nicht verstehen.
Ich hab die Geschichte halt kurz und prägnant gefasst, so wie oben. Schließlich will hier nicht jeder Mitleser als Historiker graduieren. Das ändert aber nichts an ihrer Richtigkeit.