KingOfLions
Sehr aktives Mitglied
Nein, das Wort kommt in den Artikeln nicht einmal vor (das findet man) - Du hast also aus den Artikeln irgendetwas geschlossen, was nicht einmal erwähnt wurde ...
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Ja, war meine eigene Feststellung.
Es gibt keine "Wahlfächer" - man kann sich im Hauptstudium (heute Master) zwischen verschiedenen Bereichen entscheiden: klinische Psychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie usw. - je nachdem, in welchem Bereich man später arbeiten will.
Esoterische Techniken kommen darin nicht vor (NIRGENDWO!)
Dann ist (oder war, möglicherweise ist es seit EU wieder anders) anscheinend die PsyT Ausbildung in Ö weiter fortgeschritten, als in D. Oder man müsste ggf. mit dem HP Psy vergleichen.
Ich auch nicht, aber ich habe viel diesbzgl. im Forum gestritten - hab mich also von allen Seiten reingelesen.
Zu Hellingers Vorgehen (der Familienstellen-"Papst" aus der Eso-Szene) läuft in der Psychotherapie alles komplett konträr - ich habe noch keinerlei Gemeinsamkeiten entdecken können - auch die Intention ist eine andere.
Keine (vernünftige) Psychotherapie deutet etwas, interpretiert etwas in den Klienten/ dessen Leben/ dessen Kindheit o.ä. hinein.
Psychotherapie stellt (die richtigen) Fragen, wertschätzt den Klienten (und den, den man wertschätzt, wird man nie in eine unangenehme Situation bringen/ ihn übergriffig behandeln o.ä.) und gibt ihm (je nachdem) das richtige "Handwerszeug" zu seiner Verfügung. Transparenz ist das A und O.
Lies Dir ein einziges Hellinger-Beispiel durch und vergleiche selbst. (er deutet, interpretiert, demütigt mitunter, wertet, macht nichts offen und hinterher soll sein Kunde auf keinen Fall über die Session sprechen ...).
Hellinger ist sicher zu diskutieren. Bin ich auch kein Freund davon - aber aus anderen Gründen.
Aber es ging ja um Familienstellen allgemein. Und das dürfen in Ö ausschließlich PsyT und Lebensberater nachgewiesener Zusatzausbildung. In D ist das meines Wissens (leider) etwas relaxter.
Ein Familienbrett ist ein winziger Baustein im Gesamtkonzept - die Familie/ Gruppe baut sich selbst (durch Figürchen) darauf auf und fällt selbst ihre Schlüsse, der Therapeut fragt ledigleich nach - merkst was?
Jedes Werkzeug ist nur ein kleiner Baustein in jeder Beratung/Therapie.
Und nein, ich merke nichts. Was sollte ich merken (über das hinaus, was ich in meinem Posting geschrieben hatte)?
Nein, wieso?
Hypnose darf von jedem Varietekünstler angewendet werden. Selbsthypnose kann jeder lernen.
Es ist natürlich die Frage, wer sich bei wem darauf einläßt.
Hypnose wird additiv zu anderen Verfahren benutzt, allerdings nicht bei den Therapieformen, hinter denen ich stehe.
Gut. In Ö ist es so. Das was Varietékünstler verwenden ist meistens Schnellhypnose, die nicht so tief ist, wie z.B. die für eine Rückführung oder Tiefensuggestionen notwendige.
Selbsthypnose ist ein anderes Thema, selber schädigen darf ich mich immer.
Alle Werkzeuge werden benutzt, je nachdem was man halt in seinem Werkzeugkasten hat, je nach Klient, je nach Aufgabenstellung.
Die Wissenschaft hinkt nicht nach - es dauert Jahre, bis die Wirksamkeit einer Methode bewiesen ist und die besten sind ziemlich sehr jung.
Vor Jahrzehnten gab es die Behavioristen, dann die kognitiven Behavioristen (alles bewiesen und anerkannt), davor Freud und Konsorten (leider auch - noch - anerkannt, schnief).
Du sagst es ja gerade selber ... und dann hinkt sie nicht gegenüber anderen Richtungen nach? DEN "Beweis" glaubst Du aber selber nicht, oder? Meist dauert es nicht Jahre sondern Jahrzehnte, sofern überhaupt jemand Wert auf einen wissenschaftlichen Beweis legt.
Freud hat ganz wesentliche Grundlagen erschaffen. Ihn zu negieren hiesse für jemanden im psychologischen Bereich, seinen Vater zu verleugnen. Auch wenn man seine Definitionen diskutieren kann - dem Prinzip nach gültig sind sie nach wie vor weitgehend. Wie auch immer, Freud war nicht der einzige Psychiater der geforscht hat.
Kinesiologie hat nichts mit Psychotherapie zu tun und es ist nachgewisen, daß sie nicht funzt:
Mehrere wissenschaftliche Studien zeigten, dass die diagnostischen Aussagen kinesiologischer Muskeltests nicht reproduzierbar waren. Die Ergebnisse weisen häufig eine rein statistische Verteilung auf und sind vom Kinesiologen oder dem Patienten willkürlich beeinflussbar. So kamen unterschiedliche Kinesiologen nicht relevant häufiger zur gleichen Diagnose und die empfohlenen Therapien führten nicht zu einer statistisch signifikanten Verbesserung.[2][3][4][5][6][7][8] Wird ein Proband durch mehrere Kinesiologen untersucht, kommen diese zu voneinander abweichenden Diagnosen.[9] Eine einzige nicht doppelblind durchgeführte Studie ergab ein positives Testergebnis.
http://psiram.com/ge/index.php/Kinesiologie
(die Einzelquellennachweise findest Du unter dem Gesamtartikel)
Äääähm, entschuldige, welcher Blindfisch hat die Studie gemacht? Wenn ich Kinesiologie anwende, dann verändere ich genau zu diesem Zeitpunkt bereits durch die Erkenntnis den Klienten. Wie soll ich also einen zweiten Versuch unter gleichen Ausgangsbedingungen zusammenbringen?
Wer solch eine Versuchsanordnung wählt, hat Kinesiologie nicht verstanden. Aber das kann man natürlich auch nicht, wenn man verweigert, sich mit "unwissenschaftlichen" Methoden auseinanderzusetzen.
Das ist Küchentischwissenschaft, völlig fehleranfällig und zählt nicht (dazu habe ich in einem der vorigen Posts was geschrieben).
Ich verlasse mich niemals auf meinen persönlichen Eindruck, was Erfolge anbelangt - ohne Evaluation meiner Arbeit (die bei uns standardisiert ist) könnte ich nicht arbeiten - ich will doch ganz genau wissen, was ich wirklich erreichen konnte, welche Bereiche ich noch verbessern kann, wo es besonders gut läuft usw.!
Das ist aber deine persönliche Einstellung. Trotzdem ist eine empirische Ermittlung eine für einen wissenschaftlichen Nachweis zulässige Technik. Sie ergibt dann halt eine Wahrscheinlichkeit, zu welchem Grad die Technik wirkt. Das Gleiche haben wir auch in der Pharmazie, und da stört's keinen
Weia ... neeee!
Umd komm mir nicht mit Karten!![]()
Auch wieder eine persönliche Meinung. Das ändert aber nichts an dem dahinter liegenden Prinzip.
Wenn die Heilmethoden früher gut gewesen wären, hätte sich unsere Lebenserwartung seit dem 19. Jh. nicht verdoppelt, bzw. verdreifacht - wenn man die Säuglingssterblichkeit hinzurechnet - ziemlich schlagartig mit der Erforschung der Viren, späteren Impfungen, Hygiene-Asepsis/ Antisepsis, dem Penicillin usw.:
Dies änderte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Louis Pasteur formulierte 1864 die Keimtheorie, Robert Koch erbrachte 1876 den Nachweis der Krankheitserreger von Milzbrand (Bacillus anthracis) und 1881 den Nachweis des Tuberkulose-Bakteriums (Mycobacterium tuberculosis). Diese Entdeckung gilt als der endgültige Beweis der Existenz bakterieller Krankheitserreger. Schüler von Koch und Pasteur bauten das Konzept weiter aus. Pasteur entwickelte 1881 gemeinsam mit Émile Roux Impfstoffe gegen Milzbrand und 1885 gegen die Tollwut. Paul Ehrlich, Emil von Behring und Shibasaburo Kitasato nutzten 1890 das Wissen zur passiven Immunisierung gegen Diphtherie und Wundstarrkrampf.
Mit der Standardisierung von Impfstoffen begannen ab dem Ende des 19. Jahrhunderts die ersten nationalen Impfprogramme.
http://de.wikipedia.org/wiki/Impfung
Die Erfolge von Koch und Pasteur und vielen anderen seinen unbenommen. Aber diese Wissenschaftler haben nur etwas wiedergefunden, das jahrhundertelang vorher schon sämtliche Schamanen praktiziert haben.
Die Wissenschaft bringt und natürlich mehr Verständnis, und das ist - bis auf die negativen Auswirkungen wie militärische Nutzung, Betrug (z.B. die immer mehr um sich greifende Nutzung des Placebo-Effekts durch Pharmakonzerne, etc pp).
Aber letzendlich ist es dem Klienten wurscht, wie viel Schönes Du verstehst. Er möchte sein Problem los werden. Egal wie.
Und ... weil's grad dazu passt ... wenn Esoterik so schlecht ist ... wieso stürzen sich dann alle Pharmakonzerne auf die letzten noch halbwegs kundigen Schamanen, die ihnen die Nutzung ihrer Heilpflanzen erklären können, und ihnen damit das Finden neuer Stoffe erleichtern? Die dann grosstechnisch und lebensfremd und mit grossem Gewinn produziert werden können?
Und mal ehrlich, was würdest Du lieber nehmen? 2 x 5 homäopatische Kügelchen gegen Zeckenbefall, oder eine quecksilberhaltige Impfung, die dein neuronales System vergiftet, die Zecken hast Du trotzdem ... denk mal drüber nach!
Es muss BEIDES geben. Aber man muss darüber nachdenken - jenseits von Standesdünkel und Gewinnsucht - wie man alles was wir wissen bestmöglich nutzen können - FÜR DEN KLIENTEN!

