Hallo,
dieser Thread ist zwar von 2013, aber weil es ihn nun mal gibt, schien es mir unnötig, einen neuen zu eröffnen.
Hier also mein OBE- Erfahrungsbericht, der Text ist etwas lang geworden, obwohl es nur eine kurze Zusammenfassung ist.
Es hat mich immer sehr interessiert, was es mit diesem Dasein auf sich hat. Ist der Geist vom Gehirn erzeugt oder ist er ein eigenes Phänomen, das sich mit dem physischen Körper verbunden hat? Gibt es einen feinstofflichen Körper? Was ist der Tod?
Etwa 1980 las ich einige Bücher über Astralreisen, wollte es selber versuchen und fand schließlich zu einer einfachen Methode: das Aufrechterhalten des Bewusstseins während des Einschlafens. An der Schwelle zwischen Wachsein und Schlaf, dem hypnagogen Zustand, können allerhand visuelle, akustische und taktile Phänomene auftreten, viele Menschen kennen das. Es kann auch zu einer vorübergehenden Bewegungsunfähigkeit kommen, denn im Schlaf lässt die Spannung der willkürlichen Muskeln so weit nach, dass sie praktisch gelähmt sind (Schlafparalyse). Je mehr es mir gelang, das Bewusstsein während des Einschlafens aufrecht zu erhalten, desto mehr habe ich all diese Phänomene wahrgenommen. Es waren willkommene Anzeichen, dass nun der Schlafzustand des Körpers beginnt. Was da außerdem stattfindet, ist eine Lockerung der Verbindung des feinstofflichen Körpers mit dem physischen Körper. Das kann man nutzen, um aus dem physischen Körper auszutreten, indem man sich z.B. aufsetzt, herausrollt, oder nach oben schwebt.
So einfach wie es klingen mag ist das aber nicht, sonst wäre es von der modernen Wissenschaft längst verifiziert. Man ist nämlich in diesem Bereich allen möglichen Täuschungen ausgesetzt. Ein kleines Beispiel: Ich hatte von der Möglichkeit gehört, mittels einer Verdichtung Gegenstände zu bewegen. Als ich mich einmal im feinstofflichen Körper in meinem Zimmer befand, versuchte ich es, indem ich die Nachttischlampe anknipste. Es funktionierte tatsächlich - einschalten und Licht, ausschalten und kein Licht. Ich ließ sie eingeschaltet, aber als ich wieder im physischen Körper war, war sie ausgeschaltet. Die Lampe war also nicht echt gewesen, wahrscheinlich gab es das ganze Zimmer nur in meiner Vorstellung. Vielleicht war es ein luzider Traum, der sehr real wirkte oder ich war außerhalb des Körpers und das Zimmer ist zumindest teilweise durch Projektionen aus meinem Unterbewusstsein entstanden. Ich bin unzählige Male herumgegeistert, manchmal war es wohl ein luzider Traum und wenn es eine echte Astralreise war, habe ich wahrscheinlich nie die physische Welt wahrgenommen. Im Astralkörper nimmt man die Astralwelt wahr und die ist nicht stabil wie die physische Welt, sie nimmt die Formen an, die in sie hineinprojiziert werden. Auch bei Halluzinationen und Träumen handelt es sich wohl um astrale Wahrnehmungen, die unbewusst vom eigenen Geist erzeugt werden. Das macht es so schwierig, die Existenz des Astralkörpers zu beweisen. Ließe sich mit ihm die physische Welt klar wahrnehmen, könnte man in einem Schlaflabor talentierte Probanden beauftragen den Körper zu verlassen, in ein Nebenzimmer zu gehen und nachher genau zu beschreiben, was sich darin befindet. Das wird aber nur nach einer gründlichen und langen Ausbildung bei einem Meister möglich sein und es ist fraglich, ob es solche überhaupt noch gibt. Die Fälle, wo jemand unter Narkose oder bei einem Nahtoderlebnis den physischen Körper sehen kann, den er verlassen hat, und auch anwesende Personen, sogar hört was sie sagen, sind selten und nicht beliebig wiederholbar. Außerdem sind solche Forschungen meistens Privatinitiativen, höchstens Randerscheinungen der umstrittenen Parapsychologie, für die nur geringe Mittel zur Verfügung stehen.
Bei meinen Forschungen ging es nun darum, Projektionen von echten astralen Gegenständen zu unterscheiden und da blieb nicht viel übrig, was offensichtlich echt war. Immerhin war es genug, um mich von der Existenz des Astralkörpers zu überzeugen, mit einer Wahrscheinlichkeit über 99%. Ein wesentlicher Punkt ist die Selbstwahrnehmung. Z.B. weiß ich jetzt, dass ich am Tisch sitze und schreibe. Es ist nicht vollkommen ausgeschlossen, aber doch höchst unwahrscheinlich, dass ich gerade träume. Wenn man wach ist, weiß man dass man wach ist und fühlt sich in der physischen Welt zuhause. Wenn der Körper eingeschlafen und der Geist wach ist, geschieht die Wahrnehmung nicht über die physischen Sinne. In einem Traum ist der Geist auch wach und was er wahrnimmt, ist nicht physisch. Man hat einen Traumkörper, mit dem man gehen, handeln und sogar fliegen kann, aber das ist nicht der Astralkörper, wohl auch nicht in einem luzidem Traum. Es ist ein vorgestellter Körper und die Traumereignisse sind auch Vorstellungen. Vermutlich hat sich der Astralkörper nur gelockert, schwebt vielleicht ein paar Zentimeter über dem physischen Körper und träumt vor sich hin. Wenn man weiß, dass man sich gerade in einem Traumkörper befindet, ist es ein luzider Traum. Da gibt es auch Abstufungen, etwa wenn ein wenig dämmert, dass man sich in einem Traum befindet bis zu vollem Bewusstsein darüber, wo man nicht wie sonst in ein Traumgeschehen eingesponnen ist, sondern willentlich handeln kann. Ich weiß nicht welche Stufe ich da erreicht hatte, vermutlich gibt es noch eine Menge Luft nach oben. Jedenfalls bin ich oft aus einem Fenster gesprungen, meistens sanft hinab geschwebt und als ich am Boden war, bin ich meistens im Bett aufgewacht.
So habe ich allmählich gelernt, zwischen Traum, luzidem Traum und Astralreise zu unterscheiden. Wenn auch die Wahrnehmung der Astralwelt nicht klar war, so ist es doch vorgekommen, dass sie ein vertrautes Gefühl vermittelte, wie etwas das man schon lange kennt, eine zweite Heimat. Das war echt und keine Einbildung, so echt wie man auch in der physischen Welt das Gefühl hat, dass man hier zuhause ist. Noch manche anderen Eindrücke waren offensichtlich keine Projektionen, z.B. hat einmal jemand kurz an meinen Füßen gezogen, während ich hellwach und entspannt im Bett lag. Es war aber niemand im Zimmer, jedenfalls nicht physisch.
Oft bin ich nicht ganz aus dem physischen Körper ausgetreten, habe nur die Arme gelöst und die Hände angesehen. Als ich sie heftig bewegt habe, sah ich Funken von ihnen sprühen. Die könnten eine Projektion gewesen sein, aber die Hände waren sicher echt, ich bewegte sie ebenso wie ich die physischen Hände bewege, mit demselben klaren Bewusstsein meiner Selbst, so als würde ich sie jetzt, wo ich hier sitze, ebenso bewegen. Ich habe ein Weilchen herumgefuchtelt und als ich die Hände berührt und zusammengelegt habe, fühlte sich das nicht ganz so an wie die physischen Hände, am ehesten lässt es sich vielleicht mit dem Gefühl vergleichen, wenn man Gummi berührt. Danach war ich wieder vollständig im physischen Körper, unter einer Decke bis zum Kinn und weil sich die um kein bisschen verschoben hatte, waren es eindeutig nicht die physischen Hände gewesen.
Damit hat diese Forschung, die etwa ein Jahr lang meine Hauptbeschäftigung war, ihren Zweck erfüllt - den Astralkörper gibt es tatsächlich. Es ist naheliegend, dass der Tod nichts anderes ist als eine Astralreise ohne Wiederkehr. Ich lebte damals sehr diszipliniert und bescheiden, ohne weitere Berufsausübung und habe über alles Buch geführt, eher ein Nacht- als ein Tagebuch. Ein Stoß Hefte, die seit Jahren in einem Regal verstauben.