Erfahrung mit Maerlyn Riturals ??

Hier ist die juristische Analyse des Textes. Zusammengefasst: Diese AGB sind ein rechtliches Minenfeld und in weiten Teilen nach deutschem Verbraucherrecht (BGB) unwirksam.

Sie dienen primär der Abschreckung und versuchen, deutsches Recht auszuhebeln.

1. Der "Gerichtsstand-Trick" (Rechtswahlklausel)​

Text: „Auf diesen Vertrag findet ausschließlich das Recht der afrikanischen unter Ausschluss des deutschen Kaufrechts Anwendung.“Bewertung: Diese Klausel ist unwirksam.

  • Grund: Es wird kein konkretes Land genannt („Recht der afrikanischen“ ist kein juristischer Begriff).
  • Verbraucherschutz: Da die Betreiberin (Silvia Stadler) anscheinend in Deutschland sitzt (oder sich an deutsche Kunden richtet), gilt zwingend deutsches Verbraucherrecht (Rom-I-Verordnung). Du kannst als Verbraucher in Deutschland nicht durch AGB des Schutzes deines Heimatlandes beraubt werden.

2. Fehlende Widerrufsbelehrung​

Text: „Reservierungen oder Buchungen werden zu 100% zurückerstattet, wenn die Buchung bis 30 Tage vor Termin storniert wurde [...] Andernfalls wird das gesamte Honorar [...] fällig.“Bewertung: Hier wird versucht, das gesetzliche 14-tägige Widerrufsrecht zu umgehen.

  • Rechtslage: Da im Text eine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung fehlt, verlängert sich dein Widerrufsrecht automatisch auf 1 Jahr und 14 Tage (§ 356 Abs. 3 BGB). Die genannten Stornogebühren sind für Fernabsatzgeschäfte (Online/Telefon) oft hinfällig, solange du nicht ausdrücklich auf den Widerruf verzichtet hast (was im Text nicht sauber gelöst ist).

3. Haftungsausschluss bei Gesundheit (Körperverletzung)​

Text: www.Maerlyn-Ritualscom sowie die Priester haften nicht bei Unverträglichkeiten von Ritual Kräutern, Ölen, Getränke, Speisen...“Bewertung: Dieser Ausschluss ist nichtig (§ 309 Nr. 7a BGB).

  • Grund: In AGB kann die Haftung für Schäden an Leben, Körper und Gesundheit nicht ausgeschlossen werden – auch nicht bei Fahrlässigkeit. Wenn dir jemand etwas zum Trinken oder Einreiben gibt und du erkrankst, haftet der Anbieter zwingend.

4. Daten-Missbrauch & Urheberrechte​

Text: „Der Kunde überträgt www.maerlyn-rituals.com das [...] Recht, [...] überlassenes Material [...] zu Werbezwecken auf und außerhalb der Webseite [...] zu nutzen.“Bewertung: Dies ist eine überraschende Klausel (§ 305c BGB) und damit unwirksam.

  • Gefahr: Du gibst ihnen laut Text das Recht, deine persönlichen Briefe, Fotos oder Ritualgegenstände für Werbung zu nutzen. Das verstößt massiv gegen die DSGVO und das Persönlichkeitsrecht. Kein Kunde rechnet damit, dass seine sensiblen Voodoo-Anfragen plötzlich als Marketingmaterial landen.

5. Sittenwidrigkeit & "Erfolgsgarantie"​

Text: „...keine Garantie für einen Erfolg. [...] Das Honorar wird keinesfalls zurückerstattet...“Bewertung: Hier sichert sich der Anbieter gegen Klagen ab ("Objektive Unmöglichkeit").

  • Aber: Wenn Preise extrem hoch sind (Wucher) und eine Zwangslage ausgenutzt wird, ist der gesamte Vertrag oft sittenwidrig (§ 138 BGB) und damit von Anfang an nichtig. Dann muss das Geld zurückgezahlt werden, egal was in den AGB steht.

6. Formale Fehler (Red Flags)​

  • Datum: „01.01.20226“ – Tippfehler zeigen, dass diese AGB nicht anwaltlich geprüft wurden.
  • Widersprüche: Einmal heißt es Gerichtsstand Deutschland, dann Benin/Gambia. Solche Widersprüche gehen im Zweifel immer zu Lasten des Verwenders (also des Anbieters).

Fazit​

Diese AGB halten einer gerichtlichen Prüfung in Deutschland kaum stand.

  • Wenn du noch nicht gezahlt hast: Lass es.
  • Wenn du gezahlt hast und Geld zurückwillst: Ein Anwalt hätte leichtes Spiel, diese AGB zu zerpflücken (insbesondere wegen des fehlenden Widerrufsrechts und der unwirksamen Rechtswahl).
 
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In Deutschland und Österreich ist das gesetzlich verboten. (TSchG)
Rituale mit Tieropfern werden also irgendwo auf der Welt geboten.
Dann geh halt dort hin, wenn du sowas unbedingt erleben willst.
Ich find´s abstoßend und möchte mit so Leuten nix zu tun haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
In Deutschland und Österreich ist das gesetzlich verboten. (TSchG)
Rituale mit Tieropfern werden also irgendwo auf der Welt geboten.
Dann geh halt dort hin, wenn du sowas unbedingt erleben willst.
Ich find´s abstoßend und möchte mit so Leuten nix zu tun haben.
Stimmt in Europa ist das gesetzlich verboten, in Afrika ist ein Tieropfer normal.
 
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