Es war der Name meiner Schwester,...........Aisha,............Aisha,..........der Name war wie der Schlüssel zu meiner Seele. Auf einmal war sie da, die ganze Erinnerung stürzte über mich herein. Ich begann zu träumen, oder reiste ich zurück,...3000 Jahre zurück,.................in meine alte Heimat nach Ägypten.
Aisha war um 2 Jahre älter als ich, somit stand immer fest, sie würde die Ehre haben zur Hohepriesterin im Namen der Isis geweiht zu werden. Sie hatte auch schon als kleines Mädchen die Ausstrahlung dazu mit ihren schwarzen Haaren und den großen schwarzen Augen, auch war sie immer groß gewachsen. Ich war immer anders, mein Haar war braun, aber nicht so dunkel wie das meiner Schwester und meine mandelförmigen Augen hatten ein sanftes rehbraun. Ich war klein und zart gebaut und mit meiner Lockenmähne war ich so gar nicht typisch ägyptisch.
wir hätten unterschiedlicher nicht sein können , und trotzdem liebten wir uns. Ganzen Tag spielten wir miteinander und in der Nacht schliefen wir eng aneinander auf unserem Schlafplatz.
bis sich eines Tages alles änderte. Aisha war sechs geworden, und von diesem Tag an begann die Einschulung auf ihr großes Ereignis. Sie musste gerade gehen lernen, bekam Unterricht in Mathematik, lernte den Himmel und seine Sterne deuten, und wenn sie nicht gerade Schriftzeichen malte musste sie gerade mit hoch erhobenem Haupte gehen üben.
Das wäre nicht so schlimm gewesen, wenn sie nicht auch ein eigenes Zimmer bekommen hätte. Wir sahen uns kaum noch, sie hatte keine freie Minute, nur in der Nacht, da huschte sie in mein Zimmer und erzählte mir von den Ereignissen des Tages. Ich lauschte gespannt ihren Worten, bewunderte sie, und doch war ich damals als kleines Mädchen schon froh, dass von mir niemand etwas erwartete. ich durfte einfach sein,.........so wie ich war.
Irgendwann wurden ihre nächtlichen Ausflüge bemerkt und von diesem Zeitpunkt an wurde sie in der Nacht von den Gelehrten in ihr Zimmer gesperrt. Es war sehr schlimm für uns beide. Von nun an schlich ich jede Nacht an ihre Zimmertür, sie saß drinnen, und ich draußen und beide weinten wir bittere Tränen und ließen unser Herzblut fließen. Diese Trennung war fast nicht auszuhalten.
Wir wurden älter, ich bemerkte wie Aisha sich veränderte, sie wurde ernster, lachte nicht mehr, zog sich immer mehr zurück.
Ich wurde von den anderen nicht sonderlich beachtet, so begann ich mich im Dorf aufzuhalten. ich fand dort viele Freunde, auch Abdul war dabei, Der große schlaksige Bursche wurde mein allerbester Freund, er lernte mir das Töpfern, und alle miteinander verbrachten wir viele schöne lustige Stunden im Dorf.
Irgendwann bemerkte ich, dass mich meine Schwester sonderbar betrachtete, ich fühlte mich unwohl, spürte eine mir fremde Energie, schließlich verbot sie mir ins Dorf zu gehen, einerseits hielt ich mich an ihr verbot nicht, und doch wusste ich, dass es höchst gefährlich war mich ihr zu widersetzen.
Und ich merkte, etwas war anders geworden, sie war hochnäsig, hinterlistig, eifersüchtig, kalt und berechnend geworden. Sie hatten es geschafft ihr Herz zu verschließen, .......
Mit diesen Gedanken kehrte ich wohl ins heute zurück in die Hütte am See, während ich im Halbschlaf Michaels Dreitagesbart liebkoste, wusste ich, sie würde sich alles zurückholen, und was mich noch mehr traf war die Erkenntnis, dass sie nicht davor zurückschrecken würde, mir das Liebste zu nehmen.
Ich fragte mich ob es ihr wohl genügen würde nur als Geist zu erscheinen, oder ob sie sich für ihr Vorhaben einen physischen Körper gewählt hatte.
Und da waren sie wieder, diese Augen, ihre Augen, in die ich vor 3000 Jahren so oft geblickt hatte. Und auf einmal durchfuhr es mich, ich setze mich kerzengerade auf, in mir wurde es eiskalt, mein Herz zog sich zusammen, ich sprang aus dem Bett, schrie wie irre herum,......sie ist da, sie ist da................
In diese Augen hatte ich nicht vor 3000 Jahren das letzte mal geblockt, sondern vor 3 Monaten, sie gehörten.............................