ein wirklicher Astrologe...

Manchmal ist eine gewisse Unzufrieden grad duch die eigentlich glückliche Verbindung von Sonne und Jupiter gegeben. Mit Jupiter geht ganz oft eine große Erwartungshaltung einher, denn schließlich ist man ja ein Glückskind und hat ein Anrecht auf ein von Glück und Privilegien begleitetes Leben.
Und ganz besonders, wenn die Sonne, wie in diesem Fall, im 1.Haus/Schütze steht. Allein das legt schon die Vermutung nahe, dass es dem Betreffenden in erster Linie um seine eigenen Bedürfnisse geht und er selbst im Fokus seiner eigenen Aufmerksamkeit steht.
In Bezug auf die eigene Person gibt es keine Grenzen, alles wird erwartet und als zustehendes Anrecht betrachtet. Oftmals sind die Erwartungen an die Tätigkeit oder an Lebensziele höher, als sie realisierbar sind und dadurch entsteht dann eine Unzufriedenheit, die eigentlich bei SO/JU nicht erwartet wird.
Das ist der Schatten Jupiters: das Hinausschießen über das richtige Maß, das Nichterkennen von Grenzen, der Hochmut. Am Ende kann dann tatsächlich Unzufriedenheit bis hin zur Depression stehen, weil vielleicht auf einmal klar wird, dass es eine große Lücke klafft zwischen den überhöhten Erwartungen und dem tatsächlich vorhandenen Potential.
Die Lernaufgabe mit Problemen bei dieser Konstellation dürfte klar sein.

lg
Gabi


Das kann ich bestätigen und verstehe auch nun weshalb mir u.a. dieser typische "Schütze-Optimismus" fehlt.

VG Rudyline
 
Werbung:
Da ich meinen Cousin noch nicht gefragt habe, ob ich einiges aus seinen umfangreichen Aufzeichnungen zitieren dürfte und schon ein schlechtes Gewissen habe, weil ich obiges Zitat aus "Ein Versuch zu verstehen" dennoch zitiert habe, kann ich nun nicht weitere Zitate anfügen. Doch soviel kann ich aussagen: Die Unzufriedenheit, die er immer wieder spürt hat nichts mit materiellem oder sonstigem Erfolg zu tun. Im Gegenteil, er führte an, dass er beruflich stets gefördert wurde, manchmal für ihn sehr überraschend, da er nicht danach gestrebt hatte. Ja, er gab manche Arbeit auf, weil sie ihn nicht ausfüllte, reiste dann in ein anderes Land und es hätte ihm nichts ausgemacht, wieder unten anzufangen. Er ist nicht ehrgeizig veranlagt, schon damals in der Schule in Osorno/Chile nicht, wo ich ihn ja beobachtet habe. Dennoch hat er spielend leicht Erfolge erzielt schon so früh).

Also handelt es sich um eine ihm selbst unerklärliche psychische oder metaphysische Unzufriedenheit, die mit einer Anhäufung materieller Güter nicht zusammenhängt. (Sein diesbez. Text wurde verfasst, als er 32 Jahre alt war, vielleicht hat sich diese periodische Unzufriedenheit inzwischen verflüchtigt. Ich werde ihn danach fragen.

Im Gegensatz zu deiner Annahme, Arnold, hat mein Cousin in seiner Kindheit unter schweren Entbehrungen gelitten. Sein Vater gilt als vermisst in Sibirien, wahrscheinlich ist er dort verstorben. Die Mutter mit 4 Kindern musste sich allein durchschlagen und floh aus der Ostzone im Jahre 1948 nach Westdeutschland und kurz darauf wanderte sie nach Chile aus, wo ihre Eltern und die mütterliche Verwandtschaft sie zunächst aufnahmen. Dann wurden die 4 Jungs "verteilt", die Mutter arbeitete als Hebamme in einem chil. Hospital und sah sie nur am Sonntag, doch nie alle zusammen. Das ging viele Jahre so. Mein Cousin schilderte mir, wie er des winters seine Schuhe unter den Arm klemmte, wenn er morgens zur Schule lief, da er die durchgetretenen Sohlen schonen musste usw.

Als ich ihn mal fragte, weshalb er zu Osho nach Poona gegangen wäre, sagte er, Osho sei wohl ein Vaterersatz für ihn gewesen...

Nun hat er mir ein neueres Foto von sich geschickt - da sehe ich ein ausgeglichenes, lichtvolles Antlitz, es hat mich sehr angenehm berührt, denn in jungen Jahren wirkte er etwas verschlossen und düster (Skorpion AC).

Sehr gut treffen deine Aussagen zu, ELi.
 
Zurück
Oben