Ein Bildnis Gottes

DruideMerlin

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2. Moses 20
[3] Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
[4] Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis
machen, weder des da oben im Himmel, noch des was
unten auf der Erden (ist)…

In einem anderen Zusammenhang habe ich jedoch entdeckt, dass diese Gebote bis über die Zeit Jesus hinaus von den Juden selbst nicht eingehalten wurden.

Der jüdische Chronist Flavius Josephus erwähnt in seinen Schriften, dass es bei den Juden der Brauch war ihren persönlichen Teraphim (Hausgott) mit auf die Reise zu nehmen. Diese Teraphim waren so um die dreißig Zentimeter groß. Möglicherweis wurden sie in kleinen Tabernakeln (Hüte/Zelt) aufbewahrt. Dazu gibt es viele archäologische Befunde aus den Privathäusern.

Im Alten Testament kommen die Teraphim auch häufig und werden dort als Götzen übersetzt:

Luther:
1. Samuel 19
[13]
Und Michael nahm ein Götzenbild und legte es
ins Bett und legte ein Ziegenfell zu seinen Häupten
und deckte es mit Kleidern zu.


Hebräischer Text:
1_Samuel_13Terap.webp
Quelle: https://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/OTpdf/1sa19.pdf

Tja und so vermute ich, dass es ursprünglich auch ein Bildnis zu Gott/Jahwe gab. Bei Jesaja und in den Psalmen gäbe es dazu jedenfalls einige Hinweise.

Psalm 36
[7] Wie teuer ist deine Güte, mein Gott,
dass Menschenkinder unter dem Schatten
deiner
Flügel Zuflucht finden...

Merlin
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Zuletzt bearbeitet:
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Magst du etwa nun Gegenbeweise anführen die anadi's Philosophien aus den Hinduismen widersprechen?

Oder magst du selbstständig beweisen wie wahr die jüdische und damit auch oder nur die christliche göttliche Botschaft Gottes wahr sei?

כִּי קָרַן עוֹר פָּנָיו​
... also Moses entspricht keiner reellen Person der alten egyptisch jüdischen Wirklichkeit, sondern das was man schon damals der fiktiven Rolle, namen's Moses, zu schrieb stammt aus heute klar nachweisbarnen älteren Quellen. Z.B. die Sinnflutgeschichte stammt von assyrischen Keilschriften.

Niemand muss sich anschließen, aber Moses entspricht ziemlich klar einem Mythos.

Schalom
 
Lieber Bodhi,

weder noch! Ich denke hier lediglich über die Bildhaftigkeit Jahwes/Gottes nach. Gebote also, die anscheinend nicht immer so gewesen sein müssen. Ist es nicht so, dass ein Bild meist mehr als viele Worte erzählt? Gut, dass man sich auf dem 2. Konzil von Nicäa (787) geeinigt hatte, dem Bildersturm nicht zu folgen.

Merlin
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Lieber Bodhi,

weder noch! Ich denke hier lediglich über die Bildhaftigkeit Jahwes/Gottes nach. Gebote also, die anscheinend nicht immer so gewesen sein müssen. Ist es nicht so, dass ein Bild meist mehr als viele Worte erzählt? Gut, dass man sich auf dem 2. Konzil von Nicäa (787) geeinigt hatte, dem Bildersturm nicht zu folgen.

Merlin
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Vielleicht kommt dieses Verbot daher zustande, dass Gott unsichtbar ist und man Ihn nicht mit den Augen des physchischen oder spirituellen Körpers sehen kann? Wenn man dann ein Bild anbetet, verschwendet man die Anbetungsenergie vielleicht dann an den Götzen?
 
Vielleicht kommt dieses Verbot daher zustande, dass Gott unsichtbar ist und man Ihn nicht mit den Augen des physchischen oder spirituellen Körpers sehen kann? Wenn man dann ein Bild anbetet, verschwendet man die Anbetungsenergie vielleicht dann an den Götzen?
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Dieser Gedanke wurde schon beim 2. Konzil in Nicäa im Jahre 787 aufgenommen. Innerhalb des Christentums hatten sich erneut zwei Lager gebildet. Während ein Lager weiterhin an der Bilderlosigkeit er jüdischen Tradition festhalten wollte, wandten sich andere ihrer Gepflogenheit der bildhaften Götter zu.

Es ging dabei um die Anbetung von Darstellungen Jesus, Gottes, Engel, Maria, sonstige Heilige und auch die Bibel als solche. Es kam dann auf diesem Konzil zum Konsens, dass all diese Dinge zwar verehrt, aber nicht angebetet werden dürfen.

Dazu eine Textpassage aus dem Beschluss des Konzils:
… Denn je öfter man sie in bildlicher Gestaltung sieht, desto mehr werden die, die sie betrachten, zur Erinnerung an deren Urbilder und zur Sehnsucht nach diesen angeregt, und dazu, ihnen Küsse und ehrende Gebete darzubringen.

Und so ist im Deckenfries der Sixtinische Kapelle Gott zu sehen, wie er Adam erschuf. Ich denke, wer einmal in der Kapelle stand, kann die besondere Nähe Gottes erfahren:

Wer also einen Teraphim im Hause hatte, wird sich auch einen Jahwe vorgestellt haben können?

Merlin
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Huhu und einen guten Abend @DruideMerlin
vielleicht ist das Verbot sich ein Bild von der großen Geistigkeit zu machen ja nur ein taktischer Trick um den Überlegungen aus einer anderen Tatsache die Basis zu nehmen.
Stell Dir vor da stünde:

„Du KANNST Dir kein Bild von Gott machen“

In der Kabbalah erlebt der Mensch:
in
Assiah die physische Welt der Taten
in
Jetzira die astrale Welt der Formen und der Formgebung

bis hierher ist es dem Sterblichen durchaus möglich hinzugelangen

Briah, die mentale Welt der Schöpfung erreichen nur Auserwählte
und
Atziluth, die kausale Welt der Erhabenheit ist dem Normalsterblichem so gut wie verschlossen.

Über die Sephira Kether hinaus erheben sich die rein göttlichen Sphären der Großen Geistigkeit. Kein Mensch kann sie erreichen.

Einen unerreichbaren Gott hat man vielleicht nicht gewollt damit Gemeinsamkeit mit der großen Geistigkeit zu allgemeiner Volksverbundenheit im religiösen Glauben führt.

Also ein politischer Schachzug.

mutmaßt hier improvisierend
der F.
 
Vielleicht kommt dieses Verbot daher zustande, dass Gott unsichtbar ist und man Ihn nicht mit den Augen des physchischen oder spirituellen Körpers sehen kann? Wenn man dann ein Bild anbetet, verschwendet man die Anbetungsenergie vielleicht dann an den Götzen?
⬆️ Ist eine Überlegung. Aber meiner Ansicht nach keine wirklich zuendegedachte. Schon allein wer die physische Welt, das gesamte Universum erfassen und verstehen möchte macht es mit diesem Versuch kleiner als es ist. Gott soll ja unendlich und zeitfrei sein, also sich ein Bild von ihm machen zu wollen bildete ihn stets anders ab als zeitfreies und unendliches sei.

Die Torah ist das älteste und basiert aus Gesänge, die lange lange nicht aufgeschrieben wurden, erst wenige Jahrhunderte vor Jeshua Ben Miriam (Jesus) fing man an es aufzuschreiben. Dann entwickelte sich der Talmud. Der mystische Zweig der Kabbalah ist nicht Kern und spiritueller Ursprung der Torah u n d die Christen bastelten die Torah um, richtete diese aus, also ordneten die Bücher um, damit Jeshua als Christos gesehen werden könne.

Aber schon in Ägüpten veränderten die Vorfahren der Israeli ihre Weltanschauungen und erst recht nach ihrer Rückkehr. El nahm man dessen Frau und stürzte alle anderen Götter. Und so geht das Basteln von Glaube und Überzeugungen bis heute weiter, wird auch nicht enden, solange es den Menschen gibt.
 
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Über Gott und das 1.Konzil (325). Nachdenken.
...über die Verurteilung von Maximus? Welcher Gott hätte das so gewollt.
 
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