Es gibt eine schöne Geschichte dazu.
Antony de Mello hat sie aufgeschrieben.
Ein Mann hatte gehört, daß es einen Bahnhof gäbe, von dem Züge zur Erleuchtung fahren, und er beschloss, diesen Bahnhof zu suchen, da er sich ein besseres Lebensziel nicht vorstellen könnte.
Und so suchte er. Fast sein ganzes Leben suchte er diesen Bahnhof, und als er die Hoffnung schon aufgeben wollte diesen Bahnhof jemals zu finden, da stand er plötzlich davor.
Ziemlich abgerissen und vom Leben gezeichnet setzte er sich auf eine der Bänke, die auf dem Bahnsteig standen, und wartete auf den Zug.
Schließlich, als es schon Abend wurde, sah er in der Ferne die Lichter des Zuges. Sie kamen schnell näher, und dann...ssssst, rauschte der Zug in voller Fahrt vorbei.
Und das geschah am nächsten Abend und an allen folgenden.
MIt der Zeit wären noch andere Leute angekommen, noch gezeichneter als er.
Sie hatten Hunger und Durst, sie waren müde oder froren.
Da er nichts zu tun hatte als zu warten, kümmerte er sich etwas um sie,
besorgte Nahrung und Decken, baute eine primitive Küche im Warteraum und kochte Tee und Suppe und plegte einen Kranken. Schließlich hatte er so viel zu tun, daß er den Zug zur Erleuchtung völlig vergessen hatte.
Und genau in diesem Augenblick hörte er das Zischen eine haltenden Zuges.
Alle Türen standen weit offen und ein lebendiges goldenes Licht strömte heraus. Und als er den Zug betrat, und als er sich setzte, merkte er plötzlich, daß er schon immer in diesen Zug gesessen, daß er ihn niemals verlassen hatte.