Die Reflexionen, Gedanken und Zitate, die mich inspirieren.

Zurück zu meinem heißen Thema hier. Wie immer zitiere ich nur kleine Abschnitte; die Markierung ist von mir, und die Quelle steht am Ende.


"Das Engagement der Psychiatrie, psychische Störungen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zu behandeln, begann 1980, als führende Psychiater erklärten, sie hätten neue wissenschaftliche Beweise dafür, dass psychische Störungen körperliche Erkrankungen – Gehirnerkrankungen – seien und dass sie über Medikamente verfügten, um diese „Krankheiten“ sicher und wirksam zu behandeln. Ihre Behauptungen waren falsch, blieben aber unangefochten, bis Gutachter zehn Jahre später durch einen Antrag auf Informationsfreiheit Zugang zu den Daten erhielten und feststellten, dass es über einen Placeboeffekt (eine psychologische Wirkung) hinaus keine wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit der Medikamente gab."

"Der Wissenschaftsjournalist Robert Whitaker untersucht in seinem 2010 erschienenen, preisgekrönten Buch „Anatomy of an Epidemic“ die wissenschaftlichen Beweise, die darauf hindeuten, dass SSRIs mit einer Zunahme von Behinderungsdiagnosen in Verbindung stehen und psychische Störungen eher verschlimmern als lindern. Im Jahr 2022 veröffentlichte die britische Forschungspsychiaterin Dr. Joanna Moncrieff eine Studie, die die Theorie des chemischen Ungleichgewichts – die psychiatrische Begründung für die Verschreibung von SSRIs – widerlegt. Der Psychiater Dr. Joseph Glenmullen von der Harvard Medical School beschrieb die schwächenden körperlichen Auswirkungen, die SSRIs im Allgemeinen verursachen. Dies deutet darauf hin, dass diese Medikamente Gehirnstörungen verursachen, anstatt sie zu korrigieren. Dr. Giovanni Fava, Herausgeber der medizinischen Fachzeitschrift „ Psychotherapy and Psychosomatics“ , kam zu dem Schluss, dass SSRIs die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls bei depressiven Patienten erhöhen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sie nie wieder gesund werden. Er bestätigt Wolfes Bericht, dass die fortgesetzte Einnahme dieser Medikamente zu einer bipolaren Störung führen kann."
Dem stimme ich mit Händen und Füßen zu.
"Dr. Steven Hyman, ehemaliger Direktor des NIMH, gelangte bei seiner Untersuchung der Hirnforschung zu dem Schluss, dass SSRIs „Störungen der Neurotransmitterfunktionen verursachen, die sich qualitativ und quantitativ vom Normalzustand unterscheiden“. 2017 berichtete Dr. Peter Gotzsche, einer der Gründer der Cochrane Collaboration, der Freiwilligenorganisation zur Überprüfung der Wirksamkeit und Sicherheit verschreibungspflichtiger Medikamente, nach der Überprüfung von 70 Medikamentenstudien, dass SSRIs das Suizid- und Gewaltrisiko verdoppeln und bestätigte damit Wolfes Warnung. 2018 bestätigte ein im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlichter Artikel Wolfes Bericht über die vielen verschreibungspflichtigen Medikamente mit Nebenwirkungen, die Depressionen verursachen. Darüber hinaus fügte der JAMA -Artikel der Liste eine weitere Medikamentenklasse hinzu: die SSRIs."

Dem stimme ich mit allem, was mir noch übrig bleibt, voll und ganz zu.
Public Citizen, die FDA und die SSRI-Sicherheit
Es ist schlichtweg fahrlässig, wie du hier selektiv zitiert und daraus eine vermeintlich unerschütterliche Wahrheit konstruiert hast. Du bedienst dich unkritisch einer Reihe von Einzelmeinungen, die nicht nur marginal sind, sondern in vielen Fachkreisen längst widerlegt wurden – und versuchst, diese als die endgültige Wahrheit über SSRIs zu verkaufen. Dein „Ich stimme dem mit allem zu, was mir noch übrig bleibt“ ist nichts anderes als ein emotionaler Versuch, eine ideologisch gefärbte Sichtweise zur Tatsache zu erheben.

Diese Auslassungen sind nicht nur falsch, sondern gefährlich, weil sie die ganze Komplexität des Themas ignorieren. Du verwechselst subjektive Überzeugung mit wissenschaftlicher Fundierung. Deine selektive Quellenwahl und die dramatische Zuspitzung machen es schwer, diese als ernsthafte Auseinandersetzung zu werten. Du übernimmst unreflektiert die Aussagen von Experten, die genauso umstritten sind, wie du es dir gerade bequem machst, sie zu präsentieren. Und das mit einer Arroganz, die weder dem Thema noch den betroffenen Menschen gerecht wird.

Zudem ist es zynisch, wie du die gesamte Psychiatrie und ihre ÄrztInnen unter Generalverdacht stellst – dabei geht es nicht um „Wahrheiten“ oder „Täuschungen“, sondern um eine differenzierte, vielschichtige Diskussion, die du hier auf simpelste Stereotype herunterbrichst.
 
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Der Achtfache Pfad ist dann weniger ein Regelwerk als eine praktische Orientierung, wie man in der Erscheinungswelt handelt, ohne die Leerheit zu verleugnen.
Was mir noch dazu einfällt: Im Theravāda geht es um die innere Realisation der Leerheit. Das bedeutet, dass es absolut nichts gibt, was mir gehört oder was mich als "Ding" ausmacht – also keinen festen Wesenskern. Es gibt nur den Prozess des Wandels. Wenn ich an nichts anhaftete, dann kann ich loslassen. Denn so wie mein PC, so wie mein Körper oder sogar mein Tod – all das sind nur bedingt entstandene Phänomene.


Das stärkt mich als Individuum, denn es ist nicht dasselbe wie die „Person“, die in den vergänglichen khandha nicht mehr aufzufinden ist. Dazu gibt es zwei verschiedene Termini.


Immer, wenn ich darüber nachdenke oder reflektiere, entstehen neue Impulse und Inspirationen.
 
Was mir noch dazu einfällt: Im Theravāda geht es um die innere Realisation der Leerheit. Das bedeutet, dass es absolut nichts gibt, was mir gehört oder was mich als "Ding" ausmacht – also keinen festen Wesenskern. Es gibt nur den Prozess des Wandels. Wenn ich an nichts anhaftete, dann kann ich loslassen. Denn so wie mein PC, so wie mein Körper oder sogar mein Tod – all das sind nur bedingt entstandene Phänomene.


Das stärkt mich als Individuum, denn es ist nicht dasselbe wie die „Person“, die in den vergänglichen khandha nicht mehr aufzufinden ist. Dazu gibt es zwei verschiedene Termini.


Immer, wenn ich darüber nachdenke oder reflektiere, entstehen neue Impulse und Inspirationen.
Genau das wird auch durch das Motiv "Vanitas" ausgedrückt.
Nichts bleibt und alles steht im Wandel. Auch das Leben vergeht und macht Platz für etwas Neues.
 
Genau das wird auch durch das Motiv "Vanitas" ausgedrückt.
Nichts bleibt und alles steht im Wandel. Auch das Leben vergeht und macht Platz für etwas Neues.
Na ja, ich meine eigentlich eine noch tiefere Ebene. Alles ist vergänglich, und deshalb geht es hier eigentlich-um- KEINE! innere "Identifikation". Selbst meine Krankheit, meine Schmerzen und auch mein Sterben gehören nicht wirklich mir. Genau das ist diese Tod-losig-keit im Hier und Jetzt – so, wie sie nur ein Arahant verwirklichen kann.

Siehe hier :

"Was im Mahayana also über das Selbst gedacht wurde, ist durchaus auch aus einer abendländischen Perspektive verständlich. Die Vergänglichkeit aller Phänomene, aller Erfahrungen verleitet dazu, etwas Dauerhaftes zu suchen. Doch dieser Versuch muss immer wieder, schließlich endgültig und todsicher, scheitern. Unsere privaten Schrullen als ewiges Ich festhalten zu wollen, ist tatsächlich ein „närrischer Gedanke“. Wir können auch die Luft nicht festhalten. Aber wir können atmen. Die Sprache gibt einen Fingerzeig: „Atem“ und „Atman“ (= Selbst) haben dieselbe Wortwurzel. Das Selbst ist kein Sein und kein Nichts, sondern endloser Wandel: „Mein eigentliches Wesen ist die Zeit selbst, nicht ein Etwas in der Zeit.“ (Jikme Lingpa)"

Das Selbst ist kein Sein und kein Nichts, sondern endloser Wandel


Plus:

"Laut der Ariyapariyesanā-Sutta (MN 26; Anālayo 2013: 109f und 2017c: 8ff) war es neben den Erscheinungsformen des Leidens wie Alter und Krankheit insbesondere die Tatsache des Todes, die den zukünftigen Buddha motivierte, seine Suche nach dem Erwachen zu beginnen. Als er schließlich das Erwachen erreichte, verkündete er, dass er die Unsterblichkeit verwirklicht habe. Das bedeutete jedoch keine Form ewigen Lebens, denn sein Körper war weiterhin dem Tod unterworfen. Vielmehr litt er nicht länger unter der Angst vor dem Tod. Mit anderen Worten: Nach frühem buddhistischen Denken kann Freiheit vom Tod noch zu Lebzeiten verwirklicht werden."
 
Genau das wird auch durch das Motiv "Vanitas" ausgedrückt.
Zum Beispiel: Meine Depressionen sind resistent, und alle Ärzte haben mein Leben ruiniert.
Doch genau da liegt der Haken: Es gibt kein „mein“ Leben.


Und eben darin könnte die echte innere Transformation liegen – in dieser Verwirklichung, hier und jetzt, nicht irgendwo anders.
Danke für die Reaktion, @Knurzhart . LG.


"Der Buddha betont also, was alles nicht das Selbst ist. Kein Teil des Körpers, kein Teil des Geistes (Bewusstseins) – der fünf Aggregate (skhandas) – noch Erdelement, Feuerelement, Windelement oder Raumelement sind das Selbst. Nagarjuna in „Der Kostbaren Girlande“ (Ratnavali):


Ein Lebewesen ist nicht Erde, Wasser,
Feuer, Wind oder Raum,
Nicht Bewusstsein und nicht all das zusammen;
Welches Lebewesen gäbe es verschieden davon?
 
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Deswegen ist es echt verkehrt zu sagen,-- der Buddha habe nach der Vergiftung gelitten.
Zwar hatte er eine schwere Blutvergiftung, Durchfall und großen Durst – das war der Schmerz des Körpers.
Doch er identifizierte sich nicht damit.


Der Körper vergeht, aber damit habe ich nichts zu tun.


Daran zeigt sich, dass Sprache niemals ganz angemessen das innere Leben widerspiegeln kann.
 
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