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Türchen Nr. 18
In Hinblick auf die bevorstehenden Feiertage ein paar Übungen, die nach üppigen Essen eine Wohltat sein können. Insbesondere Pavanmuktasana - sie heißt nicht umsonst Wind-Relieving
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Yoga für einen gesunden Darm
Durch diese Übungen bringt ihr euren Darm wieder ins Gleichgewicht!www.sonnentor.com


Das ist wunderschön, liebe @SelbstSein. Danke!Das 20igste Türchen (1 Tag vor dem IV. Advent)
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Blume, Schnee und …
Was macht eine Blume, die Blühen möchte, aber nicht kann, weil – ihr etwas Wichtiges fehlt?
Sie entwurzelt sich und beginnt nach dem fehlenden Element zu suchen.
Hört sich vielleicht ver-rückt an, ist jedoch auch nicht viel verrückter, als die Birke, die damals Tapetenwechsel brauchte.
Wir wissen, wie das tragisch das Ende war. Von der Birke.
Die Blume wusste das auch.
Es war eine DER von der ganz besonderen Sorte, eine Blume, die es ganz selten gibt.
Es ist Die Schneeblume - und zum Blühen braucht sie - Schnee.
Dort, wo sie nun die letzten 100 Jahre gestanden und geblüht hatte – kam kein Schnee mehr.
Also - zog sie alle Wurzeln aus dem alten Boden und – wanderte los.
Aus dem Tal bergauf..
Am 1. Tag stemmte sie sich mit ihrem weitreichenden Wurzelgeflecht über alle spitzigen Steine, Hölzer, Unrat, Wiesen, durchwatete kleine Bergbäche, immer weiter nach oben.
Am 2. Tag ihres Wanderns spürte sie gegen Mittag eine ungewöhnliche Berührung an ihrem Blätterwerk und eine feine Stimme sagte: "wie ich sehe, hast du dich auf den Weg gemacht. Und ja, weiter oben hat es viel Schnee."
Die Schneeblume schaute, wer so mit ihr sprach.
Es war ein sehr grosser Yak mit dichtem, leicht gelocktem langen Fell - in regenbogenfarben.
Die Blume erschrak, sie wusste aus ihrem Blumengedächtnis, dass Yaks auch Schneeblumen essen, ein Zittern durchlief ihr Blätterwerk und die Wurzeln bohrten sich in den Lehmboden.
«Du brauchst vor mir keine Angst zu haben" sagte der Yak mit sanfter Stimme «ich möchte dir helfen''.
Die Schneeblume faltete rasch ihre Blätter zusammen, drehte ihre grösste Knospe zum Gesicht des grossen Yaks und sagte: "wie kann ich dir vertrauen? Womöglich wirst du mich gleich essen."
«Nein" erwiderte der Yak und schüttelte dabei seinen grossen behörnten Kopf, "ich will dir helfen…. deine Blüten sind immer so schön - sie haben mir seit Jahren mein schweres Gemüt erhellt, sie tun mir gut. Daher mag ich dich zum Schnee bringen, damit du blühen kannst - und ich mich an deinen schönen Blüten wieder erfreuen kann."
"Oh!" meinte die Blume und entfaltete erleichtert ihre filigrane Blätterpracht, «das freut mich!"
In diesem Moment trat die Sonne vor die Wolken, ein heller Strahl löste sich vom Himmel und schien auf Blume und Yak.
«Hm, was hältst du von der Idee, dass ich den Berg hinauf gehe und Schnee für dich hole - dann könntest du hier wurzeln und blühen und ich muss mit meinen steifen alten Beinen nicht mehr so weit nach unten ins Tal gehen."
Die Schneeblume wedelte nun aufgeregt mit ihren Blättern, soweit hatte sie noch gar nicht gedacht - da oben würde es Schnee haben ja, jedoch auch den ihr stets unangenehmen und blütenschädigenden starken Wind - und die mörderischen Dohlen erst, die extreme Kälte machte ihr nichts aus.
"Ich könnte den Schnee in meinem dichten, langen Fell mitbringen und um dich herum ausschütteln. Du bist nicht so gross, da brauche ich auch nicht oft den Berg hinauf, bis es dir zum Blühen reicht.»
Die Schneeblume überlegte kurz und sagte dann entschlossen: "Wir können es versuchen. Wenn es mit dem Schneeholen nicht gelingt, kann ich immer noch weiterziehen, so alt bin ich noch nicht, dass es Zeit ist für Ableger und die Endlichkeit des Schneiens."
"Gut" sagte der Yak erfreut, "ich gehe los. Ich wünsche dir Gutes Anwurzeln und bis bald!»
Die Schneeblume testete den Boden mit ihren Wurzeln und wanderte ein wenig hin und her, bis sie den für sich guten Platz gefunden hatte. Das Yak war längst ausser Sichtweite und Dämmerung machte sich breit, als die Schneeblume ihre Wurzeln an einer Stelle in den Boden eingraben und versenken konnte, die ihr gefiel und auch eine fantastische Sicht übers Meer ermöglichte, etwas, wie sie erst jetzt bemerkte, sie unten im Tal vermisst hatte.
Sie richtete sich ein und machte es sich bequem und als die Nacht hereinbrach, fing sie mit ihrem hellen Leuchten an.
Am nächsten Morgen kann der Yak langsam den Berg hinunter, fast doppelt so breit wie sonst, hatte er sich so viel Schnee in das Fell geladen.
Die Schneeblume winkte erfreut mit ihren weissen Blättern, der Yak stampfte schnaubend und schweren Ganges auf sie zu, schüttelte den vielen Schnee mit vorsichtigen Bewegungen um sie herumgehend aus dem Fell.
«Frischer Schnee!"-„Und so viel!" Die Schneeblume fächerte nun begeistert in der Luft mit allem, was sie an Geäst und Blättern hatte. „Vielen Dank!"
„Bitte, gern geschehen", sagte der nun wieder normal aussehende Yak, "ich gehe nun grasen und komme später zum Wiederkäuen wieder zu dir."
Als er sich umwandte, schien die Sonne in sein buntes Fell und liess die restlichen Eiskristalle darauf und darin in allen Regenbogenfarben aufleuchten – beim Gehen schillerte er wie ein Swarowski-Kristall.
Die Schneeblume liess ihre Wurzeln zum Schnee wachsen, begann m it dem Trinken. Je mehr Schnee sie aufnahm desto dicker wurde ihre grosse Hauptknospe.Nun konnte sie auch ihre Nebenkosten wachsen lassen.
Der vom Yak mitgebrachte Schnee schmolz allmählich, wurde weniger, während die Schneeblume immer kräftiger und schöner wurde.
Als das Yak in der Dämmerung gemächlich vom Grasen zurückkam und sich zum Wiederkäuen neben die Blume legte, waren die Knospen schon zum Platzen dick.
„Brauchst du nochmal Schnee?" fragte der Yak, „Danke, nein" sagte die Blume mit fester Stimme „Morgen ist es so weit".
"Dann ist es gut.» Der Yak gähnte ausführlich. "Gute Nacht"
Mit dem Beginn der klaren Nacht leuchtete die Schneeblume besonders hell, so hell, dass die ganze Umgebung davon fast taghell angeleuchtet wurde und die Regenbogenfarben vom Fell des daneben schlafenden Yaks gut zu erkennen waren.
Als die Sonne aufging, öffnete die Schneeblume die zum Bersten gefüllten Knospen und entfaltete langsam, Blättchen für Blättchen die prallen So-schön-Schneeblumen-Blüten.
Der Yak war vor noch der Morgendämmerung leise aufgestanden und zum Trinken gegangen, als er nun zurückkam und die Schneeblume in ihren vollen Blütenpracht im Licht des Sonnenaufgangs sah, schnaubt er hocherfreut und rief:" Du hast es geschafft!»
Ja, die Schneeblume hatte mit Hilfe der wichtigen Schneekristalle im Schnee die Knospen in wunderschöne Blüten verwandelt, ihre weissen Blätter geglättet und sie so filigran gemacht, dass jedes einem grazilen Schneekristall glich.
Das Yak stand und schaute lange die Blüten an, roch an ihnen, eines nach dem anderen, atmete beglückt den süssen Duft ein und ein warmes Gefühl breitete sich in seinem Leib aus.
Die helle Schönheit der Schneeblume tat ihm so gut. In tiefem Frieden nahm er einen langen, tiefen Atemzug, senkte den Kopf und fing an zu Grasen.
Die Schneeblume wiederum erfreute sich an der Freude des Yaks, reckte sich und drehte jede ihrer Blüten ins goldene Sonnenlicht, bewegte langsam ihr weiss schimmernden Schneekristallblätter im warmen Morgenlicht.
Ja. Für die nächsten Monate oder Jahre? – war dies ein guter Platz.
Bei Anbruch der Nacht kam es zu einer denkwürdigen Begegnung, als ein von 9 schnell galoppierenden Rentieren gezogener, grosser roter Schlitten dicht am Platz der hell leuchtenden Schneeblume und dem schlafenden Yak vorbei glitt, dann plötzlich und knirschend anhielt, ein gut beleibter Mensch in roter Kleidung und pelzbesetzter Mütze aus dem Schlitten sprang und rief: »hier bist du also – ich hatte lange nach dir gesucht, Schneeblume!»
Nun war auch der Yak erwacht und sprang auf. «Ah», sagte der Mensch mit dem weissen Bart und wandte sein freundliches Gesicht dem Yak zu, «du bist ja auch hier.» Und lächelte.
Der Regenbogen-Yak schnaubt erfreut, er hatte diese Gestalt lange nicht mehr gesehen.
Der Mann wandte sich um: «Liebe Schneeblume, ich bitte dich auch in diesem Jahr um das besondere Geschenk einer deiner einmaligen und wunderschönen Blüten – wie du weisst, es wird ein Geschenk für einen ganz besonderen Mensch.»
Die Schneeblume war überrascht, sie hatte nicht gewusst, dass sie und ihre Blüten so wichtig waren, dass sogar der Santa Claus persönlich nach ihr gesucht hatte.
«Sehr gern, bitte suche dir eine Blüte aus.» sagte sie und drehte alle Blüten zu ihm.
Er traf seine Wahl, die Schneeblume trennte sich von der Blüte, die er sehr vorsichtig und mit warmer Stimme in Empfang nahm. «Ich Danke Dir.»
Er betete die grosse Blüte sorgfältig in seine Armbeuge, strich mit der anderen Hand dem Yak liebevoll über die Nüstern und stieg dann wieder in den grossen Schlitten.
«Auf Wiedersehen» rief er, winkte den Beiden zu, dann schnalzte er laut mit der Zunge, «Auf geht’s Rudolf!»,
und als sich der Schlitten in Bewegung setzte, kam ein «Hohoho» und im schnellen Hochziehen war noch zu hören:
"Frohe Weihnachten Euch allen!"
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Danke Dir