Caitlinn schrieb:
Hi Karuna,
Rainer Maria Rilke gehört auch zu meinen Lieblings-"Esoterikern"......
Ich widerspreche Dir mal: WIR SIND VOLLKOMMEN! warum fällt uns das so schwer, anzunehmen? Wir sehen uns doch auch als menschliche Persönlichkeit - das ist allen (fast..) klar. Wir sind AUCH ein Aspekt des Göttlichen (der Quelle des Lebens, der einen Wirklichkeit - wie immer man es bezeichnen möchte..). Warum fällt es uns so schwer, das als klar anzunehmen? Ist es doch dieser Aspekt, der uns "antreibt", hinter die Äusserlichkeiten zu schauen.
Klingt es masochistisch, wenn ich sage, in meinem äußeren Ausdruck ist mir die Verletzlichkeit genauso willkommen wie die Freude? Es ist dies nur ein Aspekt des großen Spektrums an Ausdrucksmöglichkeiten und bringt mich genauso einen Schritt zu mir......
Namo drückt es hier im Forum immer wieder so prägnant aus: Wahrheit kann nur erkannt werden, es gilt Wahres von Falschem zu trennen (wobei ich unter "Falschem" hauptsächlich unsere angelernten Konditionierungen versteh..). Es hat mir ungemein viele neue Einsichten gebracht, mich Zug um Zug zu lösen von meinen Begrenzungen...
O ja, ich falle noch des öfteren heraus aus meiner "Einheit", aber besinne ich mich darauf, läuft das Leben auch im Außen paradiesisch, weil ich agiere, nicht mehr nur re-agiere und im Anderen auch diese Vollkommenheit schaue.
LG Caitlinn
Liebe Caitlinn,
auch hier kann ich dir ganz genau folgen
auch ich finde es hat nichts mit Masochismus zu tun
wenn man eben alles bejaht das Starke und auch das
Schwache...
"Was euch wie das Schwächste und das
Verwirrteste in euch erscheint, ist in
Wahrheit das Stärkste und das Entschlossenste.
War es nicht euer Atem, der das Gerüst euerer
Knochen errichtete und hart werden lieβ?
Und war es nicht ein Traum, den keiner von euch
Sich erinnert, je geträumt zu haben, der eure Stadt
Erbaute und alles schuf, was in ihr ist?
sagt Khalil Gibran...
Es ist wie bei einem Bild
welches ein Künstler malt...
das Bild existiert bereits
in einer bestimmten Sphäre
und der Künstler holt es
zaubert es auf die Leinwand...
und so ist das auch mit uns
wir sind bereits... wir sind
das Ich-Bin
aber wir müssen es holen
es ausfüllen... diesen unsichtbaren
Raum in uns selbst
Als ich vor einigen Monaten
meine buddhistische Shamatha Meditation
praktizierte, da sah ich eine ganze Zeit
dorthin... zu diesem Ich-Bin
Ich schaute auf die Vergänglichkeit
und auf diesen Buddha der so glücklich
ist vor lauter Liebe, ja nur Liebe ist und sonst
gar nichts mehr und der mich anlachte
und das war ich... ich wusste es... weiss es
Du sagtest "wir könnten eigentlich jeden Menschen lieben"
So weit bin ich noch nicht, ich liebe die Menschen schon
ziemlich intensiv, aber meine Liebe schenke ich dann
doch jemand ganz speziellem... und das ist die Seele
die mir sehr sehr nah ist
Karuna
