Die Unterscheidung zwischen "an" und "mit" Covid19 gestorben ist weitaus vielschichtiger als diese beiden sprachlichen Möglichkeiten erahnen lassen.
Die Formulierung "mit Covid19 gestorben", die von Maßnahmen-Kritikern und Covid-Verharmlosern gerne verwendet wird, ist nur dann angebracht, wenn abusehen war, dass der betroffene Mensch ohnehin in Kürze gestirben wäre, oder wenn erkennbar ist, dass Covid19 nicht zur Todesursache beigetragen hat.
Wenn z.B. ein positiv Getesteter mit nur schwachen Symptomen zuhause von einer Leiter fällt und sich das Genick dabei bricht. Oder, wenn der Betroffene Mensch Krebs im Endstadium hatte.
Solche Fälle gab es. Aber, da viele Betroffene und Verstorbene zum Zeitpunkt der Infektion noch mitten im Leben standen und z.B. eine Vorerkrankung, wenn denn eine da war, sie nicht dran gehindert hat ihren Beruf auszuüben, kann man abschätzen, dass die Menschen, die nur "mit" Covid19 gestorben sind, eher eine Ausnahme darstellen.
Auch mit den Zahlen, die
@Darkhorizon gestern Abend mal gepostet hat, kann man schon einigermaßen Abschätzen, wieviele Menschen nur "mit" Covid19 gestorben wären. Mit den von ihm geposteten Sterberaten und Infektionszshlen komme ich auf etwas mehr als 1.000, was doch deutlich weniger ist als die verzeichneten knapp 30.000 Covid-Toten in Deutschland.
Es ist auch falsch, dass keinerlei Autopsien durchgeführt würden. Und so gibt es diverse Hochrechnungen von Pathologen, die den Anteil von "mit" Covid19 Verstorbenen auf 12% angeben (Quelle müsste ich wieder etwas tiefer suchen). Das ist zwar ein größeret Anteil als in meiner Schätz-Rechnung, aber immernoch bei weitem nicht die Mehrheit, wie viele Covid-Verharmloser gerne tönen.
Doch. Ausgangssperren und Quarabtänemaßnahmen gab es schon früher. Aber sie sind so selten, dass wir hier sie nicht alle miterlebt haben.
Und unter einem "massiven Eingriff" in die Grund- und Freihritstechte verstehe ich mehr als eine Maskenpflicht oder Regelungen darüber, welche Menschen sich persönlich treffen dürfen oder, dass Demoy verboten werden, wenn abzusehen ist, dass sich did Teilnehmer nicht an Auflagen halten werden, weil sie es auf erlaubten Demis schon nicht taten etc.
Naja, man kann, wie ychon mehrfach gezeigt, gut abychätzen, wie viele Todesfälle es innerhalb nur kurzer Zeit gäbe, wenn man das Virus sich ungehindert ausbreiten ließe. Da kommt man mit optimistischen Zahlen über fie Mortalität auf knapp 200.000 Menschen in Deutschland. Das wäre eine Übersterblichkeit, die nur noch extreme Realitätsverweigerer leugnen könnten. Und der Schaden für die Wirtschaft wäre in diesem Fall auch nicht kleiner als das, was wir gerade beobachten.
Nö. Die Wahl ist da leicht. Lieber würde ich erkennen mich geirrt zu haben, als dass ohne Irrtum viele Menychen sterben. Außerdem bin ich auch für die Maßnahmen, um so zu verhindern, dass noch weitaus mehr Menschen umkommen.
Wid sähe es umgekehrt aus? Angenommen die Querdenker würden bekommen, was sie wollen: Alle Maßnahmen würden eingestellt. Und weiter angenommen es würde dann das passieren, was ich erwarte (und mehrfach vorgerechnet habe): Binnen kurzer Zeit sterben mehr als 200.000 Menschen in Deutschland. Wie sähe die Reue o.ä. der Querdenker aus? Dass ich sagen könnte: "Ich habs Euch ja gesagt." wäre nur ein schwacher Trost.
Und, was die verbalen Ausfälle angeht: Hier im Forum wurde u.s. schon rumgetönt, man könne am Gesicht von Herrn Drosten erkennen, dass er nicht vertrauenseürdig wäre. Uny fieser Prototyp der unsachlichen Pseudo-Argumentation wurde als "spirituell" geadelt.