Bundespräsidentenwahl 2016 Österreich

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Wäre es zu viel vom Bürger verlangt, einen Klebestreifen über den Verschluss anzubringen und dann mit dem Kuli darüber zu kritzeln. Früher hat ein Siegel auch gereicht. :rolleyes: Alles war nicht schlecht am Mittelalter.

Man könnte allerdings auch fragen: Wäre es zu viel von einer staatlichen Behörde verlangt, für verschlußfertige Kuverts zu sorgen?

Der Bürger ist nicht dazu da, solche Peinlichkeiten in Eigenregie zu beheben. Sonst könnte man ja auch gleich fragen, falls morgens die Karre aufgrund eines Fabrikationsfehlers nicht anspringt: "Wäre es zu viel vom Bürger verlangt, mal zwei Nachbarn zu bitten, die Karre anzuschieben?"
 
"Selber zukleben ist keine gute Idee
Eine fehlerhafte Wahlkarte selber zudrücken oder zukleben sei keine gute Idee, erklärte Franz Schefbaumer von der Wahlbehörde in der Stadt Salzburg. Wenn der Kleber nicht hält, dann soll man bei der Gemeinde um eine neue Wahlkarte ansuchen, meinte Schefbaumer. Denn allein schon die Möglichkeit, dass an der Wahlkarte manipuliert worden sei - etwa durch eigenständiges Nachkleben - mache die abgegebene Stimme ungültig."

http://salzburg.orf.at/news/stories/2795550/
 
"Selber zukleben ist keine gute Idee
Eine fehlerhafte Wahlkarte selber zudrücken oder zukleben sei keine gute Idee, erklärte Franz Schefbaumer von der Wahlbehörde in der Stadt Salzburg. Wenn der Kleber nicht hält, dann soll man bei der Gemeinde um eine neue Wahlkarte ansuchen, meinte Schefbaumer. Denn allein schon die Möglichkeit, dass an der Wahlkarte manipuliert worden sei - etwa durch eigenständiges Nachkleben - mache die abgegebene Stimme ungültig."

http://salzburg.orf.at/news/stories/2795550/

jup dat uhugate.
ob jetzt die wahl wieder verschoben wird?
 
Möglich ist ja auch, daß die BuPrä-Wahl nie fertig wird.

Aber nun gut, wir hier in Deutschland haben kein Recht, darüber Witze zu machen. Denn bei uns gibts ja auch so einiges, das nie fertig wird. :D
 
Mir kommt da gerade eine Idee. Was, wenn all diese Projekte gar nicht fertig werden sollen? Was wenn diese Projekte, sowohl die BuPrä-Wahl in Österreich, als auch der Flughafen BER in Deutschland, gar nicht das sind, was sie scheinen? Was, wenn es sich um moderne Kunst handelt?

Die Künstler greifen mit ihren Performances das Herzstück unserer Gesellschaft an: den Pefektionismuswahn der modernen Welt, wo nur das zählt, was möglichst reibungslos funktioniert, was unmittelbar verwertbar und nützlich ist. Dem setzen die Designer der BuPrä-Wahl und des Flughafens BER eine Ästhetik des Scheiterns, des Versagens, des Nichtgelingens entgegen.

Es handelt sich also nicht um irgendwelche alltagspraktischen Projekte, sondern um eine Kritik der instrumentellen Vernunft mit künstlerischen Mitteln.

Daher ist es völlig unangemessen, diese Kunstwerke mit lächerlichen Fragen anzugehen wie etwa: "Was nützt ein Flughafen, wenn dort keiner fliegt" oder: "Was nützt eine BuPrä-Wahl, wenn sie so unzulänglich organisiert ist, daß sie ewig wiederholt werden muß".

Das wäre ebenso albern, als wenn man an Joseph Beuys´berühmte Honigpumpe die Frage anlegen würde: "Wem nützt diese Pumpe?"
 
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Was wenn diese Projekte, sowohl die BuPrä-Wahl in Österreich, als auch der Flughafen BER in Deutschland, gar nicht das sind, was sie scheinen? Was, wenn es sich um moderne Kunst handelt?
Was - wenn die Phantasie mit einem durchgeht....
Was - wenn alles dieses Halbvollendete auf stümperhaftes, dilenttantisches Politikversagen hindeutet?
Was - wenn Politiker jeglichen Realitätssinn und Volksnähe vermissen lassen?
Glaub mir, dies Langzeitprojekte, die dazu einen Haufen Steuergeld kosten, sind genau das, was sie scheinen - eine Politik mit Kontrollverlust.
 

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