Die "entsprechende" Aufklärung kann auch sehr einseitig ausfallen - und gerade Kinder wissen noch nicht, welche Auswirkungen so ein Eingriff auch auf ihre spätere Sexualität haben kann. Denn die meisten Kinder werden wohl noch keine sexuellen Erfahrungen haben.
deshalb habe ich ja auch von aufklärung ohne jeglichem druck gesprochen.
ohne
jegliche indikation bin ich sowieso schwerstens dagegen, dass an kindern rumgeschnipselt wird.
allerdings, unter ortodoxen juden würde ich schon das kind befragen.
es geht ja auch um das
dazugehörigkeitsgefühl.
wenn unter lauter beschnittenen einer unbeschnitten ist, dann kann das auch traumatisierend sein.
Wenn ich Dich vorhin richtig verstanden hatte, gab es bei Dir eine medizinische Indikation?
nein.
die korrektur einer schamlippenvergrößerung ist eine kosmetische operation.
es gibt kulturen in denen eine solche vergrößerung ein ideal darstellt -
hab' ich jedenfalls irgendwann mal gelesen - müsste erneut googeln.
aber - ich wollte sein wie die anderen in meinem kulturkreis, und somit bin ich froh, dass die operation frühzeitig erfolgt ist.
soweit ich weiß wäre die operation vor vollendung der volljährigkeit derzeit in österreich verboten.
deshalb spreche ich sowohl aufklärung, als auch einbindung in die entscheidungsfindung an.
ich denke, dass der schaden, der daraus entstanden wäre, dass ich mich als stigmatisiert erkannt hätte, schlimmer gewesen wäre, als selbst die grausamen vorgehensweisen rund um die operation.