Bericht über meine tapfere Feldwespe

Aber in dieser Woche hatte sie auch nur einmal etwas Marmelade und Honig genascht, ansonsten nichts!

Und als wir zurückkamen, war sie abends auf einmal richtig schwach, von einem Tag auf den anderen, sie konnte sich kaum an meiner Hand festhalten, an der Kleidung ging es einigermaßen.

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Und danach blieb sie längere Zeit mit der Blüte in meiner Hand sitzen.

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Das war der 8. September. Danach nahm sie gar nichts mehr zu sich und saß still in der Kiste, so dass ich eigentlich ständig damit rechnete, sie leblos aufzufinden.

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Doch sie war trotz allem wirklich zäh!

Ich musste dann am 20. September ins Krankenhaus, diesen blöden Eingriff am Herzen, da nahm ich sie natürlich nicht mit. Am 21. hatte ich den Eingriff und abends sagte mir mein Mann, dass Wespi am heutigen Tag gestorben sei, er wollte ihr etwas Futter reinlegen und sah sie in der Kiste liegen.:(

Schon komisch, sie kam an einem OP-Tag zu mir und ist an einem OP-Tag gegangen…


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Hier wollte ich sie erst begraben, doch ein Insektenkenner wollte sie für mich untersuchen, ob sie nun eine Arbeiterin oder eine Königin gewesen sei, so habe ich sie wieder aus ihrem Grab genommen.

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Und so gesichert in einem kleinen Gefäß habe ich sie an diesen Menschen geschickt!

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Und sie war tatsächlich eine Königin!🥰


Hier hatte ich Wespi auf meiner Hand schlafen lassen, als sie schon so geschwächt war, zwei Wochen, bevor sie starb.

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Da bin ich mir ganz sicher - und die Lebensdauer einer Wespe sind nun Mal nicht besonders groß.

Ja, bei Arbeiterinnen sind es drei bis vier Wochen, bei Königinnen, was meine Feldwespe ja war, dauert es ein Jahr. Deswegen hatte ich sie so lange bei mir, von Juni bis zum Herbstbeginn. Sie muss wohl zu der Zeit, als sie sich gerade ihr Nest baute und ihre Brut groß zog, am Flügel verletzt worden sein, durch den Angriff eines anderen Raubtiers, z.B. Hornisse und irrte dann wochenlang durch meinen Garten. Zu ihrem Nest konnte sie ja nicht mehr. Und so wurde mein Zuhause ihr Nest, in dem sie geschützt leben konnte, nur halt leider ohne Nachwuchs.
 
Ja, bei Arbeiterinnen sind es drei bis vier Wochen, bei Königinnen, was meine Feldwespe ja war, dauert es ein Jahr. Deswegen hatte ich sie so lange bei mir, von Juni bis zum Herbstbeginn. Sie muss wohl zu der Zeit, als sie sich gerade ihr Nest baute und ihre Brut groß zog, am Flügel verletzt worden sein, durch den Angriff eines anderen Raubtiers, z.B. Hornisse und irrte dann wochenlang durch meinen Garten. Zu ihrem Nest konnte sie ja nicht mehr. Und so wurde mein Zuhause ihr Nest, in dem sie geschützt leben konnte, nur halt leider ohne Nachwuchs.
Ohne dich wäre sie wahrscheinlich ziemlich rasch tod gewesen!? Mit dem verletzten Flügel!
 
Ohne dich wäre sie wahrscheinlich ziemlich rasch tod gewesen!? Mit dem verletzten Flügel!


Erstaunlicherweise lebte sie vier Wochen im Garten mit dem verletzten Flügel. Ich traf sie Mitte Juni zum ersten Mal auf der Terrasse, gab ihr etwas Obstmus zur Stärkung und setzte sie dann ins Beet. Ein paar Tage später lief sie wieder über die Terrasse, als wir gerade frühstückten und ich fütterte sie mit Marmelade. Dann setzte ich sie wieder ins Beet, da war auch eine kleine Wassertränke, an die auch Wespen gerne gingen. Am Tag drauf sah ich sie nochmal und dann wurde das Wetter richtig mies, fast drei Wochen lang Regen und Kühle. In der Zeit fiel mir erst ein, dass ich ihr einen Schutz hätte bieten können und ärgerte mich, dass es mir nicht früher eingefallen war. Und so dachte ich auch, als das Wetter wieder besser wurde, dass sie bestimmt nicht mehr leben würde. Doch sie wartete schon auf mich auf der Terrasse, was mich sehr überraschte und sagte mir, wer so lange mit kaputtem Flügel überlebt hat, verdient jetzt sofort einen Schutz. Und ab da wohnte sie bei mir im Haus in der Box. 🥰
 
Erstaunlicherweise lebte sie vier Wochen im Garten mit dem verletzten Flügel. Ich traf sie Mitte Juni zum ersten Mal auf der Terrasse, gab ihr etwas Obstmus zur Stärkung und setzte sie dann ins Beet. Ein paar Tage später lief sie wieder über die Terrasse, als wir gerade frühstückten und ich fütterte sie mit Marmelade. Dann setzte ich sie wieder ins Beet, da war auch eine kleine Wassertränke, an die auch Wespen gerne gingen. Am Tag drauf sah ich sie nochmal und dann wurde das Wetter richtig mies, fast drei Wochen lang Regen und Kühle. In der Zeit fiel mir erst ein, dass ich ihr einen Schutz hätte bieten können und ärgerte mich, dass es mir nicht früher eingefallen war. Und so dachte ich auch, als das Wetter wieder besser wurde, dass sie bestimmt nicht mehr leben würde. Doch sie wartete schon auf mich auf der Terrasse, was mich sehr überraschte und sagte mir, wer so lange mit kaputtem Flügel überlebt hat, verdient jetzt sofort einen Schutz. Und ab da wohnte sie bei mir im Haus in der Box. 🥰
So mit Tiere retten und aufpäppeln habe ich keinerlei Erfahrung - ich bin da eher nur als Beobachterin unterwegs.
Ich bin eher in der Botanik eine Anlaufstelle für halbtote und/oder abgeschobene Pflanzen aller Art.
Hab auch schon jede Menge Bäume und Sträucher gesetzt - und gut weiter gebracht.
Auf jedem Fall halte ich die Hege und Pflege von Lebewesen aller Art für sehr erfüllend.
 
So mit Tiere retten und aufpäppeln habe ich keinerlei Erfahrung - ich bin da eher nur als Beobachterin unterwegs.
Ich bin eher in der Botanik eine Anlaufstelle für halbtote und/oder abgeschobene Pflanzen aller Art.
Hab auch schon jede Menge Bäume und Sträucher gesetzt - und gut weiter gebracht.
Auf jedem Fall halte ich die Hege und Pflege von Lebewesen aller Art für sehr erfüllend.


Ja, da gebe ich Dir recht. Es ist völlig egal, um welche Lebewesen man sich kümmert oder zu welcher Art man eine intensive oder innige Beziehung aufbauen kann. Und inzwischen weiß man ja auch, dass auch Pflanzen keine dumpfen Wesen sind, sondern miteinander kommunizieren und Informationen austauschen. Und dass sie auch zu Emotionen fähig sind. Herr Peter Wohlleben hat nicht nur zu den Empfindungen von Tieren einiges geschrieben, sondern auch zu Pflanzen. Und er hat z.B. erzählt, dass bei Bäumen sowas wie Gier vorkommen kann, dass manche Bäume unbedingt bis zum Winter noch gierig nach Zucker sind und deshalb den Zeitpunkt verpassen, die Blätter abzuwerfen und dadurch im Winter Probleme bekommen. Es gibt also auch bei Pflanzen unterschiedliche Charaktere.

Hier der Beitrag von Herrn Wohlleben, bei Instagram, ich hoffe, dass Du Dir das anschauen kannst.:)

 
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Ja, da gebe ich Dir recht. Es ist völlig egal, um welche Lebewesen man sich kümmert oder zu welcher Art man eine intensive oder innige Beziehung aufbauen kann. Und inzwischen weiß man ja auch, dass auch Pflanzen keine dumpfen Wesen sind, sondern miteinander kommunizieren und Informationen austauschen. Und dass sie auch zu Emotionen fähig sind. Herr Peter Wohlleben hat nicht nur zu den Empfindungen von Tieren einiges geschrieben, sondern auch zu Pflanzen. Und er hat z.B. erzählt, dass bei Bäumen sowas wie Gier vorkommen kann, dass manche Bäume unbedingt bis zum Winter noch gierig nach Zucker sind und deshalb den Zeitpunkt verpassen, die Blätter abzuwerfen und dadurch im Winter Probleme bekommen. Es gibt also auch bei Pflanzen unterschiedliche Charaktere.

Hier der Beitrag von Herrn Wohlleben, bei Instagram, ich hoffe, dass Du Dir das anschauen kannst.:)

Cool - danke!🙂
Tolles Video!
 
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