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Welches philosophische Weltbild beschreibt unsere Realität am besten?

Dieses Thema im Forum "Wissenschaft und Spiritualität" wurde erstellt von PsiSnake, 27. Juli 2012.

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Welches philosophische Weltbild beschreibt unsere Realität am besten?

  1. Materialismus (es existiert letztlich nur Materie)

    10,5%
  2. Dualismus (es existiert Materie und Geist)

    57,9%
  3. Idealismus (es existiert letztlich nur Geist)

    31,6%
  1. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Es existieren 3 Hauptansichten dazu wie unsere Wirklichkeit letztlich aufgebaut ist:

    1. Materialismus/Naturalismus/Physikalismus

    http://de.wikipedia.org/wiki/Materialismus
    http://en.wikipedia.org/wiki/Materialism
    http://www.textlog.de/4409.html

    Es existiert nur Materie und physikalische Energie. Auch das Bewusstsein und/oder sie Seele lassen sich vollständig auf Materie und materielle Prozesse zurückführen. Manche glauben sogar, dass es in Wirklichkeit gar keine mentalen Zustände gibt.

    2. Dualismus

    http://de.wikipedia.org/wiki/Dualismus_(Ontologie)
    http://en.wikipedia.org/wiki/Dualism_(philosophy_of_mind)
    http://www.textlog.de/1265.html

    Es existieren sowohl Materie als auch Geist (Seele) als zwei unabhängige Entitäten, die in der Regel miteinander interagieren können. Es gibt allerdings auch Ansichten nach denen Gott von Anfang an festgelegt hat, wie sich sowohl die materielle als auch die physikalische Welt entwickelt. Eine Interaktion findet dann nicht statt. Dem Epiphänomenalismus zufolge lösen physikalische Prozesse zwar mentale Zustände aus. Umgekehrt ist das aber nicht so.

    3. Idealismus

    http://de.wikipedia.org/wiki/Idealismus
    http://en.wikipedia.org/wiki/Idealism
    http://www.textlog.de/3992.html

    Es existiert nur Geist (oder verschiedene Geister/Seelen) und Ideen. Materie ist wenigstens letztlich durch den Geist manifestiert oder vorgestellt, und kann nicht ohne ihn existieren. Zum Beispiel könnte man das Universum dann als eine Art Traum dieses Geistes ansehen. Im speziellen Extremfall wird aber auch ein Solipsismus angenommen nach dem es nichts anderes als das Individuum und dessen Wahrnehmungen gibt.

    LG PsiSnake
     
  2. Ireland

    Ireland Sehr aktives Mitglied

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    Konstruktivismus!!!! :)
     
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  3. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Saarland
    Zitat:Konstruktivismus!!!!

    Konstruktivismus ist eventuell dem Idealismus nahe (ähnlich wie der Skeptizismus), aber das muss nicht unbedingt so sein. Konstruktivismus ist nicht wirklich eine Ontologie (Seins-Lehre). Musst dich selbst entscheiden.
     
  4. DUCKFACE

    DUCKFACE Guest

    Ich bin (radikale) Konstruktivistin. Der radikale Konstruktivismus schließt meines Erachtens einen Substanzdualismus nicht aus.

    Meine Intuition suggeriert zumindest mir, dass es sich bei Materie und Bewusstsein um zwei differente ontologische Entitäten handelt. Für den Dualismus spricht zudem, dass sich das Bewusstsein wesensmäßig nicht materialistisch erfassen lässt. Etwas dem Naturalismus Innewohnendes muss jedoch mit physikalischen Messinstrumenten interagieren können. Es müsste demnach prinzipiell beobachtbar oder messbar sein. Bisher kennt man keine neuronalen Korrelate bewusster Intentionen und Reflexionen.

    Diesen interessanten Thread konnte ich einfach nicht unkommentiert lassen. Gute Nacht.^^
     
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  5. Ireland

    Ireland Sehr aktives Mitglied

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    Ich meinte auch den radikalen Konstruktivismus ... :).
    :)

    Interessanter Fred, Psi!

    Meiner Erfahrung - in diesem Forum - nach wurde der radikale Konstruktivismus ggfs. komplett falsch verstanden ... .
     
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  6. Ireland

    Ireland Sehr aktives Mitglied

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    Da alles "nur" Konstrukte sind gibt es diesbzgl. keine Entscheidung. :)
     
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  7. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Saarland
    Zitat: Da alles "nur" Konstrukte sind gibt es diesbzgl. keine Entscheidung.

    Wenn alles NUR Konstrukte sind, dann wäre der Idealismus wahr ;)
     
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  8. DUCKFACE

    DUCKFACE Guest

    Ich kann nicht schlafen... dank Deiner Aussagen... Meines Erachtens differenzierst Du nicht ausreichend. Nur, weil die Wahrnehmung eines Subjektes von dessen Hirn konstruiert wird - im Falle des Menschen zum Beispiel -, schließt das doch nicht die reale Existenz einer Objektivität aus!

    Radikaler Konstruktivismus beinhaltet für mich Folgendes: Das Gehirn eines Wesens konstruiert anhand der Signale, die ihm über die sensoriellen Organe zugetragen werden, eine Repräsentation, ein Abbild der realen Umwelt. Dieses Abbild stimmt jedoch nicht mit der tatsächlichen Wirklichkeit überein bzw. wir können das nicht überprüfen, weil wir immer nur die Konstruktionen unseres Hirns wahrnehmen können. Jedoch halte ich es persönlich für erwiesen, dass unsere Wahrnehmung nicht mit der objektiven Realität kongruiert, da es viele Elemente des Realen gibt, die wir nachweislich nicht mit Hilfe unserer Sinnesorgane registrieren können (Ultraschallwellen, Radioaktivität, Magnetismus, Gravitationsfelder usw.).

    Die mit den Sinnesorganen interagierenden, externen Reize sind etwas Reales. Nur das zu einer zusammenhängenden Einheit fusionierte Bild davon ist schlussendlich konstruiert. So können wir niemals über das hinaussehen, was uns das Hirn zu erkennen erlaubt. Wir können uns nicht einmal sicher sein, dass unser Gehirn in der Realität so aussieht, wie es auszusehen scheint!
     
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  9. Ireland

    Ireland Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Ruhrgebiet
    Naja ... ;)

    nach Wiki:

    Im Subjektiven Idealismus beruht die Realität auf unseren Ideen und unserer Vorstellungskraft (George Berkeley). Die transzendentalen Erkenntnisformen ordnen a priori unser Erkennen (Kant), und ohne sie ist objektive Erkenntnis nicht möglich. Kant hat es jedoch abgelehnt, als Vertreter des Idealismus verstanden zu werden, da er selbst das Sein voraussetzte. Der Subjektive Idealismus wird gelegentlich für einen Vorläufer des philosophischen Konstruktivismus' gehalten.


    und hier:
    aus: http://www.philosophicum.de/lh/komm7.htm

    Ist Konstruktivismus idealistisch?

    Eine andere[1] konstruktivistische Erkenntnistheorie beruht auf der biologischen Theorie der Autopoiesis (Maturana 1982, zusammenfassend siehe auch Schlemm 1997/1998), in der für Organismen folgende Merkmale betont werden:

    Die eigenen Zustände werden nur intern gesteuert (Selbstreferentialität),
    Es werden nur organismusinnere Zustandsänderungen wahrgenommen, Reize von außen können nur Selbstveränderungen initiieren, die dann wahrgenommen werden (operative Geschlossenheit)[2] und
    Der Organismus wählt seine Außenkontakte selbst aus (strukturelle Kopplung und Strukturdeterminismus[3]).

    Diese Ansicht könnte bis hin zum idealistischen Solipsismus ausgeweitet werden: Demnach leben wir vielleicht nur als "Gehirne im Tank" (McDowell 2001: 40) und konstruieren uns unsere Außenwelt durch Gehirnaktivitäten in beliebiger Weise selbst.
    Wikipedia formuliert:
    "Strenggenommen ist es sogar zweifelhaft, ob es denn in der Welt 'da draußen' etwas gibt, das sich von allem anderen, was da draußen ist, in irgendeiner Form so abhebt, dass wir es wahrnehmen können, z.B. einen Apfel mit roten Bäckchen, einem lieblichen Duft und einem leckeren Geschmack."
    Viele Konstruktivisten machen aber selbst darauf aufmerksam, dass sich die "wirkliche Welt" spätestens dort zeigt, wo unsere Konstruktionen scheitern (v. Glasersfeld).
    "Obwohl meine gesamte Welt eine Konstruktion ist, kann ich immer noch eine nützliche Unterscheidung zwischen Illusion und Wirklichkeit treffen." (v. Glasersfeld 1991/1999, S. 56)
    Um extreme Verabsolutierungen zu vermeiden, sollte darauf geachtet werden, dass konstruktivistische Sichtweisen nicht unbedingt in Solispismus ausarten müssen und der behauptete Bezug zur Welt kein naiver Realismus sein muss (siehe diese Situation im Wertequadrat).
     
  10. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Zitat:Ich kann nicht schlafen... dank Deiner Aussagen... Meines Erachtens differenzierst Du nicht ausreichend. Nur, weil die Wahrnehmung eines Subjektes von dessen Hirn konstruiert wird - im Falle des Menschen zum Beispiel -, schließt das doch nicht die reale Existenz einer Objektivität aus!



    Nein, ist aber nur ein willkürliches Postulat was nicht gegengeprüft werden kann, wenn man doch nur Wahrnehmungen miteinander vergleichen kann, die doch der Theorie zufolge allesamt konstruiert sind.

    Zitat:Radikaler Konstruktivismus beinhaltet für mich Folgendes: Das Gehirn eines Wesens konstruiert anhand der Signale, die ihm über die sensoriellen Organe zugetragen werden, eine Repräsentation, ein Abbild der realen Umwelt. Dieses Abbild stimmt jedoch nicht mit der tatsächlichen Wirklichkeit überein bzw. wir können das nicht überprüfen, weil wir immer nur die Konstruktionen unseres Hirns wahrnehmen können. Jedoch halte ich es persönlich für erwiesen, dass unsere Wahrnehmung nicht mit der objektiven Realität kongruiert, da es viele Elemente des Realen gibt, die wir nachweislich nicht mit Hilfe unserer Sinnesorgane registrieren können (Ultraschallwellen, Radioaktivität, Magnetismus, Gravitationsfelder usw.).


    Gehirn und Sinnesorgane (sofern wir von ihnen wissen) sind auch nur konstruiert. Du kommst da gar nicht weiter. Dass was wir nur indirekt (Radioaktivität usw.) wahrnehmen können müssen wir aber auch irgendwie wahrnehmen und konstruieren. Das bedeutet nicht, das wir jetzt notwendig wissen wie die Welt aussieht, wenn wir uns technischer Hilfsmittel bedienen. Und die QM lässt eine idealistische Weltsicht sogar wahrscheinlicher werden.

    Zitat: Die mit den Sinnesorganen interagierenden, externen Reize sind etwas Reales. Nur das zu einer zusammenhängenden Einheit fusionierte Bild davon ist schlussendlich konstruiert. So können wir niemals über das hinaussehen, was uns das Hirn zu erkennen erlaubt. Wir können uns nicht einmal sicher sein, dass unser Gehirn in der Realität so aussieht, wie es auszusehen scheint!

    Du kannst nicht wissen, ob überhaupt etwas hineinkommt, weil du eben nicht weisst, was das Gehirn und seine Sinnesorgane eigentlich unabhängig von der konstruierten Realität in Wirklichkeit sind. Ob du wirklich etwas wahrnimmst was außerhalb ist (und in Form von Materie existiert), das ist vollkommen unklar.
     
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