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Von einem der auszog das Fürchten zu lernen

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Linking, 24. Januar 2011.

  1. Linking

    Linking Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juni 2009
    Beiträge:
    611
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    Hallo liebe Mitforisten :zauberer1

    heute ist es wieder mal soweit, ich bin am Ende der Verständnisfahnenstange angekommen und bräuchte etwas Inspiration bzw. Eure erhellenden Gedankengänge.

    In letzter Zeit stolpere ich immer wieder über "Das Märchen von einem der auszog das Fürchten zu lernen". Ich habe dieses Märchen schon als Kind zwar gehört aber nicht verstanden - und ich muss gestehen, auch mit den Jahren ist mir der zündende Gedanke nicht gekommen. Trotzdem beschäftiget es mich nachhaltig, besser gesagt wurmt es mich, dass der Groschen einfach nicht fallen will.

    Und da kam mir der Gedanke, dass mir hier vielleicht jemand auf die Sprünge helfen kann.

    Ich denke, die Handlung an und für sich muss ich hier nicht wiedergeben, ich gehe mal davon aus, dass sie allgemein recht bekannt ist. Mit dem Märchen an und für sich habe ich auch kein Problem, auf eine seltsam untergründige Art und Weise erschließt sich mir das Problem des Protagonisten und der Weitergang der Geschichte bis zur Erlösung des Schlosses von seinem Spuk, der Heirat mit der Königstocher etc.
    Nur der allerletzte Teil, in dem der Protagonist letztlich doch noch dadurch das Fürchten lernt, dass ihm seine Frau einen Eimer Wasser mit Fischlein ins Bett kippt lässt mich immer ratlos zurück :confused:
    Warum fürchtet er sich ausgerechnet hier (bei etwas derartig Unspektakulärem), bzw. was sollen die Fische symbolisieren???
    Ich stehe hier wirklich auf dem Schlauch, ich verstehe es einfach nicht.

    Bitte um erhellende Gedanken :wut2:

    liebe Grüße
    Linking
     
  2. Waju

    Waju Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
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    Ort:
    ...wo ich zuhause bin........
    das Wasser steht für die Erfrischung, das Fischlein dagegen für "Carpe Diem" sonst geht es dir wie dem Fischlein, ohne Wasser auch kein Leben.

    lg
     
  3. Marjul

    Marjul Guest

    Bei mir ist es auch mehr ein intuitives Verständnis - ich fühle Sympathie mit dem Helden am Ende. Jetzt aber auszudrücken, warum... Danke für die Anregung zum Nachdenken, ich mag das Märchen auch.
    Mir fällt auf, dass der junge Mann immer sagt: Wenn mir nur gruselte! Ist Gruseln das selbe wie Fürchten? Nicht ganz, meine ich. Es kommt eine Gefühls-Komponente hinzu: Grauen, Abscheu, Ekel. Furchtlosigkeit ist sehr praktisch, wie der Verlauf des Märchens immer wieder zeigt. Aber fehlt dem Helden vielleicht das gefühlsmäßige Erleben? Selbst wenn es Grauen ist - besser als gar nichts zu fühlen!
    Dazu passt vielleicht die Symbolik von Wasser und Fischen. Stehen sie nicht für das Gefühls-Element?

    Herzliche Grüße
    Marjul
     
  4. johsa

    johsa Guest

    wie merkwürdig, daß du gerade dieses Märchen ansprichst, ich habe als Kind sämtliche
    Märchenbücher verschlungen und liebe sie auch heute noch als Filme
    aber dieses Märchen mochte ich überhaupt nicht, ich hatte es damals als Schallplatte und
    beim Anhören gruselte ... :D es mich sehr, deshalb hörte ich es mir auch nie wieder an

    mir ist die Bedeutung dahinter auch nie klar gewesen und auch jetzt noch nicht

    diese Erklärung finde ich auch nicht unbedingt überzeugend:
    "Dieses Märchen macht Kindern Mut, die von ihrer Umgebung missverstanden und gehänselt werden, weil sie in irgendeiner Weise von der Norm abweichen. Es zeigt ihnen, dass sie Menschen finden können, die sie für ihre Besonderheiten lieben und achten. Denn Franz, der Held des Märchens, ist nicht dumm, wie alle denken, sondern hat einfach andere Eigenschaften als die anderen. Er kann das Land vom Dämon befreien, weil er eben nicht der Norm entspricht, er nicht durch Angst verblendet ist und die Schreckensherrschaft des Dämons, der das ganze Land unter Kontrolle hat, noch wahrnimmt. So verhilft genau seine Position als Outsider den anderen zur Freiheit und ihm zu Reichtum und der Liebe der Prinzessin."

    ich persönlich brauche auch nicht wirlich eine Erklärung für Märchen, ich lasse sie einfach
    auf mich wirken
     
  5. johsa

    johsa Guest

    mir ist noch etwas dazu eingefallen

    der furchtlose Mensch ist gleichzeitig auch meistens ein emotionsloser Mensch
    somit könnte die Suche des Jungen eine Suche nach dem Gefühl sein, das
    Bedürfnis, sich selbst zu fühlen und zu erkennen

    erst bei seiner Frau, also mit der Liebe, hat er dann endlich das Gruseln gelernt
    und damit sicher auch noch alle anderen Emotionen
     
  6. Linking

    Linking Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juni 2009
    Beiträge:
    611
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    Danke für die Symbolerläuterung. Aber wenn ich ehrlich bin, sehe ich den Bezug zum Märchen nicht- also warum gerade dort diese Symbolik? :tomate:

    Danke Dir für Deinen Beitrag.
    Fürchten und Gruseln sind auch für mich zwei verschiedene Paar Schuhe. Gruseln ist der "kalte Schauer" der einem über den Rücken läuft - wegen dem viele Menschen gern mal eine Geistergeschichte o. ä. lesen.
    Fürchten geht eine Stufe weiter, hier wird das Gefühl unangenehm bzw. angstbesetzt.
    Diese Unterscheidung scheint für das Märchen aber keien Unterschied zu machen, denn es gibt sowohl den Titel "Von einem der auszog das Gruseln zu lernen" als auch "Von einem der auszog das Fürchten zu lernen". Wenn ich es auf dieser Basis auf den kleinesten gemeinsamen Nenner runterbreche, dann will der Held wohl wenigstens den "kalten Schauer" kennenlernen.
    Die Fähigkeit sich nicht zu fürchten scheint im Verlauf der Geschichte wirklich recht praktisch zu sein, aber dennoch ist es grotesk, denn der Held kann dadurch offensichtlich auch nicht zwischen toten und lebendigen Dingen unterscheiden. Er behandelt sie alle gleich.
    Auf der Gefühlsebene jedenfalls scheint er Furcht nicht wahrzunehemen, wobei er sich aber das ganze Märchen durchaus gefahrvorbeugend verhält, er stuft seine Gegner generell als Agressoren ein und zieht ihnen regelmäßig die Krallen, auch wenn er keine Furcht empfindet, er scheint automatisch zu handeln. Das ist überaus widersprüchlich. Vielleicht liegt hier der Knackpunkt der Geschichte, ich glaube ich muss hier nochmal weiterdenken :D


    Auch Dir danke für Deine Beiträge :)
    Ich persönlich fand das Märchen als Kind auch gruselig und wenig heimelig. Aber jetzt höre ich es immer wieder mal und es fesselt mich irgendwie...
    Die von Dir verlinkte Erklärung finde ich auch etwas befremdlich, wobei ich aber durchaus denke, dass dieses Märchen z.B. traumatisierten Kindern sowas wie eine "innere Heimat" geben kann, weil es eine gewisse Ebene des Innenlebens wiederspiegelt, in der man festhängen kann. Ob es allerdings dazu angregt sich besser zu fühlen, ich weiss es nicht.......


    Die Suche nach dem Gefühl, ja, das macht durchaus Sinn, aber irgendwie bekomm ich da kein inneres Gefühl dazu :tomate: Ich muss hier wirklich nochmal in mich gehen und nachdenken.
    Noch etwas zum furchlosen Mensch ohne Gefühle: ich denke es gibt furchtlose und furchtlose Menschen. Der Held des Märchens scheint der Typ von "furchtlos" zu sein, der die Frucht irgendwann unbewusst abgestellt hat (oder musste?) und damit auch alle anderen Emotionen (außer Wut, die im Märchen immer wieder vorkommt). Ich denke es gibt aber durchaus noch einen anderen Typ furchtloser Mensch. Denjenigen, der sich intensiv mit sich auseinander gesetzt hat und durch dieses intensive Hinsehen die Furcht überwunden hat - ohne dabei alle anderen Gefühle zu opfern.

    Wie bereits geschrieben, ich danke Euch allen für Eure Beiträge, sie haben mich ein Stück weitergeschubbst, jetzt kann ich einen kleinen Schritt weiterdenken.
    Trotzdem freue ich mich auch über weiteren Input.

    liebe Grüße
    Linking
     
  7. Waju

    Waju Sehr aktives Mitglied

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    ...wo ich zuhause bin........
    Danke für die Symbolerläuterung. Aber wenn ich ehrlich bin, sehe ich den Bezug zum Märchen nicht- also warum gerade dort diese Symbolik?


    ^^^^

    Nun inwieweit bist denn Märchen bewandert?
    fast jedes Märchen beschreibt ein reale Geschichte, sie wurden seicht umgewandelt für die Kinder dieser Welt.
    warum?
    das Symbol beschreibt, komm in die Gänge o.s.ä....

    lg
     
  8. Linking

    Linking Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juni 2009
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    611
    Inwieweit bin ich märchenbewandert?
    Ich sag's mal so: als Kind wurde ich mit Märchen geradezu vollgepfropft. Genauso wie mit dazugehörigen Auslegungen, die für Mädchen im Großen und Ganzen vollgendermaßen lauteten: immer schön artig sein und sich an alle Regeln halten, auch wenn man dabei leiden muss bis man nichtmehr kann - dann wirst Du irgendwann gerettet.
    Da ich ja nun aber erwachsen bin und selber denken kann, versuche ich die Märchen nach einer Logik zu durchleuchten, die ihnen UND mir gerecht wird. Auf dieser Suche nach anderen Interpretationen durfte ich schon einige sehr schöne finden, die den Schleier der "Altinterpretation" gelichtet und mir "in den Arsch getreten" haben. Außerdem konnte ich sie mit- und weiterdenken, sie haben mir in gewisser Weise dabei geholfen, mich von dem Schwachsinn meiner Kinderzeit zu erleichtern. Und da ich eben dieses spezielle Märchen als Kind überhaupt nicht verstanden habe, bin ich jetzt um so neugieriger.

    Ok, das Symbol beschreibt "komm in die Gänge".
    Aber warum muss der Held denn in die Gänge kommen, er ist doch das gesamte Märchen hindurch aktiv gewesen?
    Und wenn es auf die Emotionalität bezogen ist: kann man jemanden emotional dadurch in die Gänge bringen einfach dadurch, dass man ihm sagt, dass er in die Gänge kommen soll?
    Ich versteh an dieser Stelle einfach nicht, was plötzlich so anders ist, dass der Protagonist sich bei so etwas Banalem plötzlich fürchtet, wo man ihn vorher (symbolisch) zu Luzifer persönlich hätte schicken können und er ihm in den A**** getreten hätte :confused:

    Linking
     
  9. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

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    6.880
    Als ich den Threadtitel las, musste ich unwillkürlich an Julian Assange denken ...
     
  10. Waju

    Waju Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Nun in deinem ersten Abschnitt lese ich schon das jene die dir, die Märchen vorgetragen haben, eine Welt in Aussicht gestellt haben, die es in der Form nicht gibt auch nie geben wird.
    Denn den Level leiden entscheidest letztendlich du selbst, da dass Leben ist nicht nur ein Nehmen und Geben ist, sondern auch ein Nehmen und Haben.
    Emotional gesehen ist dies eine Motivation in die Gänge zu kommen, denn auch banale Dinge des Lebens sind eine Auffoderung etwas zu tun, muss ja nicht immer Druck Leiden o.s. bedeuten.
    Emotional bist du vorgeprägt, die Prägungsphase daran solltest du arbeiten, dann wirst du so manches Märchen ob real oder nicht aus einem anderen Blickwinkel sehen.
    Luzifer existiert nicht nur dein Hintern, und die Munition die er gesatten aber auch abfangen muss, das Verhältnis der Mischung.

    lg
     
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