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Selbstmitleid

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Tanita, 11. April 2009.

  1. Tanita

    Tanita Mitglied

    Registriert seit:
    1. August 2008
    Beiträge:
    792
    Ort:
    Norddeutschland
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    Guten Morgen,

    ich erlebe mich zur Zeit immer wieder als recht selbstmitleidig und frage mich, was ist das eigentlich genau?
    Irgendwie scheint es das klebrige Festhalten an Umständen, am So-Sein, die Unfähigkeit zur Veränderung zu sein. Lieber wird - egal, ob laut jammernd oder klagend oder auch innerlich leise leidend - am alten, vertrauten Elend festgehalten als endlich aufzustehen und zu sagen "Stopp, ich schlage jetzt eine neue Richtung ein!" Selbstmitleid, so wie ich es erlebe, ist zwar ein schmerzhaftes Empfinden, aber diese Art von Traurigkeit bringt keine Erlösung. Deswegen bringen auch selbstmitleidige Tränen überhaupt nichts.

    Allgemein bewerten wir doch alle Selbstmitleid als etwas "negatives", oder? Als etwas lähmendes, das gar nichts bringt, nur immer wieder dieselbe langweilige Klagesuppe. Und doch tun wir es alle ständig, - in der einen oder anderen Form.
    Was ist das für ein merkwürdiges Phänomen? Fehlt dem sich selbst Bemitleidenden der Zugang zum "inneren Biß", zur aggressiven Entschlossenheit, "Nein" zum vertrauten Elend zu sagen? Und wenn das so ist, was fangen wir dann mit der Erkenntnis an? Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es mir gar nichts bringt, wenn ich mein inneres selbstmitleidiges Gejammere als "Selbstmitleid" entlarve, mir verbiete und dann einen auf pseudostark mache.

    Was sind Eure Gedanken zum Phänomen Selbstmitleid. Ich bin sehr interessiert.

    Liebe Grüße

    Tanita
     
  2. Azdak

    Azdak Mitglied

    Registriert seit:
    28. Dezember 2006
    Beiträge:
    402
    Selbstmitleid = Leid... Selbst und mit hebt sich auf...

    (gibt es hier einen Buddah-smiley?)
     
  3. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. März 2007
    Beiträge:
    11.864
    Ort:
    An der Nordsee
    Selbstmitleid kann, meiner Ansicht nach, immer nur aus einer Opferrolle heraus entstehen.

    Wenn man sich nicht (mehr) als Opfer irgendwelcher Umstände oder Menschen sieht, sich der Eigenverantwortung für sein Leben bewusst ist, und auch einfach mal unabänderbare Geschehnisse zulässt und als gegeben akzeptiert, ist dem Selbstmitleid der Nährboden genommen.

    Lg., R.
     
  4. armagoddon

    armagoddon Guest

    schaumal tanita, welche möglichkeiten es gibt, die komfortzone des unglücks, leids zu verlassen und was überwindung in aussicht stellt. :)

    Wie glückliche Menschen leben

    Die Quintessenz der internationalen Glücksforschung aus mehr als zehn Jahren lautet: Menschen, die auffallend glücklich sind, bestätigen übereinstimmend, dass das Glück aus ihnen selbst kommt und völlig unabhängig ist von äußeren Bedingungen wie Alter, Geschlecht, Herkunft, Wohnort, Reichtum, Bildung oder einem besonderen Glücksereignis. Zu diesem Ergebnis kommen sowohl die Studien der international bekanntesten Glücksforscher - Mihaly Csikszentmihalyi (University of Chicago), Ed Diener (University of Illinois), David Myers (Hope College, Michigan) und Martin Seligman (University of Pennsylvania) - als auch zahlreiche andere Untersuchungen.


    Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse: Auffallend glückliche Menschen...

    ...hadern nicht mit ihrem Schicksal
    und machen ihr Glück auch nicht davon abhängig, ob sie ein bestimmtes Ziel erreichen oder nicht. Sie sind in der Lage, die Überraschungen des Lebens anzunehmen und wissen, dass sich das Leben ohnehin nicht exakt kalkulieren lässt. Dazu Prof. Martin Seligman von der University of Pennsylvania: »Glückliche Menschen haben genauso viel Pech wie andere, sie gehen nur anders damit um. Sie fragen zum Beispiel nicht »Warum passiert mir das?« sondern »Wozu ist das gut?«
    Das gilt selbst bei tragischen Ereignissen. Kevin Smith, Professor am New England Research Institut, befragte Menschen, deren Leben sich durch einen schweren Unfall oder eine Krankheit komplett verändert hatte. Das Ergebnis war verblüffend: Alle Befragten erklärte, dass sie durch diese Erfahrung sogar an Glück, Liebesfähigkeit und innerem Frieden dazugewonnen hatten. Die Erklärung der Forscher: »Wer aus seinem gewohnten Leben herausgerissen wird, kann seine bisherigen Gewohnheiten nicht mehr aufrechterhalten und muss umdenken. Dazu gehört auch, das Glück nicht mehr im Außen zu suchen, sondern in sich selbst zu finden.«

    ...leben in der Gegenwart
    und sind in der Lage, ihre Aufmerksamkeit weitgehend von Vergangenheit und Zukunft zu lösen und sich auf die Gegenwart zu konzentrieren. Sie sind präsent im Hier und Jetzt, grübeln weniger über Vergangenes nach und machen sich weniger Sorgen über das, was kommen mag. Das Eintauchen in die Gegenwart gelingt laut Prof. Mihaly Csikszentmihalyi vor allem durch Konzentration: »Wer in dem aufgeht, was er gerade tut, bewegt sich in einer Sphäre der Zeitlosigkeit.« Glückliche Menschen erleben solche zeitlosen Momente häufiger und können sie auch bewusst herbeiführen. »Diese Fähigkeit lässt sich trainieren«, so Jean Claude Kaufmann, Soziologie-Professor an der Pariser Sorbonne: »Indem wir bewusst versuchen, das zu lieben, was gerade ist, wo wir gerade sind und was wir gerade tun.«

    ...führen ein einfaches Leben
    und umgekehrt: Menschen, die ihr Leben vereinfachen, werden glücklicher. Damit ist nicht gemeint, ein Leben in Askese führen zu müssen. Entscheidend ist, sich immer mehr von überflüssigem Ballast zu befreien. Professor Robert Frank von der Cornell University in New York führte dazu ein Experiment mit mehreren tausend Menschen durch. Schritt für Schritt vereinfachten diese ihr Leben, indem sie Wohnung, Keller oder Dachboden entrümpelten, ihr Papierchaos ordneten, finanziellen Probleme regelten, aufgeschobene Projekte beendeten und sich auch von unglücklichen Beziehungen trennten. Bereits nach wenigen Wochen verspürten die Studienteilnehmer mehr Leichtigkeit, und nach einem Jahr bestätigten fast alle, dass sie kein Verlangen mehr haben, immer mehr Besitz anzuhäufen und sich dadurch wesentlich freier fühlen.

    ...reduzieren ihren Medienkonsum
    Jeff Davidson, Psychologie-Professor an der Cornell University New York, der die Vereinfachungs-Studie von Professor Frank begleitete, fand heraus: Menschen, die nur noch selten oder gar keine Fernsehnachrichten mehr sehen, spürten schon nach kurzer Zeit deutlich mehr Lebensfreude. Dazu der Forscher: »Das gebündelte Unglück, das dem Zuschauer in den Nachrichten präsentiert wird und an dem er selbst nichts ändern kann, verstärkt zunehmend das Gefühl, in einer feindlichen Welt zu leben, der er hilflos ausgeliefert ist.« Dass zu viel TV-Konsum generell das Wohlbefinden negativ beeinflusst, haben auch andere Studien ergeben. Wer täglich mehrere Stunden vor dem Fernseher sitzt, wird träge und lustlos.

    ...gehen Risiken ein und stellen sich Problemen
    Prof. Martin Seligman, University of Pennsylvania, fand in Studien heraus, dass glückliche Menschen immer wieder die sogennante Komfortzone des Lebens verlassen: »Wachstum zum Glück findet außerhalb der Komfortzone statt. Wer nie Risiken eingeht und nie scheitert, entwickelt sich nicht und erfährt auch nie seine eigene Stärke.« Das bestätigt auch der Hirnforscher Gerald Hüther: »Wer es schafft, eigene Unsicherheiten oder Ängste zu überwinden und ein Problem selbst zu bewältigen, empfindet dadurch Freude.«

    ...treffen Entscheidungen schneller
    und gehen lieber das Risiko falscher Entscheidungen ein, anstatt sie hinauszuzögern und aufzuschieben. Sie erledigen das, was ansteht, statt es anzuhäufen. Dazu Professor Ed Diener, University of Illinois: »Wer aufräumt und Liegengebliebenes anpackt, fühlt sich nicht als Opfer von Umständen, sondern als Gestalter - und das ist eine wesentliche Voraussetzung für Glück.«

    ...pflegen Freundschaften
    von sich aus und tund dies auch regelmässig. Studien haben ergeben, dass gute Beziehungen zu anderen Menschen das Glücksempfinden in hohem Maße stärken. Dabei kommt es jedoch nicht darauf an, möglichst viele Menschen zu kennen, sondern vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen.

    ...gehen einer erfüllenden Tätigkeit nach
    bei der sie ihre Fähigkeiten und Talente ganz einbringen können. Konzentrierte und erfüllende Arbeit mobilisiert das körpereigene Glückshormon Serotonin - was auch bei jeder anderen Tätigkeit passiert, die wir mit Hingabe ausüben. Professor Mihaly Csikszentmihalyi von der Universität Chicago, der seit über 30 Jahren in der Glücksforschung arbeitet, hat dafür den Begriff »Flow« definiert. Flow beschreibt einen Zustand, in dem unser Fühlen, Wollen und Denken in absoluter Übereinstimmung sind. Wir vergessen Zeit und Raum, sogar uns selbst, und das Handeln geht mühelos vonstatten. Solche Flow-Zustände können bei allen Tätigkeiten entstehen: bei der Arbeit, beim Ausüben eines Hobbies, beim Sport, bei Unternehmungen mit Freunden, uns selbst bei der Hausarbeit.

    ...tun sich ich selbst Gutes
    und nehmen sich auch regelmässig die Zeit dafür. Das müssen keine großen Unternehmungen sein. Auch »Kleinigkeiten« wie Musik hören, ein Buch lesen, meditieren, sich massieren lassen, ein heißes Bad nehmen gehören dazu. Professor Ed Diener, University of Illinois: »Jeder Mensch sollte sich eine Liste anlegen mit allem, was ihm gut tut, damit er sich dann, wenn die Gedanken einmal im Düsteren kreisen, selbst motivieren kann.«

    ...sind dankbar
    »Dankbarkeit ist der schnellste Weg zum Glück«, so die Erkenntnis des Psychologie-Professors Barry Neil Kaufmann aus Massachussetts, die von zahlreichen Untersuchungen über glückliche Menschen bestätigt wird. Menschen, die das Schöne in ihrem Leben bewusst wahrnehmen und wertschätzen, erkennen die ganze Fülle des Lebens (und nicht nur jenen Teilausschnitt, der unerfreulich ist). Dadurch empfinden sie das Leben auch insgesamt als schöner. Die Tiefenpsychologin Dr. Elisabeth Mardorf empfiehlt deshalb, ein Dankbarkeits-Tagebuch zu führen. Denn: »Sich schriftlich aufzuzählen, was im Leben gut ist, verändert innerhalb weniger Wochen die gesamte Wahrnehmung. Ganz von selbst entdecken wir immer mehr Dinge, die uns glücklich machen.«

    ...haben eine Lebensvision
    und wissen, wofür sie leben. Dazu Professor Ed Diener: »Glückliche Menschen setzen sich selbst immer wieder langfristige Ziele, die sich in kleinen Schritten erreichen lassen. Oft überschätzen wir, was sich kurzfristig erreichen lässt, und unterschätzen, was auf lange Sicht möglich ist.« Wichtig ist jedoch, sich nicht an seine Ziele zu klammern, sondern offen zu bleiben für neue Möglichkeiten. Und vor allem: nicht erst beim Erreichen des Ziels glücklich sein zu wollen, sondern bereits auf dem Weg dahin.

    ...glauben an einen übergeordneten Sinn ihres Lebens
    Zahlreiche Studien haben ergeben, dass Menschen, die auch an einen übergeordneten Sinn ihres Lebens glauben, glücklicher sind als jene, die das nicht tun. Ob es sich dabei um einen speziellen religiösen Glauben handelt oder nicht, ist zweitrangig.




    gefunden auf www.gluecksgespraeche.de
     
  5. TopperHarley

    TopperHarley Sehr aktives Mitglied

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    27. Januar 2005
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    Watzlawick hat gesagt: "Man kann nicht nicht kommunizieren." Genausowenig kann man sich nicht nicht verhalten, womit gemeint ist, dass auch Nicht-Tun eine Form von Tun ist. Manchmal erkennt man das nicht, aber jedes Nicht-Treffen einer Entscheidung ist ebenso eine Entscheidung. Es ist also unmöglich keine Entscheidung zu treffen, weil jedes Nicht-Entscheiden auch eine Entscheidung darstellt.

    Vielleicht ist man geneigt zu denken: "Ok, wenn ich die Entscheidung nicht treffe, dann kann ich auch nicht verantwortlich gemacht werden!" Aber, wie gesagt hat man sich hier genauso entschieden und zwar dafür, sich nicht zu entscheiden, und dafür ist man verantwortlich.

    Selbstmitleid überwindet man wohl am besten indem man sich mit der Lebensfreude beschäftigt, wie der Beitrag von @armagoddon. Hier noch ein Zitat welches ganz gut dazu passt: "Wer nicht weiß, wohin er will, der darf sich auch nicht wundern, wenn er ganz woanders ankommt." Mark Twain

    lg
    Topper
     
  6. Darkhorizon

    Darkhorizon Sehr aktives Mitglied

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    selbstmitleid ist eine untugend um sich das leben zu erleichtern, was das eigene ego betrifft, doch nur zum schein. und jeder sollte es schnellstens ablegen wenn er es erkennt.
    es blockiert dich lediglich...aus negativem..positives zu ziehen, bzw. das positive zu erkennen. einfach gesagt...solltest du dein leid erkennen....pack es und schmeiß es über bord! ;) es ist lediglich eine last die dir nichts bringt.
    obwohl die verlockung groß ist....wie gerne zerfließen manche menschen darin! :)
     
  7. selphmagic

    selphmagic Guest

    Kann ich so nicht zustimmen, Schmerz kann auch eine Kraftquelle sein, es kann dir helfen deinen Willen zu stärken, dann ist es eine wirksame Methode nach dem Laden einer Sigille diese zu vergessen,(zufügen von körperlichen Schmerzen.
    Das Problem bei Leid ist eher das man sich zu schnell davon unterkriegen lässt, man muss mit seinen Problemen zuurecht kommen und sie auch zum Positiven nutzen können.
     
  8. Darkhorizon

    Darkhorizon Sehr aktives Mitglied

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    hallo selphmagic
    hast du eigentlich bemerkt das du das selbe geschrieben hast wie ich? ;)
     
  9. selphmagic

    selphmagic Guest

    Das war wohl die zweite ärtzliche Meinung zur Bestätigung:rolleyes:
     
  10. Darkhorizon

    Darkhorizon Sehr aktives Mitglied

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    na, ärtzliche wohl bestimmt nicht! :lachen:
    aber man muss mit seinem leid umgehen können...nur das alleine bringt einen vorwärts. das selbstmitleid macht dich lediglich klein und zerbrechlich.
     
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