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Saturn

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Mamalia, 30. September 2006.

  1. Mamalia

    Mamalia Mitglied

    Registriert seit:
    28. Mai 2005
    Beiträge:
    234
    Ort:
    Hessen
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    Hallo,

    angeregt durch den Thread von Venus-Pluto und viele, viele Beschwerden, möchte ich gerne eine Lanze brechen.
    Saturn.
    Was ist das?
    Früher: Das große Unglück. Das übelste Übel, welches überhaupt denkbar war. Das größte Pech. Hier ging alles zu Grunde.
    An und für Sich: Der Bauer, der Ackermann, der stagnierte, zurückgebliebene, Geizige, Scrooge, der große Hemmer und Aufhalter, der Prüfer, der Polizist, der, der den Zeigefinger austreckt und "Dudu" sagt und nicht nur sagt, sondern auch bestraft.
    Alles an ihm schien und scheint negativ.
    Und heute: Die Mutter? Nach Huber?
    Ich habe mich viel mit Saturn beschäfigt. Neulich, als ich wieder meinem Sohn hinterherrannte, mit eigenem Ehrgeiz im Kopf, ihn kontrollierend, die Schulaufgaben im Sinn, wurde es mir klar. Ich bin Saturn. Ich bin Saturn? Ich bin doch Löwe/Schütze! Was heißt das, ich bin Saturn?
    Es nimmt manchmal überhand. Ehrgeiz, Kontrollsucht, Disziplin, Einengung, Verwurzelung, harte Arbeit, Geiz. Alles, alles, alles, Kardinaltugenden unserer Zeit.
    Saturn als Herrscher des Wassermann?
    Alles scheint negativ. Scrooge grinst uns hager ins Gesicht. Bittere, harte Arbeit verhöhnt unseren spinnerten Astrologensinn, die Kunst ist ein Schmarrn, es gibt keine Träume. Es gibt nur Erfolg, es gibt nur Arbeit. Es gibt nur Leistung.


    Aber wo wären wir ohne ihn?
    Abgedriftet in den Weiten der Selbstimagination, verloren in Gefühlen, versunken im Morast, verirrt im Nebel, schreiend und mordend auf dem Schlachtfeld, sinnentrückt taumelnd von Bett zu Bett, auf ewig entrückt in der Gewissheit eigener Einzigartigkeit. Voller Leidenschaft hastend von Impuls zu Impuls ohne Ziel und Verstand. Die einsame Jungfrau allein kann uns nicht retten. Wir schwelgen, genießen, wir verprassen, verleben, vertuen jeden Augenblick.
    Der einzige, der uns rettet ist Saturn. Saturn muss manchmal sein. Ein gewisses Quantum von ihm muss immer sein. Ohne ihn sind wir heimat- und führungslos. Ohne ihn haben wir kein Ziel und damit keine Herkunft, denn eins ohne das andere gibt es nicht.
    Ich bin dankbar für Saturn, für jede Lektion, die er mir erteilt. Ich bin dankbar, wenn ich, wie jetzt, sparsam und zurückhaltend bis zur Askese sein muss. Ich genieße die Lektion. Ich freue mich auf die Früchte des Erlernten.
    Ich bin Saturn. Immer wieder, jeden Tag. Denn nur dann kann ich auch die Sonne sein, kann auch der Frühling sein.

    Gruß

    Mamalia
     
  2. blackandblue

    blackandblue Guest

    :D

    ganz schön pathetisch ;)

    aber so sehe ich das auch..

    saturn? ja und? bestandteil wie jeder andere auch.. ohne gehts nicht.. also schauen wie es mit geht..

    -notwendige bedingunge für erweiterung/expansion(jupiter): beschränkung (saturn)
    -notwendige bedingung für (relativen)wert von etwas(venus): knappheit (saturn)
    -notwendige bedingung für lernen (merkur): mangel(saturn) an wissen
    -notwendige bedingung für schöpfung(pluto?): nichtvorhandensein/fehlen (saturn)
    -notwendige bedingung für erlösung(neptun):
    gefangenschaft (saturn)
    -notwendige bedingung für selbstbehauptung (sonne):
    widerstände (saturn)
    -notwendige bedingung für genialität(uranus):
    eingeschränkte(saturn) sicht
    -notwendige bedingung für identität (mond/sonne):
    definiertheit/unmöglichkeit alles zu sein=> struktur (saturn)
    -notwendige bedingung für aktion und durchsetzung(mars):
    sonstige deprivation (saturn)

    so what? ;)

    saturn macht schon oft genug sinn..

    lg ;)
     
  3. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. Januar 2005
    Beiträge:
    4.975
    Ort:
    Kirchseeon/München
    Liebe Mamalia, :)

    Bei deinem Beitrag ist mir eben so richtig das Herz aufgegangen, einfach super! Was kann der Saturn schon dafür, er ist ein notwendiges Teil im ganzen Getriebe der Planeten, steht für Materie und Körperlichkeit, ebenso für die Lebenserfahrung schlechthin. Man könnte sagen, dass der Saturn alles manifestierte symbolisiert. Aber, so wie es unzählige Sonnen auf diesen Planeten in Form von mentaler Menschlichkeit, so gibt es ebenso viele Saturnkörper in Form von Menschen. In der mesopotamischen Astrologie der Sumerer und Babylonier wurde Saturn ebenso mehr positiv bewertet, stand er doch für das Zeitalter des Matriachats, in welchem das weibliche Prinzip als Garant für das Leben und die Nachkommen verehrt wurde. Sein negatives Image verdankt Saturn dem Mittelalter, die Römer feierten ihn noch mit den "Saturnalien". Sogar als Sensemann wurde er bezeichnet, schließlich kannte man Pluto damals noch nicht, allerdings in allen Mythen seit Menschengedenken.

    Ein Saturn muss lediglich die richtige Eigenpflege ensprechend eines Horoskops herausfinden. Dazu gehört immer der ruhige aber notwendige Blick auf Jupiter und Uranus. Man hat seine Erfahrungen gesammelt, ist aber immer bereit neuen Mustern zu folgen, sie auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen und dies nicht selten mit seiner Lupe. Ebenso lernt Saturn abzuwägen, indem er Jupiter in Betracht zieht, also nicht nur rationell denkt. Jupiter belebt, lockt ein wenig zur Überheblichkeit, aber dieser Optimismus und beseelende verleiht Saturn echte Würde.

    Dieses "versteinern" ist nur dann der Fall, sobald etwas mit Saturn nicht stimmt, sein Schließmechanismus nicht öffnet. Diese Art von Beweglichkeit ist nicht nur körperlicher Art, wobei ein gesunder Körper durch Bewegung auch nicht von schlechten Eltern ist. Aber es geht um die eigene Hinterfragung, da Saturn zu Gewohnheiten neigt, zur Wiederholung des bisher gelernten. Kein Wunder, sobald in so einen Fall der Uranus als "Eierstecher" ankommt und die nicht brauchbaren Strukturen von Saturn aufbricht.

    Die Eigenschaften einer Mutter hat er, sobald man Pflege, Erfahrung, Schutz, Regeln usw. mit einbezieht. Als soziales Wesen muss sich der Mensch irgendwie in die Gesellschaft integrieren und solche Regeln sind eine logische Folgerung, da braucht man sich nur den Sinn der Verkehrsordnung bewusst machen. Saturn versucht auch immer wieder die Dinge auf das notwendige Maß zu reduzieren, aber zum Wohle aller! In der Natur besteht auch ein Gleichgewicht unter den Pflanzen- und Tierarten, nur der Mensch kann es zerstören.

    Saturn sorgt dafür, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen, dass die Nacht dem Tag folgt. Er regelt alles irdische und sobald man selbst sich freiwillig seinen Gegebenheiten unterordnet, sie akzeptiert, beginnt er seine Grenzen zu öffnen, man bekommt mehr innere Freiheit. Man ist durch seine Lebenserfahrung gelassener, steht mit Rat zur Seite, sobald man danach gefragt wird.

    Saturn darf im Steinbock und im zehnten Haus niemals seine Wurzeln im Krebs und im vierten Haus vergessen, sie müssen immer wieder bewässert werden; wo es doch so schön heißt: "Werdet wie die Kinder".

    Alles liebe!

    Arnold
     
  4. blackandblue

    blackandblue Guest

    sonst wäre nur ein weisses rauschen..
     
  5. Gnostiker

    Gnostiker Neues Mitglied

    Registriert seit:
    3. Juli 2006
    Beiträge:
    216
    *g*
    Saturn LIEBT die WAAGe
    Aphrodite ist sein Erhöhung
    Durch Kastration des Vaters und Befruchtung des Bruders
    wurde sie geboren!
    Welch unbedachter Geniestreich
    Ohn Saturn kein Weg zur leidenschaftlichen Hochzeit
    Und Pluto hat damit rein gar nicht zu tun
    ...................................................................................................
     
  6. blackandblue

    blackandblue Guest

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    oh..* wie meinst du?
    ich denke mir das auch so.. kann nicht alles haben.. und die freude der hochzeit ist bestimmt nicht inhaltlos.. ob der inhalt aber erfüllt ist.. ist eine sehr saturnische angelegenheit... meinst du das?

    aber was hat pluto dann da genau zu suchen?

    lg ;)
     
  7. Liebe Mamalia!

    Auch wenn ich mich vorhin über Saturn ausgelassen habe, bin ich keinesfalls gegen ihn. Ganz im Gegenteil: denn nach der römischen Mythologie war er der Umpflüger meiner absoluten Lieblingsregion in Italien, dem Latio. Und dafür lieb ich ihn heiß und innig. Da muss ich komischerweise immer dran denken, wenn's bei mir mal nicht vorwärts geht.

    Ich liebe diese Analogie: das Latio, einst karges, steiniges Vulkanland, kein Blümchen, absolut nix Fruchtbares. Und dann wird Saturn dahin verbannt und soll aus diesem Ödland blühende Landschaften machen. Und er hat es geschafft. Im Schweiße seines Angesichts und auf seine alten Tage.
    Jedesmal, wenn ich an Saturnia vorbeifahre oder Tote Frau:stickout2 im Lago di Bolsena spiele, denk ich an ihn und bin ihm dankbar.
    Was in dem Zusammenhang ja auch noch lustig ist: meine DC-Linie geht - laut Astro-Kartografie - exakt durch diesen See - und durch Wien.

    :) v-p
     
  8. kaffesahne

    kaffesahne Mitglied

    Registriert seit:
    19. August 2006
    Beiträge:
    111
    Hallo an alle!

    Saturn hat mir in den letzten Jahren viele Kopf und Bauchschmerzen bereitet....
    Im Rückblick muss ich sagen: ok, das was übrig blieb, war gut!

    Es kommt ja oft auf die Sichtweise an. Heuer tummelt sich Saturn wieder in meinen Horoskopen, anfangs dachte ich: nicht schon wieder.

    Jetzt bin ich soweit, das ich denke: Mein bester Freund ist da!
    Er hilft mir hingucken, aufräumen, schubst mich, wo sich selbst zu faul oder zu feige bin....
    Es geht ihm um mich. Darum, das ich klar und authentisch bin, mich nicht verleugne.

    Mit dieser Sichtweise läßt es sich besser leben.

    Er hilft mir zu vereinfachen, zu entrümpeln, mich zu sammeln, meine Ziele neu auszuloten!

    So seh ich das heute!
     
  9. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. August 2005
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    4.208
    Ort:
    Deutschland
    Hallo allerseits

    ja
    Saturn, ich kriegs auf die Reihe bald,
    ist das Vertrauen, wo vorher keins war, denn dort setzen wir an,
    Saturn ist Pragmatik und Realitätsbewusstsein,
    wo vorher Furcht war, dort konfrontieren wir,
    Saturn macht uns doch irgendwie authentischer...
    wenn wirs wollen

    LG
    Stefan
     
  10. Mamalia

    Mamalia Mitglied

    Registriert seit:
    28. Mai 2005
    Beiträge:
    234
    Ort:
    Hessen
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    Hallo black,

    war pathetisch, joh. Manchmal überkommts mich. Ich arbeite dran :))))

    Ein Thema, das mich besonders beschäftigt: Zeigt Saturn in "ungünstiger" Konstellation zu Merkur wirklich einen Mangel an Vernunft an? Kann man es nicht auch als ein Disziplinieren betrachten? Merkur im Steinbock, Saturn in Opposition oder in Konjunktion oder im Quadrat zu Merkur - da ist es doch auch ganz wichtig, wie Saturn gefärbt ist.
    Ich hab da ein Kochbuch von Mertz, den ich sonst sehr schätze, aber in diesem Buch versteh ich einiges nicht. Statt die Planeten als vom Zeichen gefärbt zu betrachten, dreht er den Spieß um. So wird aus Saturn im Zwilling bei ihm: Zähigkeit des Denkens ?! Für mich eher umgekehrt: Der Zwilling weicht die Strenge des Saturn auf und verleitet zu Sprunghaftigkeit und Disziplinlosigkeit. Nun ein Quadrat zum sonst "gut" gestellten Merkur... und frau kann kein wirklich knackiges Problem zu Ende denken. Essig ist´s mit höherer Mathematik. Ich habs in Mathe-Leistung zu spüren gekriegt.
    In einem anderen Radix steht Merkur in Konjunktion zu Saturn. Zeigt das einen Mangel an Denkvermögen? Wohl kaum. Beide im Widder, dazu in zehn, kommen sehr gut klar mit Denken und auch mit nachhaltigem Denken. Da wird nichts gehemmt, von Einstein würde das keiner behaupten. Ich kenne noch einen Radix mit Konj. Merkur und Saturn, diesmal in den Fischen in zwei. Man könnte meinen: gehemmtes, verwaschenes Denken. Man könnte manchmal Recht behalten. Es ist aber offensichtlich - die Erfahrung zeigts - dass sich Merkur von Zeit zu Zeit als gar nicht so neutral und stärker erweist, das Saturns regelnde Kraft verblasst und eine Plaudertasche ohnegleichen erwächst.
    Was ich sagen will: Saturn ist als Kraft an und für sich neutral. Er hat zwei Seiten, wie alles. Er zeigt nicht nur Mangel und Hemmung, es kommt auf die Färbung an. Die anderen Kräfte im Radix können durch ihn gehemmt und gebremst werden und das kann zunächst als Einschränkung wahrgenommen werden. Es kann ebenso auf den ersten Blick als günstig erscheinen. Im Endeffekt führt natürlich alles zu dem, was wir sein sollten und als Teil des Wegs ist alles gut.
    Aber Saturn als Kraft an sich ist für mich eben nicht nur unverzichtbar wie jede Kraft, sondern eine der primär wichtigsten Kräfte überhaupt. Denn ohne ihn käme nun gar nichts richtiges zu Stande, deshalb der Pathos.
    Es ist im Prinzip nicht der böse Saturn, der andere ausbremst und so ein "schlechtes" Schicksal heraufbeschwört. Es sind die anderen Kräfte, die Saturn hemmen und ihm "schaden" können und so ein rückgratloses und weiches Wesen erzeugen, das es schwerer hat als andere.
    Entschuldigt die Terminologie, es ist früh heut morgen und schwierig Worte zu finden, ich nehm einfach die, die grad von selber kommen.
    Ich war in den letzten Tagen so unzufrieden mit mir selbst, mit meiner ständigen Kontrollsucht und Nörgelei und bin mit mir ins Gericht gegangen. Sicher. Frau muss sich zusammenreißen, darf anderen nicht die Luft zum Atmen nehmen. Aber ganz ohne läuft nunmal gar nichts. Und bei einigen jungen Läusen ist definitiv zu wenig vorhanden. Vielleicht, weil bei einigen älteren zu viel da ist....

    GRuß

    Mamalia
     
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