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Neuheidentum

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Kiah, 17. Mai 2004.

  1. Kiah

    Kiah Mitglied

    Registriert seit:
    17. März 2004
    Beiträge:
    739
    Ort:
    NRW
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    Hallo zusammen,

    hier möchte ich einmal auf das Thema des Neuheidentums zu sprechen kommen.

    Grundsätzlich finde ich es schön, dass alte Kuturen wieder belebt werden sollen. Aber ob dies der richtige Weg ist? Durch die New-Age Szene wurden alte Glaubensrichtungen und auch alte Religionen wieder "ausgegraben". Die Anhänger dieser Szene versuchen nun, die alten Traditionen wiederaufleben zu lassen, aber dazu fehlt ihnen immer wieder ein Puzzlestück.

    Anstatt aber nun diese Lücke auf sich beruhen zu lassen, ersetzen sie es einfach durch einen Bruchteil eines anderen Glaubens. So entsteht eine undefinierbare Masse, zusammengewürfelt aus verschiedensten Kulturkreisen - genannt "Neuheidentum".

    Nicht selten spielen dort noch ideelle Vorstellungen mit hinein. Doch auch wenn es wirklich nur um den Glauben geht, sehe ich es als wenig geeignet. Denn es hat nicht mehr allzu viel mit der Religion der damaligen Menschen zu tun.

    Eine positive Folge dieses neuen spirituellen Bewusstseins ist es jedoch, dass die Menschen wieder lernen, sensibler für ihre Umwelt zu werden. Sie beginnen, kritischer zu denken, übernehmen nicht mehr einfach Dogmen (der Kirche), sondern vertrauen auf ihre eigenen Wahrnehmungen.

    Wie denkt ihr darüber?

    Liebe Grüße
    Kiah
     
  2. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Hallo Kiah.
    Welche Religion ist ohne Lücke :D
    aber ich gebe Dir recht, man tut häufig "als ob" man es wüßte und vergisst bescheiden ein Suchender zu bleiben. Eine Krankheit ALLER Religionen die "Ihren" Weg gefunden haben.
    Interessant ist das das Einbahndenken auch in der Esoterik Fuss faßt wo es per Definition gar nichts zu suchen hat.
    Aber es reflektiert unsere Welt.
    Eine Welt der Gläubigen, nicht der Suchenden.

    Aber i.g. und ganzen sehe ich es nicht als "schlecht" per se an..eine Art Rückerinnerung an Wahrheiten, die schon einmal erfasst wurden.
    Die Welt ist voller Reichtümer dieser Art, es lohnt sich sie zu bestaunen.

    LG
    Regina
     
  3. Ereschkigal

    Ereschkigal Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Januar 2004
    Beiträge:
    2.220
    Ort:
    bei Köln
    Liebe Kiah, liebe Regina,

    ich finde die Sichtweisen der meisten Religionen interessant. Aber sobald ein Dogma draus wird, nehme ich Abstand. Ich versuche in den unterschiedlichen Religionen zu schauen, welcher Erklärungsmodelle sie für unsere Welt haben, wie sie versuchen zu der Gotteserfahrung zu kommen ...

    Ich habe auch keine Schwierigkeit mir ein Stück ihrer Weltsicht als mögliche Theorie anzueignen. Für mich bleibt alles aber wie der Erklärungen in Physik, aus was besteht die die Welt aus vielen kleinen Teilchen oder aus Wellen. Es ist eben beides und so sehe ich die Welt auch, jede Religion hat einen Ansatzpunkt, die eine Wahrheit erfaßt.

    Bestimmte Menschen möchten aber die Wahrheit haben, denn es ist oft unangenehm das Gefühl des Nichtwissens zuzulassen. So bauen sie sich eine komplette Religion und haben für alles ein passende Erklärung.

    Wie Du schon schreibst Regina, wird in jeder etablierten Religion die Lücke gefüllt so eben auch beim Neuen Heidentum. @Kiah, Du meinst doch damit Wicca und die ganzen hexenrichtungen oder?

    Liebe Grüße
    Ereschkigal
     
  4. Kiah

    Kiah Mitglied

    Registriert seit:
    17. März 2004
    Beiträge:
    739
    Ort:
    NRW
    Moin moin,

    ja, ich meine Wicca, die anderen Hexenrichtungen und auch andere esoterische "Wege".

    Grüße Kiah

    (die im Moment noch nicht zu längeren Texten in der Lage ist :morgen: )
     
  5. Ereschkigal

    Ereschkigal Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Januar 2004
    Beiträge:
    2.220
    Ort:
    bei Köln
    Morgen Kiah,

    wach erst mal richtig auf. :sleep2: :morgen: :umarmen:

    lg
    Ereschkigal
     
  6. Fussel

    Fussel Guest

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    Tjaja...das Neuheidentum....

    ich habe da noch meine ganz eigene Meinung dazu, da ich ja nunmal Archäologe bin und deshalb ziemlich genau weiß, was wir eben nicht wissen.
    Was so ziemlich alles ist.
    Auf gut deutsch, wir haben keine Ahnung.
    Stonehenge hat ncihts mit Druiden zu tun, ebensowenig wie Carnac.
    Warum Leute Menschen, Menschenteile, Schmuck, Waffen und edle oder auhc weniger edle Dinge weggeworfen haben...tja wer weiß das schon, wir können evrmuten und ahnen, aber wissen können wir nicht.
    Vielleicht waren die Menschen früher näher an ihrer eigenen Spiritualität, weil sie nuneinmal nicht so sehr von ihrer eigenen Großartigkeit überzeugt waren und weniger glaubten alles beherrschen zu können.
    Dennoch waren sie nur ganz normale Menschen die etwas zu Essen heimbringen mußten und sich die Füße verstaucht haben.
    Das ist ncih mystisch, sondern normal.

    Für mich ist NEuheidentum ncihts anderes als der Wunsch und die Suche nach eben dieser eigenen Spiritualität, die jeder finden möge wie es ihm paßt, solange er niemandem damit schadet, ebenso wie jeder seinen eigenen Weg zu Gott finden muß.

    Aber mit "altem" Heidentum hat das nichts zu tun.
     
  7. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Fussel, was gräbst Du denn so aus? :D
    LG
    Regina
     
  8. Fussel

    Fussel Guest

    Alles mögliche, aber hauptsächlich europäische Vorgeschichte, sprich,Steinzeit (Stonehenge), Bronzezeit(die Sternenscheibe von Nebra) Eisenzeit (KElten)...solche Sachen, wenn auch meist wesentlich profaner
     
  9. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    Ihr Lieben :)

    Wir haben das ja in vielen Bereichen - die Postmoderne mit ihrem "anything goes", das finden wir in der Kunst ebenso wieder wie in der Politik oder eben auch in der spirituellen Ausrichtung der Menschen. Und wir haben weithin unbeobachtet auch schon die Gegenbewegung - hat der Niedergang der dogmatischen Kirchen mit der Auflösung des sowjetischen Imperiums seinen Höhepunkt erlangt, so scheint mir das Pendel inzwischen schon sehr weit zur materialistischen Religion eines neuen Kapitalismus ausgeschlagen zu sein.

    Der intellektuellste österreichische Kabarettist Günther Paal alias "Gunkl" hat das in seinem letzten Programm - für mich sehr überzeugend - auf die Bühne gestellt. Der oberste Gott, der allmächtige Götze, das letzthin alles schlagende Killerargument ist "die Wirtschaft". Der Wirtschaft hat alles zu dienen, und kein Politiker kann es sich leisten, eine Maßnahme zu setzen, unter der die Wirtschaft womöglich leiden könnte. Die Litaneien und Gebete finden tagtäglich im Fernsehen statt, wenn die neuen Priester - die Analysten der Börsenkurse - das für die Allgemeinheit unverständliche Gebrabbel der Broker in wohlklingende Interpretationen einer Scheinwirklichkeit übersetzen und die Zukunft weissagen ... sprich: Ankaufsempfehlungen für Aktien oder Fonds abgeben.

    "Die Wirtschaft" ist als Gottheit optimal, sie ist nicht wirklich greifbar, und wenn sie nicht hält, was in ihrem Namen versprochen wurde, ist sie nie selber schuld, sondern es ist das kollektive oder individuelle Versagen der (Un-)Gläubigen. Wer keinen wirtschaftlichen Erfolg hat, wird ja heute schon von vielen als Paria angesehen - das Aktiendepot gilt als Ausweis der Rechtgläubigkeit, Kohle machen als Sinn stiftender Lebensvollzug.

    Und wie jede Religion betreibt auch "die Wirtschaft" ihre Kriege: letztes Beispiel Irak, wo ja nun wirklich dem Allerletzten klar geworden sein sollte, dass weder Terrorbekämpfung noch Menschenrechte das Ziel waren. Mit dem Mittel des Terrors gegen den Terror wurde die sprudelnde Geld-Öl-Quelle usurpiert - und auch die Zurückhaltung von Deutschen und Franzosen hat auf der höheren Ebene weniger mit politischer Moral, sondern eher mit der Tatsache zu tun, dass man den aufstrebenden Petro-Euro nicht durch Unterstützung des Petro-Dollars schwächen wollte.

    Da lob ich mir das synkretistische Neuheidentum, das dem Kapitalismus als Instant-Religion wenigstens ein buntes Chaos an Spiritualitäten entgegensetzt. Wie dankbar bin ich, dass mein 17-Jähriger sich als Rastafari fühlt und somit die Strukturen einer Weltsicht erfährt, die nicht ausschließlich den Horizont der Geldvermehrung kennt. Das Wenige, was noch an achtsamem, liebevollem Umgang mit der Schöpfung geblieben ist, hätten wir vielleicht auch schon verloren, wenn es nicht aus Quellen gespeist würde, die sicherlich unseren animistisch-heidnischen Wurzeln viel näher sind als den großen Religionen, bei denen sich die Menschen durch monotheistisch geprägte Anhängerschaft berufen fühlen, sich ebenfalls arrogant aufzuschwingen und sich die Erde untertan zu machen.

    Meine Hippie-Seele jubiliert, wenn ich mir vorstelle, wie dieses bunte Chaos letztlich den Saurier des Kapitalismus überdauern wird... jenseits aller Klischeebilder von Sieg und Niederlage. Das Leben muss nicht siegen, es darf einfach leben :)

    Alles Liebe, Jake
     
  10. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
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    Ich stimme Dir vollkommen zu
    Die Wirtschaft ist die Religion unserer Zeit. Es gibt NICHTS was IHR nicht geopfert wird.
    Menschen, Tiere, Natur, Völker
    und Ihre Priesterschaft sind Ihre "Wissenschaftler" und iherer "Kundigen".
    Alles liegt auf dem Bauch vor Ihnen und Ihren Handlangern...
    vor allem jene die DAS VOLK vertreten.
    LG
    Regina
     

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