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Krieg, oder wie der unfrieden in die welt kam

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von DNEB, 4. Oktober 2009.

  1. DNEB

    DNEB Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. August 2004
    Beiträge:
    1.850
    Ort:
    Ja
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    Moin Forumsgemeinde
    Kam hier aufs thema: http://www.esoterikforum.at/forum/showthread.php?t=114259&page=43
     
  2. Thor78

    Thor78 Mitglied

    Registriert seit:
    12. April 2009
    Beiträge:
    695
    Ort:
    Nord Hessen
    Ich denke das Religion schon ein ausschlaggebender grund für viele kriege darstellt. Das war in der vergangenheit oft ein grund für konflikte und wird in der zukunft auch immer für zündstoff sorgen - leider .

    Lg Thor 78
     
  3. Einfach Mensch

    Einfach Mensch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2007
    Beiträge:
    8.643
    Ort:
    Oberschwaben, genau über dem Mittelpunkt der Erde

    Also, ich würde den Begriff Religion durch Glauben ersetzen.
    Die wirklichen religiös begründeten Kriege waren in Mitteleuropa mit dem 30-jährigen Krieg vorbei.
    Danach handelt es sich meist um ideologische Kriege. Aber, auch eine Ideologie bedarf des Glaubens.
    Hinter den napoleonischen Kriegen stand die Ideologie der französischen Revolution. Verbunden mit dem persönlichen Machtstreben des Herrn Napoléon.
    Und ab da ging es in Mitteleuropa nur noch um machtpolitische Vorherrschaft. Oft verbunden mit einem Glauben an die Überlegenheit des eigenen Volkes, was sich besonders im 2. Weltkrieg bei Hitler zeigt.

    Man kann also sagen, dass Kriege glaubensbasiert sind. Wobei eben Glauben sich nicht auf Religion beschränkt. Sondern auf jede Ideologie.

    Und, wie schnell Glauben zu einer vermeintlichen Position der eigenen Überlegenheit und damit zur Rechtfertigung des Niederkämpfens Andersgläubiger führt, kann man täglich hier im Forum live sehen.

    :)

    crossfire
     
  4. gldat

    gldat Mitglied

    Registriert seit:
    6. Januar 2009
    Beiträge:
    144
    Leider, obwohl meiner Meinung nach alle Religionen das verbindende hervorheben. Natürlich ist der eine vom eigenen Glauben mehr überzeugt, und versucht den anderen zu überzeugen.

    Meiner Meinung nach braucht es aber keinen Konkurrenzkampf, Druck oder Manipulation dabei zu geben, denn wenn man ohne Angst das tut, woran man glaubt, kommen diese Menschen von selbst in dein Leben, wir brauchen nicht mehr wie ein Neandertaler zu denken, wir leben ja nicht mehr in einem kleinen Rudel, sondern sind inzwischen immerhin zu einigen Milliarden Menschen angewachsen.

    lg


    gldat
     
  5. perspektive

    perspektive Guest

    Ich denke es sind immer Menschen. Wenn es nicht Religion ist-ist es eben ein anderer mehr oder weniger schwachsinniger Grund.

    Viele z.B. religiöse Fundamentalisten würden, gäbe es keine Religionen mit anderen Begründungen, den selben Mist verzapfen.
    Der Grund liegt im Individuum.

    Ich sehe das wie wie crossfire..

    lg
     
  6. Callisto

    Callisto Guest

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    Ganz einfach..
    Wenn sich Familien und Nachbarn untereinander nicht vertragen, und sich gegenseitig fertig machen...Wie soll sich dann bitte die ganze Welt vertragen?

    Und ich glaube auch, daß die Religion nur ein dummer Vorwand ist, von ein paar Idioten, die sich einbilden, sie müssten die Welt beherrschen..

    So wie der kleine, braune Gefreite...

    Ich wär ja dafür, daß die Politiker das untereinander ausfechten.
    Immerhin wird Krieg ja von denen angefangen.
    Sollen sich gegenseitig auf die Schnauze kloppen und das Volk in Ruhe lassen.
     
  7. tyrael63

    tyrael63 Guest

    laut marija gimbutas' forschungen begannen kriege erst nach der domestikation von pferden bei zentralasiatischen hirtenvölkern, in etwas in der zeit ab dem 4. vorchristlichen jahrtausends. dies führte dazu, dass sich durch die dadurch verstärkte macht der männer (pferd und bogen) erste partiarchal orientierte reiterkulturen bildeten. diese reiterkulturen begannen erstmals, nicht nur zu jagen, sondern auch kriege zu führen.

    bedingt durch dürren und hungersnöte wanderten teile dieser völker in den persischen, später kleinasiatischen sowie indischen raum aus, wo zu dieser zeit die ersten hochkulturen entstanden, die sich im zuge dieser invasionen und deren auswirkungen immer mehr von zunächst matriarchaler prägung zu männlichen kriegerkulturen entwickelten.

    die expansion ging in weiteren wellen bis nach mittel-, später auch nord- und westeuropa, wo diese völker durch ihre militärische überlegenheit ebenfalls die bisher martiarchalen, auf göttinnenkulten basierende (organisch-natürliche) gesellschaftsstrukturen stürzten, und durch das neue patriarchale (dominanz- und stärke-) system ersetzten. im 3. jahrtausend scheint es, in großen gebieten europas zu einer wahren vernichtungs- und ausrottungswelle an der ansässigen bevölkerung gekommen zu sein. (kurganen-expansion)

    krieg existiert also erst seit ca. 7.000 jahren!

    mit dieser umwälzung gingen auch weitreichende veränderungen der gesellschaft einher. so wurde besitz und erbfolge, die bisher von der mutter auf die tochter übergingen, nun "männersache". die blutlinie des mannes wurde die erblinie, was auch dazu führte, dass die"offenere" matriarchale sexualgesellschaft verschwand, da ja der mann sich der legitimen erben nur sicher sein konnte, wenn er der alleinige (er)zeuger war. also auch der beginn der monogamie.

    krieg, patriarchat, religion und sexualität sind also, so gesehen sehr eng miteinander verknüpft. wohin diese umwälzungen dann in weiterer folge führten, steht in jedem geschichtsbuch nachzulesen.

    das heißt, die soziale dominanz des mannes ist offensichtlich nur mit kriegerischen mitteln aufrecht zu erhalten, da sie, aus diesem blickwinkel betrachten, unserer natürlichen menschlichen struktur widerspricht. und wie schwierig es wirklich ist, völlig monogam zu leben, wissen wahrscheinlich auch die meisten.

    noch existierende matriarchale kulturen in kleinen gebieten chinas, indiens, süd- und mittelamerikas und diesbezügliche forschungen belegen, dass diese kulturen zu den friedlichsten und konfliktfreiesten menschlichen gesellschaften auf diesem planeten gehören. ebenso wie die ursprüngliche kultur der australischen aborigines, neuguineischer stämme, etc,... deren weltbild ebenfalls eher auf einer parallelen gleichwertigkeit als auf der dominanz der männer beruht.

    ebenfall matriarchal waren die nordamerikanischen langhauskulturen der delaware und irokesen, deren sozialsystem gemeinsam mit ideen, die von der französischen revolution übernommen wurden, die grundlagen der amerikanischen verfassung bildeten, was die weißen einwanderer allerdings in weiterer folge nicht davon abhielt, diese kulturen weitestgehend zu zerstören.

    interessant in diesem zusammenhang ist die im antiken griechenland der erblühenden stadtstaaten bestehende außenseiterrolle der spartaner, die als einzige ebenfalls noch matriarchalisch organisiert waren, wie auch die kretisch-minoische kultur, die von griechenland aus unterworfen und in weiterer folge patriarchalisiert wurde.

    im laufe der zeit wurde auch religion und glaubensysteme mehr und mehr "macht- und männersache", von den großen antiken religionen mit einen göttlichen übervater (jupiter, zeus etc.) als chef, bis hin zu den monotheistischen "männlich-patriarchalen" weltreligionen.

    die religionen waren in weiterer folge also weniger die kriegsauslöser, sondern eher die vorwände für territoriale ansprüche, handelskriege oder erbfolgestreitereien. und auch die kreuzzüge, als beispiel, dienten eigentlich machtansprüchen und handelsinteressen, die unter den deckmantel von glaubenskriegen ausgelöst wurden.


    das alles ist sehr stark simplifiziert, ist auch in dieser art nicht ganz unumstritten, aber vielleicht regt es ein wenig zum nachdenken an.
     
  8. DNEB

    DNEB Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. August 2004
    Beiträge:
    1.850
    Ort:
    Ja
    Hmm, mir fällt noch ein das z.B unser geldsystem auch ein eher männliches, auf konkurenz aufgebautes, ist.
    Und es ist auch eine glaubenssache, der glaube ist wohl schuld :zauberer1


    Moin tyrael63
    Ö.Ö was soll man da noch sagen :D
     
  9. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. August 2007
    Beiträge:
    16.221
    Ort:
    Saarland
    Naja, ist eigentlich das selbe wie: "Waffen töten keine Menschen, sondern Menschen töten Menschen". Aber wenn dies durch Waffen sehr viel einfacher gemacht werden kann, so spricht nicht viel für Waffen. Alternativ den Menschen abschaffen können wir ja nicht.:rolleyes:

    Religionen grenzen meist mit voller Absicht Andersgläubige (oder sogar bestimmte Mitglieder der eigenen Religionsgemeinschaft u.a. Frauen) aus, entweder indem sie die eigenen Religionsangehörigen zu den einzig Gottgefälligen hochstilisieren oder sogar andere abwerten. Hinzu kommt in vielen Fällen ein Missionierungsbestreben und der hervorgehobene Kampf gegen den Unglauben. Ja, Religion ist eine mächtige Waffe, und ein "schöner"
    Rechtfertigungsgrund.

    LG PsiSnake
     
  10. tyrael63

    tyrael63 Guest

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    interessanter gedanke. in gewisser weise ist was dran, da unser glaube, sowohl als individueller als auch als kollektiver glaube unsere sicht auf die welt, wirklichkeit beeinflusst.

    nur, menschen können nunmal, erst recht nicht in einer globalen welt, nicht(s) glauben.
    alleine schon, wenn ich mir z.b. nachrichten anhöre, muss ich glauben. überprüfen, ob das auch wirklich alles stimmt, kann ich als einzelner nicht. nicht in aller konsequenz.
    ich verlasse mich darauf, muss, will mich darauf verlassen, dass das stimmt.
    und das ist: glauben.

    das selbe gilt beim lernen, bei der erziehung, etc.
    alles glauben, glaubensbilder, ideen, vorstellungen.
    aber sie haben auswirkungen in der realität und wirken/verändern unsere realität.
     
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