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Kann echte Reue Karma abbauen?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Monk62, 30. August 2005.

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Kann echte Reue Karma abbauen?

  1. Ja, dem stimme ich voll zu

    9 Stimme(n)
    33,3%
  2. Könnte möglich sein

    11 Stimme(n)
    40,7%
  3. Verrückte These, wer bewertet denn "echte" Reue?

    3 Stimme(n)
    11,1%
  4. Definitiv nicht, wir haben gar keinen Einfluss

    4 Stimme(n)
    14,8%
  1. Monk62

    Monk62 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. August 2005
    Beiträge:
    6
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    Vermeintliche Schicksalsschläge laufen im Leben eines Menschen nach dem Prinzip "Ursache und Wirkung" ab. Wie uns vor 2000 Jahren gesagt wurde, werden wir das ernten, was wir zuvor gesät haben.

    Und doch bin ich der Meinung, dass ein Mensch - je nach Schwere einer begangenen Tat - deren karmische Auswirkung lindern bzw. aufheben kann, wenn er noch in der laufenden Inkarnation sein Fehlverhalten zutiefst bereut. Es ist nicht dieser flüchtige Gedanke gemeint "hoppla, war wohl nicht so gut". Tiefe Reue ist für mich der ständige, fast schmerzhafte Gedanke, sich unter gar keinen Umständen jemals wieder zu solch einer Tat hinreißen lassen zu wollen.

    Was bewegt mich zu dieser Überlegung? Der Grundgedanke der Schöpfung heißt ENTWICKLUNG. Im Verlauf vieler Inkarnationen sollen wir lernen, uns unseres Ursprungs bewusst zu werden, um letztendlich als einzelner, geläuterter Tropfen (individuelles Bewusstsein) wieder Teil des Ganzen (göttliches Bewusstsein) werden zu können.

    Die Läuterung geschieht, indem genau das in einer der nachfolgenden Inkarnationen zu erleiden ist, was vorher von uns verursacht wurde.

    Jetzt meine Überlegung: Wozu soll das Karmagesetz noch greifen, wenn die Erkenntnis, falsch gehandelt zu haben, sich durch echte Reue bereits heute tief im Bewusstsein des Verursachers eingegraben hat?

    Bitte sagt mir dazu eure Meinung.
     
  2. Leprechaun

    Leprechaun Mitglied

    Registriert seit:
    28. August 2005
    Beiträge:
    39
    Ort:
    Innsbruck, Tirol
    Hy!

    Ich bin schon der Ansicht, daß Reue Einfluß auf das Karma nimmt - aber wichtig ist dabei die Umsetzung in Taten.
    Wenn ich Handlungen gesetzt habe, mit denen ich Menschen geschadet habe, so kann ich meine Reue nur durch Taten zeigen und beweisen.
    Ich bin aber überzeugt, daß es wesentlich mehr guter Tagen braucht um eine einzelne schlechte Tat einigermaßen auszugleichen.

    LG
    Irene
     
  3. Namo

    Namo Guest

    Rumi sagt:
    "Komm nur, ja komm nur, wer immer Du bist;
    Sucher, Verehrer, Freund des Verlassens.
    Es ist kein Problem, was es auch ist,
    mit Zweifeln müssen wir uns nicht befassen.
    Du hast Eide gebrochen? Und das tausendmal?
    Auch dann komme wieder, beginne nochmal."
    (Rumi)

    Wer von denen, die sich dem Inneren zugewendet haben, schaut noch wie ein Kaufmann auf sein Schicksal?

    Namo
     
  4. tamash

    tamash Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Juni 2005
    Beiträge:
    1.198
    Karma baut sich ganz von selbst ab. So wie wenn du ein bestimmtes Schulbuch nicht mehr benötigst, weil du den Inhalt kennst, so brauchst du auch die Lehren des Karmas nicht ewig.
     
  5. Crowley

    Crowley Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Januar 2005
    Beiträge:
    4.104
    Ort:
    Abyss
    Dem kann ich mich im Grossen und Ganzen anschliessen.
    Reue ist nicht unbedingt erforderlich.
     
  6. SilentShadow

    SilentShadow Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2005
    Beiträge:
    117
    Ort:
    Unna (NRW, BRD)
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    Ich glaube nicht daran, daß so etwas wie Karma überhaupt existiert. Man verändert sich allerdings psychisch mit dem, was man tut. Da kann echte Reue schon ein Weg zur Umkehr sein.
     
  7. Raphael 0022

    Raphael 0022 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. Februar 2005
    Beiträge:
    518
    Ort:
    Frankreich franz./deutsche Grenze
    Bereuen ja, aber das reicht nicht aus. es geht hier auch um vergebung. wenn ich in meiner jetzigen inkarnation eine tat von ganzem herzen bereue. werde ich sie in der nächsten inkarnation nicht mehr tun. aber - es tut mir leid - die große wahrscheinlichkeit besteht, dass ich in der nächsten inkarnation irgend eine krankheit haben werde, die medizinisch nicht zu heilen ist, weil die schuld dieser tat noch heute in meinem ub ist. das ist in der "reinkarnationslehre" nachzulesen. wenn ich jedoch um vergebung bitte und mir selbst vergebe, dann kann ich es komplett auflösen. ein beispiel: ein mann hatte seit 35 jahren schreckliche magenkrämpfe und kopfschmerzen. die schmerzen traten in der regel nach dem essen auf. die symtome wurden mit bis zu 40 tabl. am tag "bekämpft". auch geistige heiler, konnten nur vorrübergehende besserung herbeiführen. bei einer rückführung konnte er dann folgendes sehen:
    als 5 jähriger junge, die familie war arm, es gab wenig zu essen, wurde er zur nachbarschaft geschickt, die ein fest feierten um esswaren zu holen. auf dem rückweg überkam ihn der hunger und er hatte fast 50 % aufgegessen. als er nach hause kam, gab es natürlich prügel, da seine geschwister nicht mehr genug hatten. dieser umstand hatte ihm in der damaligen inkarnation schon sehr sehr leid getan, aber, er konnte es damals nicht auflösen.
    heute ist dieser mann gesund. er konnte erkennen und er konnte sich
    v e r g e b e n.
     
  8. Reinfried

    Reinfried Guest

    Schönen Guten Morgen!


    Ich möchte mich Raphael anschließen, ein ganz wichtiger Aspekt ist die Tatsache, dass man sich selbst vergeben muss.

    Reue bedeutet mitunter Schuldgefühle - und das hemmt uns unter Umständen für den nächsten Lernschritt.

    Ich glaube, der einzige "Richter", den es gibt (z.B. am "Ende des Lebens") sind wir selbst. Und wenn wir selbst sagen können: Ich habe die Handlungen und Motive der anderen verstanden UND ich habe mich selbst verstanden - dann ist es ok. Und mit "Verstehen" meine ich auch vergeben.

    Alles Liebe
    Reinfriede
     
    Raphael 0022 gefällt das.
  9. Zahya

    Zahya Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juni 2004
    Beiträge:
    416
    Ort:
    Graz AT
    genau so, wie oben geschrieben, sehe ich das auch. nur mit reue, schon gar nicht, wenn sie schmerzhaft ist, kann man bestimmt kein karma abbauen. schau es dir doch bei kleineren dingen in diesem leben an: wenn du einen fehler gemacht hast, und dich dann in schmerzhafter reue mit schuldgefühlen plagst, geht es dir dann besser? wohl kaum. :)
    und wenn du jemandem geschadet hast, dann hat der von deiner ehrlichen reue und deinen schuldgefühlen auch nicht viel. eigentlich sind die dann sogar eine frechheit demjenigen gegenüber, dem du geschadet hast, denn nicht du bist der geschädigte und der leidtragende, sondern er.
    zu dem fehler stehen, vor sich und vor anderen, sich vergeben und es wieder gut machen, ohne mit schuldgefühlen rumzurennen - das ist für mich karmalösung. :)

    alles LIEBE,

    tina


    ... und dafür, dass jesus für uns am kreuz gestorben ist ... büßen wir ja heute noch. :angel2: :schaukel:
     
  10. Ramar

    Ramar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. August 2005
    Beiträge:
    1.257
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    Ob man mit Reue sein Kharma abarbeiten kann? - die Frage erinnert mich sehr an jene ob man mit Beichten (oder Kauf von Ablass) seiner Sünden ledig wird ?

    Laut den vedischen Schriften, welche auch Grundlage für das indische Kastenwesen sind und auch sonst voll sind mit Vorschriften und Strafen (neben vielen schönen Aussagen) ist Kharma das, was man sich in einem Leben erarbeitet / erwirkt hat (im Rahmen des Zyklus der Wiedergeburten )
    Ob die Aufgaben, Gesetze, Vorschriften erfüllt wurden oder nicht, jedenfalls wird Kharma für die nächste Wiedergeburt „angehäuft“ .
    Laut vedischen Schriften kann ein Teil des Kharma bearbeitet / verändert werden ( wie bei 2 Bauern mit Feldern; einer hegt und pflegt, daher positiv; einer macht nichts, negativ) und damit werden Startbedingungen für das nächste Leben geschaffen.
    Das Kharma erklärt die soziale Ungleichheit (in Indien) durch das Vorleben in anderen Inkarnationen. (die niederen Kasten sind selbst schuld für ihre
    niedere Kaste durch ihr Vorleben und frühere Taten)
    Schlimme Strafen werden in den vedischen Schriften angedroht: So "bringt" die Tötung eines Brahmanen dem Mörder eine Wiedergeburt als Hund, Schwein oder Unberührbarer. Wer Wein trinkt, findet sich als Wurm wieder und wer gar das Bett eines Guru verunreinigt, wird als Gras, Strauch oder Tier mit Fangzähnen wiedergeboren. Das Nichteinhalten irgendwelcher Varna-Vorschriften beudetet generell das Absacken um ein Varna.
    Ebenfalls extrem bestraft wird die Verletzung der Reinheitsvorschriften durch Brahmanen.


    Nachdem wir wohl alle schon einmal Wein getrunken haben, erübrigt sich diese Diskussion, weil wir daher wohl alle als Würmer unser Dasein fristen werden.

    [​IMG]
    Gleichwohl mag eine Auswirkung unseres Tuns wohl vorhanden sein, direkt in unserem jetztigen Leben und wenn man so will als Einfluss im Kommenden. Das kann jeder sogar empirisch erfahren, wenn er sein Leben sensibel genug beobachtet.
    Verantwortlich für seine Tat ist aus meiner Sicht aber nur jener, der das Bewusstsein hat, auch zu erkennen, dass seine Tat nicht "gut" ist.

    (Nicht jener, welcher sich an irgendwelche irrwitzigen Regeln aus Religion oder Staatsgewalt, woher auch immer hält.)

    Also jener wilde Menschenfresser, für welchen das Fressen von Artgenossen in seiner Kultur normal, ja sogar ehrbar und gewollt ist, er anhand seines Bewusstseinstandes etwas GUTES tut, wird wohl kaum verantwortlich sein, was Mord betrifft. Dem Kanibalen ist ja auch selbst das aus unserer Sicht Unrechte seiner Tat nicht bewusst, ergo kann es für ihn auch nicht UNRECHT sein.
    Im Gegensatz dazu ist ein Soldat, welcher andere erschiesst, obwohl auf Befehl seiner Regierung, im Bewusstsein etwas Falsches zu tun, sehr wohl verantwortlich für sein Tun.

    Ob nunmehr ein Mörder seine Tat bereut oder nicht, wird nichts mehr an der Tat ändern können und damit wäre jeder so menschlich naiv nach Strafe und Sühne gedachte Ausgleich wider jegliche Nuturgesetzmässigkeiten.


    Und daher sehe ich Reue als Aufarbeitung von bewusst empfundenen schlechten Taten maximal als Vorstufe zu einem höheren Bewusstsein, nämlich der Erkenntnis etwas für den Täter falsches getan zu haben. Und diese Erkenntnis ist eigentlich schon Leid genug, auch wenn jemand glaubt, es müsse unbedingt eine Art Rache erfolgen. Und auch die Konsequenzen daraus erfolgen praktisch von selbst - durch eigene Reaktionen und die Reaktionen der Umwelt.....

    Ich würde daher die Grundfrage dieses Threads so beantworten: Reue, Beichte, Ablass, Sühne ändern gar nichts, bewusst werden und besser machen in seinem kleinen Rahmen aber ändert alles.


    So Ihr zukünftigen Würmer,
    [​IMG]

    L.G.


    Ramar
     
    tamash gefällt das.
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