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In meinen Armen eingeschlafen

Dieses Thema im Forum "Nahtoderfahrungen" wurde erstellt von Trottelchen, 17. September 2008.

  1. Trottelchen

    Trottelchen Neues Mitglied

    Registriert seit:
    17. September 2008
    Beiträge:
    2
    Ort:
    Berlin
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    Hallo,
    Freitag Nacht merkte ich, es geht zu Ende. Ich weiß immer noch nicht warum? Ich hatte ihn am Abend zuvor, wie immer, noch gewaschen. Aber er roch so komisch.
    Er wollte noch mal puschen, ich sagte ihm, ich helfe dir. Er schaute mich so komisch an, die Augen waren so komisch blau. Unser Hund wollte dazwischen gehen, als er wieder zusammengebrochen ist und ich ihn wieder ins Bett gelegt habe. Sie ließ ihn nicht mehr aus den Augen und hat ihn nur noch beobachtet. Ich machte ihm seine Wunde sauber, denn er hatte krebs im Endstadion. Der Krebs wucherte schon seit Monaten nach draußen und blutete öfters am Tag.
    Ich mußte mit ansehen, wie sein Puls raste, aber auch gleichzeitig schwächer wurde. Die Atmung wurde leiser. Und dann, dann war es still.
    Ich mußte mit ansehen, wie er mit dem Tod kämpfte.
    Die Hauspflege meinte am Abend zuvor, das er noch nicht loslassen kann, weil wir zu sehr eine harmonische Beziehung geführt hatten. Das stimmt, sie war sehr harmonisch. Man hat sich nie gestritten, oder so. Es war schon einzigartig. Aber warum hat er mich soooo früh verlassen? Ich bin doch erst 32 Jahre und er 44 Jahre.
    Der Onkologe war sowieso sehr erstaunt, das er es so lange geschafft hat. Es soll an meine intensive Pflege und so, gewesen sein.
    Ich sagte im Stillen zu ihm, er kann ruhig gehen, damit er sich nicht mehr so quälen muß. Warum mußte er es wahr machen?
    Kann ein Mensch wirklich das spüren, was der andere denkt?
    Es sind so viele Fragen.....


    Wenn ich hier falsch sein sollte, dann schiebt mich bitte in die richtige Abteilung.

    LG
    Jessie
     
  2. Fernblick

    Fernblick Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. Mai 2006
    Beiträge:
    28
    Ort:
    Oberösterreich
    Hallo, als erstes möchte ich dir sagen dass es mir sehr leid tut dass du einen geliebten Menschen gehen lassen musstest.
    Als mein Mann ging wusste ich es auch - ich wusste dass es bald sein würde, warum kann ich dir nicht sagen, denn er war sehr lange sehr krank gewesen und immer wieder war er dem Tod sehr nahe gewesen, aber jedesmal hatten wir nicht ans sterben gedacht. Aber das eine mal dann schon.
    Er hatte ein unglaublich schönes Leuchten in den Augen und er war fröhlich, es war so eine eigenartige fröhliche Gelassenheit in ihm.
    Und ja, ich hab ihn in Gedanken auch gehen lassen, wollte ihn nicht länger so derart leiden lassen. Mein Mann ist so lange geblieben, mit wahnsinnsschmerzen, aber zuletzt war es nur noch Qual für ihn. Hätte ich ihn länger am Leben gewünscht, ich hätte ihm Schmerzen ohne Ende gewünscht.
    Man weiß es wohl wenn es soweit ist weil ich auch rund um die Uhr für ihn da war, so wie du, da hat man doch sowas wie Einklang, weiß schon was der andere braucht ohne dass er es gross sagen muss.

    Was ich so ein bisschen aus deinem Beitrag rauslese - machst du dir etwa Vorwürfe, dass du ihn hast gehen lassen?
    Wenn ja, mach das nicht.
    Ich habe meinen Mann auch gehen lassen in Gedanken und so konnte er friedlich in meinen Armen einschlafen. Gehen hätte er soundso müssen, aber ich glaube er wäre dann gegangen wenn ich grad nicht dagewesen wäre und es hätte ihm Leid verursacht. Sich von seinem irdischen Körper zu trennen wäre dann nicht so voll von Frieden gewesen.

    Das sind so meine Gedanken,

    ich umarme dich und wünsche dir viel viel Kraft
     
  3. Peyton

    Peyton Neues Mitglied

    Registriert seit:
    6. Oktober 2008
    Beiträge:
    9
    Ort:
    Steiermark
    Hallo,
    ich würde dir so gerne ein Lied vorspielen.
    Vielleicht hast du einmal die Möglichkeit dir von Thomas D. die Nummer "An alle Hinterbliebenen" anzuhören.
    Viel Kraft, ich drück dich
    Peyton

    PS: hier der link: http://www.youtube.com/watch?v=_kOyV93rPsM
     
  4. Trottelchen

    Trottelchen Neues Mitglied

    Registriert seit:
    17. September 2008
    Beiträge:
    2
    Ort:
    Berlin
    Hallo,
    vielen Dank für den link. Der Song ist wirklich sehr schön und was wahres dran! Ich habe ihn mir gleich 2x angehört.
    Am 1.10. durfte ich mein Mann ein letztes Mal sehen. Es war sehr schmerzlich. Ich wollte und wollte nicht weg von ihm.
    Ein Tag später hat meine Tochter Geburtstag gehabt. Ich mußte mich so zusammen reißen. Und die Vorstellung, das mein Sohn und ich nächste Woche und mein Mann übernächste Woche Geburtstag haben. Der Gedanke tut so weh! Und die Beerdigung kommt diesen Monat auch noch.
    Meine Tränen wollen einfach nicht aufhören. Mein Alltag bekomme ich auch nicht wirklich hin, obwohl ich doch für meine Kids da sein muß.
    Es ist alles so gemein und ungerecht....
     
  5. Sonnengold

    Sonnengold Guest

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    Liebe Trottelchen (wieso eigentlich Trottelchen?)
    Dein schrecklicher Verlust tut mir unendlich leid und ich spreche Dir mein herzliches Beileid aus.
    Jetzt wird wahrscheinlich die Zeit kommen, in der du dich furchtbar fühlst, kränkelst, trauerst, keine Kraft mehr hast und trotz allem für deine Kinder da sein mußt.
    Ich kenne diese schlimme Zeit nur zu gut.
    Wenn man sich um eine Person kümmert und sich Tag und Nacht um diese Person sorgt, hat man in dieser Zeit keine Zeit um sich selbst zu kümmern. Eher neigt man dazu das Leid der Person mitzutragen.
    Es gab die Zeit, die mich unendlich wütend machte und ich mich fragte, warum die Person einfach schon jetzt gehen mußte. Dann kam eine Zeit der Leere und diverse Fragen: Wie soll es weitergehen??? usw.
    Ich habe in dieser Zeit versucht auch das positive Erleben mit der Person mit dem Negativen (versterben) zu verbinden. Ich habe persönlich die Zeit, die ich mit dieser Person verbringen durfte geschätzt. Ebenfalls habe ich es als positiv empfunden, dies Person bis zum Schluss pflegen zu dürfen und dieser Person den Wunsch zu erfüllen zu Hause zu versterben.
    Du hast dich aufopferungsvoll gesorgt und gekümmert. Hast seine Wunden versorgt und warst für ihn da. Du hast alles gegeben und das ist gut. Du bist eine sehr starke Person.
    Laß dich von mir ganz fest drücken.
    Er wird immer bei dir sein und bei deinen Kindern. Lausche einmal... hörst du etwas von ihm?
    Versuche einmal zu spüren... Er ist da.
    Versuch mit ihm zu sprechen... Er hört dir zu und wird dir Antworten geben.
    Auch wenn du ihn nicht sehen kannst, wird er immer an deiner Seite stehen.

    Alles Liebe
    Sonni
     
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