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Familienaufstellung mit Tarotkarten

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von magicmausi, 16. April 2009.

  1. magicmausi

    magicmausi Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juli 2003
    Beiträge:
    91
    Ort:
    Steyr
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    Hallihallo! :banane:

    Ich habe das Buch "Die Richtung der Kraft - Familienrepräsentation mit Tarot" bestellt und heute bekommen.

    Bis jetzt habe ich nur durchgeblättert, aber ein wenig entteuscht bin ich schon. :wut1:

    Hat schon jemand eine Aufstellung mit Tarotkarten gemacht? Kennt jemand das Buch? Wird wirklich nur mit den Hofkarten gelegt??? Ehrlich gesagt, das finde ich am seltsamsten. (verwendet man nur 16 von 78 Karten???) Ich möchte auf jeden Fall Zusatzkarten ziehen, bin nur noch nicht sicher wie. Ich hätte eine grössere und ausgiebigere Legesystem erwartet.

    Gibt es andere Möglichkeit mit Tarotkarten zu Arbeiten (Richtung Familienaufstellung)?

    Ich gehe jetzt ins Bett und lese das Buch, vielleicht werde ich nachher schlauer. :D

    Wäre interessant, wenn hier jemand auch interesse hätte mit Tarotkarten aufzustellen. Meldet euch! :danke:

    LG: magicmausi
     
  2. Melodie

    Melodie Mitglied

    Registriert seit:
    23. November 2004
    Beiträge:
    755
    Ort:
    Stuttgart
    Grüß dich, magicmausi!
    Ent-Täuschung ist das Ende einer Täuschung :umarmen:
    Natürlich wäre jetzt interessant zu wissen, was genau du denn erwartet hattest. Doch hoffentlich nicht "Familienaufstellung light"?

    Dazu kann dir die Autorin des Buches, die hier im Forum ebenfalls aktiv ist, wohl am besten Auskunft geben. Das Auslegen von Tarotkarten ist etwas ganz anderes als eine Familienaufstellung. Selbst im Einzelsetting der Aufstellungsarbeit, d.h. wenn mit Platzhaltern gearbeitet wird, geht es um das Hineinspüren in die jeweiligen Positionen, nicht um Interpretationen. Außerdem steht dir dabei ein mehr oder weniger kompetenter Berater/Therapeut zur Seite, der seine Wahrnehmung in den Positionen, systemisches Denken, Wissen um die Ordnungen und Dynamiken in Systemen, Kenntnis von Zugangshinweisen und den nicht unerheblichen Vorteil der Position des Nicht-Betroffenen ( so er wirklich kompetent ist :D) zu deinem Nutzen einbringt.
    Wenn du alleine und mit zu interpretierenden Kartenbildern das Thema bearbeiten willst, in das du verwickelt bist, bleibst du mit großer Wahrscheinlichkeit immer schön in dem Denk- und Wahrnehmungsmuster, welches Teil des Problems ist. Selbst wenn du viel Aufstellungserfahrung hast und schon ein hohes Niveau an Eigenkompetenz erreicht hast, sehe ich bei einer "Familienrepräsentation mit Tarotkarten" und ohne kompetente Begleitung nur geringe Chancen, den problemspezifischen Mustern zu entkommen.
    Würde ich mich aber irren und es wäre möglich, auf diesem Weg Klarheit und Lösungsimpulse zu erwirken, dann würden tatsächlich 16 Karten ausreichen. Dann würdest du ja in der Vorbereitung der Arbeit ( die ich ausdrücklich nicht Aufstellung nennen möchte, denn das ist in dem Fall irreführend - auch was mögliche Erwartungen betrifft!) das Wesentliche erfassen und nur einige wenige, relevante Personen oder Wirklichkeiten wählen und mit diesen arbeiten.

    Nochmal: Familienaufstellung ist etwas ganz anderes!

    :confused: Bedeutet das, du fragst erst mal und schaust dann, ob deine Fragen möglicherweise in dem Buch, das du angeschafft hast, beantwortet werden? Hm...

    Verzeih wenn ich jetzt schmunzle. Ich sehe da einen Kreis von Leuten vor meinem geistigen Auge, die sich nach (hoffentlich vollständiger) Lektüre eines Büchleins gegenseitig die Karten interpretieren....
    Ich finde es grundsätzlich äußerst fruchtbar, die Aufstellungsarbeit mit anderen Methoden zu kombinieren, vorausgesetzt, der Anwender ist in beiden Methoden wirklich kompetent.
    Aber bedenke bitte, dass auch und gerade erfahrene Therapeuten und Berater sich nicht selbst therapieren können. Wenn es um sie selbst geht, holen sie sich Unterstützung und gerade das macht sie kompetent.

    Du siehst, ich bin skeptisch, was den möglichen Nutzen deines Vorhabens betrifft, soweit er über erweitertes Nachdenken hinaus geht. Aber ich bin offen dafür, dass du, die von dir gesuchten Experten oder die Autorin selbst, mich eines Besseren belehren.

    Beste Grüße,
    Eva
     
  3. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    Hallo Magicmausi!

    Ich kenne das Buch nicht - mit diesem Vorbehalt ein paar Gedanken zu Deiner Fragestellung.

    Freilich kann in Tarot-Legesystemen so etwas wie eine Repräsentation von Familie stattfinden. Das ist allerdings etwas, das sich von einer Familienaufstellung ganz grundlegend unterscheidet, und zwar hinsichtlich Methode, dahinterliegender Erkenntnistheorie und konkretem Vollzug. Insofern wäre es vermutlich sinnvoll, Deine Frage in die Tarot-Abteilung des Forums zu verschieben.

    Ein wesentlicher Unterschied ist, dass Tarotkarten bereits vorgeprägte Bedeutungskontexte liefern - wenn also zum Beispiel in irgendeiner Tarot-Familienrepräsentation der "Ritter der Stäbe" für den Vater stehen sollte, dann wird diese konkrete Karte mit ihren vorgegebenen komplexen Zuschreibungen in Bezug auf den Vater gedeutet, und zwar als intellektueller/intuitiver mentaler Vorgang, als Kopf- bzw. Gedankenarbeit. Wenn Du so etwas wie eine Systemische Aufstellung mit Platzhaltern machst, dann sind diese Platzhalter zunächst einmal ohne jede Vorbedeutung, und sie werden auch nicht nach einem vorgegebenen Legesystem verteilt, sondern sie erhalten ihre "Rollenbezeichnungen" und ihre Ausgangsposition aus der Startsituation der Aufstellung heraus und aus dem Empfinden der aufstellenden Person, was der stimmige Ort für diese Person/diesen Platzhalter wäre. Und dann geht es weiter, wie es Melodie beschrieben hat - einfühlen, achtsame Veränderungen der Positionen, achten auf Unterschiede in den Empfindungen etc. Was dabei geschieht, ist das Wahrnehmen eines ganzheitlichen Zugangs zum System und zu den Möglichkeiten, die sich dort zeigen. Das ist etwas ganz grundlegend anderes als das Nachdenken und Intuieren darüber, was es bedeuten könnte, wenn für den verstorbenen Bruder die "Königin der Scheiben" aufgedeckt wird. Und vor allem - auch da folge ich Melodie - halte ich es für illusionär und weit offen für alle Verlockungen, sich in die eigene Tasche zu lügen, eine Systemische Aufstellung mit sich allein und ein paar Platzhaltern durchzuführen.

    Ich hoffe, dass auch das Buch, das Du gekauft hast, auf diese Unterschiede hinweist, und vielleicht rührt ja auch ein Teil Deiner Enttäuschung daher, dass es Wege geht, die Du so nicht erwartet hast. Ich habe auch nicht wirklich verstanden, worum es Dir geht: Möchtest Du Deine Erfahrungen mit Tarot-Legesystemen ausweiten, vielleicht ein wenig verlockt durch den Hype rund um das Reizwort "Familienaufstellung"? Oder hast Du ein ganz konkretes Anliegen, für das Du Dir durch die Arbeit mit/an Deinem Familiensystem eine gute Bewegung erhoffst?

    Alles Liebe,
    Jake
     
  4. Gawyrd

    Gawyrd Guest

    Ich kann alles unterschreiben, was bisher gesagt wurde. Eine kleine Ergänzung dazu :

    Das zentrale Element der Familienaufstellung ist nicht das Anfangsbild - das ist lediglich der Ausgangspunkt der "Aufstellung". (Da könnte man ja noch sagen, dass da menschliche Stellvertreter durch Karten oder Gegenstände ersetzbar wären.)

    Aber : damit beginnt die Aufstellung erst. Das Entscheidende geschieht jetzt. Die Stellvertreter lösen sich aus der Statik und aus ihren Positionen - die Situation kommt in Fluss und in Bewegung. Und das können Karten nicht mehr leisten.

    So habe ich die Autorin auch verstanden : dass ihre Methode Familienaufstellungen nicht zu ersetzen versucht und man nötigenfalls das aus den Karten ersichtliche Problem in einer realen Aufstellung weiter behandelt.
     
  5. magicmausi

    magicmausi Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juli 2003
    Beiträge:
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    Steyr
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    Hallihallo!

    Danke für eure Antworten!

    Ich muss zugeben, mit Familienaufstellung kenne ich mich nicht aus (habe nur 2-3 Bücher gelesen), Karten lege ich schon einige Jahre.

    Ich glaube, Jake hat alles super verstanden und beschrieben, Gawyrd hat alles nur noch verstärkt. Ich denke, hier bin ich in dem Fall wirklich nicht ganz richtig, war mir aber am Anfang nicht ganz klar.

    Ich hätte schon was zum Aufarbeiten, aber so eine klassische Familienaufstellung ist nicht mein Ding, kann ich nicht vortellen hinzugehen, nicht einmal als Zuschauer, vielleicht bin ich noch nicht so weit, wer weiss....deshalb dachte ich, es gibt eine Alternative dazu.

    Ich gehe jetzt noch schnell das Buch fertigzulesen, morgen weiss ich dann mehr.
     
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