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Erben

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von pluto, 15. Januar 2007.

  1. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
    Beiträge:
    5.652
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    Hallo miteinander,

    es geht um folgendes:
    Die Mutter meines Mannes ist gestorben. Heute hat er erfahren, dass seine Mutter seine jüngste Schwester als Alleinerbin eingesetzt hat. Er könnte einen Erbschein beantragen und einen Pflichtteil beantragen. Dann müsste sie alles offen legen. Insgesamt sind es 7 Kinder. Die jüngste Schwester war das Lieblingskind schon immer gewesen und ihre Tochter auch noch.

    Wie verhält sich diese ganze Misere aus systemischer Sicht?

    Soviel ich weiß, hat bei solchen Schwierigkeiten kein Kind ein Anrecht auf das Erbe. Genaugenommen gibt es aber kein Erbe, da meine Schwägerin schon zu Lebzeiten auf der Bank als Alleinerbin eingesetzt wurde.

    Wie sind die Erfahrungswerte aus Familienaufstellungen? Ich frage, damit ich einen Anhaltspunkt habe, an dem ich mich orientieren kann, wie mein Mann sich am besten verhält.

    Es gab auch schon eine Vorgeschichte: Als ich meinen Mann kennengelernt hatte, musste er ungedingt zum Notar um etwas zu unterschreiben. Um was es ging wusste er nicht so genau. Das hat er dann erst erfahren, als der Notar ihm den Vertrag zuschickte. Da hatte er unterschrieben, dass sein Anteil am Erbe seines Vaters seiner Mutter überschrieben wurde. (Es ging ums Haus und das Grundstück.) Dies hat jetzt alles seine jüngste Schwester auch noch bekommen.

    Wie sollte mein Mann sich sinnvollerweise jetzt verhalten?

    Liebe Grüße pluto
     
  2. Gawyrd

    Gawyrd Guest

    Liebe Pluto,

    1. Wer sagt das und wer kann das für alle Fälle behaupten ? (Das habe ich im SYSTEMISCHEN Rahmen noch nie gehört.)

    2. Es wird hier rechtliche und seelische Wirklichkeit vermischt, was zu völliger Unklarheit führt. Erbe ist eine rechtliche Größe. Wenn bereits alles als Schenkung der Tochter übertragen wurde - dann gibt es kein Erbe mehr. Wenn nicht, dann gibt es ein Erbe - was unter anderem daran zu erkennen ist, dass das Finanzamt eine Erbschaftssteuer vorschreibt.

    3. Warum MUSSTE Dein Mann ? Was wäre passiert, wenn er nicht unterschrieben hätte ? Gar nichts MUSSTE er. Er hat sich verhalten wie ein unmündiges Kind - nicht wie ein erwachsener Mann. Es wird stets darauf verwiesen, dass man NICHTS unterschreiben soll, was man nicht gelesen hat. (Übrigens : wenn der Notar das so zugelassen hat, könnte das sogar eine Pflichtverletzung seinerseits sein. Meiner laienhaften Meinung nach hat ein Notar sicherzustellen, dass jemand gelesen und verstanden hat, was er unterschreibt - und dass er es freiwillig und ohne Zwang tut. Wozu sonst sollte eine Unterschrift vor dem Notar sinnvoll sein ?)

    Ich kenne es nicht aus Familienaufstellungen - aber aus der Realität, wo so mancher "Erbverzicht" bis zum Tod der Beteiligten zu Streit, (Selbst)Vorwürfen und sogar zu psychosmatischen Erkrankungen geführt hat.

    Wozu haben wir rechtliche Regelungen. "Klare Rechnung - gute Freunde". Dein Mann würde nicht nur für sich verzichten, sondern auch für Eure Kinder. Einerseits leidet Ihr an Geldmangel (so habe ich frühere Postings von Dir in Erinnerung) - und jetzt könnt Ihr Euch so einen "großzügigen" Verzicht leisten ?

    Ich sehe hier eher die Gefahr, dass hier systemische Begründungen dazu missbraucht werden könnten, Konfliktscheue und (ich spreche es mal aus) Feigheit zu "systemisch korrekten Handlungen" umzustilisieren.

    Vielleicht besteht hier auch ein Zusammenhang zum Verhalten Deiner Tochter - von der Du mal geschrieben hast, dass sie Euch zu wenig respektiert. Es kann Kindern weh tun und ihnen auch das Vertrauen rauben, dass die Eltern sie beschützen können, wenn sie miterleben, wie die Eltern klein beigeben und sich über den Tisch ziehen lassen.

    Eine Meinungsäusserung - ohne Anspruch auf Richtigkeit.

    Reinhard
     
  3. pluto

    pluto Aktives Mitglied

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    21. Dezember 2004
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    Hallo Reinhard,

    jetzt geht es mir ein bisschen besser. Ich dachte wirklich, dass wenn jemand quasi enterbt wurde ihm dann nichts mehr zusteht. (Weiß aber auch nicht, wo ich das gelesen hatte.)

    Was meine Kinder von mir denken, darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, nur noch nicht im Zusammenhang damit, auf alles zu verzichten oder nicht nachzuforschen, was unterschlagen werden soll. - Danke für den Hinweis.

    Schenkung: weiß ich nicht, ob dieser Vertrag "Kontoverfügung für den Todesfall" mit einer Schenkung gleichzusetzen ist. (Wird sich morgen evtl. schon abklären lassen.)

    Bei meinem Vater war es so: sein Vater hatte ein Testament zugunsten seiner Schwester geschrieben. Er wurde von ihm enterbt. Er hat nichts dagegen unternommen und eine Weile später haben sie sich nicht mehr angeschaut. Krank war er schon immer, ob er dadurch kränker wurde, dazu müsste ich ihn befragen, was aber nicht mehr geht. Heute hat meine Tante einen Marienwahn.

    Angst, pure Angst. Ich weiß nicht, warum mein Mann und seine Geschwister eine solche große Angst vor ihrer jüngsten Schwester haben. Diese Angst ist so groß und mächtig, dass sie sogar auf mich schon übergesprungen ist. Zeitweise schaufele ich mich wieder davon frei. Und diese Angst erzeugt Handlungsunfähigkeit - Konfliktscheue. Woher diese Angst (Feigheit) systemisch kommt, ist mir auch ein Rätsel, weil mein Mann keine Aufstellungen durchgeführt hat. Auch meine Schwägerin ist feige, sonst hätte sie alles offen gelegt und ihrem Bruder gezeigt, so wie sie es mit mir vereinbart hatte.

    Die Auffälligkeiten meiner Tochter haben sehr viel mit diesen Geschichten zu tun. Das kann ich mir gut vorstellen.

    Diesen Notar gibt es nicht mehr und passiert ist dies 1982. Der Notar hatte meinen Mann mehrmals angerufen, dass er endlich zum Unterschreiben zu kommen hätte, weil sonst die Frist abgelaufen wäre.

    Die Unterschrift diente dazu, seinen Anteil an Haus und Grund seiner Mutter zu überschreiben, damit seine jüngste Schwester da ein neues Haus bauen konnte. Pläne waren schon fertig, gebaut wurde nie. Verkauft wurde das Grundstück irgendwann in den 90er Jahren.

    Ihm wurde immer suggeriert, dass dies zum Gunsten seiner Mutter sei, weil sie es ja eh immer so schlecht hatte und so arm dran gewesen war. (altes Haus, Vater der trank und tobte und schlug, Mutter, die enterbt worden war). Dass sie das Haus von ihrem Onkel als "Ersatz" geschenkt bekomen hatte, wurde erst beim Leichenschmaus bekannt.

    ---
    Vorhin hat mein Mann und ich beschlossen, einen Erbschein zu holen. Dann kann ihm die Bank Auskunft geben und er kann seinen Pflichtteil bekommen. Das ist bei den obigen Verhältnissen ein sehr, sehr schwieriger Weg, aber ich muss wohl da durch.

    Liebe Grüße pluto
     
  4. Cilli

    Cilli Guest

    Liebe Pluto,

    soviel ICH weiß, steht jedem ein Pflichtteil zu, es sei denn, man hat darauf verzichtet.
    Scheint ganz schön kompliziert zu werden. Hoffentlich habt Ihr einen GUTEN Anwalt!

    Liebe Grüße

    Cilli
     
  5. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Hallo,

    nachdem ich mich wieder ein bisschen beruhigt habe, frage ich mich, ob es sinnvoll wäre, das ganze aufzustellen: meine Schwiegermutter, meinen Mann, das Geld, das zugunsten Dritter vertraglich geregelt wurde, meine Schwägerin und evtl. weitere Personen, die daran beteiligt sind.

    Vielleicht lacht ihr mich jetzt aus, aber ich frage deshalb, weil ich Bedenken habe, meine Schwiegermutter aufzustellen, nachdem sie noch nicht lange tot ist. Meint ihr, dass es etwas ausmacht, jemanden aufzustellen, der erst "frisch" verstorben ist?

    Liebe Grüße pluto
     
  6. Gawyrd

    Gawyrd Guest

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    Liebe Pluto,

    Das ist eine gute Frage. Es haben ja alle Religionen sozusagen Schutzfristen rund um den Tod. Und das wird seinen Sinn haben.

    Rein gefühlsmäßig würde ich einen Monat vorschlagen - einen Mondzyklus also (ohne es irgendwie begründen zu können.)

    Liebe Grüße, Reinhard
     
  7. GreenTara

    GreenTara Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. September 2003
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    4.788
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    Kassel
    Liebe Pluto :)

    Ich finde die Frage überhaupt nicht lächerlich. Wie Reinhard schon anmerkte, "Schutzfristen" gibt es in jeder Religion. Mir ist der Buddhismus nahe, und im Tibetischen Totenbuch geht man von 49 Tagen aus, in denen die Seele/der Geist umherirrt, ehe er sich wieder inkarniert. Dieser "Geist" soll bis zu 7 mal empfindungsfähiger sein als ein inkarnierter Geist. Und deshalb tut man alles, um ihn sicher durch den "Bardo" zu geleiten, betet, liest ihm vor, welche Erfahrung auf ihn zukommt.

    Einige Zeit würde ich auf jeden Fall verstreichen lassen, auch wenn dich religiöse Begründungen nicht ansprechen. Vielleicht empfindest du auch einfach so, wann es "an der Zeit" ist.

    Liebe Grüße
    Rita
     
  8. Harry55

    Harry55 Mitglied

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    Nähe Graz / Österreich
    Hallo Pluto,

    WIRKLICH eine interessante Frage.
    Spontan ( aus dem Bauch raus ) hätt ich gesagt 3 Tage. Das hat auch schon ein grosser Meister so gehalten ( Jesus :) ).
    Und als nächstes kam mir dann : Vertraut doch auf die Dynamik einer FA !
    Wenn die Seele kann und will, wird sie mitarbeiten. Wenn nicht, wird das in der Arbeit und vom Aufstellungsleiter erkennbar sein.

    Alles Liebe
    Harry
     
  9. pluto

    pluto Aktives Mitglied

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    Hallo miteinander,

    jetzt bin ich richtig erleichtert, das meine Frage doch nicht so abwegig ist. Sie stellt sich mir auch deswegen, weil in der letzten Aufstellung, ca. Septempber letzten Jahres, die Stellvertreterin meiner Schwiegermutter sagte, sie wolle nicht mehr leben. Das war damals echt schlimm für mich und ich wusste überhaupt nicht damit umzugehen.

    Als mein Mann und ich über den Tod und Jesus nachdachten, sind wir darauf gekommen, dass in der Bibel (ich bin katholisch) Jesus nach 60 Tagen in den Himmel aufgefahren ist. Dieses Zeitmaß werde ich dann als Richtmaß nehmen.

    Dann bleibt mir nur noch beten: beten, dass meine Schwiegermutter einsieht, was sie "angestellt" hat.

    Liebe Grüße pluto
     

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