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Elektronische Fußfesseln

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von atoronja, 28. April 2005.

  1. atoronja

    atoronja Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juli 2004
    Beiträge:
    162
    Ort:
    Berlin
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    Was haltet ihr davon?Fußfesseln für Arbeitslose

    Minister hat überwältigende Idee!

    Von Elmar Getto



    Die schamlosen Politiker der Parteien der Berliner großen Allparteienkoalition, die für Hartz IV und damit die Verelendung der Bevölkerung verantwortlich zeichnen, sind noch lange nicht am Ende ihrer Weisheit. Nein, sie haben noch mehr auf Lager. Manchmal möchte man meinen, sie müßten doch jetzt aufhören, es müßte doch einmal genug sein, aber nein, die ‚besten’ Ideen kommen überhaupt erst. Ein Minister hat jetzt seine neueste vorgelegt: Elektronische Fußfesseln für solche Arbeitslose, denen man über Jahre keine Arbeit mehr gegeben hat.


    Dieser Vergleich mit Gefängnisinsassen kommt immer wieder auf Montags-Demonstrationen, wenn verharzte Betroffene, z.T. unter Tränen, ihre Situation schildern: „Selbst im Gefängnis wirst du nicht so behandelt. Dort hast du jedenfalls deine Mahlzeiten und ein Dach über dem Kopf.“ „Was haben wir getan, daß man uns schlimmer behandelt als Straffällige? Für die wird weit mehr Geld ausgegeben als für uns!“ Stimmt sogar, für Häftlinge werden € 85,18 täglich ausgegeben (Information des hessischen Justizministeriums), das sind bei 30 Tagen im Monat € 2 555,40.

    Mancher meint, dieser Vergleich sei übertrieben. Nicht so der hessische Justizminister Christean (nicht etwa Christian) Wagner. Er zieht eine direkte Parallele von den Straftätern zu jenen Arbeitslosen, denen man seit langer Zeit eine Arbeitsstelle verweigert und die er als Langzeitarbeitslose bezeichnet.

    Er stellte auf der Cebit in Hannover sein Projekt der elektronischen Fußfesseln für ehemalige Straftäter vor, die auf Bewährung freigelassen worden sind. Wie aus den Unterlagen hervorgeht, ist der einzige Zweck dieser elektronischen Fußfesseln, zu jedem Zeitpunkt den genauen Aufenthaltsort des Freigelassenen bestimmen zu können.

    Ist der Bewährungshelfer der Meinung, jener müsse abends um 10 Uhr zu Hause sein, so kann er das jetzt vom Computer aus überprüfen.

    Hat er Arbeit, kann überprüft werden, ob er dort zu spät kommt oder nicht die ganze Zeit am engeren Arbeitsplatz ist. Geht er einen trinken, der Bewährungshelfer weiß es im gleichen Moment. Verstößt er gegen Bewährungsauflagen, kommt er zurück in den Knast, das kann z.B. der Fall sein, wenn er drei mal zu spät zur Arbeit oder zur Therapie kommt, wenn er dort fehlt, ohne ein Attest vorlegen zu können usw.

    Wörtlich steht in der Presseverlautbarung des ruchlosen Politikers dann folgendes:

    "Die elektronische Fußfessel bietet damit auch LANGZEITARBEITSLOSEN (...) die Chance, zu einem geregelten Tagesablauf zurückzukehren und in ein Arbeitsverhältnis vermittelt zu werden. Viele Probanden haben es verlernt, nach der Uhr zu leben, und gefährden damit gerade auch ihren Arbeitsplatz oder ihre Ausbildungsstelle. Durch die Überwachung mit der elektronischen Fußfessel kann eine wichtige Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden.“

    Damit wissen wir nun genau, an welche Leute so ein bürgerlicher Politiker denkt, wenn er ‚Langzeitarbeitslose’ sagt: An Straffällige. So kann man sich dann auch schon vorstellen, wie dann die Erziehung (nach der Uhr zu leben) derer aussehen wird, die sich das Verbrechen Arbeitslosigkeit haben zuschulden kommen lassen:

    Um spätestens 6.20 h morgens hast du im Bad angetroffen zu werden (bei dreimaliger Verspätung werden 10% vom „Regelsatz“ abgezogen, den du erhältst). Zum Frühstück in der Wohnküche deiner angemessenen Winz-Wohnung hast du Zeit bis maximal 7.10 h, damit man dich zwischen 7.15 und 7.30 h in der Straßenbahn orten kann (dreimal Bahn verpaßt: weitere 10 % Abzug vom Regelsatz). Von 7.30 bis 14.30 h mußt du dann an deinem Arbeitsplatz angetroffen werden. Da du keinen hast, deshalb bist du ja verharzt, spielen wir das und du gehst durch den Park am Stadtrand in dieser Zeit. Von 14.30 bis 15.00 h will man dich dann in der Suppenküche antreffen (daß du kein Geld mehr fürs Essen hast, ist sowieso klar, nach dem, was man dir schon vom Regelsatz abgezogen hat). Den Rückweg nach Hause machst du joggend von 15.00 h bis 15.45 h, denn für eine zweite Straßenbahnkarte pro Tag hast du natürlich sowieso kein Geld. Wenn du drei mal nicht bis 16.00 h zu Hause bist, weitere 10% Abzug. Du kannst dann eine Stunde verschnaufen. Um Punkt 17.00 h sehen wir dich dann auf dem Weg zur Wohnung deines Agenten der Agentur ohne Arbeit, wo du zwischen 17.30 und 20.30 leichte Tätigkeiten (nur um dich an Tätigkeiten zu gewöhnen) verrichtest wie Abwaschen, Windeln wechseln und Bügeln. In diesem Fall ist die Strafe für dreimal zu spät kommen ein Abzug von 20% deines Regelsatzes. Erscheinst du gar nicht, werden pro Mal 30% deines Regelsatzes nicht mehr ausgezahlt. Dem Arbeitsagenten ist es gestattet, dir eine oder zwei Schnitten trockenes Brot und ein oder zwei Glas Wasser während dieser Zeit anzubieten (Trocken Brot macht Wangen rot, wie jeder weiß). Um 21.00 spätestens hast du zu Hause zu sein (3X verspätet = 10%) und hast dann ab 23.00 h in deinem Bett geortet zu werden (3X verspätet = 10%).

    Wäre doch gelacht, wenn man dir keinen regelmässigen Tagesablauf beibringen könnte. Das schafft zwar keinen Arbeitsplatz, aber helfen täte es, wenn irgendwann (gegen 2050) der Aufschwung käme und die Arbeitsplätze sprössen.

    Du bist dann zwar schon in Rente, aber was kann die Politikerkaste dafür?
     
  2. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    ich hab's nicht glauben mögen und hab - gestehe ich - erst mal gedacht, das wäre wieder mal eine von diesen urban legends, so eine lancierte rufmordgeschichte. ich entschuldige mich für meinen verdacht - das ist in hessen seit 5 jahren geübte praxis, wie ich mich beim hessischen justizministerium selbst überzeugen konnte/musste:

    Pressemitteilung des hessischen Justizministers

    da heißt es unter anderem für diese fußfessel als "chance" für menschen, die auf bewährung aus der haft entlassen wurden, oder für suchtkranke in therapie:
    so sieht also die einübung in ein selbstbestimmtes, freies leben aus... sagenhaft und im übrigen ein musterbeispiel für verlogene "neusprache" à la george orwells "1984".

    und da regt sich unsereiner auf über die beschneidung von bürgerrechten durch die bush-administration... dabei werden mitten in europa (unter dem einfluss von äppelwoi?) solche ideen nicht nur geboren, sondern tatsächlich exekutiert... und niemand treibt den mit dem nassen lappen aus dem amt?

    überwachungsstaat ... andererseits ... seit es mobiltelefone gibt, hängt sich eh fast jeder freiwillig an die ortungsfessel ... alles ortbar, alles vernetzbar, wer wann wo war (demnächst auch über die kfz-mautsysteme), die gesundheitsdaten, das zahlungsverhalten (schufa), und dass dann einem minister mal die vergleiche ein wenig entgleisen und langzeitsarbeitslose und haftentlassene und suchtkranke alle im gleichen topf landen, muss auch niemand mehr wundern. wie sollte man von einem technofaschisten erwarten, dass er humane gedanken denkt!?

    und überall im lande gerade die gedenkfeiern zur befreiung vom faschismus... vermutlich wird demnächst auch kontrolliert, wer bei welcher versammlung teilnimmt - die kameras in den städten haben wir ja eh schon fix installiert...

    alles liebe,
    jake
     
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  3. mond

    mond Mitglied

    Registriert seit:
    28. Dezember 2004
    Beiträge:
    311
    Ort:
    Frankfurt am Main
    Ich kann gar nicht glauben, daß das ernst gemeint ist!!!!!

    Vielleicht sollte man die Fußfesseln lieber den Konzernchefs anlegen, um zu sehen, in welche dunklen Kanäle das vom "Fußvolk" erarbeitete Geld fließt.

    mond
     
  4. milon

    milon Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. Juni 2004
    Beiträge:
    874
    Ort:
    München
    Fußfesseln für freie Bürger, prima... :rolleyes:

    Der Überwachungsstaat wird aber sicher ein wenig unauffälliger über uns kommen:
    http://www.uni-koeln.de/phil-fak/philtrat/58/s10.html

    Und in diesem Monat feiern wir (zumindest in Deutschland) ja immerhin einen weiteren großen Sieg im Zuge der Terrorismusbekämpfung: die Abschaffung des Bankgeheimnisses
    http://www.daserste.de/plusminus/beitrag.asp?iid=242

    Nur weil ich paranoid bin, heißt das noch lange nicht, daß sie
    nicht hinter mir her sind... :rolleyes:

    Gruß,
    Milon
     
  5. romy_hexe

    romy_hexe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. September 2003
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    1.368
    Ort:
    Plauen/Sachsen
    Wird es doch jetzt schon. Doch selbstverständlich nur zur Verbrechensvorbeugung. :schaukel: Was dann noch damit getrieben wird weiß natürlich keiner. Warum auch. Wir Bürger ohne Rechte sollen doch nur brave leicht zu handhabende Steuerzahler sein, natürlich ohne eigene Meinung und selbstbestimmtes Leben.

    Ein Hoch auf den Rechtsstaat. Wobei ich nicht wirklich weiß auf was sich das Recht/s bezieht.

    Alles Liebe
    Romy
     
  6. diabolo

    diabolo Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2005
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    372
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    Wäre zu fragen ob dieser Hesse die Fußfesseln auch auf eigenen Gewinn vertreibt. Jedenfalls ist einer der derartiges äußerst ein degenerierter Fleischfresser. Nur einem Fleischfresser können derartige faschistische Ideen kommen.
    Fußfesseln, das ist in die Wohnung integriertes KZ.
    Keine Arbeit, kein Geld, nicht mal ein KZ will das Pack zur Verfügung stellen..........aber einen geregelten Tagesablauf solls haben. Schizotypisches Irresein verkorkster Psychopathen.
     
  7. Crowley

    Crowley Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Januar 2005
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    4.104
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    Abyss
    Wie kann es sein, dass ein Politiker unser Grundgesetz nicht kennt?
    Noch nie was von "Die Würde des Menschen ist unantastbar" gehört?

    Kicherkicher.
    Vielleicht ist er auch Vegetarier und hat eine faule Tomate gegessen. :lachen:
     
    Romaschka gefällt das.
  8. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. November 2004
    Beiträge:
    44.000
    Ort:
    Berlin und Wien sowas wie zweite Heimat
    Jeder Politiker der nicht zu Sitzungen und Abstimmungen erscheint, der während dieser Sitzungen schläft oder liest oder quatscht oder häckelt soll künftig öffentlich 100 Peitchenhiebe bekommen!

    Das wäre doch was :D
     
  9. Galahad

    Galahad Guest


    Was muß ich da sehen? Du kommst aus Berlin. Das erklärt alles, Du willst den Laden aufmachen der die Peitschen verkauft und so ganz schnell reich werden. :rolleyes:

    Aber ansonsten, :ironie:
    Warum das arbeitslose Pack nur überwachen? Die sollte man doch im Steinbruch zwangsarbeiten lassen bis sie umkippen. Dann haben sie wenigstens noch einen Nutzen für die Gesellschaft!! Und wenn sie abhauen, können wir sie mit der Fußfessel gleich wiederfinden. :ironie:

    Auf solche Ideen können auch nur unterbeschäftigte und überbezahlte Politiker kommen.


    Liebe Grüße
    Galahad
     
  10. Blau

    Blau Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. August 2004
    Beiträge:
    1.336
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    Im Grundgesetz steht, daß JEDER Bürger ein RECHT auf Arbeit hat.

    Und nun kommt ein CDU Politiker daher und meint, Arbeitslose, die (fast) alle UNVERSCHULDET, nur aufgrund eines Systems, daß in der heutigen Zeit garnicht mehr funktionieren KANN, ihre Arbeit verloren haben und denen der Staat das RECHT auf Arbeit nicht gewährt oder gewähren kann, wie SCHWERVERBRECHER zu maßregeln.

    Fehlt nurnoch der Vorschlag (zur vermeintlichen Erleichterung aller Arbeitslosen) anstelle der Fußfessel Bio-Chips zu implantieren (der Überwachungsstaat läßt grüßen). Aber wenn sie Hartz 4 durchgekriegt haben, kriegen sie womöglich auch das durch, woraufhin es das Gros der Bürger (möglicherweise - wie auch bei Hartz 4) zähneknirschend hinnehmen wird.
     
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