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Die Philosophie ist Sinnlos!

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von mason5681, 26. Januar 2004.

  1. mason5681

    mason5681 Mitglied

    Registriert seit:
    17. März 2003
    Beiträge:
    259
    Ort:
    Berlin
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    Hi,

    man möge mir verzeihen wenn ich hier in der falschen Topic poste...bitte verschiebt es gegebenenfalls also folgender Gedankengang:

    Ich habe zwar ewig nix mehr gepostet, aber das Folgende muss ich einfach mal loswerden, in der Hoffnung, dass mich jemand widerlegen kann. Denn wenn mich niemand widerlegen kann, dann ist eindeutig bewiesen, dass ich ein sinnloses Fach Studiere. Wer es schafft, mich eindeutig zu widerlegen, darf sich bei mir zur Belohnung ein Gummibärchen abholen.
    OK, dann fange ich mal an. Ich werde versuchen, alles übersichtlich zu gestalten.

    Als ich heute mein sinnvolles/sinnloses (?) Dasein fristete, entstand folgender Gedankengang:


    Sokrates, Platon und Aristoteles sind die Begründer der Philosophie.

    Sie haben also den Begriff Philosophie „erfunden“ und ihn somit auch selbst definiert.

    Philosophie bedeutet übersetzt „Liebe zur Weisheit“.
    (Das kann man in einem etymologischen Wörterbuch nachschlagen.)

    Sinngemäß bedeutet Philosophie nach Weisheit zu streben.
    (Liebe bedeutet hier also so viel wie Bestreben.)

    Weisheit ist nach den drei genannten Philosophen das Wissen um Ursachen. Wer weise ist, kennt also nicht nur das WAS, sondern auch das WARUM.
    (Nachlesbar in Aristoteles’ Metaphysik)

    Philosophie ist das Bestreben nach Wissen um Ursachen, also die Suche nach Ursachen.

    Das Ziel ist die erste aller Ursachen.
    (Aristoteles’ Metaphysik)

    (Die erste alle Ursachen ist selbst nicht verursacht, sondern aus sich selbst heraus. Auf der Suche nach ihr ist man irgendwann auf den Trichter gekommen, sie als Gott zu bezeichnen. Die Vorstellung von ihr ist also flexibel. Wer sie als Gott bezeichnen will, möge dies tun, wer die nicht mit sich vereinbaren kann, möge es lassen.)

    Philosophie ist also letztendlich die Suche nach einer ersten Ursache.

    Da man nicht weiß, ob es eine erste Ursache gibt, entstehen hier nun zwei Möglichkeiten:
    Möglichkeit A: Es existiert eine erste Ursache.
    Möglichkeit B: Es existiert keine erste Ursache.

    Gehen wir zunächst von Möglichkeit A aus. Auf Möglichkeit B werde ich später zurückkommen.

    Eine erste Ursache ist gleichzeitig auch der erste Sinn, denn sie ist das erste und zunächst das einzige, dass aus sich selbst heraus existiert. Sie hat sich selbst als Sinn. Es ist ja auch zunächst nichts anderes da, was einen Sinn darstellen könnte.
    (Aristoteles’ Metaphysik)

    Wenn alles aus einem ersten Sinn heraus entstanden ist, dann ist alles sinn-voll.

    Wenn alles aus einem ersten Sinn heraus entstanden ist, dann sind auch wir aus diesem Sinn entstanden. (Parallelen zur Schöpfungsgeschichte sind hier möglich.)

    Wenn wir aus einem Sinn entstanden sind, dann sind auch wir sinn-voll.

    Wenn wir sinn-voll sind, dann ist nicht nur unsere Existenz sinn-voll, sondern auch die Art unserer Existenz.

    Zur Art unserer Existenz gehört unsere Beschränktheit.
    (Wir sind nicht dazu in der Lage, das Unendliche zu begreifen, weil wir selbst nicht unendlich, sondern eben beschränkt sind. Das merken wir schon daran, dass wir nicht alles wissen können. )

    Unsere Beschränktheit ist also sinn-voll.

    Wenn wir die erste Ursache (Gott oder was auch immer) mit unserem Bewusstsein erfassen wollen, müssen wir dazu über unsere Beschränktheit hinausgehen.

    Da unsere Beschränktheit aber sinn-voll ist, wäre es sinn-los, darüber hinauszugehen.

    Die Suche nach der ersten Ursache wäre also SINN-LOS.




    Betrachten wir nun Möglichkeit B.

    Es ist sinn-los, nach einer ersten Ursache zu suchen, wenn sie nicht existiert.
    Wir könnten nicht mal feststellen, dass sie nicht existiert, weil wir von einer beliebigen gefundenen Ursache zu deren Ursache und dann wieder zu deren Ursache kommen würden usw.
    Wir wüssten nie, ob die gefundene Ursache nun die erste ist.

    Wenn eine erste Ursache und ein erster Sinn also nicht existiert, dann kann man ich auch nicht finden.

    Die Suche nach der ersten Ursache wäre also SINN-LOS.




    Fassen wir also zusammen:

    Es trifft entweder Möglichkeit A, oder Möglichkeit B zu. Sonst kann nichts zureffen.

    In beiden Fällen wäre die Suche nach einer ersten Ursache sinnlos.

    Die Suche nach einer ersten Ursache ist also generell sinnlos.
    (Egal, welcher Fall nun zutrifft.)

    Philosophie ist die Suche nach der ersten Ursache.

    Daraus folgt:
    PHILOSOPHIE IST SINNLOS!!!
     
  2. mason5681

    mason5681 Mitglied

    Registriert seit:
    17. März 2003
    Beiträge:
    259
    Ort:
    Berlin
    ...hmm keiner da der meine Theorie widerlegen oder bestätigen kann schade....:( :(
     
  3. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

    Registriert seit:
    16. September 2001
    Beiträge:
    15.204
    Ort:
    Oberösterreich
    Ich selber kann ja nicht darauf antworten, würde doch die Erkenntnis dass Philosophie sinnlos ist mein zweites Forum www.denkforum.at völlig sinnlos machen - und um diese schmerzhafte Erkenntnis zu vermeiden....
     
  4. Namo

    Namo Guest

    Mara sagt: "nicht entweder oder, sondern sowohl als auch."
    Alles existiert immer aber viele dieser Existenzen sind sich dessen unterschiedlich unvollkommen bewusst (A=E+bi).

    Längere Version gerne gegen EUR 1250,- :)

    Mason: "Was ist Realitität?"

    Namo: "Du - alles andere ist Illusion."

    Namo

    "Nur weil ich etwas nicht verstehe, ist das für mich nicht einfach grundlos. Vielleicht gibt es ein Reich der Weisheit, von dem der Logiker ausgeschlossen ist." (Sokrates)
     
  5. Juppi

    Juppi Guest

    Irgendwann sollten wir in der Lage sein, das Unendliche zu begreifen.Wir sind auf dem Weg dahin.Somit ist unsere momentane Beschränktheit nicht sinnvoll.Somit auch die Philosophie nicht sinnlos, da auch sie sich verändern wird, indem sie sich unserem jeweiligen Erkenntnisstand anpaßt.

    Oder ? aL.............Juppi
     
  6. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
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    hi mason!
    wenn du das so siehst... aber ist nicht die schar der kritiker aristotelischer logik inzwischen legion?

    ich frag mich ja auch immer wieder, was die ursache des urknalls war?

    und, juppi: das unendliche begreifen? ja, begreifen vielleicht, aber nicht umfassen. ein bisserl vom unendlichen streift ja immer auch das endliche, und da können wir hinlagen...

    alles liebe, jake
     
  7. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Endlich hab ich Zeit auf dieses Tread zu treffen, da ich nicht nur IN einem Tread stecke und auch mal (kurz) auftauchen kann..
    Hallo Walter..schön Dich zu sehen:hast mich zum lachen gebracht!

    Ich selber kann ja nicht darauf antworten, würde doch die Erkenntnis dass Philosophie sinnlos ist mein zweites Forum www.denkforum.at völlig sinnlos machen - und um diese schmerzhafte Erkenntnis zu vermeiden....

    Also........
    Hallo mason 5681
    Ich kann Dir sagen wo Du meiner Ansicht nach vom Weg abgekommen bist:


    Möglichkeit A: Es existiert eine erste Ursache.
    Bitte mache sie HIER ein kreuz
    Möglichkeit B: Es existiert keine erste Ursache.
    Sie haben leider keine Waschmaschine gewonnen...

    Gehen wir zunächst von Möglichkeit A aus. Auf Möglichkeit B werde ich später zurückkommen.
    (würd ich ausschließen)

    Eine erste Ursache ist gleichzeitig auch der erste Sinn, denn sie ist das erste und zunächst das einzige, dass aus sich selbst heraus existiert. Sie hat sich selbst als Sinn. Es ist ja auch zunächst nichts anderes da, was einen Sinn darstellen könnte.
    (Aristoteles’ Metaphysik)

    Wenn alles aus einem ersten Sinn heraus entstanden ist, dann ist alles sinn-voll.

    Wenn alles aus einem ersten Sinn heraus entstanden ist, dann sind auch wir aus diesem Sinn entstanden. (Parallelen zur Schöpfungsgeschichte sind hier möglich.)

    Wenn wir aus einem Sinn entstanden sind, dann sind auch wir sinn-voll.

    Wenn wir sinn-voll sind, dann ist nicht nur unsere Existenz sinn-voll, sondern auch die Art unserer Existenz.

    Zur Art unserer Existenz gehört unsere Beschränktheit.
    (Wir sind nicht dazu in der Lage, das Unendliche zu begreifen, weil wir selbst nicht unendlich, sondern eben beschränkt sind. Das merken wir schon daran, dass wir nicht alles wissen können. )

    Unsere Beschränktheit ist also sinn-voll.

    Richtig, denn wie willst Du Vollkommenheit erfahren ohne dem Gegensatz von Unvollkommenheit.
    Du brauchst einen schwarzen Filzstift um eine weisse Wand zu bemalen.

    Wenn wir die erste Ursache (Gott oder was auch immer) mit unserem Bewusstsein erfassen wollen, müssen wir dazu über unsere Beschränktheit hinausgehen.
    Nein, das wäre nicht logisch. Wir müssen die Art unserer Beschränkung erkennen und dadurch überwinden lernen.
    Das IST der Sinn des Spiels.

    Da unsere Beschränktheit aber sinn-voll ist, wäre es sinn-los, darüber hinauszugehen.
    Sie haben leider keine Waschmaschine gewonnen.

    Die Suche nach der ersten Ursache wäre also SINN-LOS.
    Bitte entfernen sie den Kanditaten aus der Mitte.

    LG
    Regina
     
  8. Namo

    Namo Guest

    Philosophie ist die Liebe zu dem, was wir Gott nennen, das was Lao=Tsu das Tao nannte und die Griechen das Theo. Es ist kein Fach. Philosophie ist das Abenteuer sich selbst als Gott-Mensch zu erkennen.

    Ich denke, es ist sinnlos einen Text zu lesen, der Wissen um anderen Text voraussetzt, das man nicht hat. IMHO ist das, was in solchen Texten geschrieben ist, auch nichts primär Philosophisches, sondern eitler intellektueller Sekundär-Tratsch, der des Lesens nicht wert ist. Wert kann IMHO nur etws Orignäres haben, daß ohne sekundäre Referenzen auskommt. Ich denke auch, daß es einen erheblichen Unterschied macht, ob man das, was Philosophen an Gedanken statiert haben, verwalten, klassifizieren o.ä. will, oder ob man selbst philosophieren möchte. Du sagts, daß Du Philosoph studierst. Das bedeutet m.E., daß Du über die Wirklichkeit selbst philosophieren möchtest. Wirklichkeit ist immer jetzt, und alles (alte + neue) Geschriebene ist, wenn es nicht durch das Selbst durchlebt ist, totes abgestandenes Wissen ohne Bedeutung. Weder kann eine toter Popper die jetzigen Konflikte, wie sie die Menschen z.B. im nahen Osten haben lösen, noch ein Vorsokratker wie Xenophanes. Ich denke, das bedeutet, daß es unbedingt einer eigenen Kenntnis oder Erkenntnis über die Wirklichkeit bedarf, dessen Klarheit durch die Referenz dessen, was andere (Philosophen) erkannt haben, verbessert, aber nicht ersetzt werden kann. Reines Wissen über das, was Andere gesagt haben, auch wenn es der Menge nach groß ist, ist nicht mehr als eine CD-ROM, wenn es nicht verstanden, nicht selbst erkannt, und nicht selbst erlebt ist.
    Ein weiteres Problem ist die unbewußte oder bewusste Vermengung von Personenkult und den eigentlichen Gedanken über die Wirklichkeit. Personen haben nie eine Bedeutung, weil sie etwas gesagt haben; es ist immer nur von Relevanz, ob das, was sie gesagt haben (vom Selbst) erkennbar richtig ist, oder erkennbar falsch. Ich denke auch nicht, daß es generell eine Entwicklung im Denken gegeben hat, welche eine Beziehung zur Zeit hat. Vielmehr denke ich, daß immer nur der Grad der eigenen individuellen Bewusstheit über das Wirkliche das entscheidet. Die Sumerer z.B., hatten das, was sie erkannt hatten, in Sprichwörtern ausgedrückt: 'Der, der viel Silber hat, mag glücklich sein; der, der viel Korn hat, mag froh sein; aber der der nichts hat, kann schlafen'. Dieses u.a.v.m., das die Sumerer in ihrer Kultur zwischen 4500 B.C.E. und 2300 B.C.E. erkannt hatten, mag das vielleicht zeigen, denn der Inhalt hier ist zu allen Zeiten Gegenstand der Philosophie gewesen. Zu den Zeiten, als die Vorsokratiker ihre Gedanken statierten schrieb z.B. Lao=Tsu in 9 X 9 Sinnsprüchen im Tao Teh ching das auf, was er erkannte über die Wirklichkeit und die Unwirklichkeit und er sagte einmal zu Kung=Tse (Konfuzius), der von ihm etwas über die Staatskunst lernen wollte: "Die Philosophen, von denen Du sprichst, sind längst verwest, wenn auch ihre Lehren als Ausdruck ihrer Zeit uns geblieben sind. Was zu wissen ist, ist zeitlos. Wenn die Verantwortlichen ihrer Zeit gerecht werden, sind sie Führer und Segen für ihr Volk; wenn nicht, bleiben sie Getriebene, die Fortschritt und Vollendung der Menschen aufhalten. Vergeblich jeder Versuch, Menschen und Völker durch äußere Reformen zu ändern. Zähme darum Deine Eitelkeit, laß fahren Dein fahrlässig Wissen! Laß ab vom Trug der schönen Programme, die dem Volk nicht helfen! Das Volk erneuert sich aus sich selbst, wenn es frei sich selbst regiert. Der Mensch veredelt sich selbst durch sein Selbst: durch das ihm
    innewohnende Streben nach Selbstverwirklichung. Alles Übrige ist eitel und unnütz. Dein Weg ist der Weg der Menschen; mein Weg ist der des Himmels. Ihn gehen heißt zum Frieden finden und zur Vollendung. Dein Weg entspringt der Zeitlichkeit und endet in ihr. Mein Weg führt vom Zeitlosen zum Ewigen: zur Erfüllung des Sinns des Lebens. Dein Weg ist der Weg der Geschäftigkeit. Mein Weg ist der Weg des Nicht=Tuns, bei dem nichts ungetan bleibt: der Weg der Stille und Ruhe, aus dem das rechte Bewegtsein entspringt." Und Kabir sagte: 'Ich zitiere nicht aus den Schriften; Ich sehe einfach was ich sehe.' oder: 'Womit kann man die Welt vergleichen? Mit einer Schafsherde. Eines fällt in den Graben, der Rest hinterher.' Die Schafsherde Philosophie folgt heute Popper, Occam, oder wie sie alle heißen, und niemand von ihnen hat je bewiesen, daß das Folgen in ihre Schein-Welt der Gedanken, das Lösen von Konflikten der Menschen, in der Wirklichkeit des Jetzt, leistet, welche immer aus dem Denken und der Scheinwelt des Denkens kommen. Im Gegenteil. Es hat die entzweiten Menschen erkennbar nur noch weiter entzweit, da Philosophie mehr denn je als Waffe oder Potenz-Prothese gegen vermeintlich 'einfache' Menschen und/oder Frauen, aber auch gegen vermeintliche Konkurrenten aus der eigenen Disziplin gerichtet, Verwendung findet. Elementares Denken und Erkennen, wie es jeder Mensch leisten kann, und das von jedem Menschen verstanden werden kann, wie z.B. die Philosophie des Volkes der Sumerer ( z.B.: 'Ein Reisender aus fernen Landen ist ein notorischer Lügner.' / 'Erzähle eine Lüge; dann, wenn Du die Wahrheit sagst, wird das für eine Lüge gehalten.' 'Ein liebendes Herz baut ein Zuhause; ein hassendes Herz zerstört ein Zuhause'.) Ich denke auch, daß Philosophie nicht ohne Ethik auskommt, wenn sie nicht eine reine Onaniererei im Verstand bleiben soll. Das bedeutet, daß die Gedanken und Erkenntnise, welche die Menschen als einen 'Weg', den man qualtitativ geht und der die Ordnung des Unbestimmbaren zu Respektieren erkennt und anerkennt, unverzichtbarer Bestandteil der Philosophie ist. Dieses Denken hat sich zwar in den verschiedenen angewandten Religionen in toten Riten verloren, aber in den Gedanken ihrer Ursprünge ist dieses noch enthalten.

    Alles dies mag zeigen, daß es wohl nicht so sehr darauf ankommt, eine geschichtliche Kontinuität in der Philosophie zu finden, sondern daß es viel mehr darauf ankommt, jedem einzelnen Gedanken, unabhängig von der Person, der Zeit und der Kultur, qualitativ zu begegnen. Ich denke, jenseits Deiner Boolschen Logik bedeutet das, daß Primärquellen des Denkens immer eine bessere Wahl sind, als die Schule der 'Karteikastenphilosophie', welche nur die Label toter und lebender Philosophen verwaltet und prozessiert, nicht aber das Originäre selbst als Referenz zum eigenen Erkennen in Bezug nimmt. Ich denke die Gedanken des Lao=Tsu, welche er im 'Tao Te Ching' als kurze Sinnsprüche in Chinesischen Symbolen (Schriftzeichen) niedergeschrieben hat,ist ein Beispiel für eine solche Primärquelle, die kein weiteres oder anderes philosophisches Wissen voraussetzt. Und es ist ein Beispiel, das zeigt, daß Erkenntnis sich nicht notwendig evolutionär oder historisch monoton entwickelt, sondern daß der Grad der Erkenntnis immer nur von der individuellen Fähigkeit zum Erkennen bestimmt wird.
    Nein. bereits zu Lao=Tsu's Lebzeiten (~500 B.C.E.) waren viele Philosophen schon tot (s. oben).
    Weisheit ist das Tao, ist Gott, ist der Vater, ist die Wahrheit.
    Nein. Philosophie ist das Anerkennen dessen, was ist. Nach Ursachen zu suchen bedeutet, das, was ist, zu ignorieren und einem aus dem Hut gezaubertes Sein - einer Ursache ohne Wirkung eher anzuerkennen, als das, was (immer) ist. Kein Atom ist verloren gegangen. Kein Atom ist aus dem Nichts erzeugt. Keine Energie. Alles ist.

    Sinnlos ist die Suche im Außen. Nicht in der Ferne des Raumes, nicht in der Ferne der Zeit ist der Sinn erkennbar, sondern in der einzigen Realität des eigenen Selbst in der Gegenwart, die immer jetzt ist.

    "Ohne aus dem Haus zu gehen - kannst du die Welt erkennen •
    Ohne aus dem Fenster zu sehen - kannst du den rechten Weg erkennen •
    Je weiter deine Reise dich fortführt - desto geringer deine Erkenntnis •
    Der Weise erkennt - ohne zu reisen - versteht ohne zu sehen - vollendet ohne zu handeln •"
    (Lao=Tsu)

    LG

    Namo
     
  9. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Ich bin..........schwer beindruckt.
    Wenn ich jemals einem Philosophen begegnen durfte, dann Dir.
    LG
    Regina
    (und bitteee sag es nicht, sag nicht ich bin unwichtig..lass mir meine Freude an Deinem Beitrag und lass sie mich ausdrücken.)
     
  10. mason5681

    mason5681 Mitglied

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    Hi,

    @ Namo

    "Nur weil ich etwas nicht verstehe, ist das für mich nicht einfach grundlos. Vielleicht gibt es ein Reich der Weisheit, von dem der Logiker ausgeschlossen ist." (Sokrates)"

    Wo kann ich das nachlesen?


    lg Mason
     
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