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Der schweigende Pabst,

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Shimon1938, 23. Januar 2009.

  1. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2006
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    Pius der XII ist ein umstrittener Pabst und war von 1939 bis 1958 der Obarhaupt der Katolische Kirche. Die Shoa prangerte er nie wörtlich an. Der Vatikan will ihn trotzdem seeligsprechen. Eine Ausstellungiom Berliner Schloss Charlottenburgdient diesem Ziel.

    Diese Ausstellung ist ein Skandal und zeigt wiedermal wie die reaktionäre im Vatikan triumphieren.
    Ich hätte das auch etwas vorsichtiger formulieren können, besser gesagt diplomatischer. Oder ich hätte auch darüber schweigen können, weil das Thema etwas "unangenehm" ist oder ich mir hier "Feinde" schaffe...Anderseits aber zeig dieses Thema sehr deutlich wie der Vatikan "funktioniert" und wie der jetziger Pabst "denkt".
    Pacelli (= Pius der 12) soll von der heutigen Pabst, Benedikt XVI. seelig gesprochen werden, das ist die Vorstufe der Heiligsprechung. Pabst Benedikt XVI hat das Dekret zur Seeligsprechung schon unterschriftsreif auf seinem Schreibtisch. Doch Herr Ratzinger zögert noch, braucht noch Zeit zu Reflexion. Der Grund scheint klar zu sein, kann man einen Pabst seeligsprechen der zu der Shoah schwieg?

    Die Ausstellung versucht zu erklären: "Pius XII hat zum Holocaust nicht geschwiegen" --so die Ausstellungsmacher in einem Begleittext. Dennoch sind die angeblichen Beweise sehr dünn.
    Der angeblicher Beweis ist ein Zitat aus der Weinachtsansprache von Pius XII, am 24 Dezember 1942. Darin sagte der Pabst: "Dieser Gelöbnis schuldet die Menschheit den Hunderttausenden, die perönlich, schuldlos, bisweilen nur um ihrer Volkszugehörigkeit oder Abstamungs willen dem Tode geweiht oder fortschreitender Verelendung preisgegeben sind." In meinem Augen etwas zu vorsichtig formuliert, da es überhaupt nicht klar sein kann ob der Pabst wirklich die Juden und nicht etwa die Deutsche Bevölkerung (die unter die "Bombenterror" der Allieret gelitten hat) gemeint hat...
    Dass die Ausstellug auch zum Beispiel zu der sog "Rattenlinie" (damit wurde nach dem Krieg die Rettung vom hochrangigen Nazis durch der vatikan bezeichet) schweigt, ist fast selbstverständlich. Es ist weiterhin unklar, ob Pius XII davon gewusst, bzw. dies unterstützt hat.

    Dies geplante Selligsprechung ist kaum als "innerkirchliche Angelegenheit" zu bewerten, es ist ein Politikum. Denn ungezählte jüdische Organisationen im In, - und Ausland haben bereits gegen die erwartende Selligsprechung das Pabstes, Pius XII, protestiert.


    Shimon1938
     
  2. Reisender

    Reisender Neues Mitglied

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    Beiträge:
    4.085
    Aus meiner Sicht ist die gesamte Prozedur reiner Mummenschanz und heutezutage nicht wirklich ernst zu nehmen.
     
  3. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

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    shalom reisender,

    es ist mehr als "ernst"...und aus rücksicht der üeberlebende und dren nachkommen schlecht hinzunehmen...


    shimon,der alte
     
  4. eva07

    eva07 Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    Lieber Shimon,

    mich interessieren die Päpste nur am Rande, denn eigentlich haben sie ja nicht so viel zu bestimmen.

    Was Pius den XII. anlangt, habe ich schon oft gehört, dass er flüchtende Juden sogar aufgenommen und beschützt hat.

    Was hätte er denn sonst tun sollen? Scharfe Worte gegen das herrschende Regime wählen und dafür an die Wand gestellt und erschossen werden? So war es doch damals. Für mich war er mutig genug, das zu tun, was er getan hat. Wie hättest Du in einer solchen Situation gehandelt? Im Nachhinein weiß immer jeder alles besser.

    Außerdem dürfte er sich hauptsächlich den Katholiken gegenüber verantwortlich gefühlt haben, die ja gerade auch keinen leichten Stand in diesem Regime gehabt haben. Oder glaubst Du, dass sie sich für die Juden hätten opfern sollen? Wem hätte das etwas gebracht? Es hätte den Juden nicht geholfen und sie selbst wären auch in Gefahr geraten.

    Er hat nichts gegen die Juden getan, eher etwas für sie. Und bei der Heiligsprechung kommt es darauf an, was er an Gutem willentlich geleistet hat.
    Da haben wir als Laien doch keinen wirklichen Einblick.

    Für die Heiligsprechung sind meines Wissens 3 Wunder notwendig, die nachgewiesen werden müssen.

    Von mir aus kann jeder heilig gesprochen werden, von dem sie annehmen, dass er ein heiligmäßiges Leben geführt hat.

    Wieso ist das für Dich, lieber Shimon so wichtig? Das ist doch eine interne Angelegenheit der Katholiken. Bist Du ein Katholik?

    Liebe Grüße

    eva07
     
  5. Lobkowitz

    Lobkowitz Aktives Mitglied

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    nun den papst hätten die nazis wahnschenilich nicht erschossen..
    und er sieht sich ja als nachfolger jesu.. mit dem wurde ja auch nicht allzu glimpflich verfahren..
    andere katholiken machten den mund auf und nahmen das martyrium auf sich.. das kann man njcht von jedem verlangen.. das ist klar. aber der papst sollte doch ein beispiel sein
    immerhin gelang es der kirche aber die ermordung behinderter einzudämmen..
    zu den juden schweig sie.. mit gutem grund: der antijudaismus der christlichen kirchen war der nährboden für hiltlers judenhaß..
    einige rettungsaktione gab es, da sist wahr, aber wir wollen auhc nicht vergessen, daß der vatikan nach dem krieg nazi-verbechern half, in sicherheit zu kommen.
    pacelli sympathisierte zumndest anfabgs mit den nazis, da sie für ihn bollwerk gegen den bolschewismuis waren.. er sympathisierte ja auch mit mussolini....
     
  6. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

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    eva,

    wovon du nichts weisst -- schweige lieber!

    es geht noch nicht um "heiligsprechung sondern um selligsprechung. pius xii war alles andere ander als ein freund der juden. die kirche war insgesamt hitlerfrundlich und auch pacelli... als in rom die juden abtransportiert urden, warn die rore der vatikan gechlossen... diesen mesnchen seeeliog zu sprechen zeigt nur die fsinnung des jetzigen pabstes und ist und bleibt ein poiltikum!

    hoffentlich hat tdu die frage nicht ersnst sonder eher humorvoll gemeint, ob ich ein katholik sei (sonst müsste ich an dein versatand zweifeln)ich gehöre kein "verein" an, das jesus zwar verehrt, aber vergisst dass er jüdische murtter hatte und jude war... die kirche verfolgte massiv die juden, und die kirche will noch immer juden "bekehren"!

    shimon,der alte
     
  7. Arphen Maethor

    Arphen Maethor Mitglied

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    Wechselt. Mal da mal hier, mal dort
    Also ich misch mich mal drein...

    1. Der Papst hatte vermutlich wirklich Angst dass die Nazis ihmd as Fell abziehen wenn er was sagt. Ode rzu deutlich was sagt. Italien war Zeitweise sogar unter Naziherrschaft.
    ABER er ist auch der Papst. Und als solcher hat er keine Angst zu haben sondern eine Aufgabe zu erfüllen. Als "Stellvertreter des Petrus" wäre es seine Pflicht den Nazis klar zu machen, dass sie gegen die 10 Gebote nicht zu knapp verstossen und das gefälligst zu unterlassen haben

    Ich gebe denen Recht die sagen, der Papst war auch nur ein Mensch. Sein Amt verlangt aber das er über das "menschliche" hinausdenkt. Wenn ich als Führer einer Religion Angst vor weltlichen Konsequenzen habe, zeigt das jedem deutlich, dass ich als Führer der Religion ungeeignet bin. Petrus starb für seine Überzeugungen. jesus starb für seine Überzeugungen. Müsste daher ein Papst als deren nachfolger nicht in der Lage sein das selbe zu tun?

    Allerdings bin ich ohnehin der Meinung, dass sich keine Religion der Welt so weit von den Lehren Jesu Christi distanziert hat wie gerade (und ironischerweise) die "Christen"
    Nächstenliebe! sagte Jesus. KREUZZUG! Sagten die Päpste
    VERGEBUNG lehrte Jesus. INQUISITION schrie die Kirche.
    Gott liebt ALLE Menschen - predigte Jesus. "Tod den Ketzern" keifte der Vatikan.

    Im übrigen finde ich es sowieos ironisch, dass sich ausgerechnet die 3 Religionen dauernd in den Haaren liegen die den gleichen Gott anbeten.
    Jehova, Allah, Gott - ist doch alles das selbe. Wir erkennen die selben Propheten an (ja Liebe Christen, Ohne Juden gäbe es kein altes Testament und auch keinen Jesus)

    Ich würde eher verstehen wenn sich Die Christen mit den Hindus zoffen. Das ist wirklich ein Religionskonflikt.

    Den Christen geb ich folgendes zu bedenken (bin ja nach Geburt selber einer)
    1. Jesus war ein Jude.
    2. Alle Jünger Jesu waren Juden (zumindest Anfangs, später kamen ja Römer dazu)
    3. Jesus und seine Jünger wussten nicht was Christen sind. Sie waren Nazarener. Das ist eine Untergruppe des jüdischen Glaubens, so wie sich Christen in Katholiken, Orthodoxe, Anglikaner, Protestanten etc zerstritten haben.
    4. Hätten wir anders gehandelt? Würd Jesus heute unter uns leben und da selbe Lehren wie damals, würden nicht die Pharisäer seinen tod wollen - aber der Vatikan. Da wette ich drauf.

    Und an die Juden
    Der papst interessiert nichteinmal mehr die Katholiken. Uns protestanten ging der schon immer am A vorbei, wie auch den Orthodoxen, den Anglikanern, den Altrömern etc.

    Das Holocaust ist vorbei. Ich finde es wäre gut wenn wir alle - Christen und Juden - diese Zeiten als Mahnung im Kopf behalten, aber aufhören drauf rumzuhacken. Als "Nazarener" würde ich nun sagen - reichen wir uns die Hände und beten zu Gott auf unsere Weise um Vergebung und schenken einander Nächstenliebe.

    ich bin in der witzigen Situation beschnitten zu sein, den Namen David zu tragen und mich auch dem jüdischen Volke sehr verbunden fühle, ich versuche hebräisch zu lernen. Momentan mit mässigem erfolg.
    Dennoch fühle ich mich auch den Christen verbunden. Aber nicht dem vatikan, sondern Jesus Christus - und eben jener sprach, das alle Menschen vor Gott gleich sind. Und was der Papst von sich behauptet oder wer wen warum Selig spricht ist mir egal. Vor Gott hat das Urteil der Kirche ohnehin kein Gewicht.
     
  8. Arphen Maethor

    Arphen Maethor Mitglied

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    ich wollte noch etwas anfügen:

    Deinem Namen entnehme ich, dass du vermutlich 1938 zur Welt kamst und den Holocaust mit und überlebt hast.

    Ich verstehe, dass du wütend bist. Ich verstehe, dass die Juden wütend sind. Wäre es umgekehrt gewesen wären die Deutschen zurecht sauer.

    Der Holocaust ist bald 70 Jahre vorbei. Er sollte nicht vergessen werden. Aber er sollte auch endlich ein Ende finden. Solange Juden oder Neonazis noch darauf rumreiten wird dieses Thema weiterleben und viel unfrieden in der Welt stiften. Die deutschen Neonazis sind wütend - weil sie wiedergutmachungen zahlen müssen für Dinge die sie nie getan haben. Und auchd as Deutsche Volk war ein Opfer. Nicht alle natürlich, aber was für eien Wahl hatte man? Klappe halten oder erschossen werden. Es starben auch viele Deutsche in den Lagern, nämlich all jene die sich getraut haben was gegen Hitler zu sagen.

    Meine Frau kommt aus einer ehemals sehr reichen Deutschen Familie. Ihr Grossvater starb im KZ und der Familie wurde das ganze Land, Geld und ihre Häuser weggenommen weil sie gegen das Regime Hitlers waren.
    Sie hat nichts. Sie ist friseurin in einer schäbigen Bruchbude und sie hat nie was von Wiedergutmachungen oder Rückzahlungen gesehen. Dabei würde ihrer Familie einiges zustehen.

    Mein Grossvater ist ebenfalls Deutscher - der sich gegen Hitler wehrte. Er kam nicht ins KZ, denn er hat nie offen gegen Hitler gesprochen. Er hat jedoch jede Unterstützung verweigert und dafür schon mächtig Ärger bekommen. Und mein anderer Grossvater war an der russischen Front - er kämpfte weil man ihn gezwungen hatte. Die Deutschen hatten selbst Angst vor ihrem Staat. Und keine Wahl.
    Natürlich gabs auch jene die Hitler wirklich unterstützt haben. Aber das war eher eine Minderheit.

    Ich bin wie gesagt der Meinung, dass wir das ganze nicht vergessen sollten. Aber wir sollten aufhören der Katastrophe noch Wirkung zu verleihen.
    Wir sollten diese Energie lieber verwenden, um wieder zueinander zu finden.

    So wie unser Gemeindepfarrer es tut. Er lädt Juden und Muslime in seinen garten ein, zusammen mit Christen, wo man sich austauschen kann. Wo man Verstänbdnis für die anderen Glaubensauslegungen findet, wo man Gemeinsamkeiten und Freunde findet.
    Obwohl es in Österreich nicht wenig Extremisten gibt, in jeder Religionsgruppe, verlaufen diese Treffen seit 10 Jahren reibungslos (und monatlich) und bsiher gab es nie Streit. Aber ich konnte darüber auch zu einigen Juden und Muslimen Freundschaft knüpfen. Freundschaften die mir auch viel Wert sind.
     
  9. eva07

    eva07 Neues Mitglied

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    Lieber Shimon,

    auch wenn mein Wissen auf unsicheren Beinen steht, was ich auch entweder mit den Worten ICH HABE GEHÖRT oder ICH GLAUBE andeute, steht es Dir nicht zu, mir das Wort zu verbieten. :schmoll:

    Und ob die röm.kath. Kirche Juden noch immer bekehren will, ist mir wirklich schnurzegal.:confused:

    eva07

    Die Frau ohne Alter
     
  10. eva07

    eva07 Neues Mitglied

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    Danke für diesen guten Beitrag!

    Liebe Grüße

    eva07
     

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