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Bhagavad Gita

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von Lotusz, 20. November 2004.

  1. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
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    Hallo

    Ich bin gerade dabei, die Bhagavad Gita zu lesen. Und ich möchte euch ein wenig daran teilhaben lassen. In der Gita geht es um die Thronfolge und die Erbschaft zwischen den Familien zweier Brüder. Diese Auseinandersetzung wird auf dem Schlachtfeld ausgetragen. Auf der einen Seite stehen die Söhne, Freunde und Verwandten Dhrtarastra's, dem es an spiritueller Sicht mangelt. Auf der anderen Seite steht der jüngere Bruder Dhrtarastra's Pandu mit seinen Söhnen, Freunden und Verwandten, die von Natur aus tugendhaft sind.

    In den Reihen Pandu's steht auch sein geliebter Sohn Arjuna, der auf einem von Pferden gezogenen Streitwagen steht, der von Gott Krishna persönlich gelenkt wird. In der Gita geht es um die Auseinandersetzung die Krishna und Arjuna miteinander haben.

    Und nun einfach mal mitten hinein in die Gita. Ihr werdet sehen, es wird sehr interessant:

    Vers 39: Mit der Zerstörung der Dynastie wird die ewige Familientradition vernichtet, und so wir der Rest der Familie in irreligiöse Praktiken verwickelt.

    Erläuterung: In der Gesellschaft gibt es viele Prinzipien religiöser Tradition, die den Familienmitgliedern helfen sollen, in rechter Weise aufzuwachsen und spirituelle Werte zu erwerben. Die älteren Familienmitglieder sind für solche Läuterungsvorgänge in der Familien, die mit der Geburt beginnen und bis zum Tode angewandt werden, verantwortlich. Wenn aber die älteren Mitglieder der Familie sterben, kann es geschehen, dass solche traditionsgemässen Läuterungszeremonien in der Familie eingestellt werden und die zurückbleibenden jüngeren Familienangehörigen irreligiöse Gewohnheiten entwickeln und dadurch ihre Gelegenheit zu spiritueller Erlösung versäumen.

    Persönliche Anmerkung: Dieser Text hat doch sehr moderne Bezüge. Heute grenzt man die Alten aus dem Familienverband aus. Dadurch besteht dann die Gefahr, dass man damit die spirituellen Läuterungsprozesse innerhalb der Familie unterbindet.

    Oder sehe ich das falsch? Haben die älteren Menschen heute wirklich noch einen Bezug zur Religion? Ich sehe zwar das Interesse vieler junger Mnschen an der Esoterik, aber in meinen Augen hat das mit spiritueller Läuterung oft wenig zu tun.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  2. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
    Und nun ein Beispiel an der Gita, welches mir gar nicht gefällt.

    Vers 40: O Krisna, wenn Irreligiösität in der Famile vorherrscht, verderben die Frauen die Famile. Und wenn die Frauen entarten, entsteht ungewollt Nachkommenschaft.

    Erläuterung: Eine gute Bevölkerung in der menschlichen Gesellschaft ist das Grundprinzip für Frieden, Wohlstand und spirituellen Wohlstand im Leben. Die Grudsätze der hinduistischen Religion sind so angelegt, dass die gute Bevölkerung in der Gesellschaft überwiegt und so den allgemeinen spirituellen Fortschritt des Staates und der Gemeinschaft gewährleisten.

    Eine solche Bevölkerung hängt von der Keuschheit und Treue ihrer Frauen ab. So, wie die Kinder dazu neigen, irregeführt zu werden, so neigen Frauen sehr leicht zur Erniedrigung. Daher müssen sowohl die Kinder als auch die Frauen von den älteren Familienmitgliedern geschützt werden. Wenn die Frauen mit verschiedenen religiösen Praktiken beschäftigt sind, werden sie nicht zum Ehebruch verleitet.

    Persönliche Anmerkung: Die Erläuterungen stammen übrigens von dem Autor des Buches "Bhagavad Gita - Wie sie ist." Bhaktivedante Swami Prabhupada. Aber man sieht "Erleuchtung" schützt vor Unwissenheit nicht.

    Swami Prabhupada, der sicher ein sehr weiser und angesehener Mensch ist, ist leider völlig unkritisch in Bezug auf die gesellschaftliche Stellung der Frau. Anstatt für die gesellschaftliche Gleichstellung der Frau einzutreten, übernimmt es ungefragt konservative Wertvorstellungen. Vielleicht sollte auch der Hinduismus einmal überlegen, ob die Gita an dieser Stelle noch zeitgemäss ist oder ob sie an dieser Stelle nicht reformiert werden müsste.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  3. <Speaking Name<

    <Speaking Name< Mitglied

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    16. November 2004
    Beiträge:
    203
    stimmt...die meißten leute habe gar keine ahnung von dem, was sie als esoterik betrachten...schon traurig....


    religion & co verlieren immer mehr einfluss in unserem leben ( zumindest hier in deutschland ) bzw. werden durch asiatische religionen verdrängt, was nicht weiter schlimm wäre. doch diese "neuen" religionen werden respektlos behandelt und kommerzialisiert...einfach nur :mad:


    ich finde aber auch, dass in unserer heutigen welt eine religiöse läuterung einfach fehl am platz ist...alles ist im wandel und der trend geht halt dahin, dass jeder nur noch das macht, wozu er lust hat...aber man kann den leuten nciht sagen, was sie machen sollen...
    es macht doch viel mehr spaß zuzusehen, wie sie in ihr eigenes verderben rennen...^^
     
  4. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    3.338
    Hallo Speaking Name

    Ich vermute, es tut dir weh mit ansehen zu müssen, wie sich die Gleichgültigkeit in der Gesellschaft immer mehr ausbreitet. Aber es sind Leute wie Du, die anderen vorleben können, dass es neben dem Materialismus noch andere Werte gibt. Haben wir nicht auch einen langen Weg gebraucht um zur Besinnung zu kommen? Ich habe zeitlebens gegen die Religion angekämpft, weil ich sie nicht verstand. Aber die liebevollen Texte von Yogananda und Kriyananda haben einiges in mir bewirkt.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  5. <Speaking Name<

    <Speaking Name< Mitglied

    Registriert seit:
    16. November 2004
    Beiträge:
    203
    mein lieblings zitat:
    versuch ma, einem blinden farben zu erklären....^^

    so ist das auch mit dem leuten, die sich an alles klammern...*G*


    sicherlich, man kann versuchen, den leuten zu zeigen, dass sie ihre zeit vergeuden, aber weil sich der gedanke des "habens" in den leuten schon so festgesetzt, dass sie, auch wenn man es ihnen vormacht, alles nur unter dem zielorientierten ( sie wollen immer nur haben... ) aspekt sehen, kanntes eigentlich vergessen, den leuten etwas beizubringen...

    man muss schon selber "dahinter" kommen...^^
     
  6. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
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    Das Buch ist so strukturiert, das die Zusammenfassung der Gita am Anfang des Buches steht. Dazu mehr in den nächsten Beiträgen.

    @Speaking Name

    Als ich meinen letzten Beitrag abgeschickt hatte, ging mir die Frage durch den Kopf, warum Du dich so auf die anderen konzentrierst und warum es dir so weh tut. und wie der Zufall es so will, wird das gleiche Thema in der Gita angesprochen. Denn wenn dich das Verhalten der Mitmenschen traurig und wütend macht, dann hat das etwas mit dir zu tun. Aber ich glaube, das weisst Du selber.

    Nun aber zur Gita:

    Materielles Mitleid, Klagen und Tränen sind alles Zeichen dafür, dass man das wirkliche Selbst nicht kennt.

    Und ich denke, dass die Gita uns damit sagen will, dass wir zunächst versuchen sollten unser Selbst zu verwirklichen. Um so mehr dies gelingt, um so weniger werden wir von Trauer oder Mitleid beherrscht. Und irgendwann beginnen wir zu Schweigen. Dann ruhen wir in einem tiefem inneren Frieden und fragen uns, warum sich die Menschen so ins Unglück stürzen. Gleichzeitig entwickelt man ein Ausstrahlung, die andere nachdenklich macht. Einige werden vielleicht neugierig werden und Fragen stellen.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  7. <Speaking Name<

    <Speaking Name< Mitglied

    Registriert seit:
    16. November 2004
    Beiträge:
    203
    genau so hab ich das vor^^




    naja, was ich von den menschen ( obwohl es "die menschen" nicht gibt... ) halte, weis ich noch nicht so richtig...*G*
    auf jeden fall sind viele menschen seltsam...^^
     
  8. DNEB

    DNEB Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. August 2004
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    1.850
    Ort:
    Ja
    Tag auch
    man kann doch farben auch fühlen oder riechen!

    Ich weiß grad nicht so richtig (oder nicht sicher), um was es hier geht, aber ich finde das die alten menschen nicht ausgeschlossen werden sollten, vielleicht nicht gerade wegen spiritueller erleuchtung o.ä. sondern einfach wegen der lebenserfahrung, wie man mit was zurecht kommt usw...
    (wir leben irgendwie in einer sich dauernd wiederholenden welt, wir lernen alles immer von neuem da wir "den alten" nicht mehr zuhören...)

    Das die hiesige religion durch östliche pseudo-religion ersetzt wird, kann ich nur bestätigen. Mit pseudo meine ich, das oft nur einzelne aspekte (die die gerade gebraucht werden) einer religion "benutzt" wird und nicht die ganze glaubenswelt (was wahrscheinlich dann auch ein lebenswerk darstellen würde/müsste).

    Danke fürs lesen

    DNEB
     
  9. <Speaking Name<

    <Speaking Name< Mitglied

    Registriert seit:
    16. November 2004
    Beiträge:
    203
    alte leute haben imo schon mit dem leben abgeschlossen und haben ihr weltbild komplettiert und wollen deshalb mit sowas in ruhe gelassen werden...IMO!

    schön gesagt^^



    wie soll das denn gehen...
    es geht doch darum: du kannst dem blinden alles über die eigenschaften einer farbe erzählen; er weis immer noch net, wie sie aussieht; eben weil er blind ist...;)
     
  10. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
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    3.338
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    Hallo DNEB

    Ich glaube, das liegt daran, dass wir in einer "christlichen" Gesellschaft aufgewachsen sind, man uns aber das Verständnis für die christliche Werte nicht vermittelt hat. Und weil wir vielem in unserer Gesellschaft ablehnend gegenüberstehen, identifizieren wir dieses Ablehnende nicht nur mit unserer Gesellschaft, sondern auch mit unserer christlichen Religion. Daraus resultiert bei vielen eine ablehnende Haltung gegenüber dem Christentum.

    Dieser Irrtum beruht allerdings ausschliesslich auf Unwissenheit. Und darum wenden wir uns anderen Religionen zu, von denen wir meinen, dass sie toleranter sind. Wenn man aber z.B. den Buddhismus und das Christentum miteinander vergleicht, dann sieht man, dass sie sich gar nicht so sehr unterscheiden.

    Mich zieht es allerdings sehr zum Hinduismus bzw. zum Buddhismus, weil sie die Grundlage des Yoga sind, dem ich mein Leben verschrieben habe. Andererseits wächst mir das Christentum immer mehr ans Herz, seitdem ich beginne es zu verstehen.

    @Speaking Name

    Die Mehrheit der alten Leute verhält sich bestimmt genau so, wie Du es sagst. Viele von ihnen hatten nie Zugang zu religiösen oder spirituellen Themen. Aber sieh sie dir einmal genau an. Sie waren ihr ganzes Leben lang unglückliche Menschen, weil man ihnen der Zugang zu Bildung und Wissen versperrte. Man wollte folgsame, strebsame und anpassungswillige Menschen haben. Man hat sie mit materiellen Anreizen gelockt. Dabei ist allerdings die Seele verkümmert. Und nun haben sie weder Mut noch Kraft und leiden still vor sich hin. Von Zufriedenheit ist da nicht viel zu spüren.

    Alles Liebe. Gerrit
     
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