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Beltane - Walpurgis am 30. April im Berchtesgadener Land auf der Burg Karlstein

Dieses Thema im Forum "Deutschland" wurde erstellt von Sonnentänzer, 26. April 2005.

  1. Sonnentänzer

    Sonnentänzer Mitglied

    Registriert seit:
    10. Juni 2003
    Beiträge:
    380
    Ort:
    nahe Salzburg
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    Hallo Alpenschamanen-Freunde,

    gerade ist mal das buddhistisch-schamanische Wesak-Fest vorbei, da gibt es schon wieder ein Jahreskreisfest - das keltische Beltane-Fest bzw. die heute wohl eher bekannte Walpurgis-Nacht vom 30. April auf den 1. Mai.

    Wir wollen am Platz des "Trommelns für Mutter Erde" feiern:
    auf der Burg Karlstein bei Bad Reichenhall

    am kommenden Samstag, ab 19 Uhr.

    empfohlene Ausrüstung:

    Decke/Isomatte
    Kerzen/Fackeln/Räucherware
    Rasseln, Trommeln, Didgeridoos, Gitarren usw.
    entsprechende Verpflegung (laßt euch was einfallen bzw. schaut mal im Internet unter "Beltane- oder Walpurgis-Speisen und Getränke" nach)
    Feuerholz (falls vorhanden)
    Taschenlampe

    Anfahrt:
    A 8 - Ausfahrt Bad Reichenhall: Richtung Bad Reichenhall
    B 20 - Umfahrung von Bad Reichenhall bis Abzweigung "Karlstein, Inzell"
    im Ort Karlstein nach der Fußgängerampel rechts und dann gleich geradeaus die steile Straße hinauf (Beschilderung zur Burg !)
    vom Parkplatz zur Burg ca. 10 Gehminuten (Vorsicht: nicht zur Pankraz-Kirche, die liegt am anderen Felsen !)

    warum Burg Karlstein:

    Die Gegend unterhalb der Burg gilt als das keltische Kultzentrum des Reichenhaller Raums. Der Maibaumbrauch ist auch auf einen Sonnenkult zurückzuführen, wie im nachfolgenden Text zu den geschichtlichen Hintergünden von Beltane/Walpurgis nachzulesen ist. Intuitiv begann ich letztes Jahr dort mit dem sonntäglichen "Sunset-Drumming" zum Sonnenuntergang - es entstand somit wieder ein Sonnenkult, der heute im "Trommeln für Mutter Erde" auf der Burg jeden Sonntag Abend weiterlebt.
    Von diesem Zentrum aus verlaufen die Sonnwend-Linien (Sommer- und Wintersonnenwende) entlang des Reichenhaller Kessels und bilden mit der Sonnenlinie vom Teufelsloch (Sonnenloch) den "Reichenhaller Triskel". Hier erfolgen gerade auf Privatinitiative umfangreiche Forschungen und Messungen, die in absehbarer Zeit die Mythen dieser Region zum großen Teil entschlüsseln werden.
    Es gibt bereits jetzt schon sehr spektakuläre Erkenntnisse, über die ich bei meinem Vortrag am 7. Juni im Kurgastzentrum zum ersten Mal berichten werde.
    Der Burgfelsen selber besitzt eine Sage über "Drei wilde Frauen", die überall im Alpenraum wiederzufinden sind und auf die keltische Muttergöttinentrinität hinweisen. Die wunderbare Lage der Burg mit ihren starken Energien, mit ihrem Ausblick auf das "Herzchakra der Erde" - den Untersberg, den Gaisberg (Salzburger Kultberg), das Lattengebirge mit dem Teufelsloch, den Staufen und die "Sieben Palfen" und auf das Energiezentrum des Tals bietet schon seit langer Zeit einen geeigneten Platz für spirituelle Veranstaltungen und Feste


    geschichtliche Hintergründe:

    Nach keltischen Vorstellungen begann zum Zeitpunkt des 1. Mais der Sommer, zudem des 1. Novembers der Winter. Die Bräuche, die an beiden Vorabenden galten, ähneln bis in Einzelheiten den Gepflogenheiten der heute bekannten Walpurgisnacht. Diese symbolisierte wie heute den vorübergehenden Einbruch des Chaotischen im naturhaften Wechsel zum Sommer - die bekannten "Freinacht"-Bräuche, wie wegschaffen von Gartentoren, Karren und Pflügen, haben darin ihren Ursprung. Der 1. Mai war der bedeutendste Kultfeiertag der Kelten. An diesem Tag wurden an einem Baum rituelle Blutopfer dargebracht.

    Nach dem Fund eines vergoldeten Bäumchens in der Keltenstadt Manching, das vor rund 2300 Jahren kultischen Zwecken diente und ein göttliches Symbol war, stellte der Journalist Rudolf Reiser Vermutungen dahingehend an, daß der Maibaum ursprünglich ein Opferbaum der Kelten war. "Der Baum spielte in der vorchristlichen Mythologie eine überragende Rolle, sonst hätte man ihn, seine Blätter, Knospen und Blüten in Manching nicht so kunstvoll vergoldet."
    Wie Verduten des Malers Valentin Gappnig, die im Freisinger Diözesanmuseum ausgestellt sind, zeigen, hatten die Maibäume damals noch Äste und Büschel. Das eigentlich Aufsehenerregende am Manchinger Mini-Maibaum besteht für Reiser aber darin, daß "kreisrunde Goldblechreste entdeckt wurden, Zeichen der Sonne also! Und es gibt Hinweise der Archäologen, daß um den Baum Bänder gelegt waren. Wem fällt da nicht sofort der Bändertanz und -schmuck von Heute ein? Traditionen, die Jahrtausende überdauerten!"

    Im Jahreskreis hat der Mai eine besondere Bedeutung: Die Natur erwacht zu neuem Leben; Hunger und Kälte sind vorbei; die Erde ist wieder fruchtbar. Die alten Mairiten zeugen von einer überschäumenden Lebensfreude. An vielen Orten liebten sich Paare in den frisch gepflügten Feldern, um das Getreide zum Wachsen zu bringen. Es war ein "Wonnemonat" sexueller Freiheiten. Bis ins 16. Jahrhundert hinein waren im ländlichen Raum die ehelichen Bande gelockert.

    Das aufkommende Christentum versuchte die heidnischen Bräuche auszurotten. Der 1. Mai wurde der Heiligen Walpurgis gewidmet, die Beltane - Feste bei Todesstrafe verboten. Zur Abschreckung von den uralten Riten wurde das Bild des Teufels heraufbeschworen. In der Walpurgisnacht, hieß es, trafen sich die Hexen auf dem "Blocksberg", um mit dem Leibhaftigen wilde Orgien zu feiern. Angeblich verbündeten sich die Hexen mit dem Teufel durch einen Kuss auf den After.


    Ich freue mich auf zahlreiche Mitfeiernde, auf gute Spirits und freundliche Wettergeister!

    Rainer WhiteEagle


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    Mitte unten: Reichenhall-Karlstein, rechts: Burg Karlstein

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