Rund um das Thema Dualseelen

  • Autor Autor the_pilgrim
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
  • Lesezeit Lesezeit 2 Min. Lesezeit
Hallo Ihr,

vorab ein paar Worte, die jede*r sich bewusst machen möge, bevor er*sie hier in die Diskussion einsteigt:

Manche Menschen sind empathischer als andere, dann kann es vorkommen, dass sie die Gefühle anderer Menschen wahrnehmen können. Wer sehr empathisch ist, kann die Gefühle von sehr vielen Menschen spüren, wer weniger empathisch ist oder keine Übung hat bzw. der eigenen Wahrnehmung noch nicht so richtig vertraut, bei dem*der beschränkt es sich vielleicht auf nahe Seelenverwandte oder auf Menschen, mit denen sie sehr vertraut sind oder beides.

Die Leute, die sich hier intensiv mit dem Thema Seelenverwandtschaft auseinandergesetzt und Erfahrung damit haben, kommen früher oder später zu dem gleichen Ergebnis: es ist IRRELEVANT, ob es eine Seelenverwandtschaft ist oder nicht. Wichtig ist, ob es mir mit dieser Person gut geht oder nicht. Werde ich ausgenutzt bzw. mit doofen Ausreden hingehalten? Oder werde ich respektvoll, aufmerksam und liebevoll behandelt? DAS ist wichtig.

Ja, es mag sein, dass da eine Seelenverwandtschaft vorliegt, aber da gilt das, was auch für andere Verwandte gilt: wer sich doof verhält, verhält sich doof, weder Gene noch Seele machen da einen Unterschied. Wenn sich ein naher (Seelen)Verwandter mir gegenüber daneben benimmt (egal ob egoistisch oder unreif oder gewalttätig), dann tut es mir mehr weh als wäre es Hans-Franz oder Pauline - mehr nicht. Das Resultat ist das gleiche: will ich mich so behandeln lassen? Darf die Person so mit mir umgehen? Alles andere ist nur dann wichtig, wenn Du spirituelle Kräfte in Dir entdeckst und weiter entwickeln möchtest - unabhängig von der Person, die das ganze ausgelöst hat.

Hier geht es um grundsätzliche Fragen bezüglich Dualseelen, nicht um warum verhält er*sie sich so.

Was IST das überhaupt?
Was unterscheidet eine Dualseelenverbindung von anderen Seelenverbindungen?
Was kann ich tun, um damit umzugehen?
Welche Erfahrungen haben wir gemacht?

LG,

the_pilgrim
  • Like
Reaktionen: 5 Mitglieder
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Kommentare

G
Er ist in keinster Weise bereit an sich zu arbeiten. Seine Emotionen spült er mit Alkohol hinunter. Mich hat er immer im Glauben gelassen, er trinkt wegen seiner nicht funktionierenden Ehe. Jetzt weiß ich es besser. Ich weiß auch, dass ich das alles erleben musste, um wieder mehr zu mir zu finden und damit ich ihm nicht ewig hinterher jammere. Jetzt möchte ich einfach nur noch weg.
 
G
Vielleicht ist es einfach die Trauer darüber, dass es nicht so ist wie ich dachte bzw. wie es sich immer angefühlt hat. Mit jedem Mal weinen löst sich etwas.
 
T
Nun ja, es scheint, als ob er Deine einzige Bezugsperson geworden ist. Es erinnert mich an mich in meinen früheren Beziehungen. Da war die Beziehung Dreh- und Angelpunkt meines Lebens - hab ich aber jetzt erst so richtig begriffen.

Mir passt es ganz gut in den Kram, dass der Mann meines Herzens nicht in meinem Leben ist. Ich würde mich ratzfatz wieder selbst verlieren, schätze ich. Der soll mal schön bleiben wo er ist, ich bin grad noch zu beschäftigt für Liebe.

Wegzugehen wird Dein Problem nicht lösen, denn wenn Du nicht lernst trotz Beziehung Du selbst zu sein, wirst in der nächsten Beziehung wieder den gleichen Mist erleben. Daher könntest Du auch bleiben wo Du bist und Dir überlegen, wie Du Dein Leben ohne ihn gestaltest - obwohl er anwesend ist. Da sehe ich mehr Entwicklungspotenzial als wenn Du gehst, lernst wieder alleine klar zu kommen, nur um irgendwann in die nächste Beziehung zu rutschen und zack, wieder alles so zu erleben wie jetzt.

Nicht nur er hat sich verändert, Du ebenfalls. Du bist vermutlich eine Hausmaus geworden. Werde wieder Du selbst, DARUM geht es. So wirkt es jedenfalls auf mich. Falls ich da was falsch verstanden oder vorschnell geurteilt habe, sag piep.
 
G
Ich habe mich hier selbst verloren, das stimmt. Und seit der Trennung Anfang des Jahres bin ich mir selbst wieder näher gekommen.

Und vorher hatte sich für mich nichts verändert - im Gegenteil. Durch das große Haus hatte ich mehr Arbeit. Als Alleinerziehende hatten wir weniger Geld, waren aber glücklicher. Ich bin hier mehr oder weniger immer noch alleinerziehend. Ich mache alles nach wie vor allein, ob Elternsprechtag, das Kind mal zum Sport fahren oder was auch immer.
 
G
Vielleicht war es das, was ich hier lernen musste. Wie es ist sich in einer Beziehung nicht selbst zu verlieren.
 
T
Du könntest versuchen mit ihm befreundet zu sein. Sollte Freundschaft nicht sowieso die Basis von Liebe sein? Wenn Du es schaffst, Eure Trennungs-Beziehung (ihr seid ja kein Paar mehr, wohnt aber noch zusammen, richtig?) in eine Freundschaft zu verwandeln, wo jede*r den*die andere*n sein lässt wie er*sie ist, dann wird Dich das auf jeden Fall weiterbringen.

Wenn das nicht in Frage kommt, dann war es von Anfang an keine Liebe, sondern nur eine Illusion, und dann ist es auch kein Dualseelenthema, das Du da hast, sondern eine aus Teenagertagen mit Dir rumgeschleppte Seifenblase, die nun endlich geplatzt ist.

"Er ist nicht so wie ich es mir vorgestellt und gewünscht habe, deswegen liebe ich ihn nicht mehr" ist ein Ego-Film, übrigens.

Bist Du eigentlich in Therapie oder mal gewesen?
 
G
Danke Dir für den Tip :-)

Eine aus Teenagertagen geplatzte Seifenblase fühlt sich stimmig an.

Direkt damals nach der Trennung war ich in Therapie. 8 Wochen Kur - intensiv.
 
T
Ich wohne mit meinem Bruder zusammen. Er ist - wie ich - nur sehr eingeschränkt alltagstauglich. Während ich inzwischen meinen Weg finde und das immer besser hinkriege, verkriecht er sich immer noch sehr viel mehr in seinem Zimmer und kriegt mit ach und Krach gerade mal seinen Teil des wöchtentlichen Bad-Putzens hin.

Ich könnte mich täglich hinstellen und ihm aufzählen, was er alles machen und lassen könnte, wie er sein Leben in den Griff kriegen kann. Tu ich aber nicht, ist nämlich sein Ding. Wir haben eine gemeinsame Basis gefunden, dass wir uns beide in der Wohnung wohl fühlen können - das hat ein dreiviertel Jahr größtenteils Schweigen und Ignorieren gebraucht und eine sehr große Schmutztoleranz.

Inzwischen ist es so: wenn er wochenlang übel gelaunt und nicht ansprechbar ist, hält mich das nicht davon ab selbst gut gelaunt vor mich hin zu leben. Zwischendurch laufen wir uns mal über den Weg, scherzen ein bisschen und gut. Wir verstehen uns super, auch wenn sich das jetzt ganz schrecklich anhören mag. Es ist gut wie es ist, er DARF so sein.

Klar, ich würde gerne häufiger mit ihm zusammen was machen, mal kochen, mal etwas renovieren, zusammen einkaufen, einfach mal zusammen sitzen und quatschen... das alles kommt sporadisch zwar mal vor, aber nur manchmal bzw. selten. Diese Momente genieße ich sehr und hüte sie wie kleine goldene Schätze.

Wir sind uns - glaub ich - näher als andere Menschen, weil wir schonungslos ehrlich miteinander umgehen und nichts vom anderen erwarten. Wir freuen uns beide, wenn mal was zusammen klappt. Wenn nicht, dann macht jede*r sein*ihr Ding und gut.
 
T
Dann nehme ich Dich wieder aus der Dualseelengruppe raus - oder ist er gar nicht der, den Du für Deine Dualseele gehalten hast?
 
G
Ich verstehe was Du mir sagen willst, lese auch zwischen den Zeilen.

Ich habe trotz alledem andere Vorstellungen von Partnerschaft.

Es fühlt sich einfach nicht richtig an, wenn der Partner in der Firma sitzt und lieber dort noch ein paar Bierchen schlürft anstatt die Zeit seiner Partnerin zu widmen. Sicher darf jeder so sein wie er ist. Auch wenn sich das so anhören mag, ich habe da nicht zu große Erwartungen. Ich habe lediglich festgestellt, dass es nicht passt.
 
T
Ich verstehe was Du mir sagen willst, lese auch zwischen den Zeilen.
Huch, ich bin eigentlich der Meinung, dass ich gar nix zwischen den Zeilen schreibe. Was meinst Du denn herausgelesen zu haben, was ich nicht geschrieben aber gemeint haben könnte?
 
G
Dass man niemanden zu seinem Glück zwingen kann. So wie Du bei Deinem Bruder. Man kann es nur vorleben, niemandem helfen, wenn er es nicht will.
 
T
Ja, nimm mich wieder raus, wenn Du magst.
Nur um ganz sicher zu sein: Du bist von jetzt auf nu der Meinung, dass er doch nicht Deine Dualseele ist, dass das alles doch nur eine Illusion und Wunschdenken war und Du Dich geirrt hast. Habe ich das richtig verstanden?
 
G
Das weiß ich nicht. Ich weiß nicht, was das hier ist/war.

Der Spruch passt jedenfalls: Kein Mensch war ohne Grund in Deinem Leben. Der eine war ein Geschenk, der andere eine Lektion. Er war definitiv eine Lektion.
 
T
Dass man niemanden zu seinem Glück zwingen kann. So wie Du bei Deinem Bruder. Man kann es nur vorleben, niemandem helfen, wenn er es nicht will.
So ähnlich, ich habe das noch ein bisschen anders gemeint. Es steht mir nicht zu ein Urteil zu fällen über die Art und Weise wie mein Bruder sein Leben lebt. Meins wär das nicht, ich habe gerne gute Laune. Aber vermutlich hat mein Bruder lieber schlechte Laune, ich habe den Eindruck der genießt das. Irgendwann hab ich ihm mal gesagt, dass er gerne geh-weg zu mir sagen kann, aber dass er seine schlechte Laune gefälligst nicht an mir auslassen soll. Das hat er eingesehen und seitdem läuft es rund. Er sagt geh weg, wir grinsen schief, manchmal fluche ich ihn ein bisschen an, dann lachen wir, und dann gehe ich weg. Alles gut.

Ich lebe so, wie ich lebe. Er lebt, wie er lebt. Er braucht keine Hilfe, ihm fehlt nix. Er macht das genau so, wie er es machen will. Wenn mal was is, dann kommt er und fragt mich, ob ich ihm bei etwas helfe. Umgekehrt genauso. Meistens helfen wir uns, aber wenn es gerade nicht geht, weil eine*r den Arsch nicht hochkriegt, dann ist das auch ok, keine*r ist sauer.

Ich glaube, mein Glück sieht einfach nur anders aus als das von meinem Bruder. Als ich gemerkt habe, dass mein Bruder viel weniger Zeit mit mir verbringen möchte als ich es mir vor einem Jahr erhofft hatte, als wir zusammen gezogen sind, war ich zuerst traurig und enttäuscht. Dann dachte ich mir: er ist ja nicht mein Alleinunterhalter. Jetzt suche ich mir andere Leute, mit denen ich zusätzlich Zeit verbringe, und stelle fest: ist viel besser und abwechslungsreicher so.
 
G
Ja, alles total gut nachvollziehbar. Aber: Er ist Dein Bruder, nicht Dein Partner ;)
 
T
Ja, alles total gut nachvollziehbar. Aber: Er ist Dein Bruder, nicht Dein Partner ;)
Zeig mir Menschen, die ihre Familie so entspannt sein lassen können wie ich. Das war harte Arbeit an mir selbst, ich bin mega-stolz, dass ich das geschafft habe und weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.

Bruder, Sohn, Partner - ich weiß wirklich nicht, welche die schwierigste Beziehung ist. Die sind alle anders, alle gleich schwierig, weil sie mir alle gleich intensiv am Herzen liegen.

Ich bin inzwischen der Meinung: wenn nicht zuerst der Mensch gesehen wird - sondern zuerst die Rolle, die die Person im Leben spielt - dann ist das emotionale Theater nur genau das: theatralische Ego-Kacke.

Ich behaupte: als Du Dich geliebt gefühlt hast, war alles in Ordnung. Jetzt, wo dieses geliebt-WERDEN nicht mehr so offensichtlich da ist, ist Dein Interesse weg. Du liebst nicht. Du wolltest etwas haben, was hübsch aussah. Es ist nicht mehr hübsch, also wirfst Du es weg. Konsumverhalten. Das hört sich hart an, aber wenn es wirklich so ist, dass Du ihn nicht liebst sondern nur das geliebt-werden-Gefühl genossen hast, dann ist es sinnvoll sich das einzugestehen.

Hand auf's Herz: liebst Du ihn oder wolltest Du nur geliebt werden und in Sicherheit sein? Liebe ist unabhängig vom Verhalten. Liebe ist einfach da. Das, was Du hier erzählst, ist reines meine-Beziehung-hat-nicht-funktioniert. Funktionieren ist nicht Liebe.
 
G
Ob Du es glaubst oder nicht, ich kann das. Ich kann jeden in meiner Familien so sein lassen wie er/sie ist. Ich kann mich da ganz gut abgrenzen. Als ich noch zuhause bei meinen Eltern gewohnt habe, habe ich immer versucht, meinen Vater zu "retten" vor meiner "bösen" Mutter. Lange Zeit "saß" er auf meiner Schulter. Ich habe es erkannt, man kann niemanden retten, ich gab ihm seine Eigenverantwortung innerlich zurück und somit war ich mein Schulterproblem los.

Hm....ich sag mal so.....ich war 2002 gerade frisch getrennt, mir fehlte da was in meiner Beziehung. Der jetzige Partner und ich......wir waren sozusagen zwei Bedürftige. Deswegen war die Affäre so intensiv. Es ging nicht hauptsächlich um Sex, mehr um Küssen und Streicheleinheiten, was wir beide in unseren vorhergehenden Beziehungen vermisst haben. Ich habe es mit Liebe verwechselt.

In den darauf folgenden Jahren habe ich viel gelernt.....über Bedürftigkeit......über Liebe.....ich weiß was Liebe ist. Das hier ist keine Liebe. Das weiß ich. Es ist auch keine Freundschaft. Es wird auch keine. Es bewegt sich nicht auf Augenhöhe.

Konsumverhalten würde ich das nicht nennen. Ich habe aus jeder meiner Beziehungen gelernt, bin daran gereift. Um Sicherheit ging es mir niemals.

Meine Mutter sagte vor kurzem zu mir: Kind, überleg doch mal, Du wirst bald 50. So viel Auswahl gibt es da nicht mehr. Jetzt bist Du versorgt, wohnst in einem schönen Haus. Da gehen mir die Nackenhaare hoch. Mein Wohlgefühl geht mir über alles. Eine Hütte, in der Du glücklich bist ist wertvoller als ein Palast, in dem Du weinst.

Ja, Liebe ist einfach da. Liebe ist......und Liebe kämpft nicht und Liebe wird nicht wie Nena so schön singt. Und zwei "Bedürftige" können sich nichts geben, zumindest keine Liebe. Das kann nicht funktionieren. Genau, weil Liebe eben nicht "funktioniert".
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Blogeintragsinformationen

Autor
the_pilgrim
Lesezeit
2 Min. Lesezeit
Aufrufe
5.760
Kommentare
624
Letztes Update

Weitere Einträge in Esoterik-Blogs

Zurück
Oben