Anstatt sich Vorstellungen über Nirvana zu machen, gilt es Nirvana zu erfahren, die Stille in der nichts entsteht, den Frieden jenseits von Glück und Leid. Es lässt sich ein wenig erahnen, immer dann, wenn man sich nicht an irgendeine Wahrnehmung hängt, mit der Erkenntnis 'das bin ich nicht, das gehört mir nicht, es ist entstanden und vergeht.' Und wenn man nicht begehrt es möge irgendeine Wahrnehmung entstehen oder nicht entstehen, und nicht begehrt es möge irgendeine Wahrnehmung vergehen oder nicht vergehen.
Alles läuft ab nach Naturgesetzen, ich kann die Gesetze nicht ändern, mit allem was ich tue weil ich etwas sein oder haben will, schaffe ich Ursachen und werde von den Wirkungen getroffen. Alles was ich bin und habe ist nun mal der Veränderung unterworfen, dagegen kann ich nichts machen. Aber ich kann etwas gegen mein Begehren, meine Aversion und meine Unwissenheit machen.
Gott hat mir letztlich nicht geholfen, Wissen hilft mir immer. Durch den Glauben kommt man auch zu Wissen, aber es ist unvollständig. Durch den Glauben richtet man sich am Übernatürlichen aus und das bewirkt eine gewisse Loslösung. Das Gewissen wird reiner, man lernt zwischen heilsam und unheilsam zu unterscheiden und bringt es mit Bestrafung und Belohnung in Verbindung. Das Gesetz von Ursache und Wirkung wird einem Gesetzgeber zugeschrieben, eben Gott. Aber hebt er das Gesetz auf, indem man ihn um Gnade bittet? Gibt es die Absolution, die Vergebung der Sünden? "Täuscht euch nicht," sagt Jesus, "was ihr sät, werdet ihr ernten". Trotzdem hat er sich für andere geopfert. In Indien gibt es auch die Vorstellung, dass der Guru Auswirkungen des Karma auf sich nimmt, also anstatt seines Schülers leidet. Ich weiß nicht ob das möglich ist, jedenfalls leidet man nicht, wenn man weiß dass Gefühle nur Gefühle sind und nicht meine Gefühle. Das ist ein sicheres Wissen das sich zu einer unmittelbaren Erfahrung entwickeln kann.
Ich hatte mich entschieden an Gott zu glauben und habe ihn um Hilfe gebeten. In Indien hat es sich dann ergeben, dass ich unter günstigen Umständen in den Ashram der Gaudia Vaishnavas aufgenommen wurde und die auf Theologie gründende Praxis hat mir enorm geholfen. Aber ich konnte diesen Gott nicht verstehen und habe mich schließlich auf die Entwicklung von Wissen verlegt, das sich beim Buddha finden lässt. Das ist sozusagen ein fester Grund, im Gegensatz zum schwankenden Boden des Glaubens. Ich weiß zwar auch nicht wie das Ziel genau ist, Nibbana ist ebenso unergründlich wie Gott. Aber ich weiß wie man hingelangt, nicht durch einen Gnadenakt, sondern eben durch Erkenntnis, Weisheit, Pañña. Der Buddha hat das Dhamma verehrt als etwas, das über ihm steht. Dhamma, das sind die Gesetzmäßigkeiten die zur Befreiung von jeglichem Leid führen, zusammengefasst in den vier edlen Wahrheiten. Es ist möglich, die Dinge so zu sehen wie sie sind, aber einen ewigen Schöpfergott zu sehen, hat sich für mich als unmöglich herausgestellt.
Alles läuft ab nach Naturgesetzen, ich kann die Gesetze nicht ändern, mit allem was ich tue weil ich etwas sein oder haben will, schaffe ich Ursachen und werde von den Wirkungen getroffen. Alles was ich bin und habe ist nun mal der Veränderung unterworfen, dagegen kann ich nichts machen. Aber ich kann etwas gegen mein Begehren, meine Aversion und meine Unwissenheit machen.
Gott hat mir letztlich nicht geholfen, Wissen hilft mir immer. Durch den Glauben kommt man auch zu Wissen, aber es ist unvollständig. Durch den Glauben richtet man sich am Übernatürlichen aus und das bewirkt eine gewisse Loslösung. Das Gewissen wird reiner, man lernt zwischen heilsam und unheilsam zu unterscheiden und bringt es mit Bestrafung und Belohnung in Verbindung. Das Gesetz von Ursache und Wirkung wird einem Gesetzgeber zugeschrieben, eben Gott. Aber hebt er das Gesetz auf, indem man ihn um Gnade bittet? Gibt es die Absolution, die Vergebung der Sünden? "Täuscht euch nicht," sagt Jesus, "was ihr sät, werdet ihr ernten". Trotzdem hat er sich für andere geopfert. In Indien gibt es auch die Vorstellung, dass der Guru Auswirkungen des Karma auf sich nimmt, also anstatt seines Schülers leidet. Ich weiß nicht ob das möglich ist, jedenfalls leidet man nicht, wenn man weiß dass Gefühle nur Gefühle sind und nicht meine Gefühle. Das ist ein sicheres Wissen das sich zu einer unmittelbaren Erfahrung entwickeln kann.
Ich hatte mich entschieden an Gott zu glauben und habe ihn um Hilfe gebeten. In Indien hat es sich dann ergeben, dass ich unter günstigen Umständen in den Ashram der Gaudia Vaishnavas aufgenommen wurde und die auf Theologie gründende Praxis hat mir enorm geholfen. Aber ich konnte diesen Gott nicht verstehen und habe mich schließlich auf die Entwicklung von Wissen verlegt, das sich beim Buddha finden lässt. Das ist sozusagen ein fester Grund, im Gegensatz zum schwankenden Boden des Glaubens. Ich weiß zwar auch nicht wie das Ziel genau ist, Nibbana ist ebenso unergründlich wie Gott. Aber ich weiß wie man hingelangt, nicht durch einen Gnadenakt, sondern eben durch Erkenntnis, Weisheit, Pañña. Der Buddha hat das Dhamma verehrt als etwas, das über ihm steht. Dhamma, das sind die Gesetzmäßigkeiten die zur Befreiung von jeglichem Leid führen, zusammengefasst in den vier edlen Wahrheiten. Es ist möglich, die Dinge so zu sehen wie sie sind, aber einen ewigen Schöpfergott zu sehen, hat sich für mich als unmöglich herausgestellt.